Wissenschaft - Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen Wed, 19 Jun 2019 00:50:30 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de webmaster@kritiknet.de (Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft) https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1437-heimliche-trotzkisten https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1437-heimliche-trotzkisten Norbert Rath rezensiert das Buch:

Freud, Trotzki und der Horkheimer-Kreis, Münster, Verlag Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-271-8, 525 S.

Die Lektüre sei spannend, schreibt N. Rath, denn in Dahmers Buch gehe es "um (...) Geschichte(n), um Unbekanntes von Bekannten. Adorno und Benjamin entpuppen sich in seiner Rekonstruktion (zumindest zeitweise) als verkappte Trotzkisten", und Horkheimers Schweigen gegenüber der stalinistischen Diktatur werde dechiffrierbar als Angst: Angst vor dem FBI, Angst aber auch vor Killerkommandos der GPU.

Dahmer, schreibt Rath, sehe Benjamin und Trotzki als Geschichtsforscher und Prognostiker, die trotz ihrer grundlegend unterschiedlichen Herkünfte und Lebensläufe eine vergleichbare kritische Sicht auf die Rekonstruktion von Geschichte gehabt haben.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1419-das-entaeusserte-vermoegen-der-menschheit https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1419-das-entaeusserte-vermoegen-der-menschheit Rezension des Buch von Hannes Gießler- Furlan „Verein freier Menschen? Idee und Realität kommunistischer Ökonomie“ (zu Klampen Verlag, 2018) von Bertrand Klimmek

Aus der Rezension: "Gießler arbeitet im Buch heraus, was er – quasi als Kardinalproblem, das auch politische Fragen tangiert – den zentralen „Spannungszustand kommunistischer Produktion“ nennt: „Einerseits sollen die Arbeiter an der Basis [über ihre Produktion und ihr Leben] bestimmen, andererseits soll die Produktion als Ganzes vernünftig geregelt sein. (...) Um wortreiche Rechtfertigungen und Erklärungen, warum „der Kommunismus“ an der Macht den Menschen nicht bescherte, was er doch versprochen hatte, waren die Kommunisten nie verlegen. Gießler jedoch begreift, redlich genug, die ausschließliche Suche nach realpolitischen bzw. -historischen Verstrickungen als Ausflucht vor der Beschäftigung mit den zentralen kommunistischen Konzepten, als Apologie: „Mögen diese Erkenntnisse [von Gießlers Studie] jene Marxisten und Kommunisten ins Grübeln bringen, die es gewohnt sind, das Scheitern des Kommunismus bzw. Sozialismus nur auf äußere Faktoren (Weltimperialismus) oder falsches Personal (Stalin) zurückzuführen.“ Gießler stellt aber auch klar, „[M]ögen diese Erkenntnisse jenen nicht als Munition dienen, die nichts für die Beweggründe des Kommunismus übrighaben.“
Den Sankt Marx jedenfalls hat Gießler bei diesem Ansinnen auf seiner Seite, hatte der doch stets „rücksichtslose Kritik alles Bestehenden“ eingefordert. Kritik hingegen, die in ihrem Wahrheitsgehalt aus falscher Opportunität (sprich opportunistischen Beweggründen) zurückstecke, sei wertlos."

Heinz Gess

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hgess@gmx.de (Bertrand W. Klimmek) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1412-bewahrung-des-rechts-vor-sich-selbst-und-seinem-ismus https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1412-bewahrung-des-rechts-vor-sich-selbst-und-seinem-ismus Besprechung von Daniel Loick: Juridismus. Konturen einer kritischen Theorie des Rechts, Berlin 2017

Loick arbeitet entlang von markanten Positionen der Geistesgeschichte am (europäischen) Recht heraus, wie es als von der Gesellschaft abgelöste soziale Form schon in seinem subjektiven Kern notwendig deformierend bis zerstörend auf die Menschen und ihr Zusammenleben wirkt: „Entsetzlichkeit“ des Rechts. Loick entnimmt denselben Wirkmomenten allerdings auch eine entgegengesetzte, emanzipatorische wie sozialisierende Leistung für die Menschen. (Haslbauer)

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hgess@gmx.de (Harald Haslbauer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1409-idealistische-denkmotive-bei-adorno-und-habermas https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1409-idealistische-denkmotive-bei-adorno-und-habermas Norbert Rath rezensiert das Buch von Christian Thein: Subjekt und Synthesis. Eine kritische Studie zum Idealismus und seiner Rezeption bei Adorno, Habermas und Brandom. Königshausen & Neumann: Würzburg 2013. (Zugleich Phil. Diss., WWU Münster 2013). Epistemata. Würzburger Wis­senschaftliche Schriften, Reihe Philosophie, Bd. 533. 585 Seiten. ISBN 978-3-8260-5224-8.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1408-rezension-zu-grenzsteine-beitraege-zur-kritik-von-gewalt https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1408-rezension-zu-grenzsteine-beitraege-zur-kritik-von-gewalt Marc Jacobson rezensiert den Sammelband von:

Theodora Becker, Andreas Franze, Jakob Hayner, Arne Kellermann (Hrsg.): Grenzsteine. Beiträge zur Kritik der Gewalt. edition text+kritik (München) 2016. 200 Seiten. ISBN 978-3-86916-541-7. D: 29,00 EUR, A: 29,90 EUR.

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hgess@gmx.de (Marc Jacobson) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1403-hegels-poebel-als-alternative-idee https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1403-hegels-poebel-als-alternative-idee Besprechung von Frank Ruda, Hegels Pöbel. Eine Untersuchung der ´Grundlinien der Philosophie des Rechts´, Konstanz 2011

Frank Ruda rekonstruiert mit  Hegel die Eigenschaften des Pöbels, eines auch für Hegel mit der Armut einhergehenden Exkrements der bürgerlichen Gesellschaft. Den Pöbelsubjekten mit ihrer objektiven aber auch subjektiven Entbindung von Rechten wie Pflichten dieser Gesellschaft mutet Ruda eine alle Menschen übergreifende Universalität und revolutionäre Potentialität gegen die bürgerliche Freiheit zu.

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hgess@gmx.de (Harald Haslbauer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1379-ignorieren-aber-keine-aufkuendigung-des-eigentums https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1379-ignorieren-aber-keine-aufkuendigung-des-eigentums Rezension von Daniel Loick, Der Missbrauch des Eigentums

„Lieber Instandbesetzen als Kaputtbesitzen“, dieser Schlachtruf der Hausbesetzerszene nimmt die Differenz zwischen dem Gebrauch und dem Eigentum eines Gegenstandes wahr und auf, und schlägt sich ganz auf die Seite des Gebrauchs.

Loick entfaltet dasselbe Urteil zum Eigentum aus einer Reflexion der Geistesgeschichte des Eigentums und beschließt mit dem Ergebnis, dass dem Eigentum ein "Missbrauch: sowohl der Dinge als auch der Menschen" (Umschlagrückseite) inhärent ist. Trotz der gut erläuterten Erkenntnis, dass den Menschen das Eigentum individuell wie gesellschaftlich zum Schaden gereicht, wird weder Loicks Würdigung der Theoretiker des Eigentums noch seine eigene Befassung mit dem Eigentum dem Sachverhalt letztlich gerecht – mit praktischen Konsequenzen. (Haslbauer)

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hgess@gmx.de (Harald Haslbauer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1371-von-hegels-theorie-der-zweiten-natur-zur-kritischen-theorie https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1371-von-hegels-theorie-der-zweiten-natur-zur-kritischen-theorie Rezension zu Maik Puzic: Spiritus sive consuetudo, 2017

Norbert Rath rezensiert das Buch:

Maik Puzic (2017): Spiritus sive Consuetudo. Überlegungen zu einer Theorie der zweiten Natur bei Hegel, Würzburg: Königshausen & Neumann. (Zugleich Phil. Diss., WWU Münster 2015). Epistemata. Würzburger Wissenschaftliche Schriften, Reihe Philosophie, Bd. 568, 247 Seiten. ISBN 978-3-8260-5979-7, D: 44,00 EUR.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1361-kapitale-desorientierung https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1361-kapitale-desorientierung Christian Ibers Vorstellung vom ersten Band des Marx’schen ‚Kapital’

M. Creydt schreibt über das Buch „Grundzüge der Marx’schen Kapitalismustheorie“ (Berlin 2005) von Iber,

„Seine Leugnung des Doppelcharakters der gesellschaftlichen Arbeit im Kapitalismus nennt Iber „Negativismus“: „Radikal negativistisch ist Marx’ Kritik insofern, als sie die Alternativelosigkeit der arbeitenden Menschheit aufzeigt, dass es für sie keine Möglichkeit gibt, dem effizienten Ausbeutungssystem des Kapitals zu entkommen“ (17). Warum es dann noch der von Iber befürworteten „Aufklärung“ bedarf (290), die doch nach dieser Feststellung unmöglich ist, bleibt unaufgeklärt. Die Meinung, im Kapitalismus sei alles Ausdruck einer eindimensionalen Gesellschaft, hat auch Konsequenzen für die Darstellung der herrschenden Seite des Kapitalismus.

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hgess@gmx.de (Meinhard Creydt) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1358-andreas-arndt-geschichte-und-freiheitsbewusstsein-zur-dialektik-der-freiheit-bei-hegel-und-marx https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1358-andreas-arndt-geschichte-und-freiheitsbewusstsein-zur-dialektik-der-freiheit-bei-hegel-und-marx "Arndt übernimmt von Hegel das Recht als Freiheitserrungenschaft, allerdings ohne Hegels Begründung dafür zu überprüfen. Marx und seinen Nachfolgern bescheinigt er einerseits romantische Wunschvorstellungen in Richtung einer Aufhebung von Rechtsverhältnissen überhaupt; andererseits führt er aus, dass Marx letztlich keinerlei grundsätzliche Distanz zu Hegels Fassung des Rechts hat.

]]> hgess@gmx.de (Harald Haslbauer) Wissenschaft https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1334-der-rhythmus-des-absoluten https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1334-der-rhythmus-des-absoluten Eske Bockelmanns „Im Takt des Geldes“

Im seinem Aufsatz „Geld als gesellschaftliche Synthesis und Denkform.Kritik und Auflösung von Sohn-Rethels Rätsel“ (Kritiknetz - http://bit.ly/1VFFmTj) nimmt Bockelmann „die Konstitution der Subjekte durch den Markt und die von ihm erzwungenen Geldhandlungen in dem historischen Moment, in dem das Geld bestimmende Allgemeinheit erlangte,“ (Ortlieb) zum Ausgangspunkt und bestimmt das naturwissenschaftliche und ökonomische Denken sowie die Philosophie der Neuzeit als Funktion eines durch das Geld in die Gesellschaft gekommenen Denkzwangs. Er setzt in dem Aufsatz damit fort, was er in seinem Buch „Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens“   (zu Klampen, Springe 2004) begonnen hat.

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hgess@gmx.de (Claus Peter Ortlieb) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1244-rezension-zu-der-sieg-des-kapitals https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1244-rezension-zu-der-sieg-des-kapitals  

Wolfgang Lieb rezensiert das Buch von:

Ulrike Herrmann, Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen.
Westend Verlag, Frankfurt a. M.,
ISBN: 978-3-86489-044-4
288 Seiten
20,60 Euro

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hgess@gmx.de (Wolfgang Lieb) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1243-rezension-zu-sozialpsychologie-des-kapitalismus https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/1243-rezension-zu-sozialpsychologie-des-kapitalismus  

 

Stefan Busse verfasst eine Rezension zu:

Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Benjamin Lemke: Sozialpsychologie des Kapitalismus – heute. Zur Aktualität Peter Brückners.

Psychosozial-Verlag (Gießen) 2013. 400 Seiten. ISBN 978-3-8379-2226-4. D: 39,90 EUR, A: 41,10 EUR, CH: 53,90 sFr. Reihe: Forschung psychosozial.

Quelle: Socialnet.de

 ]]> hgess@gmx.de (Stefan Busse) Wissenschaft https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/971-theodor-w-adorno-einfuehrung-in-die-dialektik https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/971-theodor-w-adorno-einfuehrung-in-die-dialektik Das Geschäft der intellektuellen Atomzertrümmerung

"Die Vorlesungen sind ein Dokument dafür, wie es Adorno gelingt, sein Auditorium trotz komplizierter Ausführungen etwa über Genesis und Geltung oder über den Zwangscharakter der Logik bei Laune zu halten. Er vergewissert sich der Aufmerksamkeit seiner Zuhörer, indem er kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, seine eigene Position etwa gegen den dogmatischen Parteimarxismus eines Lukács, den Rationalismus eines Descartes oder den Positivismus ins  Licht zu rücken. (...) So bezeugen die Vorlesungen auch das Moment des Apodiktischen in Adornos Lehrpraxis, etwa wenn er in den Raum stellt, dass Kern der Dialektik sei, kein Rezept ihres Gebrauchs zu liefern, sondern „eben der Versuch, die Wahrheit sich selber bezeichnen zu lassen“ (Adorno). (...)

Die Einführung in die Dialektik als bestimmte Negation, die dem zerrissenen Zustand der Welt angemessen ist, hat den Lyriker Hans Magnus Enzensberger inspiriert, ein Adorno gewidmetes Gedicht mit dem Titel „schwierige arbeit“ zu schreiben: „geduldig/ festhalten den schmerz der Negation/ (...) geduldig/ jeden Gedanken wenden der seine Rückseite verbirgt“.

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hgess@gmx.de (Stefan Müller-Doohm) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/870-die-situation-der-frau-im-islam-und-im-christentum https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/870-die-situation-der-frau-im-islam-und-im-christentum Psychologisch-ethnologische und historisch-theologische Hintergründe


Ausführliche Stellungnahme zum gleichnamigen Buch
von  Christa und Dr. Ahmed Ginaidi  (Ibidem-Verlag, Edition Noema, 2005)

Bei der Publikation von Dr. Wenner handelt es sich zwar nicht um einen Beitrag zur kri­ti­schen Theorie der Gesellschaft,  wohl aber um einen Text, der für die kritische Theorie des Islam hilfreiche Vorarbeit liefern kann, wenn er auch nicht in dieser Absicht geschrieben wurde.
Wegen ihrer Einseitigkeit falsche populärwissenschaftliche Darlegungen beeinflussen das politische und gesellschaftliche Leben hierzulande in hohem Maße und führen systematisch in die Irre. So auch das Buch des Ehepaares Christa und Dr. Ahmed Ginaidi  mit dem Titel: "Die Frau im Islam und im Christentum", in dem  das Ehepaar  wiederholt um Ver­ständnis für menschenrechtsfeindliche Erlaubnisse und Weisungen des Islam wirbt. Dagegen werden einige theo­logische Lehren und Forderungen des Christentums als gegen "die Natur" oder aber gegen "die Vernunft "gerichtet dargestellt.

Ob die Lehre und die Praxis des Juden Jesus, der von der eifernden römischen Gefolgschaft zum Christus gemacht wurde,  „naturwidrig“ oder „vernunftwidrig“ waren, steht hier nicht zur Debatte. Ich halte bereits schon die Verwendung von Begriffen wie „naturwidrig“ für völlig verfehlt,  weil das, was in solchem Kontext „Natur“ genannt wird, immer nur ein ande­res Wort für den angeblich letzten wahren Ursprung, das Sein selber, den Logos Got­tes ist, wie das jeweilige religiöse Dogma ihn fixiert und in der Fixie­rung rechtmäßig zu besitzen meint, um die ‚einzig wahre Herrschaft’ ausüben zu können. Wenn etwas wirklich vernunft­widrig und, weil die  intersubjektive menschliche Vernunft zur conditio humana gehört, schon  deshalb auch  naturwidrig ist, ist es vor jedem besonderen Inhalt des religiösen Ursprungs­dogmas der Vorgang der Dogmatisierung bzw Ursprungsfixierung selber, in dem der falsche An­spruch, die Wahrheit des Seins, der göttliche Logos bzw. Gottes Willen habe sich end­gültig und ganz rein – ohne Vermittlung durch den endlichen  men­schlichen Verstand, was schon in sich eine selbstwidersprüchliche Setzung ist -  offenbart und könne deshalb als ewi­ger Besitz von den „geistigen Führern“ verwaltet und vollstreckt werden, im menschlichen Sinne  naturwidrig par excellence, -  und eine unfassbar dreiste Anmaßung dazu, mit der sich die Führer der Gläubigen als angebliche ‚Diener des Wortes’ zu den Herren der Welt auf­schwin­gen. Eine Anmaßung, die einem jeden, der sich von der Macht dieser  größenwahnsinnigen Herren nicht hat dumm machen lassen, die Sprache verschlagen und die Zornesröte ins Ge­icht treiben muss. Wäre also „naturwidrig“, was das christliche Dogma ver­langt, so wäre ebenso „naturwidrig“, was das Dogma des Islam an Unterwerfung verlangt und zwar – noch einmal -  weil das von beiden Dogmen verlangte Opfer der Vernunft selber natur­wid­rig ist, wie immer es von der im Dienste der Herrschaft selbst verratenden Vernunft auch ratio­nalisiert wird.  

 

Wir könnten es dabei belassen und mit der Feststellung, was geht uns dieser Aberglauben der Vergangenheit, in welcher Version auch immer, noch an uns Wichtigerem zuwenden.Wie aber, wenn dieser Aberglaube durch die Krise der kapitalistischen Gesellschaft und der liberalen Demokratien auf kapitalistischer Basis neu wieder an Macht gewinnt, weil der Wunsch nach dem (metaphysisch) festen Halt im falschen Ganzen in der Krise neu wieder übermächtig wird und die Menschen das suchtartige Verlangen ergreift, den Sündenbock, der den festen Halt zersetzt und keine Ruhe gibt, zu opfern?  Wie, wenn das  Sühneopfer des Unschuldigen für die Schuldigen wieder auf der Tagesordnung steht, jenes Opfer, das den Gläubigen durch eben seinen Glauben von aller Schuld rein wäscht, damit er die alte Chose wieder neu beginnen kann, und wenn deshalb eben jene Religion auf verstärkten Zuspruch stößt, die die beste Gewähr dafür bietet, dass das Opfer auch wirklich exekutiert wird?  Dann gibt es wohl kaum noch Wichtigeres als die kritische Theorie des Islam und die kri­tische emanzipatorische Praxis, die der vom Islam dominierten, reaktionären Volte auf die Krise widersteht.  Denn diejenige Religion, die die höchste Gewähr für den Vollzug des Opfers des Unschuldigen für die Schuldigen bietet, ist zurzeit der Islam. Er ist es mehr als christliche Gruppierungen, wenngleich diese wie z. B. „Pax Christi“, „Kreuz.net“ und viele evangelische Landeskirchen auch wieder Gewehr bei Fuß stehen, um den Sündenbock zu jagen, und nicht auszuschließen ist, dass sie schon bald gleichziehen.  

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hgess@gmx.de (Reinhard Wenner) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/838-warum-in-deutschland-die-ideologie-des-islam-keine-gefahr-sein-kann https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/838-warum-in-deutschland-die-ideologie-des-islam-keine-gefahr-sein-kann  

Über altvertraute Bruderschaften und ein immer währendes (nicht nur) ideologisches Interessenbündnis  (über Goebbels und Otto von Hentig zur Gräfin Marion von Dönhoff und Helmut Schmidt) (Teil 1)

Erster Nachtrag zum demagogischen Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“

 

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hgess@gmx.de (Willi Winkler und Heinz Gess) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/826-irre https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/826-irre Wilma Ruth Albrecht rezensiert in diesem Artikel das kürzlich erschienene gleichnamige Buch des Psychiaters Manfred Lütz. 

Lütz ist ein bekannter Bestsellerautor.  Zu seinen Bestsellern zählt: "Gott - eine kleine Geschichte des Größten".  Vermutlich wird auch sein neustes Buch "Irre!"wieder ein Bestseller. Denn im Untertitel heißt das Buch:  "Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen" und  "eine heitere Seelenkunde".   Wer wird da nicht zugreifen -  Bei so viel heiterer Gelassenheit beim therapeutischen Gerede über "die Falschen" und  "die Normalen" ohne jeden kritischen Begriff von den gesellchaftlichen Verhältnissen? "Gott, der Größte" - Er wird's schon richten.

Ich habe beides gelesen: Die "heitere Sellenkunde" des Manfred Lütz und die kritische Rezension von Wilma Ruth Albrecht. Mich hat die Rezension sehr viel mehr erheitert als die "heitere Selenkunde". Deshalb empfehle ich Ihnen den Text sehr zur Lektüre. 

Heinz  Gess

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hgess@gmx.de (Wilma Ruth Albrecht) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/653-qwir-haben-von-allem-nichts-gewusstq https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/653-qwir-haben-von-allem-nichts-gewusstq "Dass die im Text überall aufleuchtende Selbstvergottung auf einen autoritär-deterministischen Hintergrund satanistischen Denkens verweist, mag zwar einen Kritiker stören, Frau Fügmann aber findet keinen Grund, hier nachzubohren und dem Satan auf den Zahn zu fühlen. Gelegentlich fällt ihr zwar ein wenig Sozialdarwinismus auf, aber der bleibt unkommentiert. Solche Patzer fügen sich nahtlos in einen „zeitgenössischen“ Journalismus, der zwar seine Google-Befähigung unter Beweisstellen kann, nicht aber die geringsten Standards wissenschaftlichen Arbeitens oder des investigativen Journalismus’ genügt. Entsprechend sind die Internet-Zugriffe Fügmanns umfangreicher, als die Inanspruchnahme gedruckter Quellen und Sekundärliteratur.

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hgess@gmx.de (Herbert Rätz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/598-stimmen-erheben https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/598-stimmen-erheben Alfred Schobert: Analysen und Essays. Extreme Rechte – Geschichtspolitik – Poststrukturalismus
Unrast Münster 2009, 434 S., 29,80 € www.unrast-verlag.de

Weil es solche Stimmen gibt, hat die Zeit des Menschen nicht die Form der Evolution, sondern die der ‚Geschichte’.
Michel Foucault: „Nutzlos, sich zu erheben“]]>
hgess@gmx.de (Tobias Prüwer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/597-mschinen-mensch-machbarkeit-und-ethisches-urteil https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/597-mschinen-mensch-machbarkeit-und-ethisches-urteil Zwei Rezensionen:

Christoph Vallant: Hybride, Klone und Chimären. Zur Transzendierung der Körper-, Art- und
Gattungsgrenzen, Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, 157 S. - 24,80 €

 

"Solche souveränen Entscheidungssituationen, wie sie im Buch suggeriert werden, gibt es gar nicht. So klar sich folglich die Argumentation zunächst liest und sich Perfektionierung des Menschen auch gegen verkürzte Antworten wendet, schrammt es doch an der Wirklichkeit vorbei." (T.Prüwer)

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hgess@gmx.de (Tobias Prüwer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/487-vorgefertigte-rollenbilder-und-gesellschatliche-ausschliessungssdiskurse-zum-einsturz-bringen https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/487-vorgefertigte-rollenbilder-und-gesellschatliche-ausschliessungssdiskurse-zum-einsturz-bringen Über Judith Butlers unentwegten Einsatz für die Gleichheit der Verschiedenen

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hgess@gmx.de (Mohammed Khallouk) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/463-das-testament-von-jaques-derrida https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/463-das-testament-von-jaques-derrida Über das letzte Buch von dem algerischen intellektuellen Mustapha Chérif: „Begegnung mitJacques Derrida: Der Islam und der Westen“.

Das Buch ist als Bericht über einen offenen und kritischen Dialog zu lesen, den er mit dem Philosophen Jacques Derrida, ein Jahr vor seinem Tod, geführt hat. Ein Dialog, welcher die Fragen der Alterität, der Beziehung zwischen dem Westen und der islamischen Welt sowie der Gewalt, Globalisierung, Souveränität und Demokratie thematisiert, neu (anders) denkt und in Frage stellt.

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hgess@gmx.de (Rachid Boutayeb) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/435-regime-der-ueberwachung https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/435-regime-der-ueberwachung Leipziger Kamera (Hrsg.): Kontrollverluste. Interventionen gegen Überwachung,
Unrast Verlag, Münster 2009, 256 S. - 18,- €, www.unrast-verlag.de


Die Rezension von Tobias Prüwer finden Sie "hier" 

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hgess@gmx.de (Tobias Prüwer) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/404-rkarlsch-hpetermann-hrsg-fuer-und-wider-hitlers-bombe https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/404-rkarlsch-hpetermann-hrsg-fuer-und-wider-hitlers-bombe Fortsetzung von Rainer Karlsch, Hitlers Bombe. Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche (München 2005).

"Himmler pflegte ein enges Verhältnis zum Jerusalemer Großmufti, der vom 6. November 1941 bis 4. Mai 1945 als Regierungsgast zumeist in Berlin lebte. Er schmiedete mit al-Husaini drei Wochen nach dessen Ankunft in der Reichskanzlei eine Art von Allianz. (...) Dies bestätigt der Großmufti auch in seinen Memoiren. Demnach habe er Himmler öfter zum Tee getroffen. Dieser habe ihm Geheimnisse des Deutschen Reichs anvertraut, etwa Mitte 1943, bis dahin rund drei Millionen Juden vernichtet zu haben.

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hgess@gmx.de (Wolfgang G. Schwanitz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/102-hitlershelferinjerusalemdiewurzelndesislamismusimlebendesgrossmuftisaminalhussaini https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/102-hitlershelferinjerusalemdiewurzelndesislamismusimlebendesgrossmuftisaminalhussaini Wollfang Schwanitz mit einem neuen Text über sein Spezialgebiet. Diesmal mit einer Besprechung des Buches von David G. Dalin, John F. Rothmann: Icon Of Evil. Hitler's Mufti And The Rise Of Radical Islam. New York 2008. (230 S.)

"In jedem Falle steht für das Autorenduo die Mittäterschaft des Grossmuftis am Holocaust fest. In seinem religiösen und rassistischen Judenhass wurde er im Weltkrieg Hitlers williger Helfer. Er habe um die Judenvernichtung gewusst. Nicht nur, dass er Ende 1944 nur von elf statt bisher 17 Millionen Juden sprach, Einreisen von Kindern nach Palästina stoppte und Muslime für die SS rekrutierte. Wie die Forschung jüngst belegte, gestand er in seinen Memoiren ein, was ihm der SS-Reichsführer Heinrich Himmler Mitte 1943 über Juden verraten hat: etwa drei Millionen liquidiert zu haben.
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hgess@gmx.de (Wolfgang Schwanitz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/22-aminalhusainiunddasdrittereichneuesvomundzumjerusalemergrossmufti https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/22-aminalhusainiunddasdrittereichneuesvomundzumjerusalemergrossmufti
Wolfgang G. Schwanitz schreibt: "Die weltweit terroristische Austragung von Konflikten seit dem Millenium hat gleichwohl die Geschichte von Beziehungen zwischen Mitteleuropa und Mittelost in ein neues Licht gefügt. Dies erhelle ich hier anhand aktualisierter Beiträge über zwei Bücher zum Thema. Erstmals gebe ich Dokumente bei, die wenig Zweifel an der Verstrickung des Jerusalemer Großmuftis Amin al-Husaini in den Holocaust lassen: er wurde zur zentralen Figur der deutsch-arabischen Beziehungen.
 
 
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hgess@gmx.de (Wolfgang G. Schwanitz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/41-rainerkarlschhitlersbombe https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/41-rainerkarlschhitlersbombe Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche ( München 2005) Rezension.
Rainer Karlschs Entdeckung, dass die Nazis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges auf Rügen und in Thüringen Kernwaffen getestet und schon viel früher das Wissen für den Bau einer nuklearen Bombe gehabt haben, sorgt für Unruhe. Die Unuhe ist berechtigt. Denn sehr viel spricht dafür, dass die Entdeckung von Rainer Karlsch zutreffend ist und die Nazis 1945 unmittelbar vor der Produktion ihrer Geheimwaffe, der atomaren Bombe standen - mit un- ausdenkbarenFolgen für die Welt. Denn die V2--Rakete als Trägerrakete für dier Bombe war bereits entwickelt und versuchsweise mit Erfolg auf England abgeschossen worden.
 
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hgess@gmx.de (G. Schwanitz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/320-rwildangelzwischenachseundmandatsmachtpalaestinaunddernationalsozialismus https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/320-rwildangelzwischenachseundmandatsmachtpalaestinaunddernationalsozialismus Eine kritische Rezension über Wildangels bemühten Versuch, die deutsche bzw. deutsch-arabische Ideologie vom Nationalsozialismus und Ver- nichtungsantisemitismus zu reinigen.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Versuch Wildangels, den Großmufti in der arabischen, palästinensischen und islamischen Geschichte zu rehabilitieren und zu marginalisieren, fehl schlug. Es scheiterten auch Versuche, den Mufti aus der "großdeutschen Geschichte" auszublenden. Denn der Großmufti war Hitlers arabischer Bundesgenosse. Er war eingeweiht in den Holocaust und daran in Wort und Tat beteiligt. Hätten die Nazis gesiegt, wäre er als Führer auch ihr eliminatorischer Vollstrecker gegenüber Juden geworden. Das hatte er geheim und öffentlich bekundet. Vor dem Krieg ging er von 18 Millionen Juden aus, kurz danach von zwölf.
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hgess@gmx.de (Wolfgang G. Schwanitz) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/328-bisandiegrenzen https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/328-bisandiegrenzen  
Laudatio auf Saul Friedländer
 

Am Sonntag (14. 10. 2007) bekam der Historiker Saul Friedländer in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Er wurde als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, überlebte den Holocaust in Frankreich versteckt, seine Eltern wurden in Auschwitz ermordet. In seinem zweibändigen Hauptwerk, "Das Dritte Reich und die
Juden", 2006 vollendet, verknüpft er die Geschichten von Tätern mit denen der Opfer, die er in Tagebucheinträgen zu Wort kommen lässt. Er hat damit das umfassendste Werk über den Holocaust geschaffen - zuvor hatte sich die Forschung allein auf die Täter konzentriert.

Aud diesem Anlasss sei zur Ehrung Saul Friedländers hier die Laudatio auf ihn vom Historiker Prof. Dr. Hans Mommsen und Saul Friedländers bewegende Dankesrede wiedergegeben

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hgess@gmx.de (Saul Friedländer, Hans Mommsen) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/277-einhandlungsreisenderinsachenendloesungderjudenfrage https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/277-einhandlungsreisenderinsachenendloesungderjudenfrage
Die Rolle Adolf Eichmanns für das Bild von der Moderne

Am 31.05.1962 wurde Adolf Eichmann in Israel hingerichtet. Er war zuvor in Argentinien, wohin er sich nach der Niederwerfung des Nationalsozialismus wie viele Nazis über Umwege geflüchtet hatte, vom Mossad aufgespürt, nach Israel entführt, dort interniert und verhört worden. Dazwischen, vom 11.04. bis zum 11.12.1961, lag der Strafprozess, der in straf- und völkerrechtlicher Hinsicht umstritten und bemerkenswert war. Mit Eichmann hatte man den Fachmann für die "Judenfrage" im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) dingfest gemacht; der zunächst um die forcierte Auswanderung der Juden aus dem immer erweiterten Reichsgebiet sich kümmerte und hierfür im Sommer 1938 in Wien eine vorbildlich und reibungslos funktionierende Zentralstelle für jüdische Auswanderung einrichtete; der später Dezernent des Referats IV B 4 in der Zentrale der SS und des Sicherheitsdienstes (SD) in Berlin war.
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hgess@gmx.de (Fabian Kettner) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/96-diebesessenenvongesara https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/96-diebesessenenvongesara Michael Hardt & Antonio Negri setzen die Suche nach der Multitude fort
Wir erinnern uns: im Jahre 2000 erschien Michael Hardts & Antonio Negris Empire im Original, Anfang 2002 in deutscher Übersetzung. Empire löste Begeisterung aus, vom bürgerlichen Feuilleton über die eher lifestyle-orientierten Rezipienten postmoderner Philosophie bspw. in der jungle world bis hin zu sich immer wieder erneuernden Traditionsmarxisten, die stets auf ein "Projekt" hoffen, das ihre ideellen Aktien steigen lässt. Die Übersetzung des Nachfolgers zum "Theoriebestseller" (Campus-Verlag), Multitude, ließ nicht so lange auf sich warten und liegt seit September 2004 vor. Zwischen diesen beiden Büchern entstand Rückkehr, in welchem Negri anhand von alphabetisch geordneten Stichwörtern Auskunft über sein Leben und Denken gibt.
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hgess@gmx.de (Fabian Kettner) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/89-dierezensionalsgutgetarntewaffe https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/89-dierezensionalsgutgetarntewaffe über einen als Rezension getarnten, ungerechtfertigten Angriff auf Lars Rensmann

Selbstaufklärung ist das Gegenteil von Selbstgerechtigkeit: Die verdirbt zurzeit das Ansehen der Antisemitismusforschung und sorgt für einen hämisch beobachteten Streit unter Institutionen und Wissenschaftlern. Ausgelöst durch eine Rezension von Klaus Holz'

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hgess@gmx.de (Micha Brumlik) Wissenschaft
https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/302-realitaetalsbueckwareuebereinneuesproduktdestheoretikersulrichenderwitz https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/302-realitaetalsbueckwareuebereinneuesproduktdestheoretikersulrichenderwitz Das neueste Buch von Ulrich Enderwitz Konsum, Terror und Gesellschaftskritik widmet sich einer kleinen, vorgeblich im Linksmarginalen und negativnationalistischen Antideutschtum fixierten, dabei einflußreichen und doch namenlos bleibenden Gruppe von kommunistischen Intellektuellen und Parteigängern der kritischen Theorie, einem Gespenst recht eigentlich, dem der Autor die Verschwisterung und tatsächliche Verschweißung von kritischer Erkenntnis und Verblendung, von subversiver Einsicht und haltloser Ideologieproduktion, von selbstbewußtem Antagonismus und objektiver Affirmation des Kapitals zugleich vorwirft und auch sehr gerne nachweisen möchte. Gerade die Einsicht in die Logik der Kapitalakkumulation sei es, der diesen Kommunisten zur Barrikade vor der Wahrheit gerate, ausgerechnet ihr luzides Verständnis des Nationalsozialismus sei es, der sie zur schamlosen Bejahung des "War on terror" treibe, und schlußendlich ihr taktsicheres Gefühl für den Stand der Dinge wäre es, der sie die Wirklichkeit spektakulär verschleiern lasse. ]]> hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Wissenschaft https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/19-joachimfestskampfueberhistorismusundantisemitismus https://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/19-joachimfestskampfueberhistorismusundantisemitismus Fest trauert Hitler nach: „Zum Einzigartigen, das mit dem Namen Hitlers verbunden ist, gehört seine unverminderte Gegenwärtigkeit. Selbst fünfzig Jahre nach seinem Ende behauptet er eine Zeitgenossenschaft (...) Sie äußert sich in Exorzismen“. Hitler habe versäumt, so heißt es lamentierend, „dem Feldzug gegen die Sowjetunion europäischen Zuschnitt zu geben“. In einer Art Hassliebe ist Fest in seinen Hitler vernarrt, denn es zeigten sich anthropologische Gewißheiten in dessen Person, die ohne ihn nicht ans Tageslicht gekommen wären, wie Fest betont. Auschwitz gereicht Fest somit zum Beweis des Bösen, das in allen Menschen stecke. Von den 1042 Seiten seiner Hitler-Biographie behandeln läppische 6 die Vernichtung der europäischen Juden, unter dem Titel „Endlösung“, die vor der deutschen Bevölkerung, die als reines Objekt Hitlers vorgestellt wird, geheimgehalten worden sei. ]]> hgess@gmx.de (Clemens Heni) Wissenschaft