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Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt PDF Drucken E-Mail
1026 mal gelesen.
Geschrieben von: D.Baier, Chr. Pfeiffer, J.Simonson, S. Rabold   
Freitag, 24. April 2009 um 19:36 Uhr
Einige bemerkenswerte Ergebnisse der Studie des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens 


1. Der stärkste Einfluß der Jugendgewalt, geht von der Zahl der delinquenten Freunde aus, mit denen die Jugendlichen in ihren peer groups verbunden sind. - Eine neue Bestätigiung der alten Theorie der differentiellen Assoziation (Sutherland)

2. "Jugendliche mit Migrationshintergrund" begehen häufiger Gewalttaten als "deutsche Jugendliche"


3. Die Verbesserung von Bildungschancen wirkt sich präventiv aus - vor allem bei "Jugendlichen mit Migrationshintergrund"

4. Der Konsum von Alkohohl und illegalen Drogen stellt einen eigenständigen Risikofaktor für gewalttätiges Verhalten von Jugendllchen dar und ist unter Jugendlichen sehr weit verbreitet. (Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen gibt an, in den letzen vier Wochen eine Rauscherfahrung gehabt zu haben.)

5. Xenophobie, Antisemitismus und Rechtsextremismus prägen das Weltbild einer Minderheit von Jugendlichen - mit zunehmender Tendenz. In einigen Gebieten der BRD fällt der Anteil diese Minderheit alarmierend hoch aus (So sind bpsw. im Osten antisemitische Einstellungen unter Jugendlichen in doppelt so hohem Maße anzutreffen als im Nordwesten Deutschlands)

Heinz Gess

Link zur PDF Version der Arbeit "Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt ": Klicken Sie bitte hier.


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Kommentare (3)
Wohlstandsverwahrlosung
3 Sonntag, 27. Dezember 2009 um 23:21 Uhr
sandra heine
Wohlstandsverwahrlosung

Dieser Begriff beschreibt Kinder und Jugendliche, denen es an persönlicher Zuneigung und Zuwendung der Eltern fehlt. Die Eltern versuchen die fehlende Zeit für die Erziehung der Kinder oft durch vermehrte materielle Zuwendungen auszugleichen. Während Eltern einerseits für das materielle Wohl der Familie und Kinder sorgen, fehlt es andererseits an emotionaler Zuwendung und Liebe. Ursache dieses Verhaltens kann eine Überforderung der Eltern oder eine nicht intakte emotionale Bindung zu den Kindern sein. Mögliche Konsequenzen dieses Erziehungsdefizits sind zum Beispiel eine Verzögerung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dies zeigt sich zum Beispiel in einem dissozialen, an Mitgefühl (Empathie) armen Verhalten, einer erhöhten Aggressivität und Bindungsunfähigkeit. Die Kinder leiden unter zunehmender Vereinsamung, sind oft nur auf sich selbst gestellt.

http://philo.at/wiki/index.php/Wohlstandsverwahrlosung_(JsB)

S.Heine
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Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt
2 Freitag, 23. Oktober 2009 um 04:26 Uhr
sandra heine
Insbesondere die steigende Massenarbeitslosigkeit, eine zunehmende und dauerhafte Abhängigkeit von Familien von der Sozialhilfe und die Auflösung der sozialen Sicherungssysteme sind Ursachen dieser Entwicklung. Bedroht sind vor allem die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen. Selbst mit Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft haben sie kaum eine Chance ihre Zukunft positiv zu gestalten. Die Angst vor Ausbildung- und Arbeitslosigkeit und damit vor der Ausgrenzung aus den materiellen Möglichkeiten in Deutschland ist zur prägenden Generationserfahrung geworden. Kinder und Jugendliche reagieren auf diese Erfahrung zum Teil durch abweichendes Verhalten. Kriminalität, Gewaltbereitschaft oder Drogenkonsum sind dann die Folge und nicht Ursache der gesellschaftlichen Schwierigkeiten. Nicht Kinder und Jugendliche machen Probleme, sondern die Welt der Erwachsenen schafft die Probleme. Problematisch stellt sich auch die Vermittlung gesellschaftlicher Leit- und Wertebilder dar. Die den jungen Menschen über ihre Alltagserfahrungen und über die Medien vermittelnden gesellschaftlichen Leitbilder sind zu häufig mit der Normalität der Kriminalität und Gewalt verbunden. Die Wirtschaftskriminalität oder die Selbstverständlichkeit zunehmend exzessiver Gewaltdarstellungen im Fernsehen hinterlassen natürlich ihre Spuren im Prozess der Wertebildung bei jungen Menschen.
http://scholar.google.de/scholar?hl=de&q=author:%22Sturzbecher%22+intitle:%22Gewalt+unter+Jugendlichen-Trends+und+Ursachen%22+&um=1&ie=UTF-8&oi=scholarr
S. Heine
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Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt
1 Dienstag, 13. Oktober 2009 um 21:27 Uhr
D.Gabriel
Viele Täter haben einen Migrationshintergrund und sind zerrissen zwischen der Kultur der Familie und den völlig anderen Werten des Landes, in dem sie sich nun behaupten müssen. Jungs, die Gewalttäter sind, waren sehr oft selbst Opfer von Gewalt - und sind es oft auch noch, wenn sie zuschlagen. Ich halte auch nichts von höheren Strafen.
Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren sollten vielmehr Anti-Aggressions-Trainingskursen absolvieren. Hier erleben Sie in Rollenspielen und auch im Täter-Oferausgleich, was sie ihren Opfern angetan haben.
Gewalt in der Familie ist auch ein Punkt. Viele junge Gewalttäter erleben Gewalt in ihrer Familie oft als einziges Mittel zur Problemlösung. Körperliche Gewalt tritt zumeist da auf, wo Bildungsdefizite und Perspektivlosigkeit vorherrschen. Das ist auch der Grund dafür, dass es immer mehr Gewalttäter mit Migrationshintergrund gibt. Denn gerade diese Jugendlichen leiden besonders unter einem Mangel an Bildung und Zukunftsperspektive.
Man sollte aber sofort handeln, da wenn man auf das Fehlverhalten eines Kindes erst nach fünf Wochen reagiert, dann hat das keinen Bezug mehr.
Pädagogisch ist alles, was schnell ist und schließlich sei der Erziehungsgedanke gesetzlich verankert.
Die Prävention müsste schom im Kindergartenalter anfangen. Mit den Taten verschaffen sich gerade die jungen Leute, die ohne Halt und Perspektive sind, ihr Erfolgserlebnis und damit das gute Gefühl, das sie sonst nicht haben. Die Interesselosigkeit von Eltern an ihren Kindern ist ebenfalls ein großes Problem.
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