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Geschrieben von: Reinhard Wenner
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Mittwoch, 09. Juni 2010 um 12:10 Uhr |
Psychologisch-ethnologische und historisch-theologische Hintergründe
Ausführliche Stellungnahme zum gleichnamigen Buch von Christa und Dr. Ahmed Ginaidi (Ibidem-Verlag, Edition Noema, 2005)
Bei der Publikation von Dr. Wenner handelt es
sich zwar nicht um einen Beitrag zur kritischen Theorie der
Gesellschaft, wohl aber um einen Text, der für die kritische Theorie
des Islam hilfreiche Vorarbeit liefern kann, wenn er auch nicht in
dieser Absicht geschrieben wurde. Wegen ihrer Einseitigkeit falsche
populärwissenschaftliche Darlegungen beeinflussen das politische und
gesellschaftliche Leben hierzulande in hohem Maße und führen
systematisch in die Irre. So auch das Buch des Ehepaares Christa und Dr.
Ahmed Ginaidi mit dem Titel: "Die Frau im Islam und im Christentum",
in dem das Ehepaar wiederholt um Verständnis für
menschenrechtsfeindliche Erlaubnisse und Weisungen des Islam wirbt.
Dagegen werden einige theologische Lehren und Forderungen des
Christentums als gegen "die Natur" oder aber gegen
"die Vernunft "gerichtet dargestellt.
Ob die
Lehre und die Praxis des Juden Jesus, der von der eifernden römischen
Gefolgschaft zum Christus gemacht wurde, „naturwidrig“ oder
„vernunftwidrig“ waren, steht hier nicht zur Debatte. Ich halte bereits
schon die Verwendung von Begriffen wie „naturwidrig“ für völlig
verfehlt, weil das, was in solchem Kontext „Natur“ genannt wird, immer
nur ein anderes Wort für den angeblich letzten wahren Ursprung, das
Sein selber, den Logos Gottes ist, wie das jeweilige religiöse Dogma
ihn fixiert und in der Fixierung rechtmäßig zu besitzen meint, um die
‚einzig wahre Herrschaft’ ausüben zu können. Wenn etwas wirklich
vernunftwidrig und, weil die intersubjektive menschliche Vernunft zur
conditio humana gehört, schon deshalb auch naturwidrig ist, ist es vor
jedem besonderen Inhalt des religiösen Ursprungsdogmas der Vorgang der
Dogmatisierung bzw Ursprungsfixierung selber, in dem der falsche
Anspruch, die Wahrheit des Seins, der göttliche Logos bzw. Gottes
Willen habe sich endgültig und ganz rein – ohne Vermittlung durch den
endlichen menschlichen Verstand, was schon in sich eine
selbstwidersprüchliche Setzung ist - offenbart und könne deshalb als
ewiger Besitz von den „geistigen Führern“ verwaltet und vollstreckt
werden, im menschlichen Sinne naturwidrig par excellence, - und eine
unfassbar dreiste Anmaßung dazu, mit der sich die Führer der
Gläubigen als angebliche ‚Diener des Wortes’ zu den Herren der Welt
aufschwingen. Eine Anmaßung, die einem jeden, der sich von der Macht
dieser größenwahnsinnigen Herren nicht hat dumm machen lassen, die
Sprache verschlagen und die Zornesröte ins Geicht treiben muss. Wäre
also „naturwidrig“, was das christliche Dogma verlangt, so wäre ebenso
„naturwidrig“, was das Dogma des Islam an Unterwerfung verlangt und
zwar – noch einmal - weil das von beiden Dogmen verlangte Opfer der
Vernunft selber naturwidrig ist, wie immer es von der im Dienste der
Herrschaft selbst verratenden Vernunft auch rationalisiert wird.
Wir
könnten es dabei belassen und mit der Feststellung, was geht uns dieser
Aberglauben der Vergangenheit, in welcher Version auch immer, noch an
uns Wichtigerem zuwenden.Wie aber, wenn dieser Aberglaube durch die
Krise der kapitalistischen Gesellschaft und der liberalen Demokratien
auf kapitalistischer Basis neu wieder an Macht gewinnt, weil der Wunsch
nach dem (metaphysisch) festen Halt im falschen Ganzen in der Krise neu
wieder übermächtig wird und die Menschen das suchtartige Verlangen
ergreift, den Sündenbock, der den festen Halt zersetzt und keine Ruhe
gibt, zu opfern? Wie, wenn das Sühneopfer des Unschuldigen für die
Schuldigen wieder auf der Tagesordnung steht, jenes Opfer, das den
Gläubigen durch eben seinen Glauben von aller Schuld rein wäscht, damit
er die alte Chose wieder neu beginnen kann, und wenn deshalb eben jene
Religion auf verstärkten Zuspruch stößt, die die beste Gewähr dafür
bietet, dass das Opfer auch wirklich exekutiert wird? Dann gibt es wohl
kaum noch Wichtigeres als die kritische Theorie des Islam und die
kritische emanzipatorische Praxis, die der vom Islam dominierten,
reaktionären Volte auf die Krise widersteht. Denn diejenige Religion,
die die höchste Gewähr für den Vollzug des Opfers des Unschuldigen für
die Schuldigen bietet, ist zurzeit der Islam. Er ist es mehr als
christliche Gruppierungen, wenngleich diese wie z. B. „Pax Christi“,
„Kreuz.net“ und viele evangelische Landeskirchen auch wieder Gewehr bei
Fuß stehen, um den Sündenbock zu jagen, und nicht auszuschließen ist,
dass sie schon bald gleichziehen.
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Geschrieben von: Willi Winkler und Heinz Gess
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Dienstag, 04. Mai 2010 um 17:33 Uhr |
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Über altvertraute Bruderschaften und ein immer
währendes (nicht
nur) ideologisches Interessenbündnis (über Goebbels und Otto von Hentig zur Gräfin Marion von Dönhoff und Helmut Schmidt) (Teil 1)
Erster Nachtrag zum demagogischen Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“
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Geschrieben von: Richard Albrecht
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Freitag, 30. April 2010 um 09:35 Uhr |
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Aktuelle Buchrezension des gleichnamigen Buches von Domenico Losourdo.
Richard Albrecht hält das Buch von Domenico Losourdo „Die Deutschen 2010“ für ein "krottenschlechtes Buch". Er hält im Übrigen auch wenig von der Bezeichnung "deutscher Sonderweg" für jene fatale Entwicklung, die Deutschland seit Fichte (1810) bis zum Kulminationspunkt des fatalen Sonderweges und der darin eingefalteten Dialektik der Aufklärung im "Dritten Reich" (1933 – 1945) gegangen ist. Gewiss, immer hat es im deutschsprachigen Raum auch – und manchmal sehr starke - emanzipatorische Kräfte gegeben, die gegen diese Entwicklung ankämpfen (siehe z. B. Rosa Luxem-burg). Ihrer sind wir bleibend eingedenk. Aber wir wissen auch: Diese Kräfte unterlagen. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, ermordet und vergessen. Wir wissen auch, warum das so war und ist, wenngleich auch unter dem Vorbehalt, dass jede Erklärung und Deutung unabgeschlossen und verbesserbar ist. Hinzukommt: Die Resterinnerung die Kräfte des Kampfes um die menschliche Emanzipation wurde, sofern sie überhaupt vorhanden ist, zum inszenierten Parteikult, der häufig genug den revolutionären Kampf für die Emanzipation von Herrschaft und gegen den fatalen Sonderweg des (antisemitischen) „Deutschen Sozialismus“ (Sombart) , nun von "rings" (linksdeutsch), neu wieder für den fatalen Sonderweg des „deutschen Sozialismus“ einspannt. Dieser ist noch nicht beendet. Viele gehen ihn noch oder wollen ihn neu wider gangbar machen. Davon legte die Politik des linksdeutschen Kanzlers Schröders und seines gründeutschen Außenministers und legen die publizistischen Kampagnen des Mannes von der Rinken, der mit den Wölfen heult, und zu Belohnung für seine Verdienste im hohen Alter von einer Ehrung zur anderen eilt, beredtes Zeugnis ab.
Diese wenigen Bemerkungen lassen erkennen, das ich Zweifel an dem Urteil Richard Albrechts über das Buch von Domenico Losourdo hege, den der Rezensent übrigens selbst einen herausragenden intellektuellen und politikwissenschaftlicher Autor nennt, der hier nur ausnahmsweise einmal ein sehr schlechtes Buch vorgelegt habe. Aber leider habe das Buch (noch) nicht gelesen und kann darum auch nicht beurteilen, ob die von mir angedeuteten Zweifel berechtigt sind. Und schließlich: Richard Albrecht selbst ist ein herausragender, sehr produktiver politikwissenschaftlicher Autor, sein Urteil deshalb gewiss bedenkenswert. So bleibt am Ende nur die Empfehlung, bei nächster Gelegenheit selbst zu lesen und zu beurteilen, was der herausragende Intellektuelle und selten produktive politikwissenschaftliche Autor Domenico Losourdo zu den Deutschen 2010 zu sagen weiß.
Heinz Gess |
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Geschrieben von: Wilma Ruth Albrecht
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Mittwoch, 21. April 2010 um 14:26 Uhr |
Wilma Ruth Albrecht rezensiert in diesem Artikel das kürzlich erschienene gleichnamige Buch des Psychiaters Manfred Lütz.
Lütz ist ein bekannter Bestsellerautor. Zu seinen Bestsellern zählt: "Gott - eine kleine Geschichte des Größten". Vermutlich wird auch sein neustes Buch "Irre!"wieder ein Bestseller. Denn im Untertitel heißt das Buch: "Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen" und "eine heitere Seelenkunde". Wer wird da nicht zugreifen - Bei so viel heiterer Gelassenheit beim therapeutischen Gerede über "die Falschen" und "die Normalen" ohne jeden kritischen Begriff von den gesellchaftlichen Verhältnissen? "Gott, der Größte" - Er wird's schon richten.
Ich habe beides gelesen: Die "heitere Sellenkunde" des Manfred Lütz und die kritische Rezension von Wilma Ruth Albrecht. Mich hat die Rezension sehr viel mehr erheitert als die "heitere Selenkunde". Deshalb empfehle ich Ihnen den Text sehr zur Lektüre.
Heinz Gess
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Geschrieben von: Herbert Rätz
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Samstag, 27. März 2010 um 12:37 Uhr |
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"Dass die im Text überall aufleuchtende Selbstvergottung auf einen autoritär-deterministischen Hintergrund satanistischen Denkens verweist, mag zwar einen Kritiker stören, Frau Fügmann aber findet keinen Grund, hier nachzubohren und dem Satan auf den Zahn zu fühlen. Gelegentlich fällt ihr zwar ein wenig Sozialdarwinismus auf, aber der bleibt unkommentiert. Solche Patzer fügen sich nahtlos in einen „zeitgenössischen“ Journalismus, der zwar seine Google-Befähigung unter Beweisstellen kann, nicht aber die geringsten Standards wissenschaftlichen Arbeitens oder des investigativen Journalismus’ genügt. Entsprechend sind die Internet-Zugriffe Fügmanns umfangreicher, als die Inanspruchnahme gedruckter Quellen und Sekundärliteratur. |
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| 393 mal gelesen. |
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Geschrieben von: Tobias Prüwer
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Samstag, 16. Januar 2010 um 08:06 Uhr |
Rezension Alfred Schobert: Analysen und Essays. Extreme Rechte – Geschichtspolitik – Poststrukturalismus Unrast Münster 2009, 434 S., 29,80 € www.unrast-verlag.de
Weil es solche Stimmen gibt, hat die Zeit des Menschen nicht die Form der Evolution, sondern die der ‚Geschichte’. Michel Foucault: „Nutzlos, sich zu erheben“ |
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Geschrieben von: Tobias Prüwer
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Samstag, 16. Januar 2010 um 07:49 Uhr |
Zwei Rezensionen:
Christoph Vallant: Hybride, Klone und Chimären. Zur Transzendierung der Körper-, Art- und Gattungsgrenzen, Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, 157 S. - 24,80 € "Solche souveränen Entscheidungssituationen, wie sie im Buch suggeriert werden, gibt es gar nicht. So klar sich folglich die Argumentation zunächst liest und sich Perfektionierung des Menschen auch gegen verkürzte Antworten wendet, schrammt es doch an der Wirklichkeit vorbei." (T.Prüwer) |
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Geschrieben von: Richard Albrecht
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Freitag, 18. Dezember 2009 um 16:25 Uhr |
Eine Rezension von Richard Albrecht über das gleichnamige Buch von Peter Longerich
Unter der Überschrift „Heinrich Himmler – Hitlers wichtigster Helfer“ heißt es im Verlagsklappentext: „Über Heinrich Himmler, den Chef des NS-Polizei- und Terrorapparates, e-xistieren viele Klischees: farbloser und pedantischer Bürokrat, verbissener Ideologe und versponnener Germanophiler, kaltblütiger Massenmörder. Longerich entschlüsselt diese schwer fassbare Persönlichkeit und geht dabei über eine konventionelle Lebensbeschreibung weit hinaus: Der renommierte Zeithistoriker liefert erstmals eine Gesamtschau all jener Bereiche, in denen Himmler Verantwortung trug, und zeigt, in welch erstaunlichem Ausmaß dieser Mann die Strukturen und zerstörerische Dynamik der NS-Diktatur prägte. |
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Geschrieben von: Mohammed Khallouk
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Mittwoch, 26. August 2009 um 13:12 Uhr |
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Über Judith Butlers unentwegten Einsatz für die Gleichheit der Verschiedenen |
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Geschrieben von: Rachid Boutayeb
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Sonntag, 19. Juli 2009 um 04:38 Uhr |
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Über das letzte Buch von dem algerischen intellektuellen Mustapha Chérif: „Begegnung mitJacques Derrida: Der Islam und der Westen“. Das Buch ist als Bericht über einen offenen und kritischen Dialog zu lesen, den er mit dem Philosophen Jacques Derrida, ein Jahr vor seinem Tod, geführt hat. Ein Dialog, welcher die Fragen der Alterität, der Beziehung zwischen dem Westen und der islamischen Welt sowie der Gewalt, Globalisierung, Souveränität und Demokratie thematisiert, neu (anders) denkt und in Frage stellt. |
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Geschrieben von: Tobias Prüwer
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Samstag, 20. Juni 2009 um 19:52 Uhr |
Rezension: Leipziger Kamera (Hrsg.): Kontrollverluste. Interventionen gegen Überwachung, Unrast Verlag, Münster 2009, 256 S. - 18,- €, www.unrast-verlag.de
Die Rezension von Tobias Prüwer finden Sie "hier"
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Geschrieben von: Wolfgang G. Schwanitz
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Freitag, 24. April 2009 um 19:28 Uhr |
Fortsetzung von Rainer Karlsch, Hitlers Bombe. Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche (München 2005).
"Himmler pflegte ein enges Verhältnis zum Jerusalemer Großmufti, der vom 6. November 1941 bis 4. Mai 1945 als Regierungsgast zumeist in Berlin lebte. Er schmiedete mit al-Husaini drei Wochen nach dessen Ankunft in der Reichskanzlei eine Art von Allianz. (...) Dies bestätigt der Großmufti auch in seinen Memoiren. Demnach habe er Himmler öfter zum Tee getroffen. Dieser habe ihm Geheimnisse des Deutschen Reichs anvertraut, etwa Mitte 1943, bis dahin rund drei Millionen Juden vernichtet zu haben. |
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Geschrieben von: Wolfgang Schwanitz
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Sonntag, 31. August 2008 um 17:40 Uhr |
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Wollfang Schwanitz mit einem neuen Text über sein Spezialgebiet. Diesmal mit einer Besprechung des Buches von David G. Dalin, John F. Rothmann: Icon Of Evil. Hitler's Mufti And The Rise Of Radical Islam. New York 2008. (230 S.)
"In jedem Falle steht für das Autorenduo die Mittäterschaft des Grossmuftis am Holocaust fest. In seinem religiösen und rassistischen Judenhass wurde er im Weltkrieg Hitlers williger Helfer. Er habe um die Judenvernichtung gewusst. Nicht nur, dass er Ende 1944 nur von elf statt bisher 17 Millionen Juden sprach, Einreisen von Kindern nach Palästina stoppte und Muslime für die SS rekrutierte. Wie die Forschung jüngst belegte, gestand er in seinen Memoiren ein, was ihm der SS-Reichsführer Heinrich Himmler Mitte 1943 über Juden verraten hat: etwa drei Millionen liquidiert zu haben. |
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Geschrieben von: Wolfgang G. Schwanitz
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Montag, 07. April 2008 um 19:38 Uhr |
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Wolfgang G. Schwanitz schreibt: "Die weltweit terroristische Austragung von Konflikten seit dem Millenium hat gleichwohl die Geschichte von Beziehungen zwischen Mitteleuropa und Mittelost in ein neues Licht gefügt. Dies erhelle ich hier anhand aktualisierter Beiträge über zwei Bücher zum Thema. Erstmals gebe ich Dokumente bei, die wenig Zweifel an der Verstrickung des Jerusalemer Großmuftis Amin al-Husaini in den Holocaust lassen: er wurde zur zentralen Figur der deutsch-arabischen Beziehungen. |
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Geschrieben von: G. Schwanitz
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Freitag, 29. Februar 2008 um 09:50 Uhr |
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Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche ( München 2005) Rezension. Rainer Karlschs Entdeckung, dass die Nazis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges auf Rügen und in Thüringen Kernwaffen getestet und schon viel früher das Wissen für den Bau einer nuklearen Bombe gehabt haben, sorgt für Unruhe. Die Unuhe ist berechtigt. Denn sehr viel spricht dafür, dass die Entdeckung von Rainer Karlsch zutreffend ist und die Nazis 1945 unmittelbar vor der Produktion ihrer Geheimwaffe, der atomaren Bombe standen - mit un- ausdenkbarenFolgen für die Welt. Denn die V2--Rakete als Trägerrakete für dier Bombe war bereits entwickelt und versuchsweise mit Erfolg auf England abgeschossen worden. |
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Geschrieben von: Wolfgang G. Schwanitz
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Donnerstag, 28. Februar 2008 um 12:27 Uhr |
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Eine kritische Rezension über Wildangels bemühten Versuch, die deutsche bzw. deutsch-arabische Ideologie vom Nationalsozialismus und Ver- nichtungsantisemitismus zu reinigen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Versuch Wildangels, den Großmufti in der arabischen, palästinensischen und islamischen Geschichte zu rehabilitieren und zu marginalisieren, fehl schlug. Es scheiterten auch Versuche, den Mufti aus der "großdeutschen Geschichte" auszublenden. Denn der Großmufti war Hitlers arabischer Bundesgenosse. Er war eingeweiht in den Holocaust und daran in Wort und Tat beteiligt. Hätten die Nazis gesiegt, wäre er als Führer auch ihr eliminatorischer Vollstrecker gegenüber Juden geworden. Das hatte er geheim und öffentlich bekundet. Vor dem Krieg ging er von 18 Millionen Juden aus, kurz danach von zwölf. |
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Bis an die Grenzen
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| 1590 mal gelesen. |
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Geschrieben von: Saul Friedländer, Hans Mommsen
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Samstag, 20. Oktober 2007 um 18:33 Uhr |
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Laudatio auf Saul Friedländer
Am Sonntag (14. 10. 2007) bekam der Historiker Saul Friedländer in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Er wurde als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, überlebte den Holocaust in Frankreich versteckt, seine Eltern wurden in Auschwitz ermordet. In seinem zweibändigen Hauptwerk, "Das Dritte Reich und die Juden", 2006 vollendet, verknüpft er die Geschichten von Tätern mit denen der Opfer, die er in Tagebucheinträgen zu Wort kommen lässt. Er hat damit das umfassendste Werk über den Holocaust geschaffen - zuvor hatte sich die Forschung allein auf die Täter konzentriert.
Aud diesem Anlasss sei zur Ehrung Saul Friedländers hier die Laudatio auf ihn vom Historiker Prof. Dr. Hans Mommsen und Saul Friedländers bewegende Dankesrede wiedergegeben
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Geschrieben von: Fabian Kettner
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Mittwoch, 01. November 2006 um 14:52 Uhr |
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Die Rolle Adolf Eichmanns für das Bild von der Moderne
Am 31.05.1962 wurde Adolf Eichmann in Israel hingerichtet. Er war zuvor in Argentinien, wohin er sich nach der Niederwerfung des Nationalsozialismus wie viele Nazis über Umwege geflüchtet hatte, vom Mossad aufgespürt, nach Israel entführt, dort interniert und verhört worden. Dazwischen, vom 11.04. bis zum 11.12.1961, lag der Strafprozess, der in straf- und völkerrechtlicher Hinsicht umstritten und bemerkenswert war. Mit Eichmann hatte man den Fachmann für die "Judenfrage" im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) dingfest gemacht; der zunächst um die forcierte Auswanderung der Juden aus dem immer erweiterten Reichsgebiet sich kümmerte und hierfür im Sommer 1938 in Wien eine vorbildlich und reibungslos funktionierende Zentralstelle für jüdische Auswanderung einrichtete; der später Dezernent des Referats IV B 4 in der Zentrale der SS und des Sicherheitsdienstes (SD) in Berlin war. |
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Geschrieben von: Fabian Kettner
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Mittwoch, 01. November 2006 um 10:47 Uhr |
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Michael Hardt & Antonio Negri setzen die Suche nach der Multitude fort Wir erinnern uns: im Jahre 2000 erschien Michael Hardts & Antonio Negris Empire im Original, Anfang 2002 in deutscher Übersetzung. Empire löste Begeisterung aus, vom bürgerlichen Feuilleton über die eher lifestyle-orientierten Rezipienten postmoderner Philosophie bspw. in der jungle world bis hin zu sich immer wieder erneuernden Traditionsmarxisten, die stets auf ein "Projekt" hoffen, das ihre ideellen Aktien steigen lässt. Die Übersetzung des Nachfolgers zum "Theoriebestseller" (Campus-Verlag), Multitude, ließ nicht so lange auf sich warten und liegt seit September 2004 vor. Zwischen diesen beiden Büchern entstand Rückkehr, in welchem Negri anhand von alphabetisch geordneten Stichwörtern Auskunft über sein Leben und Denken gibt. |
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Geschrieben von: Micha Brumlik
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Dienstag, 21. März 2006 um 18:21 Uhr |
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über einen als Rezension getarnten, ungerechtfertigten Angriff auf Lars Rensmann Selbstaufklärung ist das Gegenteil von Selbstgerechtigkeit: Die verdirbt zurzeit das Ansehen der Antisemitismusforschung und sorgt für einen hämisch beobachteten Streit unter Institutionen und Wissenschaftlern. Ausgelöst durch eine Rezension von Klaus Holz'
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