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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt

Kategorie: Unsortierte Kommentare
29. Dezember 2011
D.Gabriel
438 Zugriffe

Viele Täter haben einen Migrationshintergrund und sind zerrissen zwischen der Kultur der Familie und den völlig anderen Werten des Landes, in dem sie sich nun behaupten müssen. Jungs, die Gewalttäter sind, waren sehr oft selbst Opfer von Gewalt - und sind es oft auch noch, wenn sie zuschlagen. Ich halte auch nichts von höheren Strafen. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren sollten vielmehr Anti-Aggressions-Trainingskursen absolvieren. Hier erleben Sie in Rollenspielen und auch im Täter-Oferausgleich, was sie ihren Opfern angetan haben. Gewalt in der Familie ist auch ein Punkt. Viele junge Gewalttäter erleben Gewalt in ihrer Familie oft als einziges Mittel zur Problemlösung. Körperliche Gewalt tritt zumeist da auf, wo Bildungsdefizite und Perspektivlosigkeit vorherrschen. Das ist auch der Grund dafür, dass es immer mehr Gewalttäter mit Migrationshintergrund gibt. Denn gerade diese Jugendlichen leiden besonders unter einem Mangel an Bildung und Zukunftsperspektive. Man sollte aber sofort handeln, da wenn man auf das Fehlverhalten eines Kindes erst nach fünf Wochen reagiert, dann hat das keinen Bezug mehr. Pädagogisch ist alles, was schnell ist und schließlich sei der Erziehungsgedanke gesetzlich verankert. Die Prävention müsste schom im Kindergartenalter anfangen. Mit den Taten verschaffen sich gerade die jungen Leute, die ohne Halt und Perspektive sind, ihr Erfolgserlebnis und damit das gute Gefühl, das sie sonst nicht haben. Die Interesselosigkeit von Eltern an ihren Kindern ist ebenfalls ein großes Problem.

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