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Geschrieben von: Heinz Gess
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Dienstag, 01. Mai 2007 um 17:46 Uhr |
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Gliederung: 1. Einleitung und Absicht des Essays - 1 2. Merkwürdigkeiten der Protestkonstellation - 5 3. Vergleich der Protestheologie mit der politischen Theologie Drewermanns - 6 4. "Gott mehr gehorchen als den Menschen!" - 7 5. Vermisstes politisches Bewusstsein - 13 6. Du sollst Dir kein Bild machen - 15 7. Falsche Kumpanei - 17 8. Ursprungsideologie - 18 9. Bruch mit dem fetischistischen Bewusstsein in der Religion - 20 10. "Funktionierende Strukturen"?- 21 11. Geläuterte Politik als Schmierenstück - 24 12 Was ist zu tun ? - 25 13 "Der Supergau" und "das jüdische Geld" - 26 14. "Requiem für einen Gestapomann"- 28
Manchmal bringt das konzentrierte Durchdenken eines lokalen Vorganges sehr viel
mehr an Erkenntnis über den gesellschaftlichen Betrieb und die
Sozialpsychologie der darin operierenden Personen ein, als es groß angelegte
Untersuchungen vermöchten. Ein solcher Vorgang ereignete sich anno 2007 in
Bielefeld, als das dortige ehemalige Kirchengebäude der evangelischen Paul
Gerhardt Gemeinde in eine Synagoge umgewandelt werden sollte. Die Umwandlung
geriet zu einem denkwürdigen Schauspiel, das an die besten Zeiten der Deutschen
Christus-Sozialisten erinnerte. Deutsche
Christen probten den heiligen Aufstand für Ihren Gott, den sie mit dem
Gott der Juden partout nicht verwechselt wissen wollten. Sie verschanzten
sich in einer ehemaligen evangelischen Kirche (Paul Gerhardt), um die protestantische
Kirchenleitung zu erpressen, ihren Beschluss zu widerrufen, das Gebäude an die
jüdische Gemeinde Bielefeld zu verkaufen. Zu den Besetzern gehörten so genannte
respektable Personen mit Namen in
Bielefeld. Darunter ein höherer Richter des Landgerichtes in Bielefeld, ferner
der in Bielefeld bekannte WDR-Redakteur Eitel Riefenstahl, schließlich der bekannte
Kirchenmeister der ehemaligen Kirche.
Im Protest der Kirchenbesetzer manifestierte sich ein nachhaltiger
rebellischer Konformismus. Sie fühlten sich als Sprachrohr des Bielefelder
Volkes und wurden von der örtlichen Presse in hemmungsloser
Sensationsgier auch so in Szene gesetzt, nämlich als lokale Helden des
völkisch-christlichen Widerstandes gegen die dubiosen Ansprüche der Juden. Das
wurde schon deutlich an dem von der Presse eilfertig herausgestellten Spott,
mit dem die Besetzer auf die Strafanzeige der Immobilienbesitzer reagierten.
"Toll, jetzt trauen sie sich wenigstens etwas", posaunten sie hinaus
und wollten damit sagen: "Seht her wie mutig wir doch sind." Noch
deutlicher wurde diese Gesinnung aber an dem Kommentar der Besetzerclique, nachdem
Präses Buß ihnen ausnahmsweise einmal beigesprungen war. Ihr Kommentar:
"Das war jetzt das Machtwort". So eben wünscht sich der deutsche
Biedermann die Reaktion des Führers auf die Krise. Er fühl sich mit Gott
und den Meinungsmachern von der örtlichen "Volksaufklärung" im
Bunde gegen die ‚feigen Opportunisten’ in den demokratischen Gremien und
Quasselbuden, die sich unterstehen, mit der jüdischen Gemeinde
ein Geschäft abzuschließen, für das sie im religiösen Jargon Werbung
machen. Das sollte und durfte nicht sein. Deshalb verlangte das deutsche
Rumpelstilzchen nach dem "Machtwort" des Führers zu Gunsten der
"Authentischen", die "Gott mehr (zu) gehorchen als den
Menschen". Die Presse feierte diese prächtigen Rumpelstilzchen derweil
als deutsche Helden und nutzte die Gelegenheit, die Bielefelder
Volksgemeinschaft aufständischer Spießbürger zu schmieden. Die nicht
dazugehören, sind die wenigen, hilflosen Juden. |
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Geschrieben von: Heinz Gess 12. 11.2004
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Mittwoch, 20. April 2005 um 19:49 Uhr |
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Der in der "Zeit" vom 11. 11. 04 erschienene Artikel von Heiner Geisler "Arbeitnehmer. Wo bleibt Euer Aufschrei..?" ist ein Lehrstück für die "konformistische Revolte" gegen das Kapital. Er gibt sich rebellisch, bekräftigt und verklärt aber in Wirklichkeit, wogegen er rebelliert, indem er eine andere Variante desselben als Rettung aus den Übeln des "falschen Kapitalismus" verkauft. Derselbe Geist spricht meines Erachtens aus dem Buch von Joseph Goebbels (1939) "Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern". Goebbels stellt in diesem Buch dar, welche "inneren Kämpfe" der permanent mit sich selbst ringende "deutsche Mensch", "Michael", gemeint ist vermutlich Joseph selbst, zu bestehen hat und immer wieder neu bestehen muss, um sich zum kapitalismuskritischen, nationalen "Christus-Sozialisten" zu wandeln. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 07. Juli 2006 um 18:03 Uhr |
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Zur Kritik aller Formen der antisemitischen (deutschen und islamischen) Ideologie und Rebellion. Projektskizze für eine Tagung im Juni 2007 Zu dem Tagungsprojekt gehört als einem von fünf Themenbereichen die kritische Untersuchung des Antizionismus in der deutschen Frauenbewegung. Das diesbezüglche Thema lautet: "Antisemitische Mütter - 'emanzipierte' antizionistische Töchter" (s. S. 12 f. ) Zufälligerweise wurde zu der Zeit, als ich die Projektskizze entwickelte, vom Rektorat der FH Bielefeld, jener kalten Herberge, in der ich überwintere, mitgeteilt, dass hochschuleigene Forschungsmittel in diesem Jahr nur für die "frauen- und geschlechterspezifische Forschung" zur Verfügung stehen und Anträge auf Mittelzuweisung zu diesem Zweck sogar, was bisher noch niemals vorgekommen war, formlos gestellt werden dürfen.
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Geschrieben von: Harry Waibel
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Freitag, 03. November 2006 um 12:53 Uhr |
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Auf dem Territorium der SBZ, später DDR, nicht wie die meisten wissenschaftlichen und publizistischen Veröffentlichungen behaupten erst seit den 1970er Jahren, hat es eine Vielzahl anti-semitischer Vorfälle gegeben. Der gesellschaftliche und staatliche Anti-Semitismus im Innern der DDR findet sein Gegenstück in der anti-zionistischen Außenpolitik gegenüber dem Staat Israel und den arabischen Staaten. Jahrzehntelang wurde von der SED und durch ostdeutsche Medien behauptet, Israel betreibe mit seiner Politik gegenüber den Palästinensern faschistischen Terror und wäre den deutschen Nazis gleich zu setzen. Diese Propaganda, ich nenne sie einen verordneten Anti-Semitismus, hatte weitreichende Folgen für das Bewußtsein der ostdeutschen Bevölkerung. Mit ihrer Erziehung zum Haß auf die Feinde der DDR, implizit waren damit auch Juden und der Staat Israel gemeint, förderte die SED antisemitische Einstellungen. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 11. März 2005 um 08:15 Uhr |
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Heute wurde in Berlin eine neue Studie von Prof. Dr. Heitmeyer (Bielefeld) über den Zusammenhang zwischen dem negativen Verhalten der deutschen Öffentlichkeit gegenüber dem Staat der Juden und dem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland vorgestellt. Sie bestätigt schlimmste Befürchtungen.
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 12. August 2006 um 16:25 Uhr |
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Kürzlich veröffentlichte die christliche Diakonie auf Ihrer Internetseite ein Gebet, mit dem sie in christlicher Liebe und vorgeblich "ohne Hass" auf Israel für ihre "Katastrophenhilfe" für den Libanon wirbt. In dem Gebet heißt es u..a.: "Mache uns dadurch fähig, denen entgegen zu treten - ohne Hass, aber entschlossen - die den Tod der Kinder ihrer Feinde für unvermeidlich halten, weil sie die Zukunft ihrer eigenen Kinder sichern wollen." |
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Geschrieben von: David Bankier
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Sonntag, 29. Januar 2006 um 13:52 Uhr |
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Die deutsche politische Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts hat Judenbilder genährt, die sowohl von der Rechten als auch von der Linken absorbiert wurden. Teile der Linken waren mit einer Einstellung behaftet, die als passiver kultureller Antisemitismus bezeichnet werden könnte, mit denselben antijüdischen Vorurteilen, wie sie auch bei den anderen Parteien verwurzelt waren. Jenseits der politischen Rivalität und sämtlicher ideologischer und politischer Trennlinien wurden die Juden übereinstimmend als Fremde betrachtet.Spöttische Bemerkungen über "jüdische Charaktereigenschaften" oder Verachtung der Juden als bürgerliche Gruppe waren ihnen nicht fremd. Gleichgültig für wie fortschrittlich sie sich hielten, wie viele jüdische Freunde sie hatten oder wie groß der Anteil der Juden im eigenen politischen Lager war, bei vielen Sozialdemokraten war das Verhältnis zu Juden von der charakteristischen Dichotomie geprägt, wie sie etwa in dem apologetischen Satz "einige meiner besten Freunde sind Juden" zum Ausdruck kommt. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 19. Februar 2005 um 10:44 Uhr |
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Zu der positiven Einschätzung des Nationalsozialismus kommt Jung durch Überlegungen, die dem Kern seiner Lehre entsprechen, die also keinesfalls, wie er 1947 zugestanden haben soll, nur »ein Ausrutscher« sind (Evers 1987, S.148). Der entsprechende Gedankengang Jungs sieht wie folgt aus: Um sich als Individuum erhalten und der Gefahr, sich in der Masse zu verlieren und darin unterzugehen, widerstehen zu können, muss der einzelne in seiner Individualität ebenso organisiert sein wie die organisierte Masse. Wie die chaotische Masse nur dadurch Struktur und Richtung gewinnt, dass »die chaotisch sich gegenseitig durchkreuzenden Bewegungen [...] von einem diktatorischen Willen in eine bestimmte Richtung gezwungen werden, so bedarf der dissoziierte Zustand des Einzelnen eines Richtungs- und Ordnungsprinzips« (Jung 1957, S.308). |
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Geschrieben von: Olaf Kistenmacher
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Sonntag, 29. Januar 2006 um 11:12 Uhr |
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Die Ausprägung des Antiimperialismus zum "Antizionismus" war schon in der Weimarer Republik bedeutsam: Immer wieder wurde die fetischisierte Vorstellung, die "deutsche Arbeiterklasse" besitze die Fähigkeit, Werte zu schaffen, die ihr vom Kapital geraubt würden, nationalistisch und fremdenfeindlich aufgeladen, so dass "das Kapital" als eine fremde, "antinationale" Macht konstruiert wurde. Mit dem Antiimperialismus und insbesondere mit dem "Antizionismus" wurde jedoch nicht nur eine Arbeiterklasse nationalisiert, sondern es wurden umgekehrt "nationale Bewegungen" und so genannte nationale Entitäten "klassifiziert', als ganzes einer Position im weltweiten "Klassenkampf" zugeordnet: "die Araber" als "Arbeiter", als produktive, "wirkliche Nation" auf der einen Seite - "die Juden" als "Kapitalismus" und "Imperialismus", "parasitäre" Wesen, also keine "wirkliche Nation", auf der anderen Seite. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Montag, 14. Januar 2008 um 15:01 Uhr |
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Postscriptum zum Artikel "Muslime in Deutschland und das Versagen der Politik" - ein Kurzbeitrag am 15. 01 2008
Ich knüpfe in diesem kurzen Essay an einen Gedanken aus meinem Aufsatz "Muslime in Deutschland und das Versagen der deutschen Politik" an und führe ihn weiter aus. Die Anknüpfung bezieht sich, wie aus dem Thema ersichtlich, auf das "Versagen der deutschen Politik". Es wird beschrieben wie der narzißtische, autoritär-masochistische Charakter, die Fleisch gewordene Charaktermaske des modernen flexiblen Kapitalismus, der die Gesellschaften als ganze in kapitalistische Marktgesellschaften verwandelt, in der Politik funktioniert. Roland Koch und Gerhard Schröder werden als Beispiele für die Dynamik dieses Charakters vorgestellt, der in der unwahren gesellschaftlichen Wirklichkeit distanzlos aufgeht und sie zugleich als das Non-plus-Ultra, als Echtheit und Kernigkeit, inszeniert. |
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Geschrieben von: Jost Wind
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Freitag, 17. Februar 2006 um 14:15 Uhr |
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Eingangs möchte ich zunächst einmal festhalten und kritisieren, dass den Beziehungen Nazi - Deutschlands zu den arabischen Staaten in der deutschen Fachliteratur über den Antisemitismus nur ein verhältnismäßig geringes Interesse entgegengebracht wird. Das ist von der Sache her nicht nachvollziehbar. Stellvertretend sei hier nur das im Jahre 1981 von Karl Kaiser und Udo Steinbach als Sammelband unter dem Titel "Deutsch - arabische Beziehungen" herausgegebene Standardwerk der Politikwissenschaften genannt. Dessen erste, historische Kapitel enden im Jahre 1914, während die folgenden Kapitel erst auf die Beziehungen ab 1960 eingehen. Was dazwischen liegt, also gerade jene Epoche der Geschichte, in der es zu der unheilvollen Einflussnahme des Nazifaschismus auf den erwachenden Nationalismus im arabischen Raum und den Islam kam, wird ausgelassen. |
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Geschrieben von: Heiner U. Ritzman
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Freitag, 14. November 2008 um 18:47 Uhr |
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Als ich meinen Artikel "Heiliger Krieg in Bielefeld" schrieb, war mir nicht klar, dass ich als bösartiger Nestbeschmutzer und allein dastehen würde, weil ich so "böse" war, die Protesttheologie mitsamt der heiligen des Eugen Drewermann vehement zu kritisieren. Deshalb freut es mich nun um so mehr, von Jochen Bruhn zu erfahren, dass ein gewisser Heiner A. Ritzmann, den ich bislang nicht kannte, schon 1993 einen Artikel über die "Wiedergeburt der Totenkopftheologie im Schrifttum Eugen Drewermann" veröffentlicht hat. Dieser Artikel und sein Autor waren mir bislang entgangen. Der Aufsatz kommt völlig unabhängig von mir zu denselben Schlussfolgerungen, zu denen ich in meinem Aufsatz "Heiliger Krieg in Bielefeld" auch gelangt bin.. Darin sehe ich eine starke Bestätigung meiner angeblichen Nestbeschmutzung Bielefelds und eine ebenso starke Widerlegung der Sauberfrauen. |
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Geschrieben von: Harry Waibel
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Freitag, 18. Dezember 2009 um 14:31 Uhr |
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Das Hamburger Programmkino B-Movie wollte, zusammen mit der Gruppe Kritikmaximierung, den Film „Warum Israel?“ von Claude Lanzmann
zeigen. Doch die Aufführung, sie war für den 25. Oktober 2009 geplant, wurde
von ca. 30 bis 40 Hamburger anti-faschistischen Anti-Imperialisten (Sozialistische
Linke, Tierrechtsaktion Nord) aus dem benachbarten Zentrum B5, mit Gewalt verhindert. Ihr
Ziel war es, eine „pro-zionistische Veranstaltung“ und „Hetze“ zu
verunmöglichen, um damit auf die rassistische Unterdrückung der Palästinenser
durch „Apartheid“ aufmerksam zu machen. Jedoch soll, laut taz-Nord, gerufen worden sein: „Judenschweine“, was von den Tätern
bestritten wird. Eine Gruppierung des Hamburger Landesverbands der Partei Die Linke hatte das krude
Rechtfertigungsschreiben der Anti-Imperialisten auf ihre Homepage gestellt,
sich später jedoch davon distanziert. Warum ist die Behauptung von deutschen
Linken anti-semitisch, Israel sei ein „zionistischer und rassistischer Staat“
und wie sind sie zur Ideologie des Anti-Zionismus gekommen?Ich nehme diesen anti-semitischen Vorfall in Hamburg zum Anlass, um die Entstehung der Ideologie des Anti-Zionismus zeithistorisch und anhand öffentlich zugänglicher Texte zu reflektieren.
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Geschrieben von: Kristan Kossack
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Dienstag, 12. Februar 2008 um 13:23 Uhr |
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Begründer der ersten deutschen Antisemitenpartei, evangelischer christ-sozialer Pfarrer, Hofprediger unter Kaiser Wilhelm und mancherorts immer noch Vorbild
mit einem Vorwort von Heinz Gess
Wer sich mit dem christlichen Antisemitismus und seiner innigen Verknüpfung mit dem Gedanken des Sozialen als (christlicher) Volksgemeinschaft im Deutschland des neunzehnten Jahrhunderts beschäftigt hat, dem ist Adolph Stoecker (1835 - 1909) gewiss kein Unbekannter. Gleichwohl rechnet man es Stoecker in jenen evangelischen Kirchenkreisen, die "das Soziale" zur Reklame für den Glauben an den einen Gott benutzen, weil sie ihn für so schwach halten, dass er ohne Reklame nicht mehr bestehen kann, bis heute hoch an, dass Stoecker sich um "das Soziale" verdient gemacht habe. Aus diesem Geist der Reklame für den christlichen Gott und seinen Propheten Stoecker sind immer noch Einrichtungen der evangelischen Kirche und Straßennamen in verschiedenen Städten, vor allem in Westen der Republik, nach ihm benannt. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Montag, 28. Juli 2008 um 09:37 Uhr |
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Wie der Untertitel schon sagt, handelt es sich bei diesem Essay um eine Phillipika gegen die deutsche "Nah-Ost-Politik: "So fügt sich auch in diesem Konflikt zwischen barbarischen, vernichtungsantisemitischen Regimen und Rackets und den liberalen demokratischen Staaten und Gesellschaften wieder einmal zusammen, was historisch seit Fichte zusammengehört: die antisemitische bzw. antizionistische deutsche Volksgemeinschaft, jene "Schicksalsgemeinschaft" aus deutschem Kapital und deutscher Arbeit, von Rechtsdeutschen und Linksdeutschen, die sich in ihrer Vereinigung zum Urvolk der Mitte und neuerdings auch noch zur "Friedensnation" erklären, um dem konkurrierenden Bündnis zwischen Israel und den USA und ihren engeren Verbündeten um so leichter "die Mitte" absprechen und den Willen zum imperialistischen Krieg zusprechen zu können. |
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Geschrieben von: Hintergrundredaktion
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Freitag, 12. Dezember 2008 um 08:20 Uhr |
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Kurz nach den islamistischen Terroranschlägen von Bombay und am Vorabend des 60. Jahrestages der Uno-Menschenrechtserklärung führte das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) am 8. Dezember 2008 an der TU in Berlin eine Tagung zum Thema "Feindbild Muslim - Feindbild Jude" durch. Schon anhand der entsprechenden Beiträge des aktuellen Jahrbuchs des ZfA war ersichtlich geworden, worum es den Veranstaltern/Referenten im engen Verbund mit zahlreichen deutschen und zugewanderten Islamverteidigern konkret gehen würde: Die undifferenzierte Herabwürdigung und Diffamierung jeder Form von Islamkritik als "Feindbildkonstruktion" sowie die voreingenommen- parteiliche Gleichsetzung dieser angeblichen Feindbildkonstruktion mit irrationaler Judenfeindschaft/Antisemitismus. |
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