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Neuere „Köstlichkeiten“ aus der Sprache des kalten Krieges – und was daran ernst zu nehmen ist. PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Heinz Gess   
Samstag, 23. Januar 2010 um 12:49 Uhr
Nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ (Nr. 18, 22. Januar 2010) bin ich nun für die „islamische Religionsgemeinschaft“ und ihren, in vielen „heiligen Kriegen“ für die Sache des „Friedens“, der bekanntlich identisch mit „Islam“ ist , erprobten Präsidenten nicht nur „infantil“, „ein Rotzlöffel“ und „Kasperl“, sondern nun hat die Sprecherin der  Religionsgemeinschaft Mehmed Ayhan mich auch noch in die Gattung der Tiere aufgenommen Sehr überraschend ist das nicht, denn üblicherweise werden „Feinde des Islam“ von dessen verblendeten Kriegern zu „Schweinen“ oder „Affen“ erklärt, weil diese Tiere als besonders unrein gelten, während der islamische Glaubenskrieger sich für rein hält und sich seiner inneren Reinheit stets durch den Kampf gegen den angeblich unislamischen Schmutz vergewissern muss. In meinen Fall jedoch scheint der IRG „Schwein“ und der „Affe“ noch zuviel des Guten. Diese Tiere sind zu groß und nicht niedrig und verächtlich genug, als dass ich es verdient hätte, ein Schwein oder Affe genannt zu werden. Sie sind nicht nah genug am „Unreinen“, „Niedrigen“, „Schmutzigen“, das der „heilige Krieger“ nachhaltig bekämpft, um seiner Herr zu werden, ohne es doch je zu können, weil eben dieses Untere ein Bestandteil seiner Triebnatur ist und im übrigen auch nicht an sich „böse“ , „niedrig“ und „gemein“ ist, sondern das alles nur wegen der krampfhaften Unversöhntheit der islamischen Herrschaftsform mit der lebendigen Natur, die eben anderes wünscht als in dieser Weise beherrscht und drangsaliert zu werden. Was läge also in dieser Denkform näher als an Kriechtiere zu denken, wenn man den „bösen Feind“ benennen möchte. Zum Beispiel an den Wurm, etwa den „Leichenwurm", wie der deutsche Komponist Wagner „den Juden“ genannt hat. Infrage kämen aber auch andere Gattungen wie etwa „Ameisen“. Denn auch Ameisen leben im Schmutz am Boden. Aber während „Leichenwürmer“ den toten (Volks-) Organismus zersetzen, untergraben sie von unten her das solide, auf Sand gebaute Fundament des Hauses, auch das des „Hauses des Islam“. Zum Bild des lebendigen „Urvolkes“ (Fichte) mit seiner eigenständigen Kultur und Religion gehört als Negativ der zersetzende „Leichenwurm“ oder „Parasit“ im Volkskörper, zum Bild des auf Sand gebauten „Hauses des Islam“ passt dagegen besser das der wühlenden, das Fundament untergrabenden , verächtlichen „Ameise“, die man mit einem Fußtritt zertreten oder einem Handschlag zerquetschen kann. Dem entsprechend hält die Sprecherin der IRG Mehmed Ayhan „die Ameise“ für die passende Tiergattung, mit der ich wegen meiner Kritik an der islamischen Herrschaftsform gleichzusetzen sei und gibt öffentlich bekannt: „Wir fühlen uns sehr beleidigt. (…) Dieser Mann ist eine Ameise. Er hat an einer Hochschule nichts zu suchen.“ Selbstverständlich inszeniert sie dieses „Kaspertheater“ so, als habe nicht sie das gesagt, sondern als sagten das Dutzende von Moslems in ihren E-Mails, die sie täglich erhalte. Meine Worte, so Ayhan über mich, hätten „einen Sturm der Entrüstung“ unter Muslimen ausgelöst. Wer die Struktur der faschistischen Propaganda begriffen hat, weiß, was solche im Indikativ ausgesprochenen Sätze von Führern über „Feinde des Islam“ bedeuten. Sie sind als Aufforderung an die „Gemeinschaft“ der „Muslime aus der ganzen Welt“, als deren Sprachrohr sich Vural aufspielt, zu verstehen, den „Sturm der Entrüstung“ zu entfachen, so wie er ja schon einmal im Karikaturenstreit durch entsprechende propagandistische Aufrufe muslimischer Führer entfacht werden konnte. Weil niemand sicher wissen kann, auf welchen Boden solche Hetzparolen fallen und was am Ende daraus wird, ob sie „Rohrkrepierer" bleiben oder zünden, ist dieses „Kasperl-Theater“ mit seinen köstlich-komischen sprachlichen Entgleisungen eben auch mehr als nur „Schauspiel“, sondern das Schauspiel ist als Schauspiel politische, auf reale Wirkung bedachte Realität. Die inszenierte, geschauspielerte Entrüstung soll „wahr“ werden, die libidinöse narzisstische Identifikation mit dem ‚glanzvollen’ islamischen Führer, als der sich Vural inszeniert, soll aktiviert werden und per libidinöser Identifikation mit dem angeblich angegriffenen glanzvollen Führer der „Sturm der Entrüstung“ gegen jene Kritiker entfacht werden, die nichts auf ihrer Seite haben als das Wort, und die deswegen - wegen dieser ihrer „Ohnmacht“ - als “Ameisen“ verächtlich gemacht werden, die man zertreten kann. Will man den autoritär-masochistischen Charakter ermutigen, zur Tat zu schreiten ist es nämlich nicht nur wichtig, den Führer als glanzvollen Helden erscheinen zu lassen, sondern eben so sehr, den zum Feind Bestimmten in der Propaganda auf gemeinste Weise verächtlich zu machen. Denn der der autoritär-masochistische Charakter erkennt nur die Macht an, die Fakt ist, sonst gar nichts. Also muss die faschistische Propaganda den als Feind Bestimmten stets als „schwach“ darstellen, und seine Stärke, sofern er als stark erscheint, als geliehene, betrügerische Stärke, die wie ein Kartenhaus zusammenbricht, wenn „der Sturm der Entrüstung“ losbricht. Sollte das wirklich so geschehen, erweist sich also die entgegenstehende Macht „im Sturm der Entrüstung“ nicht als Fakt, dann gibt es für den autoritären Charakter kein Halten mehr:
Heinz Gess
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Dieser Kommentar ist von "Gegen Islam-Führer nach dem Muster der faschistischen Propaganda."

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