Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Der Jargon der Eigentlichkeit als esoterisch-faschistoider Jargon
- Kategorie: Neue Rechte, Völkisches Denken, Rassismus
- 03. Juli 2009
- Herbert Rätz
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"Wer den Sprachstil UND bzw. den Jargon der Eigentlichkeit bevorzugt, der braucht keine Zensur: Die Schere ist bereits im Kopf. Aufgrund dieses diffusen Sprachstils, der in allen esoterischen Publikationen festzustellen ist, kann auch keine exakte Definition der Esoterik geleistet werden: Die Esoterik hat, wie alle fundamentalistischen Glaubenssysteme, einen allumfassenden (totalitären) Anspruch; daher die Unschärfe der Begrifflichkeit und daher die Unfähigkeit, die Versatzstücke eindeutig zu fassen.
Trotzdem habe ich versucht, mit einer halbwegs brauchbaren Definition der Esoterik zu arbeiten, denn bestehende Definitionen kranken entweder an ihrem Unverständnis für esoterisch-okkulte Gegenstände, oder stammen aus einem solchen Umfeld. Ich gehe also davon aus, dass Esoterik eine fundamentalistische, auf der Gnosis basierende Weltanschauung ist, die Menschen mit magisch-ichlosen´Persönlichkeitsanteilen ein Glaubenssystem mit mehr oder minder ausgeprägtem Anspruch von Wissenschaft anbietet, das zugleich einen Verschwörungsaspekt (Geheimnis) bedient und eine Instant-Welt errichtet. Die Gefahr der Esoterik geht nicht von dem Glauben an die Wirksamkeit z.B. von homöopathischen Präparaten oder der Zuverlässigkeit von Prophezeiungen aus, sondern besteht darin, dass demokratische Ideen und Mitwirkungsmöglichkeiten negiert, sowie Konflikt-lösungsstrategien abgelehnt werden, und eine pseudologische Innenwelt errichtet wirdche Innenwelt errichtet wird"
Herbert Rätz
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