Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Die Deutschen 2010
- Kategorie: Wissenschaft
- 30. April 2010
- Richard Albrecht
- 829 Zugriffe
Aktuelle Buchrezension des gleichnamigen Buches von Domenico Losourdo.
Richard Albrecht hält das Buch von Domenico Losourdo „Die Deutschen 2010“ für ein "krottenschlechtes Buch". Er hält im Übrigen auch wenig von der Bezeichnung "deutscher Sonderweg" für jene fatale Entwicklung, die Deutschland seit Fichte (1810) bis zum Kulminationspunkt des fatalen Sonderweges und der darin eingefalteten Dialektik der Aufklärung im "Dritten Reich" (1933 – 1945) gegangen ist. Gewiss, immer hat es im deutschsprachigen Raum auch – und manchmal sehr starke - emanzipatorische Kräfte gegeben, die gegen diese Entwicklung ankämpfen (siehe z. B. Rosa Luxem-burg). Ihrer sind wir bleibend eingedenk. Aber wir wissen auch: Diese Kräfte unterlagen. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, ermordet und vergessen. Wir wissen auch, warum das so war und ist, wenngleich auch unter dem Vorbehalt, dass jede Erklärung und Deutung unabgeschlossen und verbesserbar ist. Hinzukommt: Die Resterinnerung die Kräfte des Kampfes um die menschliche Emanzipation wurde, sofern sie überhaupt vorhanden ist, zum inszenierten Parteikult, der häufig genug den revolutionären Kampf für die Emanzipation von Herrschaft und gegen den fatalen Sonderweg des (antisemitischen) „Deutschen Sozialismus“ (Sombart) , nun von "rings" (linksdeutsch), neu wieder für den fatalen Sonderweg des „deutschen Sozialismus“ einspannt. Dieser ist noch nicht beendet. Viele gehen ihn noch oder wollen ihn neu wider gangbar machen. Davon legte die Politik des linksdeutschen Kanzlers Schröders und seines gründeutschen Außenministers und legen die publizistischen Kampagnen des Mannes von der Rinken, der mit den Wölfen heult, und zu Belohnung für seine Verdienste im hohen Alter von einer Ehrung zur anderen eilt, beredtes Zeugnis ab.
Diese wenigen Bemerkungen lassen erkennen, das ich Zweifel an dem Urteil Richard Albrechts über das Buch von Domenico Losourdo hege, den der Rezensent übrigens selbst einen herausragenden intellektuellen und politikwissenschaftlicher Autor nennt, der hier nur ausnahmsweise einmal ein sehr schlechtes Buch vorgelegt habe. Aber leider habe das Buch (noch) nicht gelesen und kann darum auch nicht beurteilen, ob die von mir angedeuteten Zweifel berechtigt sind. Und schließlich: Richard Albrecht selbst ist ein herausragender, sehr produktiver politikwissenschaftlicher Autor, sein Urteil deshalb gewiss bedenkenswert. So bleibt am Ende nur die Empfehlung, bei nächster Gelegenheit selbst zu lesen und zu beurteilen, was der herausragende Intellektuelle und selten produktive politikwissenschaftliche Autor Domenico Losourdo zu den Deutschen 2010 zu sagen weiß.
Diese wenigen Bemerkungen lassen erkennen, das ich Zweifel an dem Urteil Richard Albrechts über das Buch von Domenico Losourdo hege, den der Rezensent übrigens selbst einen herausragenden intellektuellen und politikwissenschaftlicher Autor nennt, der hier nur ausnahmsweise einmal ein sehr schlechtes Buch vorgelegt habe. Aber leider habe das Buch (noch) nicht gelesen und kann darum auch nicht beurteilen, ob die von mir angedeuteten Zweifel berechtigt sind. Und schließlich: Richard Albrecht selbst ist ein herausragender, sehr produktiver politikwissenschaftlicher Autor, sein Urteil deshalb gewiss bedenkenswert. So bleibt am Ende nur die Empfehlung, bei nächster Gelegenheit selbst zu lesen und zu beurteilen, was der herausragende Intellektuelle und selten produktive politikwissenschaftliche Autor Domenico Losourdo zu den Deutschen 2010 zu sagen weiß.
Heinz Gess
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