Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Kritik der Humankapitaltheorie
- Kategorie: Soziologie
- 19. Februar 2005
- Christopher Gess
- 5659 Zugriffe
Seit ein paar Jahren sind einige als überholt geglaubte Erklärungsmuster von Arbeitslosigkeit in der Politik und Öffentlichkeit wieder modern geworden. Der Glaube an selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, die ewig wiederholte Forderung nach der Senkung der Staatsquote oder das Lamento über falsch oder gar nicht ausgebildete Jugendliche und Langzeitarbeitslose zeigen, dass die Arbeitsmarkttheorien der Neoklassik wieder an Bedeutung gewinnen. Diese Arbeit setzt sich mit der Humankapitaltheorie als Rettungsversuch der Neoklassik von Becker u.a. auseinander, wobei die Kritik an dieser Theorie im Mittelpunkt stehen soll. Dabei geht sie speziell auf Pierre Bourdieu ein und verwendet den recht neuen Ansatz zur Kritik an der Humankapitaltheorie. Kritisiert wird unter anderem die in der Neoklassik vorherrschende Annahme von einem nach "rational-choice" handelnden Arbeitnehmer und die in der Humankapitaltheorie vorgenommene Gleichsetzung von Humankapital mit Sachkapital.
Nach einer kurzen Beschreibung der Humankapitaltheorie werden zunächst einige grundsätzliche Kritikpunkte an der Theorie angeführt, um dann nach einer kurz gehaltenen Darstellung von Bourdieus "Sozialtheorie", diese anwendend, weitere spezielle Kritikpunkte herzuleiten.
Link zum Artikel (PDF): "Kritik der Humankapitaltheorie". Klicken Sie bitte hier.
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