Wissenschaft
Rezensionen zu wissenschaftlichen Publikationen
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- Geschrieben von: Mathias Beschorner
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Der 1967 gehaltene Vortrag Theodor W. Adornos – Aspekte des neuen Rechtsradikalismus – wurde neu herausgegeben.
Mathias Beschorner über den Band und Kontinuitäten zu zeitgenössischen rechten Diskursen.
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- Geschrieben von: Norbert Rath
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Theodor W. Adorno und Helmut Dahmer zu Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
Adornos Vortrag Aspekte des neuen Rechtsradikalismus wurde 1967 vor Studenten der Universität Wien gehalten und erst im Jahr 2019 (mit einem sachkundigen Nachwort von Volker Weiß) aus dem Nachlass veröffentlicht.[1] Helmut Dahmer weist in einem Bändchen mit dem Titel: Antisemitismus, Xenophobie und pathisches Vergessen. Warum nach Halle vor Halle ist[2], auf die Virulenz eines neuen Rechtsextremismus im Deutschland der Gegenwart hin und zeigt, inwiefern dieser an alte Muster anknüpft.
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- Geschrieben von: Ingo Elbe
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Ingo Elbe rezensiert das Buch von Michael Blume, Warum der Antisemitismus uns alle bedroht. Wie neue Medien alte Verschwörungstheorien befeuern. Patmos Verlag, Ostfildern 2019
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- Geschrieben von: Norbert Rath
- Kategorie: Wissenschaft
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Norbert Rath rezensiert das Buch:
Freud, Trotzki und der Horkheimer-Kreis, Münster, Verlag Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-271-8, 525 S.
Die Lektüre sei spannend, schreibt N. Rath, denn in Dahmers Buch gehe es "um (...) Geschichte(n), um Unbekanntes von Bekannten. Adorno und Benjamin entpuppen sich in seiner Rekonstruktion (zumindest zeitweise) als verkappte Trotzkisten", und Horkheimers Schweigen gegenüber der stalinistischen Diktatur werde dechiffrierbar als Angst: Angst vor dem FBI, Angst aber auch vor Killerkommandos der GPU.
Dahmer, schreibt Rath, sehe Benjamin und Trotzki als Geschichtsforscher und Prognostiker, die trotz ihrer grundlegend unterschiedlichen Herkünfte und Lebensläufe eine vergleichbare kritische Sicht auf die Rekonstruktion von Geschichte gehabt haben.
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- Geschrieben von: Bertrand W. Klimmek
- Kategorie: Wissenschaft
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Rezension des Buch von Hannes Gießler- Furlan „Verein freier Menschen? Idee und Realität kommunistischer Ökonomie“ (zu Klampen Verlag, 2018) von Bertrand Klimmek
Aus der Rezension: "Gießler arbeitet im Buch heraus, was er – quasi als Kardinalproblem, das auch politische Fragen tangiert – den zentralen „Spannungszustand kommunistischer Produktion“ nennt: „Einerseits sollen die Arbeiter an der Basis [über ihre Produktion und ihr Leben] bestimmen, andererseits soll die Produktion als Ganzes vernünftig geregelt sein. (...)
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- Geschrieben von: Harald Haslbauer
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Besprechung von Daniel Loick: Juridismus. Konturen einer kritischen Theorie des Rechts, Berlin 2017
Loick arbeitet entlang von markanten Positionen der Geistesgeschichte am (europäischen) Recht heraus, wie es als von der Gesellschaft abgelöste soziale Form schon in seinem subjektiven Kern notwendig deformierend bis zerstörend auf die Menschen und ihr Zusammenleben wirkt: „Entsetzlichkeit“ des Rechts. Loick entnimmt denselben Wirkmomenten allerdings auch eine entgegengesetzte, emanzipatorische wie sozialisierende Leistung für die Menschen. (Haslbauer)
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- Geschrieben von: Norbert Rath
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Norbert Rath rezensiert das Buch von Christian Thein: Subjekt und Synthesis. Eine kritische Studie zum Idealismus und seiner Rezeption bei Adorno, Habermas und Brandom. Königshausen & Neumann: Würzburg 2013. (Zugleich Phil. Diss., WWU Münster 2013). Epistemata. Würzburger Wissenschaftliche Schriften, Reihe Philosophie, Bd. 533. 585 Seiten. ISBN 978-3-8260-5224-8.
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- Geschrieben von: Marc Jacobson
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Marc Jacobson rezensiert den Sammelband von:
Theodora Becker, Andreas Franze, Jakob Hayner, Arne Kellermann (Hrsg.): Grenzsteine. Beiträge zur Kritik der Gewalt. edition text+kritik (München) 2016. 200 Seiten. ISBN 978-3-86916-541-7. D: 29,00 EUR, A: 29,90 EUR.
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- Geschrieben von: Harald Haslbauer
- Kategorie: Wissenschaft
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Besprechung von Frank Ruda, Hegels Pöbel. Eine Untersuchung der ´Grundlinien der Philosophie des Rechts´, Konstanz 2011
Frank Ruda rekonstruiert mit Hegel die Eigenschaften des Pöbels, eines auch für Hegel mit der Armut einhergehenden Exkrements der bürgerlichen Gesellschaft. Den Pöbelsubjekten mit ihrer objektiven aber auch subjektiven Entbindung von Rechten wie Pflichten dieser Gesellschaft mutet Ruda eine alle Menschen übergreifende Universalität und revolutionäre Potentialität gegen die bürgerliche Freiheit zu.
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- Geschrieben von: Harald Haslbauer
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Rezension von Daniel Loick, Der Missbrauch des Eigentums
„Lieber Instandbesetzen als Kaputtbesitzen“, dieser Schlachtruf der Hausbesetzerszene nimmt die Differenz zwischen dem Gebrauch und dem Eigentum eines Gegenstandes wahr und auf, und schlägt sich ganz auf die Seite des Gebrauchs.
Loick entfaltet dasselbe Urteil zum Eigentum aus einer Reflexion der Geistesgeschichte des Eigentums und beschließt mit dem Ergebnis, dass dem Eigentum ein "Missbrauch: sowohl der Dinge als auch der Menschen" (Umschlagrückseite) inhärent ist. Trotz der gut erläuterten Erkenntnis, dass den Menschen das Eigentum individuell wie gesellschaftlich zum Schaden gereicht, wird weder Loicks Würdigung der Theoretiker des Eigentums noch seine eigene Befassung mit dem Eigentum dem Sachverhalt letztlich gerecht – mit praktischen Konsequenzen. (Haslbauer)
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- Geschrieben von: Norbert Rath
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Rezension zu Maik Puzic: Spiritus sive consuetudo, 2017
Norbert Rath rezensiert das Buch:
Maik Puzic (2017): Spiritus sive Consuetudo. Überlegungen zu einer Theorie der zweiten Natur bei Hegel, Würzburg: Königshausen & Neumann. (Zugleich Phil. Diss., WWU Münster 2015). Epistemata. Würzburger Wissenschaftliche Schriften, Reihe Philosophie, Bd. 568, 247 Seiten. ISBN 978-3-8260-5979-7, D: 44,00 EUR.
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- Geschrieben von: Meinhard Creydt
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Christian Ibers Vorstellung vom ersten Band des Marx’schen ‚Kapital’
M. Creydt schreibt über das Buch „Grundzüge der Marx’schen Kapitalismustheorie“ (Berlin 2005) von Iber,
„Seine Leugnung des Doppelcharakters der gesellschaftlichen Arbeit im Kapitalismus nennt Iber „Negativismus“: „Radikal negativistisch ist Marx’ Kritik insofern, als sie die Alternativelosigkeit der arbeitenden Menschheit aufzeigt, dass es für sie keine Möglichkeit gibt, dem effizienten Ausbeutungssystem des Kapitals zu entkommen“ (17). Warum es dann noch der von Iber befürworteten „Aufklärung“ bedarf (290), die doch nach dieser Feststellung unmöglich ist, bleibt unaufgeklärt. Die Meinung, im Kapitalismus sei alles Ausdruck einer eindimensionalen Gesellschaft, hat auch Konsequenzen für die Darstellung der herrschenden Seite des Kapitalismus.
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- Geschrieben von: Harald Haslbauer
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"Arndt übernimmt von Hegel das Recht als Freiheitserrungenschaft, allerdings ohne Hegels Begründung dafür zu überprüfen. Marx und seinen Nachfolgern bescheinigt er einerseits romantische Wunschvorstellungen in Richtung einer Aufhebung von Rechtsverhältnissen überhaupt; andererseits führt er aus, dass Marx letztlich keinerlei grundsätzliche Distanz zu Hegels Fassung des Rechts hat.
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- Geschrieben von: Claus Peter Ortlieb
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Eske Bockelmanns „Im Takt des Geldes“
Im seinem Aufsatz „Geld als gesellschaftliche Synthesis und Denkform.Kritik und Auflösung von Sohn-Rethels Rätsel“ (Kritiknetz - http://bit.ly/1VFFmTj) nimmt Bockelmann „die Konstitution der Subjekte durch den Markt und die von ihm erzwungenen Geldhandlungen in dem historischen Moment, in dem das Geld bestimmende Allgemeinheit erlangte,“ (Ortlieb) zum Ausgangspunkt und bestimmt das naturwissenschaftliche und ökonomische Denken sowie die Philosophie der Neuzeit als Funktion eines durch das Geld in die Gesellschaft gekommenen Denkzwangs. Er setzt in dem Aufsatz damit fort, was er in seinem Buch „Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens“ (zu Klampen, Springe 2004) begonnen hat.
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- Geschrieben von: Wolfgang Lieb
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Wolfgang Lieb rezensiert das Buch von:
Ulrike Herrmann, Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen.
Westend Verlag, Frankfurt a. M.,
ISBN: 978-3-86489-044-4
288 Seiten
20,60 Euro
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- Geschrieben von: Stefan Busse
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Stefan Busse verfasst eine Rezension zu:
Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Benjamin Lemke: Sozialpsychologie des Kapitalismus – heute. Zur Aktualität Peter Brückners.
Psychosozial-Verlag (Gießen) 2013. 400 Seiten. ISBN 978-3-8379-2226-4. D: 39,90 EUR, A: 41,10 EUR, CH: 53,90 sFr. Reihe: Forschung psychosozial.
Quelle: Socialnet.de
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- Geschrieben von: Stefan Müller-Doohm
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Das Geschäft der intellektuellen Atomzertrümmerung
"Die Vorlesungen sind ein Dokument dafür, wie es Adorno gelingt, sein Auditorium trotz komplizierter Ausführungen etwa über Genesis und Geltung oder über den Zwangscharakter der Logik bei Laune zu halten. Er vergewissert sich der Aufmerksamkeit seiner Zuhörer, indem er kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, seine eigene Position etwa gegen den dogmatischen Parteimarxismus eines Lukács, den Rationalismus eines Descartes oder den Positivismus ins Licht zu rücken. (...) So bezeugen die Vorlesungen auch das Moment des Apodiktischen in Adornos Lehrpraxis, etwa wenn er in den Raum stellt, dass Kern der Dialektik sei, kein Rezept ihres Gebrauchs zu liefern, sondern „eben der Versuch, die Wahrheit sich selber bezeichnen zu lassen“ (Adorno). (...)
Die Einführung in die Dialektik als bestimmte Negation, die dem zerrissenen Zustand der Welt angemessen ist, hat den Lyriker Hans Magnus Enzensberger inspiriert, ein Adorno gewidmetes Gedicht mit dem Titel „schwierige arbeit“ zu schreiben: „geduldig/ festhalten den schmerz der Negation/ (...) geduldig/ jeden Gedanken wenden der seine Rückseite verbirgt“.
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- Geschrieben von: Reinhard Wenner
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Psychologisch-ethnologische und historisch-theologische Hintergründe
Ausführliche Stellungnahme zum gleichnamigen Buch
von Christa und Dr. Ahmed Ginaidi (Ibidem-Verlag, Edition Noema, 2005)
Bei der Publikation von Dr. Wenner handelt es sich zwar nicht um einen Beitrag zur kritischen Theorie der Gesellschaft, wohl aber um einen Text, der für die kritische Theorie des Islam hilfreiche Vorarbeit liefern kann, wenn er auch nicht in dieser Absicht geschrieben wurde.
Wegen ihrer Einseitigkeit falsche populärwissenschaftliche Darlegungen beeinflussen das politische und gesellschaftliche Leben hierzulande in hohem Maße und führen systematisch in die Irre. So auch das Buch des Ehepaares Christa und Dr. Ahmed Ginaidi mit dem Titel: "Die Frau im Islam und im Christentum", in dem das Ehepaar wiederholt um Verständnis für menschenrechtsfeindliche Erlaubnisse und Weisungen des Islam wirbt. Dagegen werden einige theologische Lehren und Forderungen des Christentums als gegen "die Natur" oder aber gegen "die Vernunft "gerichtet dargestellt.
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- Geschrieben von: Willi Winkler und Heinz Gess
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Über altvertraute Bruderschaften und ein immer währendes (nicht nur) ideologisches Interessenbündnis (über Goebbels und Otto von Hentig zur Gräfin Marion von Dönhoff und Helmut Schmidt) (Teil 1)
Erster Nachtrag zum demagogischen Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“
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- Geschrieben von: Wilma Ruth Albrecht
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Wilma Ruth Albrecht rezensiert in diesem Artikel das kürzlich erschienene gleichnamige Buch des Psychiaters Manfred Lütz.
Lütz ist ein bekannter Bestsellerautor. Zu seinen Bestsellern zählt: "Gott - eine kleine Geschichte des Größten". Vermutlich wird auch sein neustes Buch "Irre!"wieder ein Bestseller. Denn im Untertitel heißt das Buch: "Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen" und "eine heitere Seelenkunde". Wer wird da nicht zugreifen - Bei so viel heiterer Gelassenheit beim therapeutischen Gerede über "die Falschen" und "die Normalen" ohne jeden kritischen Begriff von den gesellchaftlichen Verhältnissen? "Gott, der Größte" - Er wird's schon richten.
Ich habe beides gelesen: Die "heitere Sellenkunde" des Manfred Lütz und die kritische Rezension von Wilma Ruth Albrecht. Mich hat die Rezension sehr viel mehr erheitert als die "heitere Selenkunde". Deshalb empfehle ich Ihnen den Text sehr zur Lektüre.
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