Mit Robert Kurz (1943–2012) dokumentiert Kritiknetz einen der bedeutendsten Vertreter der Wertkritik. Als die internationale Finanzkrise 2008 ausbrach, galt sie den meisten Ökonomen als Folge eines aus dem Ruder gelaufenen Finanzsektors. Kurz widersprach dieser Deutung entschieden. Für ihn war die Finanzkrise weder ein Betriebsunfall noch das Ergebnis falscher Regulierung, sondern die sichtbare Erscheinungsform einer weit tieferliegenden historischen Krise der kapitalistischen Wertverwertung selbst.
In dem hier dokumentierten Interview entfaltet er seine Analyse der inneren Schranken des Kapitals und zieht daraus weitreichende Konsequenzen für die Kritik von Staat, Markt, Arbeit und Politik. Viele seiner Diagnosen wirken heute, angesichts anhaltender Verschuldungsdynamiken, geopolitischer Krisen und ökologischer Zerstörungen, aktueller denn je. Der Text ist kein leicht zugänglicher Einstieg in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie, wohl aber ein bedeutendes Dokument der zeitgenössischen Wertkritik und eine Herausforderung für alle, die über die Grenzen des Kapitalismus neu nachdenken wolle. (Heinz Gess)
Das Interview wurde übernommen aus marxists.org.
Wenn Sie das Interview lesen möchten, klicken Sie bitte h i e r .
