Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
die Organisierung des sozialen Krieges
- Kategorie: Unsortierte Kommentare
- 30. November 1999
- Buschmann J.
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Aus meiner Sicht, eines verhartzten Menschen, kann ich die These von Michael Wolf bestätigen. Ergänzend möchte ich, auf Grund meiner Erlebnisse und meines dadurch bedingten Blickes auf Erfahrungen von Leidensgenossen, hinzufügen: Auf die Vorgehensweisen der Argen und Jobcenter habe ich mir meinen eigenen Reim gemacht. Für mich ist das Erlebte und Beobachtete eine Mischung aus Zersetzung und weißer Folter. Drei markante Merkmale von Psycho-Folter (weiße Folter) sind: entwürdigen, entrechten und entmündigen. Die Arbeitsuchenden werden mit skandalösen Methoden nicht nur gegängelt, sondern vielmehr gefügig gemacht, sich der Willkür dieser Behörden zu unterwerfen und nun jegliche Arbeit annehmen zu müssen. Wer sich nicht aus den Fängen dieser drangsalierenden Behörden selbst befreien kann, muss als Billiglohn-Konkurrenz und Lohnbremse für den ersten Arbeitsmarkt dienen.
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