Kultur, Literatur, Musik - Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft https://www.kritiknetz.de/kultur Sun, 19 Nov 2017 22:50:58 +0100 Joomla! - Open Source Content Management de-de webmaster@kritiknet.de (Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft) https://www.kritiknetz.de/kultur/1396-kafka-und-die-dialektik-der-aufklaerung https://www.kritiknetz.de/kultur/1396-kafka-und-die-dialektik-der-aufklaerung aus der Reihe: vor hundert Jahren

Vor siebzig Jahren, 1947, erschien die ›Dialektik der Aufklärung‹ im Verlag Querido in Amsterdam. Vor hundert Jahren, vermutlich am 23. 10. 1917, schrieb Kafka die kurze Erzählung ›Das Schweigen der Sirenen‹. In ihr revidierte er, wie der Titel der Erzählung schon sagt, den Mythos vom Sirenengesang, dessen Verlockungen der listenreiche Odysseus widerstand. Adorno kannte diese Erzählung Kafkas. Dennoch fällt Kafkas Name in der ›Dialektik der Aufklärung‹ nicht.

]]>
hgess@gmx.de (Norbert Rath) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/1392-glueck-trotz-der-geschichte https://www.kritiknetz.de/kultur/1392-glueck-trotz-der-geschichte Walter Benjamins Stellung zur Tradition und der Geschichte seiner Zeit

Der Beitrag erscheint zum Gedenken an Walter Benjamin. In der Nacht zum 27. September 1940 endete in dem kleinen katalanischen Ort Portbou nahe der französischen Grenze die Flucht des jüdischen Philosophen und Literaturkritikers Walter Benjamin vor den Nazis mit seinem Tod.

Walter Benjamin wurde vor 125 Jahren, am 15. 7. 1892 geboren. Der Germanist, Kulturwissenschaftler, Medientheoretiker und Philosoph kann als ein besonders eigenständiger Denker im Umkreis des ›Instituts für Sozialforschung‹ gelten.

]]> hgess@gmx.de (Norbert Rath) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/1389-historischer-materialismus-und-die-eigenzeit-von-kultur https://www.kritiknetz.de/kultur/1389-historischer-materialismus-und-die-eigenzeit-von-kultur Im folgenden Essay geht es Bernd Ternes darum, die kritische Gesellschaftstheorie von Marx mit „Gewinn” für die Kulturwissenschaften aufzuschließen. Anders gesagt: Er stellt darauf ab, den Historischen Materialismus mit dem Begriff „Kultur“ so zu verbinden, dass kulturtheoretische und kulturmaterialistische Diagnosen der Gegenwart und nahen Zukunft dazu beitragen könnten, mehr darüber zu erfahren, was die Traumata des 19. und 20. Jahrhunderts aus den Menschen gemacht haben und wie mit Marx ein Emanzipationsethos im „Daseinsbereich der Kultur“ zu denken wäre.

]]>
hgess@gmx.de (Bernd Ternes) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/1369-horkheimer-und-adorno-im-literarischen-werk-alexander-kluges https://www.kritiknetz.de/kultur/1369-horkheimer-und-adorno-im-literarischen-werk-alexander-kluges Am 14. Februar 2017 wird der Schriftsteller, Filmemacher und Philosoph Alexander Kluge 85 Jahre alt. Neben seinen vielen verschiedenen Rollen, die er im Laufe seines Lebens eingenommen hat und noch einnimmt, ist er auch Chronist der "Frankfurter Schule", die er aus nächster Nähe begleitet hat. Er ist einer der wenigen noch Lebenden, die Adorno nahe waren, die dieser zu seiner »Familie« im intellektuellen Sinn gerechnet hat. Scherzhaft hat Adorno Kluge »als seinen unangepaßten Wunschsohn bezeichnet«.

]]>
hgess@gmx.de (Norbert Rath) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/1350-verdraengte-natur-im-subjekt https://www.kritiknetz.de/kultur/1350-verdraengte-natur-im-subjekt Nietzsches und Freuds Konzepte von ‘erster’ und ‘zweiter Natur’

Nietzsche thematisiert das fragwürdige Naturverhältnis des ‘nicht festgestellten Tiers’ Mensch: In Charakterzügen des Individuums und in den Lebensformen der Kultur stecken vergessene Naturanteile; ‘erste‘ und ‘zweite Natur‘ gehen ineinander über. In seinen kulturtheoretischen und metapsychologischen Schriften greift Freud das Konzept einer Wiederkehr von verdrängter Natur auf.]]> hgess@gmx.de (Norbert Rath) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/1345-biografisches-verstehen-bei-freud https://www.kritiknetz.de/kultur/1345-biografisches-verstehen-bei-freud Eine Übersicht (über das gleichnamige Buch vom Verfasser)

Der Band versammelt Beiträge zur psychoanalytischen Hermeneutik; er soll etwas zum Themenbereich des Verstehens in der Psychoanalyse und des Verstehens der Psychoanalyse beitragen (S. 9 f.). Der erste Teil des Buchs befasst sich mit „Biografik-Kritik und biografischem Verstehen“. Hier geht es vor allem um die Biografik-Kritik Freuds und um die Funktion des biografischen Verstehens in seiner Lehre. Der zweite Teil geht auf Freuds methodologische Überlegungen zum Verstehen ein und bringt sie in einen Zusammenhang mit seinen verstreuten Bemerkungen zur Geschichtlichkeit des Psychischen.

]]>
hgess@gmx.de (Norbert Rath) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/1269-ben-roeg-parallelwelten-eine-rezension https://www.kritiknetz.de/kultur/1269-ben-roeg-parallelwelten-eine-rezension
Ursula Christmann rezensiert die Erzählungen von Ben Roeg "Parallelwelten. Politische Real-Fiktionen aus sieben Jahrzehnten bundesdeutscher Ideologie-Geschichte" (Custos Verlag, 2014. ISBN 978-3-943195-11-8, 9,90 E)
 


 

]]>
hgess@gmx.de (Ursula Christmann) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/1242-aesthetik-als-vorschein-der-geschichte https://www.kritiknetz.de/kultur/1242-aesthetik-als-vorschein-der-geschichte Matthias Mayer schreibt:

„Von Bloch lernen heißt, den spekulativen Materialismus als Prinzip von Natur und Geschichte, von Individuum und Gesellschaft anzuerkennen, heißt, diesen nicht als ziellose Willensmetaphysik zu betrachten, sondern angstfrei die in ihm enthaltene „Endfigur[1] zu entdecken, die der Mensch selbst ist und sein wird als materialer Lichtpunkt und intelligible Materie. Das Objektive hat weder in der Gestalt der Hegelschen Idee, noch des Marxschen Produktionsprozesses, ,Anspruch‘ auf die psychische Wirklichkeit des Einzelnen. Sie bleibt bestimmend, wirkt aktiv mit und ein im Prozess der Selbstgestaltung als Weltgestaltung, der Selbstbegegnung als Wirbegegnung.“ (M.Mayer)

]]>
hgess@gmx.de (Matthias Mayer) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/996-vom-meinen-und-sagen-in-der-politik https://www.kritiknetz.de/kultur/996-vom-meinen-und-sagen-in-der-politik  

Eine kritische Untersuchung des Sprachgebrauchs in der Politik

Meinen und Wissen, Können und Wollen klaffen in der Politik bekanntlich oft weit auseinander. Um  den geringen Sinngehalt von politischen Äußerungen zu kaschieren, bedient sich die politische Rede regelmäßig ungezählter Möglichkeiten, aus Worten, Begriffen, Satzbausteinen und vielem mehr ein Sprachspiel besonderer Art zu konstruieren. Das manipulierende Jonglieren mit  Wortbedeutungen zeigt sich besonders auffällig in Wahlkampfreden, deren Parolen, Plattitüden, Euphemismen und leere Worthülsen ein Musterbeispiel dafür sind, wie gedankenlos propagandistisch die Sprache im politischen Publikumsverkehr benutzt wird.

Günther Anders kennzeichnet dieses "besondere Sprachspiel" in seinem mehrbändigen Werk „Die Antiquiertheit des Menschen“ (München 1980) als ein "tautologisches Tauschgeschäft", das "nichts anderes mehr dar(stellt) als einen einzigen, mit verteilten Rollen gesprochenen 'Kollektivmonolog'. Die konformistische Gesellschaft als ganze redet mit sich selber." (Bd.2  S.153). Sie animiert durch ihre Politik-, Kultur- und Meinungsmanager  das Publikum immer wieder neu zum tausendstimmigen belanglosen Mitreden, damit das zum Kollektivmonolog verkümmerte Sprechen im Interesse ihres eigenen Daseins nicht aufhört. Denn dadurch, dass wir alle, so Anders, an diesem "besonderen Sprachspiel" immerzu teilnehmen und seine zur baren Selbstverständlichkeit gewordene historische Besonderheit als konformierenden Kollektivmonolog gar nicht mehr wahrnehmen, steuern wir auf den "idealen Zustand restloser Konformität" (a. a. O., S. 154) in verteilten Rollen zu, - einen Zustand, in dem alles ‚selbstredend’ und ‚alternativlos’ seinen ‚fortschrittlichen’ Weg geht, und das heißt eben: ein Zustand, in dem sich unser Selber-Reden erübrigt – wir aber gerade deswegen immer weiterreden, um uns über den realen Nihilismus, dass sich unser Selber-Reden im ‚alternativlosen’ politischen Kollektivmonolog ganz und gar erübrigt, zu betrügen und bei der Stange der konformistischen Gesellschaft zu bleiben, in der das „automatische Subjekt“ (K. Marx) in verteilten Rollen mit sich selbst spricht.

]]>
hgess@gmx.de (Silvia Debusmann) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/908-kitsch-der-tod-und-das-lachen https://www.kritiknetz.de/kultur/908-kitsch-der-tod-und-das-lachen Statt eines Vorspanns ein Auszug aus dem Interview mit Gerhard Scheit:

Scheit:

Zum wirklichen Verbrechen kann Kitsch erst in der Politik werden, denn dort dient er der Ästhetisierung der in jedem Moment real vorhandenen Gewalt. So haben auch das Äußerste an Kitsch die Nationalsozialisten zustande gebracht, da sie am konsequentesten die Politik ästhetisiert haben. Und es ging auch gar nicht anders. Es war ein immanenter Bestandteil ihres politischen Systems, wenn man das als System überhaupt bezeichnen kann. Denn die Ausrichtung der ganzen Gesellschaft auf den Vernichtungskrieg, der dann auch die Bereitschaft zum Selbstopfer einschließen muss, ist überhaupt nur möglich, wenn der Tod, oder wie Carl Schmitt sagt: „Tötungsbereitschaft und Todesbereitschaft“ in einem zum Kern der Ästhetisierung wird.
Interviewer:
Du hast vorher Brecht erwähnt. ... Die „Maßnahme“, die Bereitschaft zu Opfer und Selbstopfer, die durch die Unterordnung des Individuums unter ein Kollektiv erfolgt, das dann eben, wie du schreibst, laut Brecht keine Rücksicht auf die in ihm vereinten Einzelleben nehmen darf, wenn es seinen Bestand sichern will. Brauchen politische Kollektive den Kitsch? Welche Funktion erfüllt der Kitsch für die politische Organisation?
Scheit:
Das kann man durchaus in dieser Allgemeinheit formulieren, dass politische Kollektive den
Kitsch brauchen. Zugleich würde ich aber wieder differenzieren wollen zwischen den verschiedenen Kollektiven, die es im Politischen gibt. Das hängt davon ab, wie sich die Einheit des Kollektivs jeweils zum Individuum verhält, wie sie sich ihm gegenüber zur Geltung bringt; was das Kollektiv also aus den Individuen macht und was die Individuen mit sich selbst machen in einem bestimmten Kollektiv. Diese Unterscheidungen muss man
machen, sogar wenn man Brechts „Maßnahme“ ins Auge fasst, in der es unzweifelhaft durchgängig diese Ästhetisierung des Selbstopfers gibt im Unterschied zu der erwähnten „Johanna der Schlachthöfe“. Man vergleiche Brechts „Maßnahme“ mit Nazipropaganda oder mit stalinistischer Propaganda. Dieses „Lehrstück“ provoziert dadurch, dass es ausspricht, was die Propaganda, damit die Individuen sich einfacher selbst belügen können, lieber verschweigt. Zugleich muss man aber festhalten, dass Brecht damit selbst zum Stalinisten geworden ist und dass es ihn dann nicht wenig Anstrengung gekostet hat, davon wieder wegzukommen und diese Idolatrie des Selbstopfers, die eine solche Ästhetisierung bedeutet, in Zweifel zu ziehen.

Interviewer:
In der Dramaturgie des Antisemitismus sprichst du von einer „Ästhetisierung des Souveräns“. Die geht für dich zusammen mit einer besonderen Lust im Sinne des Anti- semitismus an der „Imitation der Geächteten“. (...) Du schreibst da: „das Schicksal der Juden wird erzählt, nicht dargestellt“. Du schreibst von einer „Scheu“, Judenfiguren darzustellen.

]]>
hgess@gmx.de (Gerhard Scheit ( mit Ana Ilic und Stefan Marx)) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/407-qesmas-geheimnis-grbavicaq https://www.kritiknetz.de/kultur/407-qesmas-geheimnis-grbavicaq Ein Film über die Nachwirkung des Unausgesprochenen im Jugoslawien-Krieg der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. - von Jasmila Zbanic / Bosnien-Herzegovina

Jasmila Zbanic beschreibt ihr Motiv,diese Geschichte zu verfilmen, so:
„…Als Teenager war ich hauptsächlich an Sex interessiert, oder mehr noch am Reden über Sex, am Träumen von Sex als größte Erfüllung der Liebe. Aber 1992 war plötzlich alles anders, und ich begriff auf einmal, dass ich mich in einem Krieg befand, in dem Sex als Kriegsstrategie benutzt wurde, um Frauen zu erniedrigen und damit die Vernichtung einer ethnischen Gruppe herbeizuführen. Während des Krieges wurden in Bosnien 20.000 Frauen systematisch vergewaltigt.

]]>
hgess@gmx.de (Assia Maria Harwazinski) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/66-innergesellschaftlicheaussergesellschaftlichkeitzweijahrzehnteveraeusserungderbeduerfnisseraventechnounddesignerdrogen https://www.kritiknetz.de/kultur/66-innergesellschaftlicheaussergesellschaftlichkeitzweijahrzehnteveraeusserungderbeduerfnisseraventechnounddesignerdrogen Der Autor setzt sich mit dem ihm eigenen, nicht verleugneten Hedonismus kritisch mit Raven, Techno und Designerdrogen auseinander und kommmt, was Designerdrogen und Techno angeht zu folgenden Ergebnissen:
Designerdrogen:
"Aber das notwendige Interesse des Staates und der System reproduzierenden Kräfte ist auch, dass eine innergesellschaftliche Außergesellschaftlichkeit nicht praktiziert wird. Denn das Konsumieren von Designerdrogen springt über das Maß hinaus, das an kultureller Reproduktion der Arbeitskraft nötig ist. Aus der Sicht des Staates und des Kapitals könnte der Konsum von Drogen daher die Qualität der Ware Arbeitskraft in Gefahr bringen. Deswegen bekämpft der Staat, zumindest in der Gegenwart, als oberster Garant der Ware Arbeitskraft, den Drogenkonsum als subversiv.
]]>
hgess@gmx.de (Mirko Maschewsky) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/222-mitdemzweitenschieltmanbesser https://www.kritiknetz.de/kultur/222-mitdemzweitenschieltmanbesser Über Okkultismus und wahnhafte Halbbildung im deutschen Fernsehen

Zur "Dokumentation" des 09. 11. im ZDF


Die Dummheit, mit welcher der Kulturmarkt rechnet, wird durch ihn selbst reproduziert und verstärkt. Frisch-fröhlliche Verbreitung von "Bildung" unter den herrschenden Bedingungen eins mit ihrer Vernichtung. Die Attitüde ist die des Verfügens, Mitredenkönnens, als Fachmann sich Gebärdens, Dazugehörens. Um diese Atiittüde zu befriedigen lässt das ZDF abstimmen, wer den Massenmord an den über 3000 Menschen in New York geplant und durchgeführt haben könnte: die sonst wegen ihrer Inkompetenz verlachte, in solchen Sachen aber wahnsiinnig tüchtige Bush-Regierung, die Administration ohne Wissen der Regierung oder vielleicht doch Al-Kaida? Den Leuten soll so demonstriert werden, dass sie nach der geschwätzigen ZDF-Dokumentation, die Sensationsgier und Wichtigtuerei bediente, dazugehören und mitreden können, ihre kompetente "aufgeklärte" Meinung geschätzt wird.
]]>
hgess@gmx.de (Henryk Broder) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/360-aporienderidentitokratie https://www.kritiknetz.de/kultur/360-aporienderidentitokratie Rachid Boutayeb kritisiert in diesem Artikel die in der arabischen Welt viel diskutierten Bücher von Hassan Hanafi "Die Wissenschaft des Okzidentalismus" und Taha Abdrahman "Das arabische Recht auf philosophische Differenz" als "modernen" arabischen Diskurs, der von einem miserablen, unhistorischen Kult der (kollektiven) Identität beherrscht ist. Bedroht wird die arabische Identität in diesem miesen Diskurs von der sogenannten "Politik der Judaisierung der Weltphilosophie.", ein anderes Wort für die"jüdische Weltverschwörung ". Selbstverständlich ist das gemeinsame Hassobjekt der beiden "modernen" arabischen Autoren und linksdeutschen Anitiimperialisten, der Zionismus, nach dieser Identitätsphilosophie", die sich als ihr Gegenteil. nämlich als Bewahrung der Differenz, verkauft, für ihre Protagonisten ein Produkt der weltweiten"Judaisierung der Philosophie" .Am Ende lobt Taha Abdrahman Heidegger. Seine Fundamentalontologie stelle eine konsequente Entjudaisierung der Philosophie dar.]]> hgess@gmx.de (Rachid Boutayeb) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/352-diedarstellungdeskriegesderhisbollahgegenisraelinardundzdf https://www.kritiknetz.de/kultur/352-diedarstellungdeskriegesderhisbollahgegenisraelinardundzdf edienanalyse

Eine Medienanalyse des unabhängigen Instituts "Medien Tenor" mit aufschlussreichen Ergebnissen über die Berichterstattung jener Medien, die sich schon so massiv an der Kampagne "Du bist Deutschland" beteiligt haben.

Summa summarum lässt sich feststellen:
"ARD UND ZDF INFORMIEREN MIT EINSEITIGER PERSPEKTIVE: "Die Anti-Israeli-Position während des aktuellen Libanon-Krieges steht im Kontext mit einer jahrelangen negativen Darstellung Israels im allgemeinen sowie der demokratisch gewählten Regierung im besonderen sowohl bei ARD als auch ZDF. Spätestens seit den Wahlen, bei denen Israel den Sozialdemokraten keine Mehrheit mehr gab, sind in den TV Nachrichten von ARD und ZDF die Ereignisse auf Terror und Gewalt reduziert - Ereignisse mit Nachrichtenwert aus Kultur, Wissenschaft, Religion etc. werden dem Publikum in Deutschland kaum noch präsentiert.
 
]]>
hgess@gmx.de (Media Tenor) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/168-dialektikdesschweigensueberlegungenzueinerkritischenliteraturwissenschaft https://www.kritiknetz.de/kultur/168-dialektikdesschweigensueberlegungenzueinerkritischenliteraturwissenschaft
Die schöpferische Kraft literarischer Texte liegt nicht in ihrer spezifischen Medialität, sondern in ihrer Möglichkeit zur gesellschaftlichen Revolutionierung. Sie liegt im Aufbrechen bisheriger Diskurse, Denkmuster und Realitätsdefinitionen.



]]>
hgess@gmx.de (Friedemann Vogel) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/116-dasringendeswerts https://www.kritiknetz.de/kultur/116-dasringendeswerts  

einige Überlegungen zur Symbolik von "Der Herr der Ringe"

Vor unseren Augen wird nichts weniger inszeniert als das Schicksal der Welt: der letzte Kampf zwischen Gut und Böse, der Verderben oder Frieden bringen wird. Das männliche Emanationszentrum wird dabei verleugnet, das Außen, das Andere wird zur Quelle der Angst, zur Bedrohung, die in dieser Verkehrung vernichtet werden muss, um der eigenen Vernichtung zuvor zu kommen. Hieraus ergibt sich auch zwangsläufig die schlichte Notwendigkeit, die Alternativlosigkeit dessen, was getan werden muss: töten und vernichten ohne Rücksicht auf Verluste. Die versteckte Quelle des Unheils wird zu dessen 'Heil' und somit muss es ein Hobbit sein, der die letzte Aufgabe verrichtet, zum Wohle aller, denn die Hobbits sind - als eigenständige Subjekte - jene mit dem einzig 'richtigen' Verhältnis zur Natur und zur Welt (s.o.). Das 'Rezept' der Geschichte ('Geschichte' ist nun im doppelten Sinne verständlich: als Historie und als Erzählung) lautet also: Am hobbitschen Wesen soll die Welt genesen.

]]>
hgess@gmx.de (Daniel Sanin) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/126-fcfderkanzleroderdiegoeringcollection https://www.kritiknetz.de/kultur/126-fcfderkanzleroderdiegoeringcollection In der letzten Woche erhielt ich folgen Brief von Svenja Reinke (Hebbeltheater, Berlin)
Sehr geehrter Herr Gess,
Letztendlich auch durch Ihre engagiert-faire Berichterstattung (siehe Webside Kritiknetz 2004.) wurde die Diskussion um die Eröffnung der umstrittenen Flickausstellung im Hamburger Bahnhof erneut öffentlich geführt.
Der in Berlin lebende Autor und Schauspieler Andreas Arnstedt hat dieses Thema zu einem Theaterstück verarbeitet: "F.C.F., Der Kanzler oder die Göringcollection" welches am 04.02.2006 im Hebbeltheater Berlin durch den Schauspieler Mathieu Carrière gelesen wird.

]]>
hgess@gmx.de (Andreas Arndstedt) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/250-nooccupiedparadiseoderwiemanmitgeschicktsklitterungzensurbetreibt https://www.kritiknetz.de/kultur/250-nooccupiedparadiseoderwiemanmitgeschicktsklitterungzensurbetreibt Ich veröffentliche hier den Artikel "No Occupied Paradise" von Klaus Blees. Der Artikel wurde vom verantwortlichen Redakteur des  "Kritischen" Trierer Jahrbuchs (katz) Helmut Schwickerath mit folgender demagogischen Begründung abgelehnt: "Ich will Dich vorwarnen: Du bist im neuen Jahrbuch leider nicht vertreten. Die so genannte Filmkritik habe ich gecancelt, weil es keine Filmkritik war sondern die schon bekannte Lobhudelei auf Israel mit gleichzeitiger Hetze gegen die Palästinenser. (...)" Und an anderer Stelle schreibt er: "Blees lieferte einen Beitrag für das KATZ-Jahrbuch ab, der [...] mit Hilfe von Geschichtsklitterung das Lied vom guten Israeli und bösen Palästinenser singt. Dafür bietet dasJahrbuch kein Forum" "katz" steht als Akronym für "Kleine andere Trierer Zeitung" und hat seit einigen Jahren die Nachfolge des gleichnamigen, früher monatlich erschienenen alternativen Stadtmagazins angetreten. ]]> hgess@gmx.de (Klaus Blees und Heinz Gess) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/362-kubusdesanstosseskunstimkeimerstickt https://www.kritiknetz.de/kultur/362-kubusdesanstosseskunstimkeimerstickt Die Aufgabe der Kunst liegt auch in der Verstörung oder in der Provokation. Kunst verstört, indem sie eine Wahrheit zur Sprache oder ins Bild bringt, die verdrängt wird. Das hat der Kubus des Anstoßes in Venedig offenkundig getan. Die Reaktion erfolgte prompt. Verbot der Kunst, politische Zensur. Die Verstörung durch Kunst ist in Venedig nicht mehr möglich. Eine niederschmetternde Entscheidung der italienischen Regierung gegen die Kunst und gegen die Freiheit. Devoter geht es kaum noch. Eine Geste freiwilliger Unterwerfung und des vorauseilenden Gehorsams dem möglichen Terror gegenüber, der sich auf die Verletzung angeblicher religiöser Gefühle beruft. Die Wahrheit der Kunst - in Venedig hat sie kein Recht mehr - jedenfalls nicht, wenn Bin Ladens religiöse Gefühle verstört werden könnten. ]]> hgess@gmx.de (Ingeborg de Vries) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/33-kulturindustrieaufklaerungalsmassenbetrug https://www.kritiknetz.de/kultur/33-kulturindustrieaufklaerungalsmassenbetrug Max Horkheimer/ Theodor W. Adorno (1947/1948) Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Zitiert nach der Reprint-Ausgabe: Amsterdam: Querido-Verlag, Auszüge: S. 144-198.

]]>
hgess@gmx.de (Max Horkheimer, Th. W. Adorno) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/199-paradisenowbedenktnureineskanneureerloesungseinderuntergang https://www.kritiknetz.de/kultur/199-paradisenowbedenktnureineskanneureerloesungseinderuntergang 1. Die Juden tauchen im Film "Paradise Now" als Menschen, als Individuen, die ein Angesicht haben, gar nicht auf, sondern nur als schemenhafte Gestalten, nur als "Abstraktionen". Der Mord gilt diesen "Abstraktionen". So sehr werden die Mörder und die Filmemacher von ihren Abstraktionen beherrscht, dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, die Juden als Menschen, die mit ihren Abstraktionen nicht identisch sind, wahrzunehmen. So sehr sind die Djihadisten gefangen in ihrer Welt der Abstraktionen, dass sie sich selbst als die Vollstrecker des Wortes und Willens Gottes vorkommen, die mit diesem Willen durch die Auslöschung der Juden als letzten Akt der Reinigung identisch werden. Die reine Identität mit "dem Wort" aber ist nicht lebbar. Die "reine Identität" ist der Tod. Auf sie hin zu leben ist das "Sein zum Tode" (Heidegger). ]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kultur, Literatur, Musik https://www.kritiknetz.de/kultur/373-kafkaundbeckettausdersichtdertheorievonamillereinenotiz https://www.kritiknetz.de/kultur/373-kafkaundbeckettausdersichtdertheorievonamillereinenotiz Brav bis in den Tod, heißt bei Miller, zu Kafka. Die "Bravheit zum Tode" habe ihren dauerhaften Ursprung in familiären Kindheitserfahrungen. Alle Schriften Kafkas seien Ausdruck solcher Bravheit, seien Ausdruck sowohl der ihr zugrunde liegenden Struktur als auch des Leidens daran, wiederholen das Traumatische endlos, in dem vergeblichen Versuch, sich davon zu befreien.

]]>
hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/129-koenigdrosselbartkritikdesfrauenbildsderanalytischenpsychologie https://www.kritiknetz.de/kultur/129-koenigdrosselbartkritikdesfrauenbildsderanalytischenpsychologie Wenig abgewinnen kann ich dem Lagerdenken der Autorin Ursula Baumgardt und ihrem Versuch, ihre eigene Kritik an Jung als schulinterne Kritik gegen andere fremde Kritik abzugrenzen und sie dem »eigenen Lager« als Abwehr gegen vermeintlich bloß negative Fremdkritik schmackhaft zu machen. Kritik, die »aus den eigenen Reihen stammt« (S. 16), ist weder von vornherein »fruchtbarer [...] zur Erneuerung« (S. 17), noch haben Jungianer einen privilegierten Erkenntniszugang zur »verstehenden Grundlage« und zum »Ganzen« (S. 16). Ebensowenig läßt sich »Kritik, die nicht aus den eigenen Reihen stammt,« als »Kritik um ihrer selbst willen« (S. 16) abqualifizieren.
Heinz Gess
]]>
hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kultur, Literatur, Musik
https://www.kritiknetz.de/kultur/28-amillerunddiekritischetheoriedergesellschaft https://www.kritiknetz.de/kultur/28-amillerunddiekritischetheoriedergesellschaft 1.Kritische Überlegungen zu Millers „Erklärungen“ der RAF Wie man mit richtigen Hinweisen auf Falsches das Richtige am Falschen vergessen machen kann - Familie und Befreiung
2. Kafka und Becket aus Alices Millers Sicht -eine Notiz
3. Kritik der antipädagogischen Kritik der Vorstellung vom "vernünftigen Allgemeinen" (A.Miller)

Link zum Artikel (PDF): "A.Miller und die Kritische Theorie der Gesellschaft". Klicken Sie bitte hier.
 
]]>
hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kultur, Literatur, Musik