Faschismus, Völkisches Denken, Neue Rechte - Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft http://www.kritiknetz.de/neuerechte Mon, 29 May 2017 03:55:37 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de webmaster@kritiknet.de (Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft) http://www.kritiknetz.de/neuerechte/930-die-konformistische-dauerrevolte-neuer-rechter-aus-der-linkspartei http://www.kritiknetz.de/neuerechte/930-die-konformistische-dauerrevolte-neuer-rechter-aus-der-linkspartei  

Am 09.September 2010 wurde folgende Presseerklärung auf der offiziellen Homepage der Partei DIE LINKE veröffentlicht: "Merkels Affront gegen Muslime“. Darin bewertet Christine Buchholz, Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstands der LINKEN, die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Preisverleihung für Kurt Westergaard  als "gezielte Provokation". Buchholz erklärt: „Angela Merkels demonstrative Unterstützung von Westergaard ist ein Affront gegen Muslime. Sie springt damit auf den islamfeindlichen Zug von Thilo Sarrazin auf. Westergaard unterstellt mit seinen Karikaturen der islamischen Religion und damit allen Muslimen (sic!) Gewalttätigkeit. Er hatden Islam als terroristisch und reaktionär verunglimpft. Wo eine Religion oder eine Kultur pauschal verurteilt wird, hört Pressefreiheit auf und fängt Rassismus an."
                                   
Ich kritisiere die Presserklärung im Folgenden mit dem Ziel, nachzuweisen, dass diese Erklärung nicht „links“ - sofern dieser Begriff überhaupt noch etwas besagt und nicht nur zu einem bloßen Etikett heruntergekommen ist -, nicht anti-rassistisch und nicht emanzipatorisch ist, sondern dass es sich hierbei um einen rechten, „konservativ-revolutionären“, anti-emanzipatorischen und (kultur-) rassistischen Text handelt, der rechten Denkformen sehr nahe steht. Dann stelle ich die Erklärung in ihren politischen Kontext ein  und bringe den politischen Gehalt dieser Politik auf seinen - kritischen - Begriff.
Heinz Gess

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/843-armenien-ohne-armenier http://www.kritiknetz.de/neuerechte/843-armenien-ohne-armenier Drei Jahrzehnte Armenierbilder in kolonial-imperialistischen und  totalitär-faschistischen Diskursen in Deutschland, 1913-1943.  Kulturwissenschaftlicher Essay zur „Armenischen Frage“- mit einer politischen Gesamtschau von mir (Heinz Gess) zum Beginn des Artikels von Richard Albrecht.]]> hgess@gmx.de (Richard Albrecht) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/839-hitlers-dschihad-oder-warum-in-deutschland-die-ideologie-des-islam-keine-gefahr-sein-kannteil-2 http://www.kritiknetz.de/neuerechte/839-hitlers-dschihad-oder-warum-in-deutschland-die-ideologie-des-islam-keine-gefahr-sein-kannteil-2 Über altvertraute Bruderschaften und ein immer währendes (nicht nur) ideologisches Interessenbündnis  (über Goebbels und Otto von Hentig zur Gräfin Marion von Dönhoff und Helmut Schmidt): Herfs Dokumente (Übersetzungen der Originale) und  seine Interpretation des Materials

Zweiter Nachtrag zum demagogischen Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“

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hgess@gmx.de (Jeffrey Herf) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/644-die-apotheose-der-kollektiven-differenz-und-die-liquiduierung-des-individuums http://www.kritiknetz.de/neuerechte/644-die-apotheose-der-kollektiven-differenz-und-die-liquiduierung-des-individuums Die Wochenzeitung "Die Zeit“ widmet in ihrer Ausgabe Nr.9 (25. 02. 2010) der Gegenkritik an der emanzipatorischen Kritik des gegenwärtig vorherrschenden Islam als antidemokratischer Herrschaftsform eine ganze Doppelseite. Die entsprechenden Hauptartikel stehen unter der Überschrift "Minirock statt Burka" und "Liberaler Rassismus". Den letzteren Artikel, geschrieben von Caroline Emcke, nehme ich im folgenden Essay zum Anlass, die Implikationen der  oberflächlichen Kritik der "Zeit" an der emanzipatorischen Herrschaftskritik einer vernichtenden, negativen Kritik zu unterziehen, die keinen Stein auf dem anderen lässt.
Ich komme zu dem Ergebnis, dass nicht der politische Liberalismus ein "liberaler Rassismus" ist, wie die Kritik C. Emckes suggeriert, sondern dass sich umgekehrt "liberaler Rassismus" und die Ideologie der Neuen Rechten (Alain de Benoist) in den Voraussetzungen ihrer eigenen Kritik an der Bewegung der Emanzipation und ihres dazugehörigen Lobpreises der kollektiven Identitäten (bzw. des "Glaubens", der sie zusammenhält) versteckt.

 

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/585-religion-der-reinheit http://www.kritiknetz.de/neuerechte/585-religion-der-reinheit Esoterik – Nationalsozialismus – Rechtsextremismus.

 Vom 17. Februar bis 17. März 2010 findet in der Universität Bielefeld in den Räumen des ästhetischen Zentrums der Universität die Ausstellung „Religion der Reinheit. Esoterik – Nationalsozialismus – Rechtsextremismus“ statt. Autor der Ausstellung ist der Historiker  Herbert Rätz. Rätz, in der Arbeitskammer des Saarlandes für Erwachsenenbildung und Politik­beratung zuständig, erforscht seit vielen Jahren die Vernetzung von Esoterik/Okkultis­mus zu Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. Er stellt seine diesbezüglichen Ergebnisse nun der Öffentlichkeit mit der Ausstellung vor, die aus 33 kommentierten Exponattafeln besteht.

Die Ausstellung wird am 17. Februar um 18.00 Uhr mit einem Einführungsvortrag des Historikers Herbert Rätz und einer Vernissage eröffnet. Ausstellungsort ist die Universitätsbibliothek (Ebene C1) der Universität Bielefeld. Die Ausstellung schließt am 17. März um 18.00 Uhr mit einem Abschluss­vortrag von Herrn Rätz ab.

Kurator der Ausstellung ist Prof. Dr. Heinz Gess vom Fachbereich Sozialwesen der FH Biele­feld. Er bereitet die Ausstellung zusammen mit Frau Dr. Heike Piehler vom ästheti­schen Zent­rum der Universität und Studierendem aus dem Projekt „Politische Bildung“ am Fach­bereich Sozialwesen der FH Bielfeld vor.  Frau Dr. Heike Piehler  sei an dieser Stelle aus­drücklich für ihre freundliche und hilfsbereite Art bei der Vorbereitung gedankt. ]]> hgess@gmx.de (Herbert Rätz und Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/570-lichtung-ticketmentalitaet http://www.kritiknetz.de/neuerechte/570-lichtung-ticketmentalitaet Reflexionen über Kommentare aus dem deutschen Mainstream zur Kritik am Berliner
Gebetsraumurteil (Teil 2)

Gliederung;
Ticket: "Islamophobie" 
Ticket: „Lechts und rings“

Im Ticketdenken ist dieselbe Verkehrung, dieselbe Übertragung des Affektes vom Gebrauchswert auf den Tauschwert wirksam wie im Warenfetischismus. Es ist insofern ein später Abkömmling des Warenfetischismus und damit Bestandteil jenes Kitts, der die Warengesellschaft zusammenhält. Im stereotypen Kommentar wie dem von H entspricht das Ticket dem Tauschwert und der fehlende Gedanke dem Gebrauchswert. Der Affekt bezieht sich auf  Ticket, das trügerisch den  Gedanken, das Selbst-Denken und Urteilen ersetzt. Es stiftet den Schein von Unmittelbarkeit, der durch die Beziehungslosigkeit der reproduzierten Stereotypen auf das Objekt zugleich dementiert wird. Das Verdammungsurteil „Rassismus“ oder „Islamophobie, die „über Leichen geht“ wird über das Objekt - das Kritiknetz und seine Autoren - gesprochen, ohne dass der Sprecher bzw. Schreiber von dem Objekt, über das er urteilt, erkennbar auch nur das Mindeste verstanden und sich mit seiner Intention überhaupt je auseinandergesetzt hätte.
]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/521-vergleichende-voelkermordforschung-als-beitrag-zur-genozidpraevention http://www.kritiknetz.de/neuerechte/521-vergleichende-voelkermordforschung-als-beitrag-zur-genozidpraevention Irving L. Horowitz´ politische Soziologie der Völkermordgesellschaft

This smart socio-scientific project of an experienced political scientist, and social psychologist, will first of all scholarly re-read and critically discuss most relevant pieces the distinguished scholar Irving L. Horowitz (*1929) published in the 1980´ies when comparing ´common features´ of Armenocide and Holocaust arguing that Armenocide in fact was the essential prototyp of genocide as ´modern´ murder of a nation and, as Raphael Lemkin coined out 1944, genocide in the 20th century. Moreover, two further aspects must be discussed:  (i) Horowitz does not only accept any ´unique uniqueness´ arguments which only regard the Holocaust as genocide; (ii) Horowitz not only works out another central societal aspect of genocidal policy – a priori definition, discrimination, and exclusion a of social group as “objective enemy” (Hannah Arendt)  – but also the relationship of a society towards her basic culture of life as the very contrary of destructive, racial, and genocidal ´taking-lives´-policy run in any genocidal society. Finally, the author will conceptualise aspects of saving-lives-policy highly important for any early-warning system taking the point of no return on the societal road to genocide and genocidal action(s) seriously.
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hgess@gmx.de (Richard Albrecht) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/444-der-jargon-der-eigentlichkeit-als-esoterisch-faschistoider-jargon http://www.kritiknetz.de/neuerechte/444-der-jargon-der-eigentlichkeit-als-esoterisch-faschistoider-jargon
"Wer den Sprachstil UND bzw. den Jargon der Eigentlichkeit bevorzugt, der braucht keine Zensur: Die Schere ist bereits im Kopf. Aufgrund dieses diffusen Sprachstils, der in allen esoterischen Publikationen festzustellen ist, kann auch keine exakte Definition der Esoterik geleistet werden: Die Esoterik hat, wie alle fundamentalistischen Glaubenssysteme, einen allumfassenden (totalitären) Anspruch; daher die Unschärfe der Begrifflichkeit und daher die Unfähigkeit, die Versatzstücke eindeutig zu fassen.
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hgess@gmx.de (Herbert Rätz) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/219-werderfoltererlagkannnichtmehrheimischwerdeninderweltjeanameryzurpsychodynamikderfolterundihrentraumatischenfolgen http://www.kritiknetz.de/neuerechte/219-werderfoltererlagkannnichtmehrheimischwerdeninderweltjeanameryzurpsychodynamikderfolterundihrentraumatischenfolgen Vortragstext. Der Vortrag wurde im Rahmen der Ausstellung "Innovative Methoden?" 26. - 30. Jan. 2009, in Hannover gehalten.

Markus Brunner setzt sich im Text kritisch mit der offiziellen Traumaforschung und derjenigen Forschung über die psychischen Folgen von Krieg, Verfolgung, Genozid und Folter auseinander, die mit dem Begriff der "Posttraumatischen Belastungsstörung" arbeitet.

Er kritisiert den individualpsychologischen Zugriff dieser Forschung aus zwei Gründern:
Erstens ist die Forschung pathologisierend, weil sie die psychische Struktur isoliert betrachtet und weder die soziale Situation des Ersttraumas berücksichtigt noch die aktuelle Situation derTraumatisierten später, die etwas mit dem Trauma selbst zu tun hat.
Zweitens ist die Forschung durch die Entkontextualisierung auch entpolitisierend, weil sie den politischen und sozialen Kontext völlig ausblendet.
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hgess@gmx.de (Markus Brunner) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/152-fragwuerdigetraditionslinienstauffenbergundder20juli1944imdeutschenerinnerungsdiskurs http://www.kritiknetz.de/neuerechte/152-fragwuerdigetraditionslinienstauffenbergundder20juli1944imdeutschenerinnerungsdiskurs "Allein die Bezeichnung ,Widerstand" für die Männer des 20. Juli erscheint mir vermessen. Es handelt sich wohl doch eher um schwankende Opposition. Die Partisanen in Polen und in der Sowjetunion, in Jugoslawien und Frankreich, die Haltung des Hofes und der Nazigegner in Dänemark, der Aufstand im Warschauer Ghetto, der Aufstand in Sobibor, der Widerstand in Auschwitz, Buchenwald und Mauthausen - das sind nur Beispiele für die europäische Geschichte des Widerstands gegen deutsche Besatzung, gegen den Nationalsozialismus und damit - und dies sei zu betonen - gegen die deutsche Wehrmacht, gegen preußisches Soldatentum und deutsche Militärtradition."
Frank Stern, Wolfsschanze versus Auschwitz. Widerstand als deutsches Alibi?,
in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Jg. 42 (1994)
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hgess@gmx.de (Nevergoinghome) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/365-muslimeindeutschland http://www.kritiknetz.de/neuerechte/365-muslimeindeutschland Integration, Integrationsbarrieren, Religion sowie Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt.
Ergebnisse von Befragungen im Rahmen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen

unter Mitarbeit von
Ramzan Inci, Sarah Dürr, Jan Kolberg, Malte Kröger,
Michael Wehsack, Tobias Block und Bora Üstünel
Hamburg, Juli 2007
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft, Institut für Kriminalwissenschaften, Abteilung Kriminologie
 
mit einer Zusammenfassung und einem Kommentar von Heinz Gess
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hgess@gmx.de (Katrin Brettfeld und Peter Wetzels) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/227-erinnerungspolitikderevanglischenkircheueberdenkollektivenmythosderdeutschenvondernazivergangenheitteil35 http://www.kritiknetz.de/neuerechte/227-erinnerungspolitikderevanglischenkircheueberdenkollektivenmythosderdeutschenvondernazivergangenheitteil35 Teil 3
Des Freiherrn von Campenhausens Vergleich der antisemitischen Äußerungen des Landesbischofs Meiser (1926) mit der Islamkritik von Ralph Giordano

von Heinz Gess


"Auch der Leiter des kirchenrechtlichen Instituts der EKD scheut vor solchen Verkehrungen nicht zurück, um "seinen Bischof" - partem pro toto - zu verteidigen. Von wahrhaftigem Erinnern und Durcharbeiten der Schuld, die das deutsche Christentum seit Luther, aber noch viel mehr seit Fichte und Wagner an der Genese der Idee der Erlösung durch Vernichtung hat, die von Hitler in die Tat umgesetzt wurde, ohne zu Ende geführt werden zu können, findet sich bei ihm keine Spur. Stattdessen auch hier Schuldabwehr und Verleugnung. Weil Luther in die Kritik geraten könnte, dürfen die antisemitischen Äußerungen des lutherischen Landesbischofs nicht dem Vernichtungsantisemitismus des Nationalsozialismus zugearbeitet haben, sondern müssen (berechtigte?) "judenkritische Äußerungen" gewesen sein.
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hgess@gmx.de (Heinz Gess, Kristan Kossack) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/242-opawarkeinnaziueberdieschoenstenjahredesfrueherenmelittachefshorstbenz http://www.kritiknetz.de/neuerechte/242-opawarkeinnaziueberdieschoenstenjahredesfrueherenmelittachefshorstbenz  


Ein Beitrag zur Kritik des kollektiven Nachkriegsmythos der Deutschen

Gliederung;

Teil 1

"Opa war kein Nazi". Über den kollektiven Mythos der Deutschen von der Nazivergangenheit

- Der kollektive Mythos und seine nachhaltigen Wirkungen auf die Generation der Enkel

- Rassismus damals - Kulturrelativismus heute.
Der Kulturrelativismus als modernisierte "tolerante" Variante des "heiligen Krieges" gegen die politische Emanzipation

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hgess@gmx.de (Heinz Gess/Werner Dirks/Kristan Kossack) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/50-zuivilcourageunerwuenschterinnerungspolitikderevangelischenkircheinmindenteil2 http://www.kritiknetz.de/neuerechte/50-zuivilcourageunerwuenschterinnerungspolitikderevangelischenkircheinmindenteil2 Hitlergegner Pfarrer Graff von seiner Kirche totgeschwiegen
Pfarrer Dr. jur. Hans Graff war ein wertkonservativer Mann, der zugleich mehrfach in seinem Leben in verschiedensten Funktionen politisches Rückgrat unter Beweis gestellt hat. Er erhielt in Berlin 1934 Berufsverbot, weil er das Hissen einer Hakenkreuzfahne auf dem Schöneberger Rathaus verhinderte. In Minden sollte er im April 1945 wegen judenfreundlicher Kanzelworte von der SS erschossen werden. Nach dem Krieg hatte er es wider den Zeitgeist abgelehnt, die Begnadigung eines Mindener Kriegsverbrechers zu befürworten.


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hgess@gmx.de (Kristan Kossack) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/304-opabentzwarkeinnazimelittaeinmusterbetriebeinbeitragzurkritikdeskollektivennachkriegmsmytosderdeutschenteil2 http://www.kritiknetz.de/neuerechte/304-opabentzwarkeinnazimelittaeinmusterbetriebeinbeitragzurkritikdeskollektivennachkriegmsmytosderdeutschenteil2
In der Werkzeitung des Melittawerkes (Minden, 8/1938 ) findet sich folgender Einschüchterungsversuch des "Unternehmers" Bentz während einer Betriebsversammlung im Juli 1938: "Wir haben neulich eine Arbeitskameradin erwischt, als sie ein jüdisches Geschäft betrat. Sie erzählte uns nachher, dass sie lediglich eine dort beschäftigte Verkäuferin besucht habe. Ob das stimmt, ist leider nicht nachprüfbar. In der Werkzeitung Nr. 5 dieses Jahres hatten wir bekannt gemacht, dass jeder, der beim Juden kauft fristlos entlassen wird. …Wer künftig überhaupt noch in jüdischen Geschäften gesehen wird, einerlei ob er kauft oder nicht, gehört nicht zu uns und muss fristlos entlassen werden."
 
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hgess@gmx.de (Werner Dirks, Kristan Kossack mit einem Vorwort zum kollektiven Nachkriegsmythos der Deutschen von Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/48-erinnerungspolitikderevangelischenkircheinmindeneinbeitragzurkritikdeskollektivennachkriegsmythosderdeutschenteil3 http://www.kritiknetz.de/neuerechte/48-erinnerungspolitikderevangelischenkircheinmindeneinbeitragzurkritikdeskollektivennachkriegsmythosderdeutschenteil3 In meinem Artikel "heiliger Krieg in Bielefeld", der in der Hauptsache eine Kritik der religiösen Ideologie der Besetzer der ehemaligen Paul Gerhardt Kirche und der antisemitischen Theologie des Archetypentheologen Eugen Drewermann ist, wies ich bereits mit Nachdruck darauf hin, dass die widerrechtliche Besetzung des Gebäudes, die den Zweck verfolgte, der jüdischen Gemeinde das Recht zu nehmen, das Gebäude zu kaufen, um es zur Synagoge umzuwandeln, nicht als Einzel- und Ausnahmefall gewertet werden darf, sondern Bestandteil einer vielköpfigen Konstellation ist, in der sich eine neuerliche "konservative Revolution" formiert, in der das antisemitische Ressentiment auf der Lauer liegt, um sich im inszenierten Protestgehabe und "heldenhaften Tabubruch" Anerkennung zu verschaffen. Zu jener Konstellation gehören  die Vorgänge in Minden, die Kristan Kossack in seinem Artikel beschreibt und kritisiert. ]]> hgess@gmx.de (Kristan Kossackmit einem Nachwort von Heinz Gess zu des Freiherrn von Campenhausen Vergleich der antisemitischen Äußerungen des Landesbischof Meiser (1926) mit der Islamkritik von Ralph Giordano) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/78-dernichtnaziueberalaindebenoistunddasmanifestdernouvelledroite http://www.kritiknetz.de/neuerechte/78-dernichtnaziueberalaindebenoistunddasmanifestdernouvelledroite
Jede Unterordnung des Individuums unter das Volk - und werde sie auch nur mit der vergleichsweise harmlos klingenden Wendung "weniger wichtig als" ausgesprochen und festgeschrieben - relativiert die Menschenwürde des Individuums. Eine relativierte Menschenwürde aber könnte nicht mehr als unverletzlich beansprucht und eingeklagt werden. Das absolute Folterverbot beispielsweise hat absolut unveräußerlich zur logischen Voraussetzung, dass die Würde des Individuums gerade nicht für "weniger wichtig" gilt als die Würde mehrerer Menschen und eines ganzen Volkes. Bereits der Ansatz einer geringeren Gewichtung des Individuellen zugunsten des Völkischen machte ein generelles Folterverbot rechtsförmig undenkbar. Muss deshalb der Würde des Einzelnen der Vorrang gegeben und das Verhältnis der Vorrangigkeit zwischen Volk und Individuum umgekehrt werden? Volk und Individuum lassen sich nicht auf die Waage bringen.
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hgess@gmx.de (Hartwieg Schmidt) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/374-schutzdervolksgemeinschaftoderfilbingerwareinnazi http://www.kritiknetz.de/neuerechte/374-schutzdervolksgemeinschaftoderfilbingerwareinnazi Wenig bekannte Quellen des katholischen BUNDES NEUDEUTSCHLAND
Vor wenigen Tagen starb der Gründer des ZDF, Karl Holzamer, im Alter von 100 Jahren. Ein echter Deutscher, ja ein "Neudeutscher" war er, was jedoch gern verschwiegen wird, ist doch der katholische Bund Neudeutschland eher Signum fanatischer Religiosität, dem auch Nazis wie Hans Filbinger die Treue schworen. Vielmehr wird so an Holzamer erinnert: "Während des Zweiten Weltkrieges kam er als Bordschütze der Luftwaffe und Hörfunk-Korrespondent in viele Länder. Das habe seinen Horizont sehr erweitert, sagte er selbst, aber auch: Was ist von einem Menschen zu halten, der den Zweiten Weltkrieg als "Bereicherung seines Horizonts" grotesk überhöht und affirmiert? Durch ein Zeltlager in Oranienstein 1931 wurde der "Zusammenhalt der Neudeutschen bestimmt und die Mitträger der Politik der Bundesrepublik direkt oder indirekt beeinflußt (Rainer Barzel, Bernhard Vogel, Hans Filbinger, Josef Jansen, Hans Puhl, Josef Stingl, Peter Nellen, Bruno Heck - wieder nur einige aus dem eigenen Erfahrungsbereich vor und nach dem Kriege).
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hgess@gmx.de (Clemens Heni) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/90-vomrandzurmitterechtsextremeeinstgellungenundihreeinflussfaktorenindeutschland http://www.kritiknetz.de/neuerechte/90-vomrandzurmitterechtsextremeeinstgellungenundihreeinflussfaktorenindeutschland Inhalt
1. Kapitel - Einleitung
1.1 Rechtsextremismusforschung
Traditionslinien, Konzepte, empirische Ergebnisse
1.2 Zielsetzung der Untersuchung - Determinanten rechtsextremerEinstellung in Deutschland
10.3 Durchführung: Konzeption und Fragebögen

2. Kapitel - Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland
Darstellung der Ergebnisse und zeitlicher Verlauf
2.1 Rechtsextremismus in Deutschland
2.2 Ergebnisse unterschieden nach Gruppen
2.3 Ergebnisse im Zeitverlauf

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hgess@gmx.de (Oliver Decker, Elmar Brähler) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/292-volknationdiewelt http://www.kritiknetz.de/neuerechte/292-volknationdiewelt
Fragmente über den Ursprung von Antiimperialismus, Antizionismus und Antisemitismus


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hgess@gmx.de (Streitblatt) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/256-glaubeundschoenheit http://www.kritiknetz.de/neuerechte/256-glaubeundschoenheit Zur Ideologisierung des Tanzes und der Körperkultur

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hgess@gmx.de (Karl Hörmann) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/339-rechtsextremismusuntergewerkschaftsmitgliedern http://www.kritiknetz.de/neuerechte/339-rechtsextremismusuntergewerkschaftsmitgliedern  

Vorwort Inhaltsverzeichnis Kapitel A: Einleitung (Problemstellung, Forschungsstand, Untersuchungskonzept)
Kapitel B: Rechtsextreme Einstellungen (Skalenbildung, Einstellungspotenziale)
Kapitel C: Sozio-ökonomischer Status und Rechtsextremismus
Kapitel D: Sozio-politische Orientierungen und Rechtsextremismus
Kapitel E: Sozio-politische Orientierungen und gewerkschaftliches Überzeugungssystem bei aktiven und passiven Gewerkschaftsmitgliedern
Kapitel F: Qualitative Befunde zum gewerkschaftlichen Überzeugungssystem bei Funktionären
Kapitel G: Zum Zusammenhang von sozio-ökonomischem Status und sozio-politischen Orientierungen als Ursachen für Rechtsextremismus
Kapitel H: Schlussfolgerungen
Kapitel I: Zusammenfassung Anhang

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hgess@gmx.de (Michael Fichter Joachim Kreis Günter Pollach, Richard Stöss, Bodo Zeuner) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/160-franzaltunddaswiederauflebendesantisemitismus http://www.kritiknetz.de/neuerechte/160-franzaltunddaswiederauflebendesantisemitismus Für Franz Alt ist die Religion trotz aller gegenteiligen Beteuerungen »Opium«. Mag er noch so sehr betonen, er sehe »die Religion als Dynamit, und nicht als Opium« , so zeigt das doch nur, daß er sich nicht darüber im klaren ist, daß auch Dynamit als »Opium des Volkes« fungieren kann. Zu diesem Opium gehört bei Alt seine Gegensatzkonstruktion von »Jüdisch« und »Nichtjüdisch«, die alles über diesen einen Leisten schlägt, und der darin angelegte Antijudaismus als eine, so Jung 1936, »psychologische Finesse«. Der Kampf dagegen ist mittelbar der Kampf gegen jene Welt, die solchen Opiums bedarf und nur als solcher sinnvoll. »Die individuelle und gesellschaftliche Empanzipation von Herrschaft ist die Gegenbewegung zur falschen Projektion.«

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/174-wagnerdasvoelkischedenkenunddiejuden http://www.kritiknetz.de/neuerechte/174-wagnerdasvoelkischedenkenunddiejuden Der antagonistische Gegensatz zwischen der echten, authentischen Kultur und Sprache und der unechten, nur übernommenen, aufgesetzten, toten Kultur und Sprache, der das ganze völkische Denken bestimmt, stammt von Fichte. Er wurde von Fichte in der Zeit der napoleonischen Kriege formuliert und richtete sich damals gegen die französische Sprache, "bourgeoise" Zivilisation und den bürgerlichen Begriff der Nation als einer von freien, gleichen und brüderlichen Menschen. Das Französische und Revolutionäre qualifizierte Fichte als "künstlich" ab und setzte den revolutionären Ideen den völkischen Begriff der "organischen" und "ursprünglichen Nation" und den gleichermaßen völkischen Begriff der ursprünglichen Kultur des echten "Urvolkes", das sich, um seine Identität zu bewahren, gegen die französische Bourgeoisie zu erheben habe, entgegen.]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/61-vonderfaschistischenideologiezumnewageideologischekontinuitaeten http://www.kritiknetz.de/neuerechte/61-vonderfaschistischenideologiezumnewageideologischekontinuitaeten Das Judentum (die jüdische monotheistische Religion) ist für Drewermann das schlechthin Andere der (eigenen) Natur, die selber zur zweiten Natur gewordene Gegennatur. Er hat zwar einen geschulten Intellekt, aber ihm fehlen die Eigenschaften, die zu einem Leben, das in Übereinstimmung mit der Ordnung der Natur geführt wird, wesentlich dazugehören: Die Bereitschaft, sich für das gemeinschaftliche Ganze zu opfern und für das Leben des Ganzen alle persönlichen Interessen zurückzustellen, die innerliche Zustimmung zum “ewigen Vorrecht der Kraft und Stärke” und die Anerkennung des Prinzips vom Fressen und Gefressen-werden im ewigen Kreislauf der Natur. Es ist der mit dem Verstand gegebenen Gefahr erlegen und hat die Gefühle der Angst und des Mitleids zu Ende gedacht und dadurch mit der “unerbittlichen Konsequenz” ausgestattet, “den Abstand der Menschen von der Natur immer weiter zu vergrößern”.(381)
 
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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/265-dermoderneantiamerikanismus http://www.kritiknetz.de/neuerechte/265-dermoderneantiamerikanismus Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ liegt schließlich auch den Begriffen der Gleichheit und Gerechtigkeit zu Grunde. Hier nähert sich das deutsch-europäische Verständnis übrigens gefährlich nah der Neuen Rechten. „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ geht somit auf die Idee zurück, dass jedes Volk prinzipiell die gleichen Rechte für sich in Anspruch nehmen darf und dass z.B. ein universelles Völkerrecht dafür Sorge tragen muss, dass dieses Recht eines jeden Volkes nicht verletzt werden darf. Damit wird dem Volk an sich wieder eine einende Stimme verliehen, die aus dem Boden der Herkunft, des Blutes oder der Religion erwächst. Ganz in guter alter deutscher Tradition. Ein völkischer Frieden also, der nichts – aber auch gar nichts – mit dem „Freedom & Democracy“ zu tun hat, wie er sich in der amerikanischenTradition zu verstehen gibt.]]> hgess@gmx.de (Timo Nitz) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/16-dieneuerechteundihrpseudolinkesgegenstueck http://www.kritiknetz.de/neuerechte/16-dieneuerechteundihrpseudolinkesgegenstueck Kulturrevolution von Rechts im Jargon des linken Kulturrelativismus

Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno  mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt.
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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/249-cgjungunddiefaschistischeweltanschauung http://www.kritiknetz.de/neuerechte/249-cgjungunddiefaschistischeweltanschauung Ich weise in diesem Aufsatz nach, daß Jungs Lehre in der kritischen historischen Phase um 1933 selbst als faschisierende Propaganda funktionierte. Nicht kommt im NS-Faschismus etwas An-Sich-Gutes zum Durchbruch, das von der sogenannten Hitlerei schrecklich mißbraucht wird, wie es manche Jungadepten heute wieder sehen wollen, sondern die Theorie, die das von ihrer Anlage her so sieht, ist und verbreitet notwendig falsches Bewußtsein und tendiert dazu, den möglichen Rückfall in barbarische Repression als Rettung und Heil zu verklären - damals wie heute. (s. Gess 1994; 1995a, b)

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hgess@gmx.de (Heinz Gess (Erstveröffentlichung in: Widerspruch32/1996)) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken
http://www.kritiknetz.de/neuerechte/192-vomfaschismuszumneuendenken http://www.kritiknetz.de/neuerechte/192-vomfaschismuszumneuendenken
In der Literatur über Rechtsextremismus, die seit den Anschlägen auf Flüchtlinge und ausländische Arbeitnehmer in Rostock und anderswo anschwillt, ist die als Warnung gemeinte Feststellung, daß der Rechtsextremismus aus der "Mitte der Gesellschaft" komme, fast schon ein Gemeinplatz geworden. Wer aber angesichts dieser Warnung in den Sozialwissenschaften eine verstärkte kritische Auseinandersetzung mit ideologischen Konfigurationen aus der "Mitte der Gesellschaft" erwartet, wird eher enttäuscht. Um so notwendiger ist es, die Auseinandersetzung offensiv aufzunehmen. Das geschieht in meinem Buch »Vom Faschismus zum Neuen Denken« (Zu Klampen Verlag, Lüneburg 1994). Es ist eine Auseinandersetzung mit der ideologischen Konfiguration des »New Age«, die in der Absicht geführt wird, die rechtslastigen Implikationen dieses Denkens und seine Verbindung zur neu-rechten und faschistischen Ideologie zu demonstrieren und es dann zu demontieren.
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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken