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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

Kritik der Politischen Ökonomie

Der Euro - Identität und Krise der Europäischen Union

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
06. August 2011
Gerhard Stapelfeldt (zweite, aktualisierte und verbesserte Auflage)
1541 Zugriffe
Nach Gerhard Stapelfeldt befindet sich der Euro und mit ihm EU-Europa gegenwärtig in einer Krise. Das Bedrohliche daran bestehe

1. ökonomisch im fehlenden Bewusstsein davon, dass es sich um eine Krise des neoliberalen Systems handelt  
2. politisch „im unvermeidlichen Autoritarismus“ (als Folge von 1)
3. gesellschaftlich „in der systematischen Hoffnungslosigkeit und im sozialen Atomismus der neo-liberalen Politik“ (Stapelfeldt)   

Die Fragen, denen die Untersuchung Stapelfelds sich angesichts der Krise widmet, lauten: „Worin besteht die kollektive, im Euro institutionalisierte europäische Identität?
Welcher Ordnung der Wirtschaftsgesellschaft ist die Europäische Zentralbank verpflichtet?
Enthält diese Ordnung Möglichkeiten eines Krisenbewusstseins und einer nicht-autoritären Krisenbewältigung?“
Diesen Fragen wird nach einer kurzen Einleitung mit dem Titel „Geld, bewusstlose gesellschaftliche Identität und Krise“ (I) durch „Darstellung der Genese und der vertraglich fixierten Imperative der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion als Basis der Integration, der Identität des EU-Europa (II); durch eine Skizze des Logos dieser Identität: der Dogmen von Neoliberalismus (Wettbewerbs-Markt) und Monetarismus (Gemeinschaftswährung) (III); durch eine Skizze der gegenwärtigen Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise sowie der eingeschlagenen Krisenpolitik, in der sich der repressive Gehalt der europäischen Integration und Identität manifestiert (IV)“ (Stapelfeldt)  nachgegangen.

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Kritik der herrschenden ökonomischen Theorie

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
05. September 2010
Hans Peter Büttner
1430 Zugriffe

Der folgende Aufsatz von HaPE Büttner, einem meiner besten und mir liebsten Studenten  (aus den frühen neunziger Jahren), stellt in komprimierter Form die ökonomietheoretische Kritik der wirtschaftswissenschaftlichen Standardlehre neoklassischer Provenienz durch die an dem Cambridge-Ökonomen Piero Sraffa (1898-1983) orientierte neoricardianische Schule dar. Dabei orientiert sich der Autor an den drei historischen Debatten zur Kosten-, Kapital- und Wettbewerbstheorie sowie deren logischen Zusammenhängen. Die sich auf Sraffa beziehende ökonomische Denkschule wird als „neoricardianisch“ bezeichnet, weil Piero Sraffas Studien der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts in eine radikalen Kritik der herrschenden, neoklassischen Theorie einerseits und intensiven Bemühungen zu einer konsistenten, fruchtbaren Reformulierung des klassischen, auf David Ricardo (1772-1823) zurückgehenden ökonomischen Ansatzes andererseits, mündeten. Das Erscheinen von Sraffas Hauptwerk „Waren-produktion mittels Waren“ – des zentralen Referenzpunktes der Neoricardianer – im Jahre 1960 jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Es zeigt sich, dass die durch Sraffa angeregte – und von seinen Schülern vielfach weitergeführte – Kritik in überzeugender Art und Weise der bis heute dominierenden ökonomischen Lehre eine Reihe schwerwiegender logischer Fehler nachweisen konnte, die in ihrer Bedeutung ökonomiekritisch orientierten Menschen nur allzu oft nicht bekannt sind. Der folgende Text beabsichtigt deshalb, Interesse zu wecken an einer Verbreitung und Fortführungen der von Sraffa begonnenen Kritik.

 

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Über die Zurichtung von Arbeitskraft im Zeitalter des Neoliberalismus

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
23. August 2010
Michael Wolf
1914 Zugriffe
 

Außer daß sie von der seinerzeitigen rot-grünen Bundesregierung unter dem »Basta-Kanzler« Gerhard Schröder ins Werk gesetzt wurde, hat die ›Bologna-Prozeß‹ genannte Hochschulreform mit der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform nur wenig zu tun. – Allerdings nur auf den ersten Blick. Sieht man nämlich genauer hin, dann zeigt sich, daß beide Reformen nicht nur in ihrem Ziel übereinstimmen, sondern auch in ihren auf Kontrolle und Zwang setzenden Methoden. In dem auf einem Vortrag basierenden Essay wird mit Rekurs auf regulations- und gouvernementalitätstheoretische Grundvorstellungen Plausibilität für die These zu erzeugen versucht, daß die beiden staatlicherseits vorangetriebenen Reformen eine spezifische, auf die Herstellung von ›employability‹ zielende Form der Anpassung an den Prozeß der Globalisierung darstellen, mit der das gesamte soziale Leben so gesteuert und staatlich organisiert werden soll, daß jeder Arbeitskraftbesitzer seine Unterwerfung unter die Bedingungen kapitalistisch-marktwirtschaftlicher Rationalität und die Erfordernisse politischer Machterhaltung selbst betreibt und sich mit seinen Potentialen möglichst freiwillig und reibungslos in den auf Ausbeutung beruhenden kapitalistischen Prozeß der Mehrwert- und Reichtumsproduktion einbringt. Hierbei erfolgt der Versuch des totalitären Zugriffs auf die menschliche Subjektivität dadurch, daß die Betroffenen einerseits über die Zuschreibung von Eigenverantwortung als autonome Subjekte angerufen werden, während man sie andererseits zugleich in spezifische Kontroll- und Sicherungsstrategien einbindet, damit die abverlangte ›Autonomie‹ nicht aus dem Ruder läuft
Michael Wolf

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Weltwirtschaftskrise und die falschen Propheten

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. Juni 2009
Reinhard Crusius
2063 Zugriffe
Über das süße Gift einer „wissenschaftlichen“ Theorie

Inzwischen hat ja eine zaghafte Diskussion unter den deutschen Ökonomen (und in der Wirtschaftspresse) angefangen, typischerweise sehr akademisch, formal und methodenfixiert – also eher eine Illustration meiner Kritik, die sich ja auf Inhalte bezieht! Es bleibt aber weiterhin dabei, dass weder in der Publizistik noch wissenschaftsintern das Versagen – und die Mittäterschaft (!) – der wissen-schaftlichen Ökonomie aufgerollt wird, obwohl sowohl die reale Entwicklung als auch wenige inzwischen vorliegende Forschungsbeiträge meine Fragen, meine Kritik und meine Forderungen immer heftiger bestätigen. Die Verengung auf Methodenfragen der Ökonomie statt auf inhaltliche Probleme wird zum Beispiel deutlich an dem m. E. "kuriosen" Faktum, dass in der Kritik ausschließ-lich die Volkswirtschaftslehre steht, als habe der ganze Kladderadatsch mit der axiomatisch total verkanteten Betriebswirtschaftslehre überhaupt nichts zu tun. Und die theoretischen Gurus dieses Kladderadatsches, z. B. Herr Straubhaar in Hamburg, schwadronieren schon wieder z. B. von der Abschaffung der Flächen-tarife – wider alle Erfahrungen, die gerade Deutschland in dieser Krise gemacht hat.

Um noch einmal klarzustellen, was dieser Aufsatz soll, hier meine wesentlichen Punkte (auch zum "Appetit-Machen"):

* Zuerst versuche ich, durch im eigentlichen Wortsinn rücksichtslose Fragen die Tiefe, den Umfang und die zerstörerische Dimension der Katastrophe bloß-zulegen, die ja weit über den Mainstream der aktuell doch sehr oberflächlichen Diskussion bzw. interessengeleitete sehr verengten Diskussion (böse Banken, Gier usw.) hinausgeht.

* Dabei verdeutliche ich, dass die wissenschaftliche Ökonomie an dieser Katastrophe und ihrem gesellschaftlichen Umfeld unmittelbar mitverantwortlich ist. Gerade stoße ich bei meinen Recherchen auf einen entlarvenden Beleg dafür. Es ist der von ca. 250 deutschen VWL-Professoren unterzeichnete sog. "Ham-burger Appell", verfasst von Michael Funke, Bernd Luck und Thomas Straub-haar (alle Universität Hamburg und Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut) vom Juli 2005 – ein Kompaktseminar über die Verengung einer Wissenschaft und ihre "realwirtschaftliche" Blindheit: z. B. kein Wort zur internationalen Finanzentwicklung und ihren Gefahren; diese waren, im Gegensatz zu vielen ausländischen Ökonomen, aber auch einigen deutschen, z. B. Otte und Nölling, in der Vorstellungswelt dieser Professoren nicht vorhanden. Welch kollektiver Offenbarungseid!

* Ich skizziere die wahrlich gigantische Problemflut, die uns danach erwartet – ein Aufgabenkatalog für die geforderte "neue Ökonomie", das Wichtigste, was sie zu begreifen hat, und natürlich damit auch Merkpunkte für eine andere Wirtschaft und Wirtschaftspolitik.

Da wir zu dieser schwierigen Neuorientierung die wissenschaftliche Analyse, Beratung und Ausbildung brauchen, gebe ich am Schluss Hinweise, wie ein solcher "Paradigmenwechsel" der zuständigen Wissenschaften (VWL und BWL) aussehen und angegangen werden sollte. Ich tue das, da ich die weit verbreitete pure (teilweise scheinheilige) Entrüstung genauso wenig "ziel-führend" halte ohne Aussagen zum Prozess, wie ich die teils arrogante "Ent-larverei" und die trotz aller theoretischen Stringenz einfach bisher nicht bewiesene Behauptung, der Kapitalismus ginge halt nur so und nicht anders, für ebenso hilflos und kontraproduktiv halte (wobei ich eine Renaissance marxis-tischer polit-ökonomischer Analyse in der wissenschaftlichen Ökonomie für einen ganz wichtigen Beitrag im Prozess des "Paradigmenwechsels" halte!). Ich behaupte bei Übersicht über das Gelände, dass eine so stringente und radikale (i.S.von praxisbezogene) Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Ökonomie bisher nicht vorliegt. Ich bitte Sie, diesen Aufsatz im Netz weiterzugeben.
 
Dr. habil Crusius
 

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Reichtum und Nutzen

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. Juni 2009
Hans-Peter Büttner
1854 Zugriffe

Eine Kritik der Grundlagen der subjektiven Werttheorie

Die neoklassische ökonomische Theorie versteht sich als „subjektive Werttheorie“, welche im Gegensatz zur ökonomischen Klassik konsequent vom methodologischen Individualismus ausgeht. Gesellschaftliche Phänomene und Strukturzusammenhänge werden hier verstanden als Ergebnisse rationaler, nutzenmaximierender Wahlhandlungen der über den Tausch kommunizierenden Wirtschaftssubjekte. Entsprechend ihrer wohl geordneten Präferenzordnungen und ihrer Budgetmöglichkeiten bieten diese Individuen Güter und Dienste an und fragen Güter und Dienste nach. Im Gleichgewicht ist dieses System in dem Moment, in dem jedes Marktsubjekt seine Pläne – entsprechend seiner Restriktionen und des sich durch Angebot und Nachfrage aller Marktteilnehmer einstellenden Systems relativer Preise – vollständig verwirklichen kann. Um ihre Programmatik in eine in sich stimmige und konsistente Form zu bringen, muss die Neoklassik ein sehr weitreichendes Modell individueller Rationalität und der Konstitution sozialer Systeme durch die Handlungen entsprechend modellierter Marktsubjekte entwerfen.

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Antisemitismus und Finanzkapital - Zur Kritik des völkischen Denkens des ehemaligen Linken - Jürgen Elsässer

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. März 2009
Hans Peter Büttner
1715 Zugriffe
Jürgen Elsässer arbeitet an dem massenwirksamen Aufbau einer "Volksinitiative gegen das Finanzkapital". Diese Volksinitiative setzt er ausdrücklich von der "radikalen Linken" ab. Sie intendiert stattdessen ein Bündnis "von Lafontaine bis Gauweiler", also von der staatstragend-keynesianischen, marktwirtschaftlichen Linken bis mindestens zum rechten Flügel der ebenfalls staatstragend marktwirtschaftlichen Rechten.
Hans Peter Büttner unterzieht dieses Konzept der "Überwindung des Gegensatzes von rechts und links" einer ausführlichen Kritik. Am Objekt der Elsässerschen Bemühungen gibt er eine Einschätzung der Hintergründe der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise im Lichte der Kritik der Politischen Ökonomie (Marx) und diskutiert mögliche Gegenwehr-Strategien.
 

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Kredit, Kapital und Krise - Von der Überakkumulation des Kapitals zur aktuellen Krise des Geldes

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
26. September 2008
Hans Peter Büttner
4384 Zugriffe
 

Die Krise

Wenn die Börsenkurse fallen
regt sich Kummer bei fast allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben.
Treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
.......
Fortsetzung s. erweiterte Einführung

1. Kredite und "Subprimes"
2. Wie lief die Hypothekenkrise ab?
3. Die nächste Stufe der Finanzkrise
4. Staatsverschuldung und der Niedergang der Geldform
5. Neue Barbarei oder Ende des Kapitalfetischs

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Kapitalismus in der Krise - Die Finanzkrise: Ursachen und Folgen

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
14. Januar 2009
Hans Peter Büttner
3134 Zugriffe
Hans Peter Büttner argumentiert, dass der Ursprung der Finanzkrise in Verwertungsproblemen des "realen" Kapitals und der Umverteilungspolitik seit den siebziger Jahren liegt - mit den entsprechenden Folgen für die Reproduktionsbedingungen des Kapitals. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es längst nicht nur um eine "Finanzkrise" im engeren Sinn geht, "sondern um die Frage, welches Wirtschaftssystem, welches Ordnungssystem, welches Gesellschaftssystem wir wollen. Die gängige Kritik an "raffgierigen Bankern", der Wallstreet oder den Spekulationsgeschäften erweist sich hierbei als verkürzt und scheinradikal. Sie impliziert die alte, verkürzte Kapitalismuskritik der Nazis, die bekanntlich zwischen dem guten "schaffenden" und dem bösen "raffenden" Kapital unterschied. Sich hier aber auf die Seite des vermeintlich "guten", nationalen Realkapitals zu schlagen ist ein folgenreicher und gefährlicher Denkfehler, denn erstens sind industrielle Kapitalisten mitnichten "bescheidener" als Banker. Eine solche Annahme wäre schlichtweg Unsinn.

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Turbokapitalismus. Analyse eines Ressentiments

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
04. November 2008
Jochen Böhmer
1453 Zugriffe
Jochen Böhmer geht in seinem Essay von der richtigen Beabachtung aus, dass zur Zeit ein medialer Hype stattfindet: "Alles dreht sich um die Kritik am Turbokapitalismus. Sozialdemokraten, Christdemokraten, andere Linke und auch Rechte, selbst Liberale und alle anderen gesellschaftlichen Gruppen sehen sich genötigt, die "unfähigen und raffgierigen Banker" in die Schranken zu weisen. (z. B. SPIEGEL, Nr. 40, 29.09.08, "Der Preis der Überheblichkeit"; die TV-Sendungen "Hart aber Fair" (ARD, 01.10.08) und "Maischberger" (ARD, 30.09.08). Die mediale Kritik am Finanzkapitlsimus hat die Funktion, so Böhmers zutreffende These, die Krise des Kapitalismus in affirmative Propaganda für den "rheinischen Kapitalismus" zu verwandeln. Aus allen Medien tönt neu wieder die alte garstiige deutsche Weise: 'Am deutschen Wesen soll der Kapitallsmus genesen'.

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Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
27. Oktober 2008
Initiative Sozialistisches Forum
1721 Zugriffe
Vor dem Ausnahmezustand des Kapitals
"Was aber ist der Run auf eine Bank gegen die Zerstörung des Bankwesens nur überhaupt? Was gegen die Aufhebung des Geldes? Die Abschaffung des Souveräns? Was ist die Kritik an der FAZ gegen die sofortige, unwiderrufliche Kündigung jeglichen Abonnements auf Ideologie? Was ist jetzt Aufklärung? Die Schlauesten der Propagandisten sagen: "All das Geld ist genau so lange sicher, bis es jemand haben möchte. Aber warum sollte es jemand haben wollen, wo es doch so sicher ist? Das Geld der Deutschen ist derzeit in einem logischen Rätsel angelegt." Und wenn dann der Dümmste der Kommunisten antworten würde: Das geht mich nichts an, denn es handelt sich nicht um ein "logisches Rätsel", das im Theoretischen zu lösen wäre, sondern um die gesellschaftliche Liquidation des Kapitals als der "Selbstverrätselung der Menschheit" (Marx), dann, ja: dann könnte die vermaledeite Geschichte gut ausgehen.
" (ISF)
 

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Qualität und Quantität des Werts

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
01. November 2006
Dieter Wolf
1668 Zugriffe
Auszug aus dem gleichnamigen Artikel

Makroökonomischer Ausblick auf den Zusammenhang von Warenzirkulation und Produktion

Heinz Gess


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Statistisches Bundesamt: Wachstum 2007

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
16. Januar 2008
Heinz Gess
2451 Zugriffe
 

Nach Angaben des Statistischen Budesamtes ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2007 preisbereinigt um 2,5% gewachsen. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2% Punkten zum BIP-Wachstum bei.
Die auf den ersten Blick so positv aussehenden Daten zeigen bei etwas sorgsamerer, Betrachtung ihre andere Seite. Es stiegen nämlich auch die Kapitalerträge und sonstigen Vermögenserträge. Die Umverteilung von unten nach oben hält an - und zwar "nachhaltig". Darin drückt sich aus, dass die "organische Zusammensetzung des Kapitals" (Marx) steigt und der Wert der Arbeitskraft gesamtgesellschaftlich sinkt. Immer mehr müssen sich die vereinzelten Einzelnen, die nichts haben als sich selbst, nach der Decke strecken, um noch etwas von dem durch ihre Arbeit erwirtschaftetes Reichtum abzubekommen.

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Wachstum 2007 - Daten des Statistischen Bundesamtes

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
15. Januar 2008
Heinz Gess
1016 Zugriffe
zusammengestellt und kommentiert von Heinz Gess:

Nach Angaben des Statistischen Budesamtes ist die deutsche Wirtschaft  im Jahr 2007 preisbereinigt um 2,5% gewachsen. Um soviel höher war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Amtes höher als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2% Punkten zum BIP Wachstum bei.
In den so positiv erscheinenden Daten drückt sich bei etwas genauerer Betrachtung aus, dass die "organische Zusammensetzung des Kapitals" (Marx, MEW 23) steigt und der Wert der Arbeitskraft gesamtgesellschaftlich sinkt. Immer mehr müssen sich die vereinzelten Einzelnen, die nichts haben als sich selbst, nach der Decke strecken, um noch etwas von dem durch ihre Arbeit erwirtschafteten Reichtum abzubekommen.

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Semantik, Struktur, Handlung. Zum Problem der Geltung im Marxschen Kapital

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
29. Januar 2006
Dieter Wolf
2327 Zugriffe
Die ersten drei Kapitel des Kapitals sind als Abstraktionsstufen methodisch erforderlich, um den die Warenzirkulation bestimmenden Zusammenhang von Struktur und Handlung freizulegen. Auf jeder der drei Abstraktionsstufen geht es um die Art und Weise, in der die Waren als Einheiten von Gebrauchswert und Wert sich aufeinander beziehen, wobei sie jeweils ihren Wert im Gebrauchswert einer oder aller Waren darstellen. Im Durchgang durch diese Abstraktionsstufen als ebenso vielen Stufen der dialektischen Darstellung wird von Marx erklärt, was Geld im Unterschied zum Wert der Waren ist, inwiefern es ständig werdendes Resultat der sich mit dem Kapitalverhältnis reproduzierenden Warenzirkulation ist.

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Daten zum Skandal der wachsenden sozialen Ungleichheit in Deutschland -

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
08. November 2007
DIW
3108 Zugriffe

Das Vermögen ist in Deutschland wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen. Nach der jüngsten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (88672. Wochenbericht des DIW Berlin Nr.45/2007 ) verfügen rund zwei Drittel der Bevölkerung ab 17 Jahren über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen. Im Durchschnitt betrug das individuelle Netto-Vermögen im Jahr 2002 rund 81 000 Euro. Aufgrund der sehr ungleichen Verteilung liegt der Median, also der Wert, der die reiche Hälfte der Bevölkerung von der ärmeren trennt, nur bei etwa 15 000 Euro. Im Gegensatz dazu besitzen die reichsten 10 Prozent knapp 60 Prozent des gesamten Vermögens. Das arithmetische Mittel beläuft sich in Deutschland insgesamt auf knapp 81 000 Euro, wobei Personen in den alten Ländern mit knapp unter 92 000 Euro rund 2,6-mal soviel Vermögen besitzen wie diejenigen in den neuen Ländern.

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Die bürgerliche Wissenschaft vom Reichtum als politische Ökomie des Reformismus

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. Mai 2007
Joachim Bruhn
1270 Zugriffe
über Sir John Maynard Keynes
Das Bewußtsein dieser falschen Versöhnung auf dem Boden einer falschen Spaltung heißt John Maynard Keynes; in ihm kommt der Gesamtprozess zu Bewußtsein. Vor Keynes waren Begriff und Sache der Krise Anathema gewesen; mit Keynes wird die Krise zum Grundproblem der Ökonomie überhaupt und wird der Staat zum Generalbevollmächtigten, in Permanenz tagenden großen Krisenausschuss. Der Staat wird das formelle Subjekt einer Ökonomie, dessen materieller Autor das Kapitalverhältnis darstellt; "Basis" und "Überbau" treten in ein Verhältnis wechselseitiger Konstitution.
Der Keynesianismus ist die unhintergehbare Ideologie des Staates als ökonomischer Agent wie als Generalbevollmächtigter des Kapitalverhältnisses. Darin spiegeln sich das objektive Interesse wie der subjektive Konsens der zu Funktionsträgern mutierten Klassen am objektiven Zwangscharakter der Akkumulation.

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Was ist die Werttheorie noch wert

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
03. April 2005
Michael Heinrich
2896 Zugriffe
Marx hat die Arbeitswerttheorie der bürgerlichen Klassik nicht einfach übernommen und an einigen Stellen verbessert, wie manche Autoren meinen. Seine Kritik der politischen Ökonomie muß vielmehr als eine "wissenschaftliche Revolution" im Sinne von Kuhn (1962), als ein Paradigmenwechsel und nicht als Fortschritt innerhalb eines gegebenen Paradigmas aufgefaßt werden ( ). In Anlehnung an die Arbeiten von Althusser (1968, 1972) läßt sich dieser Paradigmenwechsel als Aufgeben einer anthropologischen Begründung des theoretischen Feldes der Ökonomie begreifen. Daß die Größe des (Tausch)Werts einer Ware durch die zu ihrer Produktion notwendige Arbeitszeit bestimmt sei, wurde von Adam Smith mit der Rationalität der einzelnen Waren-produzenten begründet.
 

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Kritik der politischen Ökomomie - Eine Einführung

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. Mai 2007
Michael Heinrich
3933 Zugriffe
Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Kapitalismus und "Marxismus"
1.1 Was ist Kapitalismus?
1.2 Die Entstehung der Arbeiterbewegung
1.3 Marx und der "Marxismus"
2. Der Gegenstand des Marxschen Kapital
2.1 Theorie und Geschichte
2.2 Theorie und Kritik
2.3 Dialektik - eine marxistische Wunderwaffe?
3. Wert, Arbeit, Geld
3.1 Gebrauchswert, Tauschwert und Wert
3.2 Ein Beweis der Arbeitswertlehre? (Individuelles Handeln und gesellschaftliche Struktur)
3.3 Abstrakte Arbeit: Realabstraktion und Geltungsverhältnis
3.4 "Gespenstische" Wertgegenständlichkeit - Produktions- oder Zirkulationstheorie des Werts?
3.5 Wertform und Geldform (Ökonomische Formbestimmungen)
3.6 Geld und Austauschprozess (Handlungen der Warenbesitzer)
3.7 Geldfunktionen, Geldware und das moderne Geldsystem
3.

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Monetäre Werttheorie. Geld und die Krise bei Marx

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
03. April 2005
Michael Heinrich
3394 Zugriffe
Vergleicht man die kapitalistischen Globalisierungsprozesse zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit dem Kapitalismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so wird deutlich, dass Vieles von dem, was Marx zum „idealen Durchschnitt“ der kapitalistischen Produktionsweise rechnete, erst viel später praktische Wahrheit erlangte: so ist die Produktion relativen Mehrwerts davon abhängig, dass die von den Arbeitskräften konsumierten Lebens- und Subsistenzmittel kapitalistisch produziert werden, was für die entwickelten kapitalistischen Länder auf einer umfassenden Ebene erst mit dem Fordismus des 20. Jahrhunderts durchgesetzt wurde. Dass das Kreditsystem einerseits steuernd für die kapitalistische Produktion wirkt, andererseits aber blockierend, indem es durch immer neue Instrumente den Widerspruch zwischen industriellem und fiktivem Kapital steigert, wurde auf großer Stufenleiter mit der Internationalisierung des Finanzsystems in den 70er und 80er Jahren deutlich.

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Das Ende der politischen Ökonomie

Kategorie: Kritik der Politischen Ökonomie
12. Mai 2007
Joachim Bruhn
1174 Zugriffe
Eine kritische Würdigung von Postones Werk,"Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft"
In der Konsequenz der Frage Pollocks hatte Horkheimer vom "Ende der politischen Ökonomie" geschrieben, von der negativen Aufhebung des Kapitals im Verfolg der Logik des Kapitals selbst, vermittelt durch Krise und Zusammenbruch: "Die Kategorien der politischen Ökonomie: Äquivalententausch, Konzentration, Zentralisation, sinkende Profitrate usf. haben auch heute noch reale Gültigkeit, nur ist ihre Konsequenz, das Ende der politischen Ökonomie, erreicht", heißt es 1939 in "Die Juden und Europa".[12] Er hat damit, obwohl in der Sprache der Tradition, die absolute historische wie logische Grenze des Marxismus, sein Tabu und sein tiefstes Schweigen, gebrochen, d.h. den Moment bestimmt, in dem Marxismus in Materialismus überzugehen verpflichtet ist.

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  12. Entfesselter Kapitalismus; Zur Kritik der Globalisierungskritik
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