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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

R. Wildangel: Zwischen Achse und Mandatsmacht. Palästina und der Nationalsozialismus

Kategorie: Wissenschaft
28. Februar 2008
Wolfgang G. Schwanitz
1896 Zugriffe
Eine kritische Rezension über Wildangels bemühten Versuch, die deutsche bzw. deutsch-arabische Ideologie vom Nationalsozialismus und Ver- nichtungsantisemitismus zu reinigen.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Versuch Wildangels, den Großmufti in der arabischen, palästinensischen und islamischen Geschichte zu rehabilitieren und zu marginalisieren, fehl schlug. Es scheiterten auch Versuche, den Mufti aus der "großdeutschen Geschichte" auszublenden. Denn der Großmufti war Hitlers arabischer Bundesgenosse. Er war eingeweiht in den Holocaust und daran in Wort und Tat beteiligt. Hätten die Nazis gesiegt, wäre er als Führer auch ihr eliminatorischer Vollstrecker gegenüber Juden geworden. Das hatte er geheim und öffentlich bekundet. Vor dem Krieg ging er von 18 Millionen Juden aus, kurz danach von zwölf.

Eindringlich wäre an dieser Stelle daran zu erinnern: Die Erforschung geschichtlicher Vorgänge an Universitäten sollen der Wahrheit und der Aufklärung auch und insbesondere des Negativen in der Geschichte dienen, und nur ihr. Sie sollen nicht dazu dienen, heutige (Wunsch-) Bündnisse, etwa die verschwiegene Liaison zwischen der EU und der arabischen Welt, in welcher der Antisemitismus hegemonial ist, zu legitimieren und sich zu diesem Zweck dazu hergeben, die hässliche Geschichte der deutsch- arabischen Beziehungen während der Nazizeit und danach wider die wirkliche Quellenlage schön zu reden.
Es gab (und gibt) unter arabisch-moslemischen Führern eine große Nähe zur deutsch-völkischen Ideologie und zum Nationalsozialismus. Die Kompatibilitäten sind mitunter frappierend. Dies wahrheitsgemäß festzustellen, bedeutet mitnichten, wie hierzulande gern unterstellt wird, um Kritik zum Schweigen zu bringen, dass der kritische Historiker Araber auf den Großmufti reduziere oder als verantwortlich für den Holocaust zeihe. Vielmehr ist es umgekehrt richtig, dass die Verleugnung oder Relativierung der Wahrheit den Antisemitismus und faschistische Einstellungen unter moslemischen Arabern befördern, unter denen "mein Kampf" und "die Weisen von Zion" heutzutage Bestseller sind. Wer die negative Wahrheit verharmlost, relativiert oder verleugnet, macht sich schuldig daran, dass moslemische Araber tatsächlich dem Mufti ähnlich werden und ihn zu ihrer Leitfigur erwählen könnten, wenn sie es nicht insgeheim schon seit langem tun.

Heinz Gess

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Versuch Wildangels, den Großmufti in der arabischen, palästinensischen und islamischen Geschichte zu rehabilitieren und zu marginalisieren, fehl schlug. Es scheiterten auch Versuche, den Mufti aus der "großdeutschen Geschichte" auszublenden. Denn der Großmufti war Hitlers arabischer Bundesgenosse. Er war eingeweiht in den Holocaust und daran in Wort und Tat beteiligt. Hätten die Nazis gesiegt, wäre er als Führer auch ihr eliminartorischer Vollstrecker gegenüber Juden geworden. Das hatte er geheim und öffentlich bekundet. Vor dem Krieg ging er von 18 Millionen Juden aus, kurz danach von zwölf.
Eindringlich wäre an dieser Stelle daran zu erinnern: Die Erforschung geschichtlicher Vorgänge an Universitäten sollen der Wahrheit und der Aufklärung auch und inbesondere des Negativen in der Geschichte dienen, und nur ihr. Sie sollen nicht dazu dienen, heutige (Wunsch-) Bündnisse, etwa die verschwiegene Liaison zwischen der EU und der arabischen Welt, in welcher der Antisemitismus hegemonial ist, zu legitimieren und sich zu diesem Zweck dazu hergeben, die häßliche Geschichte der deutsch- arabischen Beziehungen während der Nazizeit und danach wider die wirkliche Quellenlage schön zu reden.
Es gab (und gibt) unter arabisch-moseliemischen Führern eine große Nähe zur deutsch-völkischen Ideologie und zum Nationalsozialismus. Die Kompatibilitäten sind mitunter frappierend. Dies wahrgheitsgemäß festzustellen, bedeutet miitnichten, wie hierzulande gern unterstellt wird, um Kritik zum Schweigen zu bringen, dass der kritische Historiker Araber auf den Großmufti reduziere oder als verantwortlich für den Holocaust zeihe. Viemehr ist es umgekehrt richtig, dass die Verleugnung oder Relativierung der Wahrheit den Antisemitismus und faschistische Einstellungen unter moslemischen Arabern befördern, unter denen "mein Kamp" und "die Weisen von Zion" heutzutage Bestseller sind. Wer die negative Wahrheit verharmlost, relativiert oder verleugnet, macht sich schuldig daran, dass moslemische Araber tatsächlich dem Mufti ähnlich werden und ihn zu ihrer Leitfigur erwählen könnten, wenn sie es nixht insgeheim schon seit langen tun.


Link zum Artikel (PDF): "R. Wildangel: Zwischen Achse und Mandatsmacht. Palästina und der Nationalsozialismus ". Klicken Sie bitte hier.
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