Kritik der Politischen Ökonomie - Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie Tue, 19 Jun 2018 20:21:01 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de webmaster@kritiknet.de (Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft) https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1399-1917-und-die-folgen https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1399-1917-und-die-folgen aus der Reihe: Vor hundert Jahren

„Die Rechnung von Lenin und Genossen […] war diktiert von zwei rein revolutionären Gesichtspunkten: von dem unerschütterlichen Glauben an die europäische Revolution des Proletariats als den einzigen Ausweg und die unvermeidliche Konsequenz des Weltkrieges und von der ebenso unerschütterlichen Entschlossenheit, die einmal errungene Macht in Russland bis zum äußersten zu verteidigen, um sie zur energischsten und radikalsten Umwälzung auszunützen.“ (Rosa Luxemburg, September 1918)

Wie diese, unsere Vorläufer, rechnen wir damit, dass die Weiterentwicklung der kapitalistischen Weltwirtschaft auch im 21. Jahrhundert zu einer Serie von Katastrophen führen wird, weil es in ihrem Rahmen weder möglich ist, den Reichtum der Nationen umzuverteilen, noch das ökologische Desaster zu stoppen, noch die verheerenden Kriege zu beenden, von denen jederzeit einer zum allerletzten werden kann.

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hgess@gmx.de (Helmut Dahmer) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1397-von-der-oktoberrevolution-zum-stalinismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1397-von-der-oktoberrevolution-zum-stalinismus Die ursprüngliche sozialistische Akkumulation

aus der Reihe: vor hundert Jahren

Vor hundert Jahren fand die Oktoberrevolution statt. Der Kommunismus, auf den diese zielte, kam nicht zustande. Er könne erst gedeihen, wenn zuvor eine »ursprüngliche sozialistische Akkumulation« stattgefunden habe, behaupteten linksbolschewistische Theoretiker Mitte der 20er Jahre. Wenig später ließ Stalin die Linksbolschewisten verfolgen und deren Theorie auf seine Art in die Tat umsetzen. Zulasten der Landwirtschaft wurde die Industrie des Landes entwickelt. Die vielen Millionen Privat- und Subsistenzbauern wurden enteignet, ihre Produktions- und Subsistenzmittel vergesellschaftet (realiter verstaatlicht) und ihre Arbeitskraft der Planwirtschaft gefügig gemacht.

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hgess@gmx.de (Hannes Giessler Furlan) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1394-kapitalismus-klasse-und-universalismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1394-kapitalismus-klasse-und-universalismus Auswege aus der Sackgasse postkolonialer Theorie

"Trotz der vielen Unstimmigkeiten, die im vergangenen Jahrhundert unter Radikalen und Progressiven herrschten, waren sie sich doch über zwei grundlegende Postulate fast immer einig – dass der Kapitalismus, während er sich ausbreitet, jede Region der Welt den gleichen Zwängen unterwirft; und dass, wohin er sich auch ausbreitet, die von ihm Unterjochten und Ausgebeuteten das gleiche Interesse haben, gegen ihn zu kämpfen, ungeachtet ihrer Kultur oder ihres Glaubens." (Chibber) Von dieser Prämisse nimmt die postkoloniale Theorie Abstand. Der Universalismus missachte das Lokale und Besondere und zwänge es "in rigide, von der europäischen Erfahrung abgeleitete Kategorien, die die Praxis lokaler Akteure nicht anerkennen und ihre tatsächliche Handlungsmacht missachten." (Chibber)

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hgess@gmx.de (Vivek Chibber) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1373-menschenrechte-staatsgewalt-und-herrschaft https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1373-menschenrechte-staatsgewalt-und-herrschaft Eine Kritik des staatsfetischistischen Konzeptes der „Menschenrechte“

Hans-Peter Büttner befasst sich in seinem Essay mit dem Konzept der "Menschenrechte" soweit sie verbindlich kodifiziert und formuliert wurden durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1948 und die Europäische Menschenrechtskonvention.

Er reflektiert kritisch die idealistische Überhöhung und unkritische Dauereuphorie und arbeitet dies kritisch-theoretisch auf.

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Zum Inhalt: Im folgenden Essay setzt sich B. Oellers mit der neoliberalen Wirtschaftsideologie auseinander. Er legt dar, dass die neoliberalistische Ideologie von anderer gesellschaftlicher Qualität ist als die klassische Theorie des Laisser-faire. Anders als diese hat jene einen starken autoritären Gehalt, weil in ihr der Staat als autoritärer Staat (Horkheimer 1942) eine herausgehobene Rolle spielt. Das arbeitet Oellers klar und deutlich an den Schriften Friedrich August von Hayeks (1899-1992) heraus, der neben Milton Friedmann und Walter Eucken zu den zentralen und einflussreichsten neoliberalen Theoretikern zählt.

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hgess@gmx.de (Björn Oellers) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1360-geheimnis-und-wert https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1360-geheimnis-und-wert Das Wert(e)geheimnis und der Geheimniswert in modernen Gesellschaften

Im Zuge der sogenannten reflexiven Moderne ist dem Paar Geheimnis/ Transparenz das nämliche Schicksal zuteil geworden, wie es Jahrtausende früher schon dem Paar Wissen/ Nichtwissen widerfuhr. Sokrates’ resp. Platons Einsicht, um so mehr nicht zu wissen, je mehr man weiß, fand nun für das Geheimnis die Entsprechung: Je mehr die aufgeklärte Moderne qua Information, Kommunikation und Transparenzmedien Geheimnisse aufzulösen glaubte, desto mehr erzeugte sie diese im selben Maße. Die Teilung moderner Gesellschaften in eine offiziöse und in eine inoffiziöse wurde damit vor allem in der Postmoderne zum status quo.

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hgess@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1340-kapital-und-begriff https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1340-kapital-und-begriff Zur Kritik eines Grundbegriffs bei Thomas Piketty

"Piketty bewegt sich auf den verdinglichten Hintergrund der modernen Wirtschaftswissenschaften; trotz aller Kritik, die er von dieser Seite einstecken muss. Andererseits wäre ihm nicht das große mediale und öffentliche Lob zuteil geworden, wenn er eine substantielle Kritik der kapitalistischen Gesellschaft formuliert hätte. Allen Kritikern der Ungleichheit sollte bewusst sein, dass eine grundsätzliche Kritik nur möglich ist, wenn man den kategorialen Rahmen der bürgerlichen Ökonomie kritisch überschreitet. Nur wer die Grundbegriffe des Kapitalismus kritisieren kann, wird perspektivisch eine fundamentale Gesellschaftsveränderung anvisieren können. Wer sich weiterhin im kategorialen Rahmen der bürgerlichen Ökonomie bewegt, wird diese weder theoretisch noch praktisch zu transzendieren vermögen. Das theoretische Überschreiten dieser Schranken des bürgerlichen Bewusstseins stellt sich als Prozess der Reflexion auf die unreflektierten Begriffe dar. Der Reformismus lässt sich also nicht nur an den befürworteten Maßnahmen ablesen (627ff.), sondern steckt konzeptuell in der Methode.]]> hgess@gmx.de (Paul Stegemann) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1335-essay-zur-technologie-nach-der-postmoderne https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1335-essay-zur-technologie-nach-der-postmoderne Vilém Flusser: „Ich lebe so oft, wie ich durch Vernetzung an Verknotungen teilnehme“

Es ist ruhig geworden um Medientheorie. Aus der Bundesrepublik, einstmals „Epizentrum der Medien- und Kommunikationstheorie“ (Hans Ulrich Gumprecht), ist nach dem diskursiven Versiegen postmoderner Theoriebildung kaum noch etwas zur Zukunft und zum Wirken der Medien mit jenem Eifer zu hören, wie er in den 1980er und 1990er Jahren – ausgehend von Frankreich – usus war. Eine der zentralen Topoi postmoderner Theorie war die Überzeugung, dass das Bewusstsein seinen Systemverbund aus biologischem Hirn, nervöser Elektrik und körperlicher Eingebundenheit verlässt („Exteriorität des Geistes“), um sich (in) anderen Systemverbänden ‚auszustellen’/ (auszusetzen) – apparative hardware und „symbolische“ software –; und dass es sich bei dieser Auswanderung nicht einfach nur um Auslagerung, um Erweiterung des Bewusstseins handelt, sondern um einen neuen Systembereich – mit einer impliziten, exklusiv eigenen, unreduzierbaren „Logik“ der Technisierung.

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hgess@gmx.de (Bernd Ternes) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1333-der-prozessierende-widerspruch https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1333-der-prozessierende-widerspruch Produktion des relativen Mehrwerts und Krisendynamik

Marx schreibt in den Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie

„Das Kapital ist selbst der prozessierende Widerspruch [dadurch], daß es die Arbeitszeit auf ein Minimum zu reduzieren sucht, während es andrerseits die Arbeitszeit als einziges Maß und Quelle des Reichtums setzt.“ (Marx 1974: 593)

„Die Produktivkräfte und gesellschaftlichen Beziehungen … erscheinen dem Kapital nur als Mittel, um von seiner bornierten Grundlage aus zu produzieren. In fact aber sind sie die materiellen Bedingungen, um sie in die Luft zu sprengen.“ (Marx 1974: 593/594).

Nach Marx steuert das Kapital historisch auf eine fundamentale krise zu, weil wegen der wachsenden Produktivität die gesamtgesellschaftliche bzw. globale Mehrwertproduktion auf Dauer abnehmen und die Kapitalverwertung schließlich zum Erliegen kommen müsse. Ortlieb überprüft diesen Gedanken mit Erkenntnissen und Erkenntnismitteln von heute, wozu auch ein wenig Mathematik gehört.

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hgess@gmx.de (Claus Peter Ortlieb) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1329-vulgar-economics-2014 https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1329-vulgar-economics-2014 Zu Stefan Franks Kritik der Marx'schen Kritik der Politischen Ökonomie

Hans Peter Büttner setzt sich in folgendem Essay kritisch mit Stefan Franks postmoderner Revision der „Kritik der politischen Ökonomie ( „Von Bibern und Hirschen“, in Konkret 10/2014) auseinander. Er schreibt: "Franks Ausführungen stellen den Versuch einer Kritik der Marx’schen Werttheorie, der Theorie des tendenziellen Falls der Profitrate und anderer Bestandteile des Marx’schen Forschungsprogramms dar; jedoch scheitert der Versuch bereits im Ansatz, da der Autor nachweislich nicht in der Lage oder Willens ist, elementare theoretische Aussagen der Kritik der Politischen Ökonomie adäquat zu erfassen.“

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dulce97@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1296-die-kategorie-des-nutzens-in-der-neoklassischen-wirtschaftslehre https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1296-die-kategorie-des-nutzens-in-der-neoklassischen-wirtschaftslehre Eine Kritik der Grundlagen der subjektiven Werttheorie

Der britische Ökonom Nicholas Kaldor (1908-1986) stellte 1972 fest, dass „die Entwicklung der ökonomischen Theorie die eines ständigen Rückschritts, nicht Fortschritts“[1] gewesen sei. Diese für die Ökonomie desaströse Entwicklung führte er auf die sich gegen die Erfahrung verselbständigende, immer realitätsfernere, mathematische Ausarbeitung der frühen neoklassischen Konzeption zum ökonomischen Gleichgewicht zurück. Hans Peter Büttners Untersuchung bestätigt diese Einschätzung und benennt Mängel der Theorie, die in ihrem Rahmen ganz offensichtlich nicht behebbar sind, wenngleich das auch von den Professionals der „Volkswirtschaftlehre“ mit immer neuen Ad-hoc-Annahmen versucht wird. Denn der grundlegende Mangel der ökonomischen Theorie liegt in der Denkform selbst, in der die ökonomische Theorie sich bewusstlos bewegt, statt kritisch auf sie zu reflektieren. Sie ist das tief verinnerlichte subjektive Pendant der gesellschaftlichen Synthesis am kapitalistischen Geld; jene auf spezifische Weise abstrakte Denkform, die der gesellschaftlichen Synthesis am kapitalistischen Geld entspricht, aus ihr im 16. Jahrhundert entsprungen ist und seit dem 17. Jahrhundert von Europa aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten hat. Die ökonomische Theorie, wie sie derzeit betrieben wird, ist nur die bewusstlos-reflexive Verdoppelung dieser aus der gesellschaftlichen Synthesis am Geld entsprungenen, Denkform und damit zugleich ihre Selbstaffirmation als „Wissenschaft“. Deshalb ist es auch zutreffend, sie als „bürgerliche“ oder „kapitalistische Ökonomie“ im Doppelsinn des Wortes zu bezeichnen. Als solche ist sie Ideologie im genauen Sinn des Marx’schen Wortes: „notwendig falsches Bewusstsein“.

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hgess@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1245-dialektik-der-oekonomischen-rationalisierung https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1245-dialektik-der-oekonomischen-rationalisierung Von der Kritischen Theorie zur Kritik der Politischen Ökonomie

Gerhard Stapelfeldt entwickelt im folgenden Essay unter dem Titel „Dialektik der  ökonomischen Rationalität“ das Programm einer Kritik der ökonomischen Rationalisierung. Sie nimmt die Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx auf, indem sie sie unter Berücksichtigung von metatheoretisch reflektierten Erkenntnissen der „Kritischen Theorie der Gesellschaft“ (Lukacs, Korsch, Adorno, Horkheimer, Marcuse) als Kritik der Politischen Ökonomie des neoliberalen und des unmittelbar vorangegangenen staatsinterventionisti­schen Kapitalismus fortsetzt.

 

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hgess@gmx.de (Gerhard Stapelfeldt) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/515-mehrheit-ohne-volk https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/515-mehrheit-ohne-volk Über das Legitimationsdefizit der neuen Regierungsmehrheit und das wachsende Demokratiedefizit des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland, das zu einem Staatsparteiensystem ohne Volk mutiert ist, in dem das Volk den Funktionären der Herrschaft des verselbständigten Systems von Staatsparteien und Kapital alle vier Jahre seine gehorsame Referenz erweist.

 

 Heinz Gess

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hgess@gmx.de (Richard Albrecht) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1240-die-freundschaft-zwischen-marx-und-engels https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1240-die-freundschaft-zwischen-marx-und-engels Impressionen aus der Innenwelt einer fast 40jährigen Freundschaft von Marx und Engels anhand des Briefwechsels 1844-1883

Auf den folgenden 126 Seiten lesen Sie vor allem von Bernd Ternes ausgewählte und zusammengestellte Auszüge aus den Briefen von Karl Marx an Friedrich Engels und - etwas weniger – von Engels an Marx, während der Autor selber sich mit seinen Interpretationen zurückhält. Seine Zurückhaltung begründet er wie folgt: „Die Anteilnahme an den Briefmitteilungen blieb auch noch zu einem späten Zeitpunkt der Textdurcharbeitung derart immens, daß kein Jota an Singularität, Opakheit, Selbstevidenz der vorliegenden Textur verlustig gehen wollte – dieses Verlustiggehen ist elementare Voraussetzung für den Vergleich, für Referenzbildung, für Kategorisierung und für Abstraktion. Doch die Leseerfahrung suchte sich immer wieder die sensitive Fühlungnahme und stellt die Konzeption hintan.

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hgess@gmx.de (Bernd Ternes) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/153-diedialektikvoneinheitunddifferenzzurdiskussionuebermigrationmultikulturalismusundintegrationinamerikaundeuropateiliundii https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/153-diedialektikvoneinheitunddifferenzzurdiskussionuebermigrationmultikulturalismusundintegrationinamerikaundeuropateiliundii Der folgende Text ist die überarbeitete Fassung eines Vortrags, den der Leipziger Historiker Sebastian Voigt am 18. August dieses Jahres in Köln auf einer Vortragsveranstaltung zum Thema "Integrationsdebatten - zwischen Einheit und Differenz" gehalten hat. Er wird auf diesem Weblog in zwei Teilen publiziert: Der erste Teil folgt gleich im Anschluss, der zweite am 6. September.

Der Autor ist Verfasser des Buches "Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika "(Berlin 2007) sowie verschiedener Texte zum Thema. Kritiknetz bedankt sich bei ihm (und Lizas Welt) für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

Der zweite Teil erscheint am 6. September 2008. Das Pluralismusprinzips und die jüdische Einwanderung nach Amerika - Melting Pot oder Cultural Pluralism? - Die Aktualität der Diskussion - Der Multikulturalismus in Europa und die Aporien des Universalismus - Das französische Beispiel - Die Veränderungen des Judentums als Beispiel für die noch ausstehende Entwicklung des Islam? - Die Notwendigkeit einer historischen und komparativen Betrachtungsweise


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hgess@gmx.de (Sebastian Voigt) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1168-entwurf-des-vierten-armuts-und-reictumberichts-der-bundesregierung https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1168-entwurf-des-vierten-armuts-und-reictumberichts-der-bundesregierung Zum Inhalt:

Die Schere zwischen arm und reich in Deutschland driftet  immer weiter auseinander.  War schon der Zweite Armutsbericht ( s. Kritiknetz -http://bit.ly/Oe3cFE) in dieser Hinsicht alarmierend, so hat sich die Situation seitdem auch infolge der Untätigkeit der schwarz/gelben Regierung, die negativen Resultate früherer politischer Eingriffe zur Umverteilung des Vermögens von unten nach oben  durch koorigierende Eingriffe zu mindern, dratisch verschlechtert.

So hat sich das private Nettovermögen von Anfang 1992 bis Anfang 2012 von knapp 4,6 Billionen auf rund zehn Billionen Euro mehr als verdoppelt. Allein in der "Krisenperiode" zwischen 2007 und 2012 sei das private Nettovermögen - dazu zählen etwa Immobilien, Bauland, Geldanlagen oder Ansprüche aus Betriebsrenten - um 1,4 Billionen Euro gewachsen.

Dabei ist der Anteil des obersten Zehntels der privaten Haushalte nach Angaben des Arbeitsministeriuns "im Zeitverlauf immer weiter gestiegen". 1998 belief er sich auf 45 Prozent des gesamten Vermögens. 2008 befand sich in den Händen dieser Gruppe der reichsten Haushalte bereits mehr als 53 Prozent des Nettogesamtvermögens. Die untere Hälfte der Haushalte verfügt über nur gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens.

Enorme Differenzen verzeichnet der Bericht auch bei der Lohnentwicklung: Sie ist "im oberen Bereich positiv steigend" gewesen, während die unteren 40 Prozent der Vollzeitbeschäftigten nach Abzug der Inflationsrate reale Einkommensverluste hinnehmen mussten.

Fortgesetzt hat sich auch der Trend des Abschmelzens des Vermögens des Staates. Es sei zwischen Anfang 1992 und Anfang 2012 um mehr als 800 Milliarden Euro zurückgegangen, während die Privatvermögen der reichsten 10%  - mit einer höheren Wachstumsrate als jener mit der das öffentlche Vermögen abgebaut wurde - im selben Zeitraum kontinuierlich anstieg.

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hgess@gmx.de (Bundesregierung) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/503-parlamentarismuskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/503-parlamentarismuskritik "ein Geschlecht erfinderischer Zwerge, die für alles gemietet werden können“ (Brecht).

Vorbemerkung der Autorin

 

Zugegeben: Als ich in der letzten Woche im "Amtsblatt" meiner Heimatstadt im NRW-Südzipfel zur "Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27.09.2009" las: "Wahlrecht ist Wahlpflicht", "Stimmenthaltung schwächt die Legitimation der Regierung" und "Nichtwähler unterstützen den Wahlgewinner" - da war ich weder verwundert noch verärgert. Denn ich kenne auch diese Politpappenheimer seit Jahrzehnten und weiß, welche Losungen hier plappermäulig fröhlich´ Urständ' feiern und daß nach dem Morgensternmotto ("Dass nicht sein kann was nicht sein
darf") die subjektrationale Handlung des Nichtwählens auf Teufel komm´ raus denunziert und aus allen Rohren beschossen werden muß.

Zornig wurde ich bei der Lektüre der von der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) herausgegebenen Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" (38/09), in der sich unterm Leitwort Parlamentarismus nicht nur politologische Nebensächlich - keiten zum 27. September 2009 finden, sondern in der Orientierung aufs Letztdatum des ganzdeutschen "Superwahljahrs" 2009 grad in zwei kritisch gemeinten politologischen Beiträgen jede kritische Orientierung fehlt - als ginge es Karl-Rudolf Korte vordringlich um handlungsbezogene Paradoxata wie Umrechnung, Abwahl, Ungleichzeitigkeit, Lindenstraße, Abschwung und Ampel nebst interessensfalsifiziert- "postmodernen" Regierungsbildungsprozessen und Kurt Lenk um den "Drang" zur Politmitte als "Abschied von der Utopie" - grad so als wäre jede konzeptionell geleitete analytische Interessensstrukturanalyse im öffentlichen Diskurs tabuiert.

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hgess@gmx.de (Wilma Ruth Albrecht) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1166-echtzeit-des-kapitals-ueber-die-zukunft-der-krise https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1166-echtzeit-des-kapitals-ueber-die-zukunft-der-krise Eine fulminante Abhandlung über die Zukunft der derzeitigen Krise.

 

 

 

 

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hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1145-wertkritik-als-gesellschaftskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1145-wertkritik-als-gesellschaftskritik Zum Tod des wertkritischen Ökonomen Robert Kurz

Wer die Debatte zur aktuellen Weltwirtschaftskrise verfolgt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die kapitalistische Produktionsweise allein an Verteilungsproblemen und mangelnder Banken- bzw. Finanzmarktregulierung durch den Staat krankt. Einen gänzlich anderen Blick auf das kapitalistische Gesellschaftssystem vermittelte der am 18. Juli verstorbene marxistische Ökonom und Gesellschaftskritiker Robert Kurz. Sein widerständiges Denken kreiste beständig – und seit Beginn der neunziger Jahre mit einem bemerkenswerten Widerhall innerhalb der bundesdeutschen Linken  – um die wert- und krisentheoretische Deutung der Marxschen Kritik der Politischen Ökonomie. Dabei verweigerte sich Robert Kurz der seit Ende der siebziger Jahren verfestigten Resignation marxistischer Ökonomiekritiker und formulierte seine Kritik sowohl des neoklassisch-wirtschaftsliberalen wie auch der keynesianisch-staatsregulativen Denkansatzes innerhalb des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams.

Ebenso verweigerte sich Robert Kurz der falschen  Alternative zwischen liberaler Staatskritik einerseits und dem Ruf nach dem autoritären Staat. Für ihn war keine der beiden Seiten der Alternative emanzipatorisch besetzbar. Vielmehr reflektiert sie als ganze immer nur die gesellschaftlichen Widersprüche des modernen kapitalistischen Systems: Entweder muss sich die menschliche ‚Souveränität’ gegenüber der Marktmaschine als autoritäre Kontrolle des Staates über die Individuen maskieren, oder die ‚Freiheit’ der Individuen muss sich als totale Selbstauslieferung des menschlichen Willens an den blinden Lauf der Marktmaschine maskieren". Diese falsche Alternative zwischen den rein äußerlich aufeinander bezogenen Sphären von bürgerlichem Staat und kapitalistischem Markt destruierte Robert Kurz in vielen seiner Texte gründlich.
Sein Denken, für das Gesellschaftskritik essentiell Wertkritik war, beruhte wie das Horkheimers auf einem Existentialurteil über die Zurichtung des Menschen für die Verwertungsbedürfnisse des Kapitals. Ihre Kritik fortzuführen ist eine dornenreiche, aber notwendige Aufgabe für all jene, die das Existenzialurteil teilen.

Für die emanzipatorische Linke geht mit Robert Kurz ein kompromissloser Denker verloren, dessen vom Zorn auf das schlechte Bestehende inspirierte Kritik motivierend  und inspirierend bleibt.

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Mit einer Einführung in die Thematik: Was ist die  „Temporal Single System Interpretation“ (TSSI-) des Marxschen „Kapital“? (in deutscher Sprache)

Vorwort:

Im folgenden Betrag veröffentlicht das Kritiknetz ein Interview, das Hans Peter Büttner (Konstanz)  mit Andrew Kliman, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Pace University in New York und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Fragen der marxistischen Wirtschaftstheorie geführt hat.  Kliman hat bei Marx unbearbeitete  Probleme der Wert-Preis-Rechnung, die das Problem der Transformation von Werten in Marktpreise (s. Bd. 3 des „Kapitals) lösen sollte, sich aber nach der vorherr-schenden Auffassung in der Wirtschaftswissenschaft dazu als unzureichend erwies, auf der Grundlage einer Methodik (TSSI-Methode), die die Bewegung des Kapitals als eine sukzessiv-zeitförmige, rekursive Bewegung begreift und damit eben genau so wie Marx selbst, neu wieder aufgreift und auf dieser Grundlage sämtliche Aussagen  der Marxschen Kritik ohne logische Inkonsistenzen rekonstruiert. In seiner 2011 erschienen Monographie „The Failure of Capitalist Production. Underlying Causes of the Great Recession” demonstriert  er an der  seit 2008 sich global ausbreitende Wirtschaftskrise, dass sich die Marxsche kritische Theorie insbesondere seine Behauptung vom tendenziellen Fall der Profitrate, berechnet nach der TSSI-Methode auch empirisch bewährt.

]]> hgess@gmx.de (Andrew Klimann, Hans Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/363-charaktermaskenabschminken https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/363-charaktermaskenabschminken Abstrakte Herrschaft, bewaffneter Kampf, konkrete Leichen
Die RAF wollte auf den Staat schießen, am Ende lag ein Mensch auf der Straße: am Grab der Banker und Vorstandsvorsitzenden stellte der Staat sich dar als bloßes Netzwerk, geknüpft aus nichts als Menschen wie Du und Ich, als Interaktionszusammenhang bedürftiger Körper und als Familie Eigentlich, so läßt sich die Frankfurter Allgemeine schreiben, "hat ein Staat keine Emotionen" , aber beim Leichenschmaus für seine Agenten ist's wirklich herzergreifend und zum Heulen. Es ist diese intellektuelle Subalternität, die aus der jüngsten Erklärung von Christian Klar spricht, und die man, ohne den Ex-Innenminister Baum zu loben, bestimmt als "Revolutionskauderwelsch" denunzieren darf. Anders war es niemals gewesen, und wenn die gefangenen Genossen in Stammheim einander anherrschten: "tauch mal unter, "in die tiefe', such und find die subtilen, terrorisierenden, blutsaugenden mechanismen des weltmarkts, gesamtkapitals in dir" , wäre eine strikt freudianische Psychoanalyse angebracht gewesen, nicht weiteres Training der Mao-Bibel. Bröckling.

 

Die Kritik der Waffen, die die RAF in Szene setzte, hatte die sozialphilosophische Qualität eines Brühwürfels.

Heinz Gess

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hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1062-der-euro-identitaet-und-krise-der-europaeischen-union https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1062-der-euro-identitaet-und-krise-der-europaeischen-union Nach Gerhard Stapelfeldt befindet sich der Euro und mit ihm EU-Europa gegenwärtig in einer Krise. Das Bedrohliche daran besteht in

1. dem ökonomisch im fehlenden Bewusstsein davon, dass es sich um eine Krise des neoliberalen Systems handelt  
2. dem politisch „im unvermeidlichen Autoritarismus“ (als Folge von 1)
3. der gesellschaftlich „in der systematischen Hoffnungslosigkeit und im sozialen Atomismus der neo-liberalen Politik“ (Stapelfeldt)   

Die Fragen, denen die Untersuchung Stapelfelds sich angesichts der Krise widmet, lauten: „Worin besteht die kollektive, im Euro institutionalisierte europäische Identität?
Welcher Ordnung der Wirtschaftsgesellschaft ist die Europäische Zentralbank verpflichtet?
Enthält diese Ordnung Möglichkeiten eines Krisenbewusstseins und einer nicht-autoritären Krisenbewältigung?“
Diesen Fragen wird nach einer kurzen Einleitung mit dem Titel „Geld, bewusstlose gesellschaftliche Identität und Krise“ (I) durch „Darstellung der Genese und der vertraglich fixierten Imperative der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion als Basis der Integration, der Identität des EU-Europa (II); durch eine Skizze des Logos dieser Identität: der Dogmen von Neoliberalismus (Wettbewerbs-Markt) und Monetarismus (Gemeinschaftswährung) (III); durch eine Skizze der gegenwärtigen Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise sowie der eingeschlagenen Krisenpolitik, in der sich der repressive Gehalt der europäischen Integration und Identität manifestiert (IV)“ (Stapelfeldt)  nachgegangen.

]]> hgess@gmx.de (Gerhard Stapelfeldt (zweite, aktualisierte und verbesserte Auflage)) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/293-thesenzustaatundhegemonieinderliniegramscipoulantzas https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/293-thesenzustaatundhegemonieinderliniegramscipoulantzas Neben dem formanalytischen Ansatz der Staatsableitungsdebatte und ihres geistigen Vorläufers Eugen Paschukanis darf die hegemonietheoretische Traditionslinie von Antonio Gramsci bis Nicos Poulantzas als prominentester Strang einer elaborierten marxistischen Staatstheorie jenseits der parteioffiziellen Orthodoxie gelten. Im Folgenden sollen kursorisch drei Grundgedanken dieses Paradigmas in Abgrenzung zur staatstheoretischen Orthodoxie des Marxismus-Leninismus vorgestellt werden.

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hgess@gmx.de (Ingo Elbe) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/917-kritik-der-herrschenden-oekonomischen-theorie https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/917-kritik-der-herrschenden-oekonomischen-theorie

Der folgende Aufsatz von HaPE Büttner, einem meiner besten und mir liebsten Studenten  (aus den frühen neunziger Jahren), stellt in komprimierter Form die ökonomietheoretische Kritik der wirtschaftswissenschaftlichen Standardlehre neoklassischer Provenienz durch die an dem Cambridge-Ökonomen Piero Sraffa (1898-1983) orientierte neoricardianische Schule dar. Dabei orientiert sich der Autor an den drei historischen Debatten zur Kosten-, Kapital- und Wettbewerbstheorie sowie deren logischen Zusammenhängen. Die sich auf Sraffa beziehende ökonomische Denkschule wird als „neoricardianisch“ bezeichnet, weil Piero Sraffas Studien der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts in eine radikalen Kritik der herrschenden, neoklassischen Theorie einerseits und intensiven Bemühungen zu einer konsistenten, fruchtbaren Reformulierung des klassischen, auf David Ricardo (1772-1823) zurückgehenden ökonomischen Ansatzes andererseits, mündeten. Das Erscheinen von Sraffas Hauptwerk „Waren-produktion mittels Waren“ – des zentralen Referenzpunktes der Neoricardianer – im Jahre 1960 jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Es zeigt sich, dass die durch Sraffa angeregte – und von seinen Schülern vielfach weitergeführte – Kritik in überzeugender Art und Weise der bis heute dominierenden ökonomischen Lehre eine Reihe schwerwiegender logischer Fehler nachweisen konnte, die in ihrer Bedeutung ökonomiekritisch orientierten Menschen nur allzu oft nicht bekannt sind. Der folgende Text beabsichtigt deshalb, Interesse zu wecken an einer Verbreitung und Fortführungen der von Sraffa begonnenen Kritik.

 
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hgess@gmx.de (Hans Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/907-ueber-die-zurichtung-von-arbeitskraft-im-zeitalter-des-neoliberalismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/907-ueber-die-zurichtung-von-arbeitskraft-im-zeitalter-des-neoliberalismus  

Außer daß sie von der seinerzeitigen rot-grünen Bundesregierung unter dem »Basta-Kanzler« Gerhard Schröder ins Werk gesetzt wurde, hat die ›Bologna-Prozeß‹ genannte Hochschulreform mit der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform nur wenig zu tun. – Allerdings nur auf den ersten Blick. Sieht man nämlich genauer hin, dann zeigt sich, daß beide Reformen nicht nur in ihrem Ziel übereinstimmen, sondern auch in ihren auf Kontrolle und Zwang setzenden Methoden. In dem auf einem Vortrag basierenden Essay wird mit Rekurs auf regulations- und gouvernementalitätstheoretische Grundvorstellungen Plausibilität für die These zu erzeugen versucht, daß die beiden staatlicherseits vorangetriebenen Reformen eine spezifische, auf die Herstellung von ›employability‹ zielende Form der Anpassung an den Prozeß der Globalisierung darstellen, mit der das gesamte soziale Leben so gesteuert und staatlich organisiert werden soll, daß jeder Arbeitskraftbesitzer seine Unterwerfung unter die Bedingungen kapitalistisch-marktwirtschaftlicher Rationalität und die Erfordernisse politischer Machterhaltung selbst betreibt und sich mit seinen Potentialen möglichst freiwillig und reibungslos in den auf Ausbeutung beruhenden kapitalistischen Prozeß der Mehrwert- und Reichtumsproduktion einbringt. Hierbei erfolgt der Versuch des totalitären Zugriffs auf die menschliche Subjektivität dadurch, daß die Betroffenen einerseits über die Zuschreibung von Eigenverantwortung als autonome Subjekte angerufen werden, während man sie andererseits zugleich in spezifische Kontroll- und Sicherungsstrategien einbindet, damit die abverlangte ›Autonomie‹ nicht aus dem Ruder läuft
Michael Wolf

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hgess@gmx.de (Michael Wolf) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/298-derautoritaerestaat https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/298-derautoritaerestaat Gegnerische Massenparteien hat der autoritäre Staat nur als konkurrierende zu fürchten. Sie rühren nicht ans Prinzip selbst. In Wahrheit ist der innere Feind überall und nirgends. "Eigentlich könnte jeder im Lager sein. Die Tat, die hineinführt, begeht jeder in Gedanken jeden Tag." (Bd. 5, 303) Maßgeblicher politischer Faktor können nur die Vereinzelten sein. Nur sie sind in der Lage, mit dem Prinzip selbst zu brechen. Ihre Apathie ist eigentlich nur die Skepsis gegen die Leitung. "Mit der Erfahrung, dass ihr politischer Wille durch die Veränderung der Gesellschaft wirklich ihr Dasein verändert, wird die Apathie der Massen verschwunden sein. Sie gehört dem Kapitalismus an, freilich in all seinen Phasen." (303) "Die Umwälzung, die der Herrschaft ein Ende macht, reicht so weit wie der Wille der Befreiten. ]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/421-weltwirtschaftskrise-und-die-falschen-propheten https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/421-weltwirtschaftskrise-und-die-falschen-propheten Über das süße Gift einer „wissenschaftlichen“ Theorie

Inzwischen hat ja eine zaghafte Diskussion unter den deutschen Ökonomen (und in der Wirtschaftspresse) angefangen, typischerweise sehr akademisch, formal und methodenfixiert – also eher eine Illustration meiner Kritik, die sich ja auf Inhalte bezieht! Es bleibt aber weiterhin dabei, dass weder in der Publizistik noch wissenschaftsintern das Versagen – und die Mittäterschaft (!) – der wissen-schaftlichen Ökonomie aufgerollt wird, obwohl sowohl die reale Entwicklung als auch wenige inzwischen vorliegende Forschungsbeiträge meine Fragen, meine Kritik und meine Forderungen immer heftiger bestätigen. Die Verengung auf Methodenfragen der Ökonomie statt auf inhaltliche Probleme wird zum Beispiel deutlich an dem m. E. "kuriosen" Faktum, dass in der Kritik ausschließ-lich die Volkswirtschaftslehre steht, als habe der ganze Kladderadatsch mit der axiomatisch total verkanteten Betriebswirtschaftslehre überhaupt nichts zu tun. Und die theoretischen Gurus dieses Kladderadatsches, z. B. Herr Straubhaar in Hamburg, schwadronieren schon wieder z. B. von der Abschaffung der Flächen-tarife – wider alle Erfahrungen, die gerade Deutschland in dieser Krise gemacht hat.

Um noch einmal klarzustellen, was dieser Aufsatz soll, hier meine wesentlichen Punkte (auch zum "Appetit-Machen"):

* Zuerst versuche ich, durch im eigentlichen Wortsinn rücksichtslose Fragen die Tiefe, den Umfang und die zerstörerische Dimension der Katastrophe bloß-zulegen, die ja weit über den Mainstream der aktuell doch sehr oberflächlichen Diskussion bzw. interessengeleitete sehr verengten Diskussion (böse Banken, Gier usw.) hinausgeht.

* Dabei verdeutliche ich, dass die wissenschaftliche Ökonomie an dieser Katastrophe und ihrem gesellschaftlichen Umfeld unmittelbar mitverantwortlich ist. Gerade stoße ich bei meinen Recherchen auf einen entlarvenden Beleg dafür. Es ist der von ca. 250 deutschen VWL-Professoren unterzeichnete sog. "Ham-burger Appell", verfasst von Michael Funke, Bernd Luck und Thomas Straub-haar (alle Universität Hamburg und Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut) vom Juli 2005 – ein Kompaktseminar über die Verengung einer Wissenschaft und ihre "realwirtschaftliche" Blindheit: z. B. kein Wort zur internationalen Finanzentwicklung und ihren Gefahren; diese waren, im Gegensatz zu vielen ausländischen Ökonomen, aber auch einigen deutschen, z. B. Otte und Nölling, in der Vorstellungswelt dieser Professoren nicht vorhanden. Welch kollektiver Offenbarungseid!

* Ich skizziere die wahrlich gigantische Problemflut, die uns danach erwartet – ein Aufgabenkatalog für die geforderte "neue Ökonomie", das Wichtigste, was sie zu begreifen hat, und natürlich damit auch Merkpunkte für eine andere Wirtschaft und Wirtschaftspolitik.

Da wir zu dieser schwierigen Neuorientierung die wissenschaftliche Analyse, Beratung und Ausbildung brauchen, gebe ich am Schluss Hinweise, wie ein solcher "Paradigmenwechsel" der zuständigen Wissenschaften (VWL und BWL) aussehen und angegangen werden sollte. Ich tue das, da ich die weit verbreitete pure (teilweise scheinheilige) Entrüstung genauso wenig "ziel-führend" halte ohne Aussagen zum Prozess, wie ich die teils arrogante "Ent-larverei" und die trotz aller theoretischen Stringenz einfach bisher nicht bewiesene Behauptung, der Kapitalismus ginge halt nur so und nicht anders, für ebenso hilflos und kontraproduktiv halte (wobei ich eine Renaissance marxis-tischer polit-ökonomischer Analyse in der wissenschaftlichen Ökonomie für einen ganz wichtigen Beitrag im Prozess des "Paradigmenwechsels" halte!). Ich behaupte bei Übersicht über das Gelände, dass eine so stringente und radikale (i.S.von praxisbezogene) Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Ökonomie bisher nicht vorliegt. Ich bitte Sie, diesen Aufsatz im Netz weiterzugeben.
 
Dr. habil Crusius
 

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hgess@gmx.de (Reinhard Crusius) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/419-reichtum-und-nutzen https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/419-reichtum-und-nutzen Eine Kritik der Grundlagen der subjektiven Werttheorie

Die neoklassische ökonomische Theorie versteht sich als „subjektive Werttheorie“, welche im Gegensatz zur ökonomischen Klassik konsequent vom methodologischen Individualismus ausgeht. Gesellschaftliche Phänomene und Strukturzusammenhänge werden hier verstanden als Ergebnisse rationaler, nutzenmaximierender Wahlhandlungen der über den Tausch kommunizierenden Wirtschaftssubjekte. Entsprechend ihrer wohl geordneten Präferenzordnungen und ihrer Budgetmöglichkeiten bieten diese Individuen Güter und Dienste an und fragen Güter und Dienste nach. Im Gleichgewicht ist dieses System in dem Moment, in dem jedes Marktsubjekt seine Pläne – entsprechend seiner Restriktionen und des sich durch Angebot und Nachfrage aller Marktteilnehmer einstellenden Systems relativer Preise – vollständig verwirklichen kann. Um ihre Programmatik in eine in sich stimmige und konsistente Form zu bringen, muss die Neoklassik ein sehr weitreichendes Modell individueller Rationalität und der Konstitution sozialer Systeme durch die Handlungen entsprechend modellierter Marktsubjekte entwerfen.

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hgess@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/312-antisemitismusundfinanzkapitalzurkritikdesvoelkischendenkensdesehemaligenlinkenjuergenelsaesser https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/312-antisemitismusundfinanzkapitalzurkritikdesvoelkischendenkensdesehemaligenlinkenjuergenelsaesser Jürgen Elsässer arbeitet an dem massenwirksamen Aufbau einer "Volksinitiative gegen das Finanzkapital". Diese Volksinitiative setzt er ausdrücklich von der "radikalen Linken" ab. Sie intendiert stattdessen ein Bündnis "von Lafontaine bis Gauweiler", also von der staatstragend-keynesianischen, marktwirtschaftlichen Linken bis mindestens zum rechten Flügel der ebenfalls staatstragend marktwirtschaftlichen Rechten.
Hans Peter Büttner unterzieht dieses Konzept der "Überwindung des Gegensatzes von rechts und links" einer ausführlichen Kritik. Am Objekt der Elsässerschen Bemühungen gibt er eine Einschätzung der Hintergründe der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise im Lichte der Kritik der Politischen Ökonomie (Marx) und diskutiert mögliche Gegenwehr-Strategien.
 
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hgess@gmx.de (Hans Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/17-kreditkapitalundkrisevonderueberakkumulationdeskapitalszuraktuellenkrisedesgeldes https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/17-kreditkapitalundkrisevonderueberakkumulationdeskapitalszuraktuellenkrisedesgeldes  

Die Krise

Wenn die Börsenkurse fallen
regt sich Kummer bei fast allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben.
Treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
.......
Fortsetzung s. erweiterte Einführung

1. Kredite und "Subprimes"
2. Wie lief die Hypothekenkrise ab?
3. Die nächste Stufe der Finanzkrise
4. Staatsverschuldung und der Niedergang der Geldform
5. Neue Barbarei oder Ende des Kapitalfetischs

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hgess@gmx.de (Hans Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/235-kapitalismusinderkrisediefinanzkriseursachenundfolgen https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/235-kapitalismusinderkrisediefinanzkriseursachenundfolgen Hans Peter Büttner argumentiert, dass der Ursprung der Finanzkrise in Verwertungsproblemen des "realen" Kapitals und der Umverteilungspolitik seit den siebziger Jahren liegt - mit den entsprechenden Folgen für die Reproduktionsbedingungen des Kapitals. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es längst nicht nur um eine "Finanzkrise" im engeren Sinn geht, "sondern um die Frage, welches Wirtschaftssystem, welches Ordnungssystem, welches Gesellschaftssystem wir wollen. Die gängige Kritik an "raffgierigen Bankern", der Wallstreet oder den Spekulationsgeschäften erweist sich hierbei als verkürzt und scheinradikal. Sie impliziert die alte, verkürzte Kapitalismuskritik der Nazis, die bekanntlich zwischen dem guten "schaffenden" und dem bösen "raffenden" Kapital unterschied. Sich hier aber auf die Seite des vermeintlich "guten", nationalen Realkapitals zu schlagen ist ein folgenreicher und gefährlicher Denkfehler, denn erstens sind industrielle Kapitalisten mitnichten "bescheidener" als Banker. Eine solche Annahme wäre schlichtweg Unsinn. ]]> hgess@gmx.de (Hans Peter Büttner) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/145-turbokapitalismusanalyseeinesressentiments https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/145-turbokapitalismusanalyseeinesressentiments Jochen Böhmer geht in seinem Essay von der richtigen Beabachtung aus, dass zur Zeit ein medialer Hype stattfindet: "Alles dreht sich um die Kritik am Turbokapitalismus. Sozialdemokraten, Christdemokraten, andere Linke und auch Rechte, selbst Liberale und alle anderen gesellschaftlichen Gruppen sehen sich genötigt, die "unfähigen und raffgierigen Banker" in die Schranken zu weisen. (z. B. SPIEGEL, Nr. 40, 29.09.08, "Der Preis der Überheblichkeit"; die TV-Sendungen "Hart aber Fair" (ARD, 01.10.08) und "Maischberger" (ARD, 30.09.08). Die mediale Kritik am Finanzkapitlsimus hat die Funktion, so Böhmers zutreffende These, die Krise des Kapitalismus in affirmative Propaganda für den "rheinischen Kapitalismus" zu verwandeln. Aus allen Medien tönt neu wieder die alte garstiige deutsche Weise: 'Am deutschen Wesen soll der Kapitallsmus genesen'. ]]> hgess@gmx.de (Jochen Böhmer) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/177-kalkuelundwahnvertrauenundgewalt https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/177-kalkuelundwahnvertrauenundgewalt Vor dem Ausnahmezustand des Kapitals
"Was aber ist der Run auf eine Bank gegen die Zerstörung des Bankwesens nur überhaupt? Was gegen die Aufhebung des Geldes? Die Abschaffung des Souveräns? Was ist die Kritik an der FAZ gegen die sofortige, unwiderrufliche Kündigung jeglichen Abonnements auf Ideologie? Was ist jetzt Aufklärung? Die Schlauesten der Propagandisten sagen: "All das Geld ist genau so lange sicher, bis es jemand haben möchte. Aber warum sollte es jemand haben wollen, wo es doch so sicher ist? Das Geld der Deutschen ist derzeit in einem logischen Rätsel angelegt." Und wenn dann der Dümmste der Kommunisten antworten würde: Das geht mich nichts an, denn es handelt sich nicht um ein "logisches Rätsel", das im Theoretischen zu lösen wäre, sondern um die gesellschaftliche Liquidation des Kapitals als der "Selbstverrätselung der Menschheit" (Marx), dann, ja: dann könnte die vermaledeite Geschichte gut ausgehen.
" (ISF)
 
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hgess@gmx.de (Initiative Sozialistisches Forum) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/25-qualitaetundquantitaetdeswerts https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/25-qualitaetundquantitaetdeswerts Auszug aus dem gleichnamigen Artikel

Makroökonomischer Ausblick auf den Zusammenhang von Warenzirkulation und Produktion

Heinz Gess


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hgess@gmx.de (Dieter Wolf) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/156-statistischesbundesamtwachstum2007 https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/156-statistischesbundesamtwachstum2007  

Nach Angaben des Statistischen Budesamtes ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2007 preisbereinigt um 2,5% gewachsen. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2% Punkten zum BIP-Wachstum bei.
Die auf den ersten Blick so positv aussehenden Daten zeigen bei etwas sorgsamerer, Betrachtung ihre andere Seite. Es stiegen nämlich auch die Kapitalerträge und sonstigen Vermögenserträge. Die Umverteilung von unten nach oben hält an - und zwar "nachhaltig". Darin drückt sich aus, dass die "organische Zusammensetzung des Kapitals" (Marx) steigt und der Wert der Arbeitskraft gesamtgesellschaftlich sinkt. Immer mehr müssen sich die vereinzelten Einzelnen, die nichts haben als sich selbst, nach der Decke strecken, um noch etwas von dem durch ihre Arbeit erwirtschaftetes Reichtum abzubekommen.

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/340-wachstum2007datendesstatistischenbundesamtes https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/340-wachstum2007datendesstatistischenbundesamtes zusammengestellt und kommentiert von Heinz Gess:

Nach Angaben des Statistischen Budesamtes ist die deutsche Wirtschaft  im Jahr 2007 preisbereinigt um 2,5% gewachsen. Um soviel höher war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Amtes höher als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2% Punkten zum BIP Wachstum bei.
In den so positiv erscheinenden Daten drückt sich bei etwas genauerer Betrachtung aus, dass die "organische Zusammensetzung des Kapitals" (Marx, MEW 23) steigt und der Wert der Arbeitskraft gesamtgesellschaftlich sinkt. Immer mehr müssen sich die vereinzelten Einzelnen, die nichts haben als sich selbst, nach der Decke strecken, um noch etwas von dem durch ihre Arbeit erwirtschafteten Reichtum abzubekommen.

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/35-semantikstrukturhandlungzumprobemdergeltungimmarxschenkapital https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/35-semantikstrukturhandlungzumprobemdergeltungimmarxschenkapital Die ersten drei Kapitel des Kapitals sind als Abstraktionsstufen methodisch erforderlich, um den die Warenzirkulation bestimmenden Zusammenhang von Struktur und Handlung freizulegen. Auf jeder der drei Abstraktionsstufen geht es um die Art und Weise, in der die Waren als Einheiten von Gebrauchswert und Wert sich aufeinander beziehen, wobei sie jeweils ihren Wert im Gebrauchswert einer oder aller Waren darstellen. Im Durchgang durch diese Abstraktionsstufen als ebenso vielen Stufen der dialektischen Darstellung wird von Marx erklärt, was Geld im Unterschied zum Wert der Waren ist, inwiefern es ständig werdendes Resultat der sich mit dem Kapitalverhältnis reproduzierenden Warenzirkulation ist. ]]> hgess@gmx.de (Dieter Wolf) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/351-datenzumskandalderwachsendensozialenungleichheitindeutschland https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/351-datenzumskandalderwachsendensozialenungleichheitindeutschland
Das Vermögen ist in Deutschland wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen. Nach der jüngsten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (88672. Wochenbericht des DIW Berlin Nr.45/2007 ) verfügen rund zwei Drittel der Bevölkerung ab 17 Jahren über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen. Im Durchschnitt betrug das individuelle Netto-Vermögen im Jahr 2002 rund 81 000 Euro. Aufgrund der sehr ungleichen Verteilung liegt der Median, also der Wert, der die reiche Hälfte der Bevölkerung von der ärmeren trennt, nur bei etwa 15 000 Euro. Im Gegensatz dazu besitzen die reichsten 10 Prozent knapp 60 Prozent des gesamten Vermögens. Das arithmetische Mittel beläuft sich in Deutschland insgesamt auf knapp 81 000 Euro, wobei Personen in den alten Ländern mit knapp unter 92 000 Euro rund 2,6-mal soviel Vermögen besitzen wie diejenigen in den neuen Ländern.
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hgess@gmx.de (DIW) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/247-diebuergerlichewissenschaftvomreichtumalspolitischeoekomiedesreformismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/247-diebuergerlichewissenschaftvomreichtumalspolitischeoekomiedesreformismus über Sir John Maynard Keynes
Das Bewußtsein dieser falschen Versöhnung auf dem Boden einer falschen Spaltung heißt John Maynard Keynes; in ihm kommt der Gesamtprozess zu Bewußtsein. Vor Keynes waren Begriff und Sache der Krise Anathema gewesen; mit Keynes wird die Krise zum Grundproblem der Ökonomie überhaupt und wird der Staat zum Generalbevollmächtigten, in Permanenz tagenden großen Krisenausschuss. Der Staat wird das formelle Subjekt einer Ökonomie, dessen materieller Autor das Kapitalverhältnis darstellt; "Basis" und "Überbau" treten in ein Verhältnis wechselseitiger Konstitution.
Der Keynesianismus ist die unhintergehbare Ideologie des Staates als ökonomischer Agent wie als Generalbevollmächtigter des Kapitalverhältnisses. Darin spiegeln sich das objektive Interesse wie der subjektive Konsens der zu Funktionsträgern mutierten Klassen am objektiven Zwangscharakter der Akkumulation.
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hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/326-dasendederkritikderpolitischenoekonomie https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/326-dasendederkritikderpolitischenoekonomie Eine kritische Würdigung von Postones Werk,"Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft"
In der Konsequenz der Frage Pollocks hatte Horkheimer vom "Ende der politischen Ökonomie" geschrieben, von der negativen Aufhebung des Kapitals im Verfolg der Logik des Kapitals selbst, vermittelt durch Krise und Zusammenbruch: "Die Kategorien der politischen Ökonomie: Äquivalententausch, Konzentration, Zentralisation, sinkende Profitrate usf. haben auch heute noch reale Gültigkeit, nur ist ihre Konsequenz, das Ende der politischen Ökonomie, erreicht", heißt es 1939 in "Die Juden und Europa".[12] Er hat damit, obwohl in der Sprache der Tradition, die absolute historische wie logische Grenze des Marxismus, sein Tabu und sein tiefstes Schweigen, gebrochen, d.h. den Moment bestimmt, in dem Marxismus in Materialismus überzugehen verpflichtet ist.
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hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/62-wasistdiewerttheorienochwert https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/62-wasistdiewerttheorienochwert Marx hat die Arbeitswerttheorie der bürgerlichen Klassik nicht einfach übernommen und an einigen Stellen verbessert, wie manche Autoren meinen. Seine Kritik der politischen Ökonomie muß vielmehr als eine "wissenschaftliche Revolution" im Sinne von Kuhn (1962), als ein Paradigmenwechsel und nicht als Fortschritt innerhalb eines gegebenen Paradigmas aufgefaßt werden ( ). In Anlehnung an die Arbeiten von Althusser (1968, 1972) läßt sich dieser Paradigmenwechsel als Aufgeben einer anthropologischen Begründung des theoretischen Feldes der Ökonomie begreifen. Daß die Größe des (Tausch)Werts einer Ware durch die zu ihrer Produktion notwendige Arbeitszeit bestimmt sei, wurde von Adam Smith mit der Rationalität der einzelnen Waren-produzenten begründet.
 
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hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/234-kritikderpolitischenoekomomieeineeinfuehrung https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/234-kritikderpolitischenoekomomieeineeinfuehrung Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Kapitalismus und "Marxismus"
1.1 Was ist Kapitalismus?
1.2 Die Entstehung der Arbeiterbewegung
1.3 Marx und der "Marxismus"
2. Der Gegenstand des Marxschen Kapital
2.1 Theorie und Geschichte
2.2 Theorie und Kritik
2.3 Dialektik - eine marxistische Wunderwaffe?
3. Wert, Arbeit, Geld
3.1 Gebrauchswert, Tauschwert und Wert
3.2 Ein Beweis der Arbeitswertlehre? (Individuelles Handeln und gesellschaftliche Struktur)
3.3 Abstrakte Arbeit: Realabstraktion und Geltungsverhältnis
3.4 "Gespenstische" Wertgegenständlichkeit - Produktions- oder Zirkulationstheorie des Werts?
3.5 Wertform und Geldform (Ökonomische Formbestimmungen)
3.6 Geld und Austauschprozess (Handlungen der Warenbesitzer)
3.7 Geldfunktionen, Geldware und das moderne Geldsystem
3.
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hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/81-monetaerewerttheoriegeldunddiekrisebeimarx https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/81-monetaerewerttheoriegeldunddiekrisebeimarx Vergleicht man die kapitalistischen Globalisierungsprozesse zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit dem Kapitalismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so wird deutlich, dass Vieles von dem, was Marx zum „idealen Durchschnitt“ der kapitalistischen Produktionsweise rechnete, erst viel später praktische Wahrheit erlangte: so ist die Produktion relativen Mehrwerts davon abhängig, dass die von den Arbeitskräften konsumierten Lebens- und Subsistenzmittel kapitalistisch produziert werden, was für die entwickelten kapitalistischen Länder auf einer umfassenden Ebene erst mit dem Fordismus des 20. Jahrhunderts durchgesetzt wurde. Dass das Kreditsystem einerseits steuernd für die kapitalistische Produktion wirkt, andererseits aber blockierend, indem es durch immer neue Instrumente den Widerspruch zwischen industriellem und fiktivem Kapital steigert, wurde auf großer Stufenleiter mit der Internationalisierung des Finanzsystems in den 70er und 80er Jahren deutlich. ]]> hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/64-dasendederpolitischenoekonomie https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/64-dasendederpolitischenoekonomie Eine kritische Würdigung von Postones Werk,"Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft"
In der Konsequenz der Frage Pollocks hatte Horkheimer vom "Ende der politischen Ökonomie" geschrieben, von der negativen Aufhebung des Kapitals im Verfolg der Logik des Kapitals selbst, vermittelt durch Krise und Zusammenbruch: "Die Kategorien der politischen Ökonomie: Äquivalententausch, Konzentration, Zentralisation, sinkende Profitrate usf. haben auch heute noch reale Gültigkeit, nur ist ihre Konsequenz, das Ende der politischen Ökonomie, erreicht", heißt es 1939 in "Die Juden und Europa".[12] Er hat damit, obwohl in der Sprache der Tradition, die absolute historische wie logische Grenze des Marxismus, sein Tabu und sein tiefstes Schweigen, gebrochen, d.h. den Moment bestimmt, in dem Marxismus in Materialismus überzugehen verpflichtet ist.
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hgess@gmx.de (Joachim Bruhn) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/359-formanalysealshandlungstheorie https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/359-formanalysealshandlungstheorie Kurze Bemerkungen zu Martin Eichlers Verteidigung des Ansatzes von Helmut Reichelt
Die Antikritik der Entgegnung Martin Eichlers zu Ingo Elbes Beiträgen "Helmut Reichelts Geltungstheorie" sowie "Methodische Abstraktion und objektive Semantik".
Es geht um die Frage, wie plausibel handlungstheoretische Konzeptualisierungen ökonomischer Gegenständlichkeit sind.

"Die ausführlichen Kritiken von Dieter Wolf an Helmut Reichelt, die in den Beiträgen von Eichler und Elbe behandelt werden, sind nun auch auf der Homepage von Dieter Wolf online zugänglich: http://www.dieterwolf.net/pdf/Heft3.pdf sowie http://www.dieterwolf.net/pdf/Replik,Knaudt,Var2,0GGG.pdf"

Heinz Gess
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hgess@gmx.de (Ingo Elbe) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/85-dasgesetzvomtendenziellenfallderprofitrateteil2anmerkungenzumpapierprofitratenfallevonhenningwasmus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/85-dasgesetzvomtendenziellenfallderprofitrateteil2anmerkungenzumpapierprofitratenfallevonhenningwasmus

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hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/109-dasgesetzvomtendenziellenfallderprofitrateteil1dieprofitratenfalle https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/109-dasgesetzvomtendenziellenfallderprofitrateteil1dieprofitratenfalle Die Begründung des tendenziellen Fallls der Profitrate und von Momenten, die ihm zu widersprechen scheinen

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hgess@gmx.de (Henning Wasmus) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/355-diemarxschewerttheoriedarstellungundgegenwaertigebedeutung https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/355-diemarxschewerttheoriedarstellungundgegenwaertigebedeutung 1 Einleitung 4
2 Grundbegriffe der Marx'schen Werttheorie 9
2.1 Die Darstellung im "Kapital" 9
2.1.1 Die Waren als Wertträger 10
2.1.2 Rekonstruktion: Prämissen der Werttheorie 14
2.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 18
2.3 Die Wertgegenständlichkeit 29
2.3.1 Wert als gesellschaftliches Verhältnis 29
2.3.2 Die Wertgröße der Waren 32
 
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hgess@gmx.de (Nils Fröhlich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/321-globalisierterkonkurrenzkapitalismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/321-globalisierterkonkurrenzkapitalismus Am Horizont taucht damit eine Gesellschaft auf, wo nicht nur die kapitalistischen Unternehmen ihre Profitmaximierungsstrategien noch weit aggressiver verfolgen als bisher, sondern wo aus Arbeitern und Arbeiterinnen, die sich früher einmal in Gewerkschaften und sozialistischen oder kommunistischen Parteien zusammengeschlossen hatten, um dem Kapital zumindest einen gewissen Widerstand entgegenzusetzen, zunehmend Unternehmer in Sachen Verkauf eigener Arbeitskraft und Anleger in Sachen eigener Ersparnisse und Alterssicherung werden. Die Ausgebeuteten vertreten nun die kapitalistische Logik der Profitmaximierung aus scheinbarem Eigeninteresse. Dieses Verhalten wird zwar nur für eine Minderheit ökonomisch Sinn machen, deren Grenzen sind aber fließend. Auf- und Abstiege sind möglich, so daß sich durchaus eine Mehrheit der Beschäftigten Hoffnungen machen wird, irgendwann doch einmal zu dieser bessergestellten Minderheit zu gehören. ]]> hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/220-werttheorieprofitratenfallundtraditionsmarxismus https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/220-werttheorieprofitratenfallundtraditionsmarxismus Obwohl bereits recht einfache Überlegungen die Marxsche Begründung des „Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate“ in Frage stellen, wurde dieses Gesetz im traditionellen Marxismus verbissen verteidigt. Solche Verbissenheit rührte häufig aus dem Glauben, dieses Gesetz sei notwendig, um eine Zusammenbruchstendenz des Kapitalismus oder zumindest dessen Krisenhaftigkeit zu begründen. Müsste man dieses Gesetz aufgeben, so der Umkehrschluss, dann gäbe es für den Umsturz der kapitalistischen Verhältnisse keine „objektive“ Grundlage mehr, denn dann müsste man ja zugeben, dass der Kapitalismus keine immanente Schranke habe und im Prinzip auch krisenfrei funktionieren könne. Aber selbst wenn das „Gesetz“ gültig wäre, würde es nicht leisten, was sich viele seiner Verteidiger von ihm versprechen. ]]> hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/190-thesenzumfetischcharakterderwareundzumaustauschprozess https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/190-thesenzumfetischcharakterderwareundzumaustauschprozess Marx’ Fetischkonzept ist aber nicht bloß eine Kritik des verdinglichten Alltagsverstands ausgehend von der Dechiffrierung der gegenständlichen Repräsentationsformen des Werts, es ist zugleich Kritik der politischen Ökonomie als theoretischer Selbstreflexion der bürgerlichen Gesellschaft. Die objektiven Gedankenformen „bilden eben die Kategorien der bürgerlichen Ökonomie“ Im Fetischkapitel führt Marx vor allem zwei zentrale Kritikpunkte an: Er kritisiert, dass die Form Wert von der politischen Ökonomie reflexionslos vorausgesetzt, nicht nach der Genese des Werts gefragt und die sich im Wert darstellende Arbeit nicht als historisch-spezifische, gesellschaftliche Form begriffen wird (sie stellt sich nicht die Frage, „warum sich (...) die Arbeit im Wert (...) darstellt“19). Damit bewegt sich politische Ökonomie grundlegend auf dem Feld fetischisierter Formen.
 
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hgess@gmx.de (Ingo Elbe) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/289-geschichtsphilosophiebeimarx https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/289-geschichtsphilosophiebeimarx Was Marx hinsichtlich der künftigen historischen Entwicklung tatsächlich begründen kann, ist etwas anderes, als das, was er in dem Abschnitt "Geschichtliche Tendenz" als Ergebnis seiner vorangegangenen Darstellung glaubt festhalten zu können. Verallgemeinern läßt sich wohl das Resultat seiner Analyse der Fabrikgesetzgebung: "Mit den materiellen Bedingungen und der gesellschaftlichen Kombination des Produktionsprozesses reift sie [die Fabrikgesetzgebung, M.H.] die Widersprüche und Antagonismen seiner kapitalistischen Form, daher gleichzeitig die Bildungselemente einer neuen und die Umwälzungsmomente der alten Gesellschaft." (MEGA II.5, 408; MEW 23/526) Marx kann die materiellen (und nicht bloß erdachten) Möglichkeiten einer neuen Gesellschaftsformation deutlich machen, er kann zugleich die Widersprüche und Auflösungstendenzen, die in der kapitalistischen Produktionsweise angelegten "Minen" aufzeigen.
]]> hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/387-diagnostikderueberfluessigen https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/387-diagnostikderueberfluessigen Die Freunde und Förderer der "Wissens-Gesellschaft" sind mit großer Gelassenheit dabei, ein Fünftel bis ein Drittel der Gesellschaft verloren zu geben. Am schönsten und einfachsten hat es wahrscheinlich der Systemtheoretiker Helmut Willke gesagt: "Das unterste Segment der rund 20% nicht oder gering qualifizierter und qualifizierbarer Arbeitnehmer ist hoffnungslos. Es wird mit deutlicherer Ausbildung der Wissensgesellschaft immer weniger in der Lage sein, sich durch Arbeit selbst zu erhalten und mithin die Armutsgrenze unterschreiten und/oder dauerhaft auf zusätzliche Transfereinkommen angewiesen sein."
Die rund 20% Ausschuss sind in der "Wissensgesellschaft" nach Auskunft des Systemsoziologen, der nicht von dieser Welt zu sein scheint, sondern als quasi "transpersonaler Zeuge" gelassen das Funktionieren des "autopoietischen Systems" beobachtet, das menschlichen "Ausschuss" produziert wie der lebende Organismus Sch., unausweichlich, weil das System der "Wissensgesellschaft" nun einmal so funktioniert, wie es funktioniert. Sie sind überflüssig, weil nicht anschlussfähig.
 
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hgess@gmx.de (Heinz Steinert) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik
https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/379-weltanschauungsmarxismusoderkritikderpolitischenoekomomie https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/379-weltanschauungsmarxismusoderkritikderpolitischenoekomomie Dass meine angebliche „Anrufung“ Poppers einer nicht allzu sorgfältigen Lektüre Birkners entspringt, habe ich oben schon deutlich gemacht. Hier geht es aber um etwas anderes: das einzige was Birkner an kritischen Argumenten gegen Popper in dem Artikel vorgebracht hat, ist, dass er „Anti-Marxist“ sei und die Funktion des „Gegensatzes materialistisch/idealistisch“ hätte wohl vor allem darin bestanden, mich vor dem Bezug auf einen „Anti-Marxisten“ zu bewahren. Wenn wissenschaftliche Einsichten tatsächlich in erster Linie vom „Interesse“ des Wissenschaftlers abhängen würden, dann wäre es durchaus konsequent um Autoren, die ein anderes Interesse haben, einen großen Bogen zu machen. In der Tat war dies die Strategie vieler Vertreter des dogmatischen Parteimarxismus (im Osten wie im Westen): nicht-marxistische Wissenschaft war „bürgerlich“, daher per Definition falsch, verzerrt und borniert und lediglich zu denunzieren. ]]> hgess@gmx.de (Michael Heinrich) Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik