| Kollektive Zwangsneurose Islam oder Straftatbestand Islamophobie |
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| 6905 mal gelesen. | |||
| Geschrieben von: Heinz Gess |
| Sonntag, 10. Januar 2010 um 17:47 Uhr |
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Kürzlich hat der „Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft“ mir eine harte Bestrafung wegen Islamophobie, d. h. „Beleidigung“ des Islam und Hetze gegen den Islam -„Volksverhetzung“- angedroht. Ich nehme die Drohung zum Anlass einer kritischen Stellungnahme. Dabei ist es für mich unerheblich, dass mir die Bestrafung angedroht wird. Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun und negative Kritik an den Verhältnissen in diesem Land der Unzumutbarkeiten zu üben, deren eine und nicht geringste die verbreitete konformierende Asozialität ist, die sich unter anderem auch als passiv-konformistische Hinnahme islamischer Herrschaftsansprüche äußert. Die kapitale Kulturindustrie und deren Massenmedien verstärken bis auf wenige Ausnahmen diesen Trend nachhaltig, indem sie erstens einem Kulturrelativismus huldigen, zweitens die grundlegende Differenz zwischen Religionskritik als Ideologie und Xenophobie durch beabsichtigte Verschiebung und Verdichtung der beiden Begriffe zu einem Begriff „Islamophobie“ verwischen, der als solcher darum schon eine systematisch falsche Zustellung und als Begriff Ideologie ist, und drittens schließlich den in sich verkehrten, ideologischen Begriff „Islamophobie“ dann auch noch als eine dem Antisemitismus strukturgleiche Haltung definieren, mit dem paradoxen Resultat, dass die Kritik am islamischen Antisemitismus bzw. Antijudaismus, die zugleich auch Kritik am Islam in seiner gegenwärtigen Verfasstheit ist, selbst - weil angeblich „islamophob“ - als strukturell „antisemitisch“ zu gelten hat und dem Tabu verfällt. Das ist zwar im wahrsten Sinne verrückt, aber eben diese Verrücktheit, die Verkehrung des Sinnes der emanzipatorischen Kritik und der Bedeutungen der Begriffe der emanzipatorischen Praxis zum herrschenden Bewusstsein zu machen, ist das schwarze Curriculum jener, die den Konformismus mit dem völkischen Kulturrassismus, sobald er als „islamische Kultur“ daherkommt, falsch zur „Toleranz“ und die negative Kritik an der falschen, repressiven Toleranz zur „Islamophobie“ und damit im Sinne ihrer Verkehrungen zu einer Form von Antisemitismus erklären. Angesichts dieser Sachlage geht es bei der folgenden Stellungnahme allein um die politische Dimension des Vorgangs. Der Text hat drei Teile. Im ersten Teil wird der Sachverhalt dargestellt, zu dem ich Stellung nehme. Im zweiten Teil gehe ich zur Klarstellung in aller Kürze noch einmal auf Freuds Religionskritik ein und stelle einiges hanebüchen Falsches, das Herr Prof. h. c. Vural über Freuds Religionskritik sagt, richtig. Das geschieht in der gebotenen Sachlichkeit. Die Stellungnahme als offener Brief an die Präsidentin der FH folgt im daran anschließenden dritten Teil des Essays. Der offene Brief ist als Schuldbekenntnis aus dem Geist der religiösen Zwangsneurose, die zur Debatte steht, formuliert. Weil mir von dritter Seite, der ich mein Schuldbekenntnis vorgetragen habe, bedeutet wurde, ich solle vorsichtig sein, weil „der Islam“ im Allgemeinen und Dr. Vural im Besonderen Satire und Ironie nicht verstünden, gebe ich hiermit bezüglich dieses Teils des Essays ausdrücklich bekannt: Vorsicht Satire. Der Essay wird am Ende um eine Solidaritätserklärung von Herrn Dr. habil Richard Albrecht PHD (Postscriptum) ergänzt. Heinz GessBitte lesen Sie bitte hier (99.07 KB) weiter! Fortsetzung: Gegen den Führer nach dem Muster der faschistischen Propaganda.
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Der Ur-Faschismus ist nach Umberto Ecco durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
1. Kult der Überlieferung. Es kann keinen Fortschritt des Wissens geben, die Wahrheit wurde schon offenbart, es geht nur noch um ihre oskure Botschaft.
2. Ablehnung der Moderne, Vernunft, Aufklärung -> Irrationalismus.
3. blinder Aktionismus: Aktion geschehen um der Aktion willen, um die die Gefolgschaft bei der Stange zu halten und durch Aktionismus jeden Zweife zu verdrängen. Denken gilt als Kastration.
4. Ablehnung von Kritik. In der Moderne ist kritischer Dissens ein Mittel zum Erkennntniswachstum. Im Faschismus ist Dissens Verrat, der bestraft werenmuss.
5. Faschismus. wächst und sucht Konsens. Dazu wird Angst vor anderen Fremden, der die eigene, angeblich offenbare "Urwahrheit" in Frage stellen könnt, vertieft. Der erste Angriff geht geht die geistigen "Eindringlinge", die angeblichen "Zersetzer". Alle Faschismen sind rassistisch.
Faschisten projizieren zugleich avber auch, was in ihnen ist- ihren Faschismus, Rassismus und Rachedurst, auf die Anderen, die so nicht sind. Sie belehnen alles mit ihrem eigenen So-sein, weil sie sich schlechterdings nicht vorstellen können, dass es nicht rassistische, nicht essen- tialistisch, nicht ursprungsbezogene Denkformen und Lebenspraxis geben kann, und bekämpfen im permanenten Kampf mit dem wirklichen Anderen das Falsch das in ihnen ist, am in verschobener und verkehrter Weise und fühlen sich dadurch von "Schuld" entlastet, "rein" und "frei".
6. Faschismus entspringt gesellschaftlicher, massenhaft geteilter individueller Frustration , ohne dass dei massen einen kritschen Begriff von den gesellchaftlichen Verhältnissen und der sie in diesen Verhältnissen versteckten, sie ausbeutenden Herrschaft haben
7. Den der gesellschaftlichen Identität beraubten sagt der Ur-Faschismus, ihr das Eigentuman dem Landes ihr Ursprungsrecht sei, das ihnen von niemanden genommen werden dürfe und könne - Ursprung des völkischen Nationalismus.
8. Er lebt Obsession der Verschwörung (Verfogungswahn), dem permanenten Gefühl der Demütigung, des Zu-Kurz-Gekommens-seins und dem daraus erwachsenden Rachedurst .
9. Kampf als Selbstzweck. Es gibt keinen Kampf ums Überleben, sondern nur ein Leben für den Kampf.
10. Elitedenken. Man ist in bester historischer Gesellschaft.
11. Erziehung zum Heldentum, Heroismus als Norm, Todeskult ("We love death more than the infidel loves life" (ibn waraq)
12. Machismo, Sexismus - Waffen als Phallusersatz.
13. Qualitativer Populismus. Der Führer wirft sich zum Interpreten des Volkswillen auf (spricht z. B. wie Vural "imNamer aller Muslime auf der ganzen Welt"). Führer und Volk inszenieren sich als untrennbare Einheit - eine theatralische Fiktion.
14. Urfaschismus spricht Newspeak. "By accepting to live in bondage to this Divine Law, man learns to be free ->
s. "Freedom is Slavery": google: ibn warraq islam fascim.
Vgl. dazu als Beispiel für "Urfaschismus" die Seite der "islamischen Religionsgemeinschaft"
Uli F. (überarbeitet von Heinz Gess )
Damit Sie nach dieser Kritik nicht wieder denselben Fehler machen am Thema "Xenophobie" wiederholen(wiel ihjc nun diesen Ternminus verwandt habe) möchte ich Sie sie vorausschauend darauf hinweisen: Auch hierfür gibt es gerne gebrauchte Ersatzbegriffe wie "Fremdenhass", "Fremdenfeindschhaft", "Ablehnung von Fremden", "Fremdenangst" usw.
Der Kommentar des Herrn hans Jürgen Korff
"Es ist schon ziemlich lächerlich, hier zu sehen, wie schlecht Herr Gess, der
Lordsiegelbewahrer der Kritik, selber Kritik vertragen kann. Sobald hier jemand nicht seiner Meinung ist, macht er dessen Kommentar durch einen darauf gesetzten dreimal so langen Eigenkommentar unkenntlich. Nun, sei's drum. Herr Gess schreibt hier ständig von herrschenden kapitalen Medien, die angeblich jede Kritik am Islam sofort als verwerfliche Islamophobie brandmarken. Diese Behauptung hat mich skeptisch gemacht, denn das Wort "Islamophobie" ist mir bei meiner durchaus aufmerksamen Zeitungslektüre bislang noch gar nicht begegnet. Ich habe also über die Datenbank genios.de die dort archivierten Tages- und Wochenzeitungen (u.a. FAZ, FR, SZ, Die Welt, taz, NZZ, Die Zeit, Der Spiegel, Handelsblatt) nach dem Stichwort Islamophobie durchsucht. Das gab über 600 Treffer, immerhin. Die neuesten, seit Ende Dezember, habe ich mir genauer angeschaut. In 10 Artikeln von FAZ, Der Tagesspiegel, Die Welt und Neuer Zürcher Zeitung wurden die sog. Islamkritiker gegen den Vorwurf der Islamophobie oder des Antisemitismus verteidigt. In 5 Artikeln (taz, FAZ, Der Spiegel) kamen jene zu Wort, die vor Islamophobie warnen. Von jener gleichgeschalteten Presse, von der Herr Gess redet, kann also keine Rede sein. Mir scheint eher, dass die sog. Islamkritiker gerade zum ersten Mal erleben, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Positionen in der Öffentlichkeit kritisiert werden."
Es ist schon ziemlich lächerlich, hier zu sehen, wie schlecht Herr Gess, der Lordsiegelbewahrer der Kritik, selber Kritik vertragen kann. Sobald hier jemand nicht seiner Meinung ist, macht er dessen Kommentar durch einen darauf gesetzten dreimal so langen Eigenkommentar unkenntlich.
Nun, sei's drum. Herr Gess schreibt hier ständig von herrschenden kapitalen Medien, die angeblich jede Kritik am Islam sofort als verwerfliche Islamophobie brandmarken. Diese Behauptung hat mich skeptisch gemacht, denn das Wort "Islamophobie" ist mir bei meiner durchaus aufmerksamen Zeitungslektüre bislang noch gar nicht begegnet. Ich habe also über die Datenbank genios.de die dort archivierten Tages- und Wochenzeitungen (u.a. FAZ, FR, SZ, Die Welt, taz, NZZ, Die Zeit, Der Spiegel, Handelsblatt) nach dem Stichwort Islamophobie durchsucht. Das gab über 600 Treffer, immerhin. Die neuesten, seit Ende Dezember, habe ich mir genauer angeschaut. In 10 Artikeln von FAZ, Der Tagesspiegel, Die Welt und Neuer Zürcher Zeitung wurden die sog. Islamkritiker gegen den Vorwurf der Islamophobie oder des Antisemitismus verteidigt. In 5 Artikeln (taz, FAZ, Der Spiegel) kamen jene zu Wort, die vor Islamophobie warnen.
Von jener gleichgeschalteten Presse, von der Herr Gess redet, kann also keine Rede sein.
Mir scheint eher, dass die sog. Islamkritiker gerade zum ersten Mal erleben, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Positionen in der Öffentlichkeit kritisiert werden.
die fehlende Solidarität der Hochschule, gar die Distanzierung von Prof. Gess stellt Ihnen und dem Vorstand das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Es gab einmal eine Zeit, in der Universitäten und Hochschulen die Lichtbringer der Aufklärung und Geistesfreiheit waren, momentan sind es lediglich verschulte "Exzellenzcluster".
Von den Hochebenen der deutschen und europäischen Geisteswelt sind Sie leider zu den Mühen der Ebene abgeglitten.
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Heinze
Er geht auf kein einiges Argument meines Textes ein, sondern produziert stattzdessen nichts als vorgefasste, auswendige Stereotypen, die (1) historisch falsch sind und (2) maximal einseitig die historische Komplexität stets so reduzieren, dass ´"Muslime", wo der Islam nicht herrscht, als grundsätzlich als "Opfer" erscheinen, die allen Massakern und Kriegen der Welt unschuldig sind, so als hätten ismaische Armeen in der Geschichte nie vor Wien und nie in Südfrankreich gestanden und als hätte das in unzähligern Eroberungkriwegen zusammengeraubte osmanische Sultanat, das vom heutigen Kroatien über die Türkei bis nach Ägpten und an die Grenze zum Iran reichte, nie exisiertiert Vermutlich war es für Herrn Odabasi nur "ein Friedensreich", weil es eine "islamische Republik" war, und es für ihn völlig noch völlig unverständlich, warum Europäer auf dem Balkan noch bis vor einem Jahrhundert für die Befreiung von dieser Herrschaftsform und die Aufklärung gekämpft haben. Ganz gewiss gibt es auch keine hellhäutigen, arabischen, islamischen Reiterhorden im Sudan,die dunkelhäutigen Christen mit dem Koran unterm Gürtel Menschenmassen dahinmorden, nur weil sie Christen und schwarz sind
Wie nichtr anders zu erwarten, fehlt dem Scharfmacher im Friedenspelz auch jeder kritische Begriff von der modernen Struktur
gesellschaftlicher Herrschaft, d. h. der herrschenden, globalen kapitalistischen Produktionweise und den vormodernen feudalen,
sultanistischen und ähnlichen Herrschaftsformen, denen der Islam als Rechtfertigungs-ideologie duesnt. So kommen dann die auswendigen, gegen jede Erfahrung abgedichteten Sprüche heraus, mit denen duieser Kommentator noch jede Untat rechtfertigt.
"Seit den Geschen vom 11. September steht der Islam unter Generalverdacht. Vorurteiel, die Ihren Ursprung aus den Zeiten der Kreuzfahrt haben, spuken in den Köpfen der Mengenschen.
Auf Kosten der Muslime werden immer mehr Grenzen des Anstandes übertreten. Kleinere Stichelein und Gemeinheiten in jeder Form wird unter dem Deckmantel der Demokratie begangen. Wenn der Fass dan überläuft und einer dann druchknallt, wird dies wieder als Beweis gegen den Islam gewertet. So etwas nennt man in der Arbeitswelt Mobbing.
Einen Herrschaftsanspruch des Islams kann ich nicht erkennen. Letztentlich befinden sich die Recorcen zwar bei den Muslimen. Aussgebeutet werden diese aber vom Abendland. Das Ergebnis ist, dass das Abendland wirtschaftlich, kulturel und moralisch den Morgenland dominiert. Die Kolonialisierung und Post Kolonialisierung zeigt ja wohl eindeutig auf, wer wen domminiert - wer der Herr im Haus ist.
Ich bin für ein Dialog auf gleicher Augenhöhe. wir brauchen keine Scharfmacher.
Eyüp Odabasi
Ausländerbeirat Bünde"
Ganz abgesehen davon, daß hier auf kalte Art versucht wird, unter Mißbrauch des Rechtsstaates die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu zerstören, geben die Äußerungen dieses Islamfaschisten Vural und seines wenigs sprachbegabten, aber wohl recht adrenalin- und hormongesteuerten sogenannten Anwalts, dessen ordnungsgemäße Zulassung erstens einmal überprüft und, falls doch vorliegend, unter Hinweis auf seine Elaborate, die eher an einen das Wasser nicht halten könnenden Spätpubertierenden oder eines entsprechend heftig betrunkenen Querulanten erinnert, - ganz abgesehen also von all diesem unsäglichen Quark, bleibt eines doch evident:
Durch seine Aktionen und Reaktionen zeigt dieser Vural, daß Gess recht hat: Der Islam ist eine kollektive Zwangsneurose. Quod erat demonstrandum.
Zitat:
Mit seiner Behauptung, der Islam sei eine kollektive Zwangsneurose, habe Gess "alle Religionen dieser Welt verunglimpft"
Seit wann ist der Islam "alle Religionen"???
Dazu fällt mir die infantile Äußerung ein: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Nunja, wann beschweren sich die Vertreter des Islams mal nicht? Zumal ich ständig auch immer hören oder lesen muss: Rassismus etc. etc..... Seit wann ist der Islam eine eigene Rasse?
Ich schließe mich der Meinung des Herrn Professors in allen Punkten an und möchte Ihnen, lieber Professor dazu nur eins sagen: "Wenn du sehr heftig kritisiert wirst,musst du irgentetwas richtig machen,denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat" Dies sagte mal Bruce Lee.
Zu den gegnerischen Rechtsanwälten fällt mir auf der einen Seite gar nichts ein, auf der anderen Seite frage ich mich, wie solche Menschen durch das Jurastudium gekommen sind. Ich selbst arbeite seit 13 Jahren in einer Anwaltskanzlei und bin "nur" Rechtsfachwirtin. Von den Rechtschreibfehlern und der furchtbaren Interpunktion mal abgesehen frage ich mich, wer hat diesen Rechtsanwälten die Zulassung gegeben???
Aus Bielefeld
Silvia C.
Professor Heinz Gess von der Fachhochschule (FH) Bielefeld habe "Volks verhetzung" begangen, heißt es dort weiter. Mit seiner Behauptung, der Islam sei eine kollektive Zwangsneurose, habe Gess "alle Religionen dieser Welt verunglimpft"
Was hat dann Sigmund Freud getan. ? Hat er also auch Volkversetzung begangen, als er die Religionen seiner Zeit in Analogie individuellen Neurose eine „universelle Zwangsneurose“ nannte? War das also auch nur „blinder Hass“ gegen die Religion und die Verbrennung seiner Bücher durch die Nazi die adäquate Bestrafung?!“ eine angebrachte Reaktion auf einen Satz sein? Was ist los in diesem Land, das wir schon wieder dort angelangt sind – und sich vor allem in der linkspolitischen Szene kein Widerstand gegen dieses Kritikverbot regt.
Hat man hierzulande vergessen, worin die Freiheit des (kritischen) Denkens besteht, nämlich darin das man Hypothesen formulieren darf und soll, die Erklärungskraft, etwa die Kraft haben zu erklären, warum so viele Muslime, insbesondere Frauen) sich mit der veralteten islamischen (religiös legitimierten) Herrschaftsform, die sie schlägt und manchmal buchstäblich zu Tode prügelt, so stark identifizieren, dass sie schon gar nicht mehr „ich“ sondern nur noch „wir“ sagen können: „wir Muslime“ und jede Kritik an islamisch legitimierter Unterdrückung und Gewalt als Beleidigung verunglimpfen. Ist die Annahme nicht sehr vernünftig, dass eine solche religiöse Identifikation die Züge einer Neurose hat, für die kennzeichnen ist, das die Unterwerfung selbst mit Lust verbunden ist – ein verinnerlichte masochistische Lust, deren Pendant der Sadismus oder Autoritarismus ist (s. dazu Adorno, Fromm u. a. über die „autoritäre Persönlichkeit“? Gewiss ist sie das, und es spricht sogar sehr viel dafür, dass sie richtig ist. Wäre sie das, wäre es völlig inadäquat, über diese erklärungskräftige Hypothese beleidigt zu sein und in der Folge den Boten für seine negativer Botschaft über den Islam als Herrschaftsform zu betrafen, sondern adäquat wäre es allein, die Verhältnisse so zu verändern, dass die autoritäre Persönlichkeit ihre historisch materielle Basis und ihre geistig kulturellen Stützpunkte verlören. D. h,. die Muslime hätten den Islam selbst zu verändern, um sich aus ihrer äußeren und inneren Not schlechter Herrschaft zu befreien (nicht aber wäre der Bote Gess zu bestrafen, der diese Botschaft überbringt).
Am Anfang stutzt man nur, wenn die Psychologieprofessorin Birgit Rommelspacher in der “taz” darüber klagt, dass “Feministinnen mit Rechten gemeinsame Sache” machen. Wer sind die Rechten, und gegen wen geht es? Genau ist die Rechtsextremismus-Forscherin nicht, weder in der Begriffsklärung noch in der Argumentation. Sie bleibt im Ungefähren, wenn sie ihre selbstgehäkelten Gefahren zum Popanz aufbaut, holpert hurtig vom Chauvinismus zu Ostfrauen, die den Feministinnen erst gefielen, seit eine Bundeskanzlerin geworden sei.
Aber die ist nicht gemeint. Frau Rommelspacher geht es um “antiislamische Positionen”, die sie eine ganze “taz”-Seite zwar nicht konkret benennt, aber immer dichter an den Nationalsozialismus rückt, wo auch schon “Frauen ihre ,rassische’ Überlegenheit mit ihrem Einsatz für die Gleichstellung von Mann und Frau begründeten”. Sie nennt keine Gründe für diese Unterstellung, dafür Namen: Ayaan Hirsi Ali, Seyran Ates, Necla Kelek. Frauen, die, wie Rommelspacher gallig bemerkt, für ihre mutige Einmischung gefeiert würden. Es fällt ihr nicht auf oder ein, dass Kelek, Ates und Hirsi Ali dafür, im Unterschied zur ewiggestrigen “taz”-Autorin, bedroht und verfolgt wurden. Und es fällt ihr auch nicht auf, dass sie sich in eigener Sache einmischen, dass Rommelspacher diskriminiert, wenn sie den drei Musliminnen - denn das sind sie, kann das mal jemand zur Kenntnis nehmen? - jedes Recht auf kritische Reflexion abspricht.
Diese drei Frauen stehen bei ihr nicht für mutige Kritik an unhaltbaren Zuständen in unserer Gesellschaft, für Emphatie mit den Opfern archaischer Traditionen und einer Religion, die Individualität und Selbstverantwortung auch mitten in Europa als Teufelszeug geißelt. Nein, für Rommelspacher handelt es sich hier um die neuen Feinde, um “KämpferInnen für die westliche Zivilisation”. Was daran so grauenhaft ist, darf der Leser nur ahnen, eine alte Ideologie aus der blinden Multikultiseligkeit feiert, wieder einmal, Auferstehung. Wer hoffte, die Kritik an parallelen Welten, an demonstrierter Verachtung für westliche Freiheiten werde nicht mehr sofort und umstandslos als eine Form von rechtsradikalem Rassenhass denunziert, ist nun eines Schlimmeren belehrt.
An Necla Kelek hatte sich die Professorin bereits in einem peinlichen Buch zur “Islamfeindlichkeit” abgearbeitet, dessen vieldeutiger Untertitel “Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen” sich nun wie ein Orakel erfüllt hat. So behauptet sie, ohne einen einzigen Beleg dafür, Necla Kelek wolle den Islam abschaffen, “insgesamt zugunsten des Christentums”. Richtig ist, dass Kelek und andere die Säkularisierung verteidigen, die Aufklärung, und die Trennung von Religion und Staat auch für den Islam fordern. Der Glaube, schrieb Necla Kelek in dieser Zeitung in einem Essay über Aufklärung und Christentum, wurde dadurch nicht abgeschafft, auch nicht bei den Christen (F.A.Z. vom 15. Dezember 2007).
Rommelspacher haut in die gleiche Kerbe wie kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”, nur noch gröber. Die Süddeutsche denunzierte Kelek als Hasspredigerin, die Menschenrechte so fanatisch verteidigt wie Muslime den Koran und die Scharia. Was ihnen entgegentrete, werde geächtet. Der Hass, der den Tod bringen kann, und das “Wortgefecht”, eine Freiheit, die gerade die Kritiker der Islamkritiker so ungehemmt nutzen, werden auf eine Stufe gestellt. So als wäre es gleichgültig, ob man seinen Gegner ersticht, steinigt, zerbombt oder nur Widerworte wagt. Wie durchdacht ist das denn? Oder war’s nur mal so hingeschrieben?
Diese jüngste Kampagne gegen alle, die es wagen, den Islam als Teil einer Kultur kritisch zu hinterfragen, erinnert an andere. Etwa an jenen bizarren “Weckruf” in der “Zeit” vor fast vier Jahren, als sechzig vermeintliche “Migrationsforscher” vom Schlage der Frau Rommelspacher, aber auch unterschriftsbereite Sachbearbeiter der Universität Hamburg “Gerechtigkeit für Muslime!” forderten und damit vor allem ihre Deutungshoheit meinten, die sie in Gefahr sahen. Muslime kamen auch damals nur als hilflose Masse am Rande vor; Mündel, denen man sagen muss, wo es langgeht, und die man auf diese Weise in ihrer Rückständigkeit einmauert.
Der Furor, der damals wie heute am heftigsten muslimische Dissidenten trifft, speist sich aus einer immergleichen Arroganz, die alle entmündigt, die selbst aus den engen, demütigenden Regeln ausbrechen, mit denen sie aufgewachsen sind. Es erinnert zuweilen an die Ost-West-Debatten, die Dissidenten im Osten ihrer Konflikte enteignete, weil man sich gestört fühlte und weiter entspannen wollte, koste es, was es wolle. Wer nach dem Mauerfall autoritäre, sozialistisch geprägte Kollektivstrukturen geißelte, wurde oft angegriffen, weil “wir im Osten” so nicht seien. So gereizt wie auf diese Selbstbehauptung reagiert man nun auf Muslime, die darauf bestehen, dass die europäischen Freiheiten für alle gelten, auch für sie.
Die einstige Idealkundschaft der Islamfunktionäre und wissenschaftlichen Ignoranten, die, hilf- und sprachlos, lange leicht zu betreuen war, sie ist zu Teilen längst übergelaufen zu den Dissidenten. Wer einmal gesehen hat, welches Publikum bei Vorträgen von Seyran Ates oder Necla Kelek anwesend und dankbar für ihre Argumente ist, der weiß, dass es nicht “westliche Fundamentalisten” sind, sondern türkische Frauen. Vielleicht beunruhigt manche ja gerade das.
REGINA MÖNCH - F.A.Z., 20.01.2010, Nr. 16
"Der Präsident der Islamischen Religionsgemeinschaft K. d. ö. R. hat daher einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zurück zu seinem alten Glanz gesetzt, und beabsichtigt alsbald einen weiteren solchen zu setzen."
Na ja, dann blüh doch im Glanze dieses Glückes....oder mit anderen Worten: Träumt weiter!
von
Heinz Gess
Nachdem Vural in einer Presseerklärung öffentlich zu meiner Bestrafung wegen „blinden Hass gegen den Islam“ und „Volksverhetzung“ aufgefordert hat, hat die Kanzlei „Wisuschil und Partner“ innerhalb weniger Tage mit vier oder fünf (das spielt schon keine Rolle mehr) „unheberrechtlichen“ und „äußerungsrechtlichen Abmahnungen“ gegen mich nachgezogen. Jede ihrer Abmahnungen war von „professionellen“ Tiraden begeleitet. Ich gebe einige dieser sprachlichen Höchstleistungen des asymmetrischen professionellen kalten Krieges hier unkorrigiert (mit allen Rechtschreibfehlern) wieder. Die RA schreiben unter anderem:
"Scheinbar sind Sie das, was man landläufig als "Eiferer" zu bezeichnen pflegt. Kein gutes Renome für einen Hochschullehrer..."
Etwas weiter in sienem "professionellen Schriftsatz" schreibt der Anwal, nachdem er mich belehrt hat: "Wenn Ihnen das als Hochschullehrer nicht einsichtig ist, dann werde ich eben die erforderlichen Pädagogischen Maßnahmen ergreifen, um es Ihnen bei zu bringen."
und setzt dann fort: "Allerdings werde ich nun auch alle einschlägigen Vorgänge zur Strafanzeige bringen und Ihre Hochschulleitung informieren, wie ich auch die Bundesrechtsanwaltskammer einschalten werde."
In einem anderen Schreiben setzt der Anwalt des Vural seine "professionellen Tiraden" so fort:
5. …“Das was Sie veranstalten, ist mehr als das pubertäre Gespinne eines Rotzlöffels, als das angemessene Gebahren eines Hochschullehrers.
6 (...)Also lassen Sie es uns tun, und lammenteren Sie uns nicht die Ohnen mit irgendwelchem Islamis-muskritik-Krampf voll, der uns einen - um es klar zu sagen - Scheißdreck schert!
7. Das können Sie ruhig alles spciehrn, weil für das Kasperltheater, mit dem Sie uns seit Sonntag drangsalieren, kein einziger Richter Verständnis haben wird, und daher in Ansehung Ihrer Beleidigungen ein Gegenschlag zulässig ist!“
Als reichten ihm die "professionellen Beschimpfungen meiner Person nicht, schließt er dann auch noch die Polizei in sein Beschimpfungen ein:
„Ich fordere sie auf, mir den Namen des Polizeibeamten zu nennen, der Ihnen das Foto (von Vural – H.G. ) mit der Aufforderung zur Verwendung gegeben haben soll. Gegen diesen werde ich nämlich, sowie auch gegen Sie, Strafantrag wegen Ver-stoss gegen §§ 106 UrhG, 26 StGB stellen: Anstiftung zur strafbaren Urheber-rechtsverletzung. Dann werden wir vor Gericht sehen, was der Herr Hilfs-Sherriff für Weisheiten zum Besten geben wird... “
Kleiner Kommentar dazu:
„Ein Gegenschlag“ gegen „Beleidigungen – Wie das? Welche Verkehrung der Selbstwahrnehmung. Die RA des angreifenden Täters, die gegen den von Vural bestimmten „Feind des Islam“ einen kalten Krieg führen und sich dabei rechtsförmiger Mittel bedienen, inszenieren sich als Angegriffene, die zum „Gegenschlag“ berechtigt sind. Der alte Bluff! Wer erinnert sich nicht: „Ab fünf Uhr wird z u r ü c k geschossen“.
Für Adorno ist eine solche Sprache ihrer Funktion nach die der Machtergreifung. Sie beansprucht mit Sprüchen wie „das pubertäre Gespinne eines Rotzlöffels“; - „… werde ich die erforderlichen pädagogischen Maßnahmen ergreifen, es ihnen bei zu bringen“, „lamentieren sie uns nicht die Ohren mit irgendwelchem Islamismus-Krampf voll…, der uns einen Scheißdreck angeht“ -, dass der private Wille, der sich auf nichts als dreiste Frechheit stützt, die sich ‚rechtlicher Formen’ bedient und durch diese Form einzuschüchtern versucht, unmittelbar die sachlich-rechtliche Notwendigkeit darstellt, die keinen Einspruch zulässt. Wer es gleichwohl wagt, der usurpierten „sachlichen Notwendigkeit“, die der freche Advokat für sich reklamiert, zu widersprechen, wird selbstherrlich und großmäulig als „Rotzlöffel“ oder „Hilfssheriff“ abgefertigt, dem man es schon zeigen werde. Adorno stellt dazu fest:„ Der Trick des betrügerischen Advokaten tut sich großmäulig als heldische Unbeugsamkeit auf: sprachliche Formel der Usurpation. Solcher Bluff definiert gleichermaßen den Erfolg und den Sturz des Nationalsozialismus.“ (Adorno, Minimal Moralia, S. 141)
Meiner Meinung nach muss jeder erschrocken sein, der Professor Gess persönlich kennt, mit welcher Verblendung der Präsident einer unserer Religionsgemeinschaften ihm "blinden Hass gegenüber dem Islam" vorwirft. Ich fände es besser direkt und auf eine ruhigere Art und Weise die Materie anzugehen und die Kritik zu beantworten.
Ich finde sogar, dass das Gegenteil der Fall ist. Bei iProfessor Gess verbindet sich die historisch-materialistische Kritik, die er an den Religionen - nicht nur dem Islam allein - in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit übt, mit einem sehr hohen Maß an Gelehrsamkeit und wohl tuender Achtung vor den "Objekten" seiner Untersuchungen. Oft genug,habe ich persönlich auch mit Ihm darüber geredet und kann deswegen bezeugen,dass Professor Gess mit Respekt und Achtung an solch ähnliche Situationen rangeht.
In diesem Sinne,
A85
Eigentlich nicht so verwunderlich, wenn man sich zu Gemüte führt, wie sie schon einmal mit Heinz Gess umgesprungen war, weil er die Vergangenheit eines ehemals an der FH lehrenden Nazis genauer unter die Lupe genommen hatte.
Bernd Dahlenburg
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Ich habe mich weggeschmissen vor Lachen als ich den Artikel las. Ich weiß allerdings nicht ob nicht noch mehr bei den Einlassungen des Prof. Dr. Vural, obwohl sie bestimmt nicht ungefährlich sind.
Wenn Sie wollen können Sie das als Kommentar veröffentlichen.
Herzlich Ottmar
Was die Reaktion der Rektorin der FH Bielefeld angeht so bleibt nur festzuhalten das diese Frau wie es inzwischen üblich zu sein scheint weiterhin nur daran interessiert ist die FH nach außen hin gut aussehen zu lassen und an keinerlei kritischer wissenschaftlicher auseinandersetzung zu interessiert sein scheint
Die Schmerzensgeldklage dürfte also bereits in Vorbereitung sein.
martin grote
Zur Sache: Herrn Prof. Dr. Gess zu unterstellen, er propagiere Menschenverachtung bzw. "blinden Hass" ist für jeden, der ihn persönlich kennt, absurd. Ich weigere mich, einen solchen Anwurf auch nur hypothetisch zu diskutieren: Niemand ist dagegen gefeit, von irgendwoher mit Dreck beworfen zu werden.
Insgesamt habe ich 19 Jahre als Schlosser in der Schmiede einer Automobilfabrik gearbeitet, größtenteils mit islamisch gläubigen Kollegen unterschiedlicher Nationalitäten. Diese Menschen, die ich stets geachtet habe, haben nie solche Absurditäten von sich gelassen, wie Herr Prof.h.c. Dr.jur. Vural. Wäre Herr Vural ein einfacher Arbeiter, dessen Umgebung sich zur gemeinsamen Verständigung eines Pidgindeutsch bedient und deren Kenntnisse (ich meine meine ehemaligen deutschen Kollegen) des deutschen Rechtswesens rudimentär sind, dann könnte ich seine Erregung verstehen. Und wenn er bereit wäre, die Angelegenheit zu klären, dann könnte ich seine Reaktion durchaus tolerieren. Aber mit Bemerkungen wie: "Jetzt ist Schluss mit Lustig!" und der Drohung mit dem "Dekan" (zum journalistischen Handwerk gehört, dass man sich vorher erkundigt, an wen ich meine Botschaft richte) hat Herr Vural seine Intention preisgegeben: Mein ist die Rache (egal wofür)!
Aber: wofür? Wie gesagt, wenn ein einfacher Arbeiter den Unterschied zwischen einem wissenschaftlichen Zitat, einer Tatsachenfeststellung oder gar einer Behauptung nicht kennt, dann kann ich aufgrund seiner Nichtbildung (bezüglich akademischer Gepflogenheiten!) daraus keinen bösen Willen ableiten. Allerdings: in dubio pro reo ist römisches, nicht islamisches Recht, auch wenn ich viele islamische Bekannte habe, die nach dieser Maxime leben! Herr Vural zitiert Freud falsch, verlangt eine Bestrafung von Herrn Gess. die nicht vom "Dekan" sondern nur von einem ordentlichen Gericht erfolgen kann und unterscheidet nicht einmal in einer öffentlichen Verlautbarung zwischen den unterschiedlichen Personen gegen die er sich richtet. Ich zitiere: "Wenn Sie, Herr Widmann, an Verleumdung und üble Nachrede in Zusammenhang mit meinem Namen denken, soll ein Licht ihren Geist erhellen.
Jetzt ist Schluss mit Lustig! Wenn sie schon bei Siegmund Freud klauen, dann richtig und nicht nur an den Islam denken. Oder hatten Sie Angst vor unserer Bundeskanzlerin, unserem Bundespräsidenten, dem Papst oder Millionen und aber Millionen von Gläubigen? Der Dekan ihrer FH wird sich über meine Post freuen. Und, Herr Widmann, Hochmut kommt vor dem Fall. Trauern Sie schon jetzt ihrem Portal nach." Der Angriff wird gegen Prof. Gess gerichtet, angesprochen wird ein Herr Widmann!
Zweites Beispiel: Ich zitiere: "Den Tatbestand der Volksverhetzung definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuches: Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Absatz 2 bezieht alle möglichen öffentlichen Äußerungen in Wort, Schrift und Bild, die die in Absatz 1 genannten Tatbestandsmerkmale erfüllen, in die Strafandrohung ein. Als Personengruppen, die von Volksverhetzung betroffen sein können, werden Bevölkerungsteile Deutschlands oder eine nationale, rassistische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe- auch im Ausland- genannt. Und an die Adresse von Herrn Widmann sei noch folgendes gerichtet: Grundsätzlich schließt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit auch das Recht ein, falsche Tatschen zu behaupten. Jedoch kann der Gesetzgeber das Recht auf die Behauptung falscher Tatsachen durch Gesetze einschränken (zum Beispiel bei den Delikten Verleumdung, übler Nachrede, Betrug und arglistiger Täuschung)."
Bei Vural wird nicht deutlich, was Zitat und was Meinung ist. Ein promovierter Jurist sollte nicht nur das Handwerkzeug eines Studenten im Erstsemester beherrschen, sondern auch in der Lage sein, zwischen Bevölkerungsgruppen und Phänomenen zu unterscheiden. Eine grundlegende wissenschaftliche Zitation über ein Phänomen, hier Religion, ist weder eine Verächtlichmachung, noch eine Diskriminierung, noch einer der von Vural erwähnten Ausnahmeregelungen der Meinungsfreiheit. Weil diese ein Grundrecht ist, steht sie über jedem Einzelrecht und ist daher stärker zu beachten, als § 130 Absatz 1 StGb. Und schließlich: Eine Tatsache ist eine Tatsache ist eine Tatsache! Daran rüttelt auch die falscheste Behauptung nichts! Man kann weder Tatsachen behaupten (aber man kann sie benennen) noch können Tatsachen falsch sein. Falsche Aussagen sind Behauptungen, aber nicht jede Behauptung ist falsch
Wie gesagt: Bei Menschen, deren Bildung (Vorsicht: Satire!) nicht in die schwindelerregende Höhen akademischer Weihen gestiegen ist (Satire Ende) drücke ich nach einem klärenden Gespräch beide Augen zu und verlange nicht, dass Leistungen erbracht werden, die nicht erbracht werden können. Aber von einem Prof. h.c, der für seinen h.c. einiges geleistet haben muss, erst recht von einem Dr. jur. erwarte ich ein fundierteres Verhalten. Schlösse ich mich dem Geist der Verlautbarung an, dann müsste ich spekulieren, dass dahinter eine bösartige Absicht steckt.
Was die Dienstvorgesetzte angeht, die jeder Spekulation nacheilt, vorausgesetzt man diffamiert den Richtigen: Gnädige Frau, ich beglückwünsche Sie zu ihrer gelungenen Anpassung an den Zeitgeist.
Herbert Rätz
Islamophobie") grad gelesen. Ein überaus gelungener Text! Vor allem
find ich erstaunlich, dass sowohl bei Prof. Dr. Vural, wie auch bei mir
privat bekannten Personen aus dem Fachbereich Sozialwesen das Phänomen der -
ich nenne es mal laienhaft - "hysterischen Sensibilität " oder
"Hyper-Sensibilität" zu beobachten ist; ein Erscheinungsbild und eine
Inszenierung, welche immer populärer wird. Sie verschafft den von ihr
betroffenen Personen einen Vorteil gegenüber "normalen" Menschen:
1. Berechtigte Kritik kränkt ihre Selbstdarstellung, auch dann wenn sie
erkennbar am Dialog interessiert ist, so sehr, dass auch unverhältnismäßige
Reaktionen ihrerseits von ihnen IMMER als "legitim" dargestellt und
möglicherweise auch so empfunden werden. Dadurch kann sich
2. die betroffene Person, durch ihre (inszenierte) Hypersensibilität einen
sehr viel größeren Freiraum für ihr eigenes Dasein und ihre Ideologien
schaffen. Einmal im Sinne unverhältnismäßiger Sanktionsforderungen und zum
andern auf einer, wie ich finde, ganz infantilen Ebene, im Sinne von: "Gebt
dem aggressiven Kind doch was es will, damit es endlich aufhört zu
schreien." Traurigerweise scheint diese Inszenierung, dessen Brutstätte unter anderem auch das professionelle Soziawesen ist, mittlerweile gesellschaftsweit zu
funktionieren - jedenfalls dann, wenn dem "hysterisch Sensiblen" Macht,
Geld oder Einfluss zugeschrieben wird.
So schließe ich mich Ihnen an. Ich erkenne die Ausweglosigkeit der Gegenwehr
im Land der Unzumutbarkeiten mit Claudia Roth an der Spitze, "...schwöre
der Kritik ab und bekehre mich zum einzig wahren Glauben, um fortan
angstfrei in dieser schrecklichen Welt leben zu können."
In diesem Sinne
S.P.