Kritiknetz - Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft http://www.kritiknetz.de/ Sun, 26 Jun 2016 22:55:51 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de Biografisches Verstehen bei Freud http://www.kritiknetz.de/kultur/1345-biografisches-verstehen-bei-freud http://www.kritiknetz.de/kultur/1345-biografisches-verstehen-bei-freud

Eine Übersicht (über das gleichnamige Buch vom Verfasser)

Der Band versammelt Beiträge zur psychoanalytischen Hermeneutik; er soll etwas zum Themenbereich des Verstehens in der Psychoanalyse und des Verstehens der Psychoanalyse beitragen (S. 9 f.). Der erste Teil des Buchs befasst sich mit „Biografik-Kritik und biografischem Verstehen“. Hier geht es vor allem um die Biografik-Kritik Freuds und um die Funktion des biografischen Verstehens in seiner Lehre. Der zweite Teil geht auf Freuds methodologische Überlegungen zum Verstehen ein und bringt sie in einen Zusammenhang mit seinen verstreuten Bemerkungen zur Geschichtlichkeit des Psychischen.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Haupteintrag Kultur, Literatur, Musik Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 16 Jun 2016 12:31:55 +0200
Endzeitvisionäre und Weltuntergangster http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1342-endzeitvisionaere http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1342-endzeitvisionaere

Über apokalyptische Heilsvisionen in monotheistischen Religionen

Der folgende Essay befasst sich mit Endzeitvisionären und „Untergangstern“: Personen oder Gruppen, die Untergänge der Welt, zumindest ihrer Gegner, voraussehen oder zu inszenieren trachten. An zahlreichen Beispielen aus der Geschichte lässt sich zeigen, dass sich Menschen durch Prophezeiungen des drohenden Untergangs ihrer Lebensweise, ihrer Kultur oder des menschlichen Lebens auf der Erde überhaupt, in folgenreicher Weise für eine bestimmte Religion, Weltanschauung, Morallehre oder Handlungsweise mobilisieren lassen.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 24 May 2016 18:00:24 +0200
Kein Glück ohne Freiheit, keine Freiheit ohne Glück http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1341-kein-glueck-ohne-freiheit-keine-freiheit-ohne-glueck http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1341-kein-glueck-ohne-freiheit-keine-freiheit-ohne-glueck

Aspekte von Adornos Konzept des Glücks

Adorno spricht in seinen Schriften von einem universalen ungeschmälerten Glück aller und des Ganzen. Allerdings ist dieses utopische Glück noch nicht da, wird verbogen durch die "Ohnmacht" des Subjekts in der zu einer "zweiten Natur versteinerten Gesellschaft" (Adorno). Surrogate für Glück, wie sie die Kulturindustrie bietet, lehnt Adorno ab.

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hgess@gmx.de (Norbert Rath) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Sun, 22 May 2016 19:07:25 +0200
Kapital und Begriff http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1340-kapital-und-begriff http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1340-kapital-und-begriff

Zur Kritik eines Grundbegriffs bei Thomas Piketty

"Piketty bewegt sich auf den verdinglichten Hintergrund der modernen Wirtschaftswissenschaften; trotz aller Kritik, die er von dieser Seite einstecken muss. Andererseits wäre ihm nicht das große mediale und öffentliche Lob zuteil geworden, wenn er eine substantielle Kritik der kapitalistischen Gesellschaft formuliert hätte. Allen Kritikern der Ungleichheit sollte bewusst sein, dass eine grundsätzliche Kritik nur möglich ist, wenn man den kategorialen Rahmen der bürgerlichen Ökonomie kritisch überschreitet. Nur wer die Grundbegriffe des Kapitalismus kritisieren kann, wird perspektivisch eine fundamentale Gesellschaftsveränderung anvisieren können. Wer sich weiterhin im kategorialen Rahmen der bürgerlichen Ökonomie bewegt, wird diese weder theoretisch noch praktisch zu transzendieren vermögen. Das theoretische Überschreiten dieser Schranken des bürgerlichen Bewusstseins stellt sich als Prozess der Reflexion auf die unreflektierten Begriffe dar. Der Reformismus lässt sich also nicht nur an den befürworteten Maßnahmen ablesen (627ff.), sondern steckt konzeptuell in der Methode.]]> hgess@gmx.de (Paul Stegemann) Haupteintrag Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 03 May 2016 11:57:29 +0200 Eine "Fatwa" im Gewand der Soziologie http://www.kritiknetz.de/religionskritik/1332-eine-fatwa-im-gewand-der-soziologie http://www.kritiknetz.de/religionskritik/1332-eine-fatwa-im-gewand-der-soziologie

Wie französische „Soziologen“ den algerischen Schriftsteller und Islamkritiker Kamel Daoud zum Schweigen brachten

Angesichts der niederträchtigen Ausfälle französischer, sich links gebender Soziologen und Anthropologen gegen Kamel Daoud wegen seines Artikels „Islam und Körper. Das sexuelle Elend der arabischen Welt“ habe ich schon vor Wochen in Facebook einen kurzen Text zu Ehren von Kamel Daoud veröffentlicht und in ihm an Artikel im www.Kritiknetz.de erinnert, in dem ich diese querfrontlinke, strukturell antisemitische Ideologie, wie sie auch die französischen Vulgärsoziologen vertreten, seit Jahren kritisiere. Die Vulgärsoziologie gewährt dem kulturrassistischen, von Grund auf antisemitischen Islamismus im Namen eines vorgeblichen kulturrelativistischen „Antirassismus“ Beistand.

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hgess@gmx.de (Stefan Zenklusen und Heinz Gess) Haupteintrag Religionskritik Politische Eingriffe Thu, 24 Mar 2016 15:19:34 +0100
Der prozessierende Widerspruch http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1333-der-prozessierende-widerspruch http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1333-der-prozessierende-widerspruch

Produktion des relativen Mehrwerts und Krisendynamik

Marx schreibt in den Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie

„Das Kapital ist selbst der prozessierende Widerspruch [dadurch], daß es die Arbeitszeit auf ein Minimum zu reduzieren sucht, während es andrerseits die Arbeitszeit als einziges Maß und Quelle des Reichtums setzt.“ (Marx 1974: 593)

„Die Produktivkräfte und gesellschaftlichen Beziehungen … erscheinen dem Kapital nur als Mittel, um von seiner bornierten Grundlage aus zu produzieren. In fact aber sind sie die materiellen Bedingungen, um sie in die Luft zu sprengen.“ (Marx 1974: 593/594).

Nach Marx steuert das Kapital historisch auf eine fundamentale krise zu, weil wegen der wachsenden Produktivität die gesamtgesellschaftliche bzw. globale Mehrwertproduktion auf Dauer abnehmen und die Kapitalverwertung schließlich zum Erliegen kommen müsse. Ortlieb überprüft diesen Gedanken mit Erkenntnissen und Erkenntnismitteln von heute, wozu auch ein wenig Mathematik gehört.

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hgess@gmx.de (Claus Peter Ortlieb) Haupteintrag Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 06 Apr 2016 16:14:27 +0200
Sprache, Vernunft und Emanzipation http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1331-sprache-vernunft-und-emanzipation http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1331-sprache-vernunft-und-emanzipation

Darstellung und Kritik der Idee der Diskursethik[1] Karl-Otto Apels

Der Aufsatz Hans Peter Büttners hat zwei Teile. Im ersten Teil (§1- §20) stellt er in Anlehnung an Apels Transzendentalpragmatik zunächst die drei grundlegenden Paradigmen der abendländischen Philosophie dar: (1) das ontologische, (2) das mentalistische (bewusstseinsphilosophische) und schließlich (3) das linguistische (sprachphilosophische) Paradigma. Dann stellt er die für diesen Teil des Aufsatzes zentrale Frage auf, ob und wie die moderne, wissenschaftlich-technische Welt zu einer universalistischen Vernunftethik finden kann, der jeder vernunftbegabte Mensch unter strikter Verwendung seiner vernunftgeleiteten Urteilskraft zwanglos zustimmen kann.

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dulce97@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 23 Mar 2016 12:27:03 +0100
Keine Lobeshymne auf Helmut Schmidt http://www.kritiknetz.de/nahostdebatte/1327-keine-lobeshymne-auf-helmut-schmidt http://www.kritiknetz.de/nahostdebatte/1327-keine-lobeshymne-auf-helmut-schmidt

Nach dem Tode von Helmut Schmidt werden auf den "elder statesman" und bis zu seinem Tode Herausgeber der ZEIT Elogen am laufenden Band veröffentlicht, die Helmut Schmidt als großen Staatsmann und scharfsinnigen deutschen Geist erscheinen lassen, der seinesgleichen in der Welt sucht. Ich dagegen möchte mit meinem Beitrag in den Wein der Lobeshymnen einige Wermutstropfen gießen.

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hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Nahostdebatte Politische Eingriffe Wed, 17 Feb 2016 19:43:52 +0100
Flüchtlingspolitik in der Diskussion http://www.kritiknetz.de/sozialarbeitsozialpolitik/1326-merkels-fluechtlingspolitik-in-der-diskussion http://www.kritiknetz.de/sozialarbeitsozialpolitik/1326-merkels-fluechtlingspolitik-in-der-diskussion

 

Am 10. 2. 2016 habe ich im Kritiknetz einen Aufsatz von Reinhard Crusius veröffentlicht, der „Merkels Flüchtlingspolitik“ scharf kritisiert. Ich teile diese Kritik nicht in allen Punkten. Außerdem vermisse ich manches, was in diesem Zusammenhang zu sagen, ich für wichtig halte.

Deshalb das folgendes Korreferat zum Artikel von R. Crusius (http://www.kritiknetz.de/sozialarbeitsozialpolitik/1325-merkels-fluechtlingspolitik)

Gliederung:

  1. zu Helmut Schmidt
  2. zur Forderung, die UNO zu stärken
  3. Zur Politik der Auslagerung des Grenzregimes in die Türkei und die katastrophalen Folgen für die Kurden
  4. Links-rechte Querfront
  5. zum deutsch-iranischen Verhältnis]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Sozialarbeit und -politik (politische Eingriffe) Politische Eingriffe Sat, 13 Feb 2016 11:01:22 +0100 Israel, Palästina, Nazis und der Nahostkonflikt http://www.kritiknetz.de/antizionismusundantisemitismus/1308-israel-palaestina-und-der-nahostkonflikt http://www.kritiknetz.de/antizionismusundantisemitismus/1308-israel-palaestina-und-der-nahostkonflikt

     Eine Kritik an Günter Pohls Artikel „Kein Frieden in Sicht, aber eine dritte Intifada“ aus der „UZ“ vom 23. Oktober 2015

    Der folgende Text stellt eine Kritik an dem Artikel „Kein Frieden in Sicht, aber eine dritte Intifada“ von Günter Pohl, internationaler Parteisekretär der DKP, aus der Wochenzeitung „Unsere Zeit“ vom 23. Oktober 2015 dar. Der am 29. Oktober 2015 der Redaktion der „UZ“ zugesandte Text begründet gleichzeitig, weshalb der Autor sein Abonnement der Zeitung „UZ“ kündigt, denn die „israelkritische“ Perspektive Pohls erweist sich als eine Ansammlung antisemitischer Stereotype, die hier auf Israel als den „Juden unter den Staaten“ projiziert werden. Gleichzeitig mit diesen antisemitischen Ressentiments bewegt sich Günter Pohls Text in einer verhängnisvollen Tradition „linker“ Annäherungsbemühungen an ein reaktionäres, menschenfeindliches Regime, das überall dort, wo es politische Macht ausübt, progressive und aufgeklärte Menschen blutig verfolgt und ihnen nach dem Leben trachtet.

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    hgess@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Haupteintrag Antizionismus und Antisemitismus Politische Eingriffe Sat, 07 Nov 2015 18:54:50 +0100
    Adornos Nichtidentisches und Derridas différance http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1312-adornos-nichtidentisches-und-derridas-differance http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1312-adornos-nichtidentisches-und-derridas-differance

     

    Zenklusen geht im folgenden Text der Frage nach, was Adornos und Derridas Philosophie eint und unterscheidet. Dabei steht, was beide unvereinbar unterscheidet, im Vordergrund seiner Untersuchung. Denn der Autor möchte dadurch, dass er das Bewusstsein für das Trennende weckt, der „ negativen Dialektik“ zur Resurrektion verhelfen.

    Zenklusens Untersuchung zeitigt abgründige Differenzen zwischen der „negativen Dialektik“ Adornos und der Philosophie der Dekonstruktion Derridas, die oberflächliche Leser Derridas überraschen können, weil Derridas Begriffe auf den ersten Blick ein große Ähnlichkeit mit denen Adornos aufweisen. Unter anderen stellt Zenklusen folgende Unterschiede heraus:

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    hgess@gmx.de (Stefan Zenklusen) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 01 Dec 2015 10:40:51 +0100
    Der Islam in Frankreich und Badious Utopie des Grauens http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/1292-der-islam-in-frankreich-und-badious-utopie-des-grauens http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/1292-der-islam-in-frankreich-und-badious-utopie-des-grauens

     Über vorauseilende Unterwerfung, politisch korrekten Antisemitismus und Neofaschismus im Linksjargon

    In seinem Text über „Die roten Banner und die Trikolore“ (ursprünglich in Le Monde, 27. 1. 2015) in der linken „Wochen Zeitung“ (Zürich, vom 12. 2. 2015) (https://www.woz.ch/-59ec), gelingt es Alain Badiou nur mit gröbsten Verzerrungen und absurden historischen Vergleichen, die These vom allgegenwärtigen antiarabischen Rassismus und der „Islamophobie“ in Frankreich zu konstruieren.“ (Zenklusen)

    In der folgenden Replik auf diesen Text widerlegt Stefan Zenklusen dieses Konstrukt Alain Badious. Er weist das Konstrukt als Ideologie aus, die auf trügerischen begrifflichen Verkehrungen, Verschiebungen, falschen Zustellungen und wild entschlossener Abdichtung gegen Empirie beruht. Badiou verhält sich demnach wie ein umgekehrter Psychoanalytiker und kritischer Theoretiker.

     

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    hgess@gmx.de (Stefan Zenklusen) Haupteintrag Ideologie- und Religionskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 26 May 2015 20:50:38 +0200
    Geld als gesellschaftliche Synthesis und Denkform http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1295-geld-als-gesellschaftliche-synthesis-und-denkform http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1295-geld-als-gesellschaftliche-synthesis-und-denkform

    Kritik und Auflösung von Sohn-Rethels Rätsel

     

    „Unsichtbar ist das Geld heute in all seiner Macht“, aber „unsichtbar ist es als „eine Denkform, von der wir nichts wissen, die jedoch unser Wissen und Denken ...bestimmt“. (...) Keines der unabsehbar zahlreichen und unüberblickbar ausgedehnten Probleme globaler Zerstörung und Not, das nicht zwingend an die Geldvermittlung gekoppelt wäre, keines, das sich nicht unwiderruflich verschärft, solange es weiter nach der Logik der Geldvermittlung zu gehen hat.“ Es sollte längst „absehbar geworden sein, dass es nach der Logik der Geldvermittlung nur die beiden Möglichkeiten gibt, entweder unterhalb des Weltmarktniveaus zu kollabieren oder auf stets vorangetriebenem Weltmarktniveau schließlich das Marktgebiet insgesamt, nämlich die Welt selbst, zu zerstören. Doch je absehbarer und gegenwärtiger bereits die Katastrophen der Geldvermitt­lung, umso trüber der Eifer, ausschließlich von ihr das Heil zu erwarten. (...) Umso unentrinnbarer ist offenbar das Denken eingeschlossen in eben jene Denkformen, die dem Geld entspringen (...) und die nichts anderes zu denken mehr zulassen als eine Welt gemäß dem Geld“. So ­­ hebt Bockelmann in der folgenden Studie an und setzt sogleich fort: Es war Alfred Sohn-Rethel, der als erster diese Einsicht der Abhängigkeit der Denkform der Neuzeit von der Geldform erlangt hat, aber sie blieb bei ihm Zeit seines Lebens eine nie zur klaren Erkenntnis ausgeführte „halbintuitive Einsicht“. Damit ist die Aufgabe benannt, die Bockelmann in der vorliegenden Studie lösen will, nämlich die richtige Intuition Sohn-Rethels endlich einzulösen und kritisch-theoretisch vorzudringen in jene reale Denkform, die „die Welt im Innersten so eisern zusammenhält, dass sie darüber birst.“

     

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    hgess@gmx.de (Eske Bockelmann) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 03 Jun 2015 13:59:22 +0200
    Judith Butler und Theodor W. Adorno im historisch-gesellschaftlichen Kontext http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1161-judith-butler-und-theodor-w-adorno-im-historisch-gesellschaftlichen-kontext http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1161-judith-butler-und-theodor-w-adorno-im-historisch-gesellschaftlichen-kontext

    Im folgenden Essay arbeite ich die Implikationen und theoretischen Voraussetzungen der politischen Einschätzungen und Stellungnahmen von Judith Butler und Th. W. Adorno zu Israel und dem Antizionismus/Antisemitismus heraus und reflektiere ihre Funktion im jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Kontext.

    Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Preisverleihung an Judith Butler ein Fehlgriff ist, der einem wissenschaftlichen Skandal gleichkommt, weil hier eine fraglos bekannte Literaturwissenschaftlerin, die Adornos Werk und die ihm zugrunde liegende Intention ins Gegenteil verkehrt, ausgerechnet unter Berufung auf Adorno geehrt werden soll. Das ist um der Wahrheit in der Sache willen, nicht hinnehmbar.

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    webmaster@kritiknet.de (Heinz Gess) Haupteintrag Antisemitismus Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 06 Sep 2012 11:21:24 +0200
    Die Läuterung der kritischen Theorie der Gesellschaft durch den kritischen Kritiker Axel Honneth http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1226-die-laeuterung-der-deutschen-sozialphilosophie-durch-den-kritischen-kritiker-axel-honneth http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1226-die-laeuterung-der-deutschen-sozialphilosophie-durch-den-kritischen-kritiker-axel-honneth

    Honneths Israelkritik im Kontext seiner Theorie

    Der folgende Text entstand im Nachgang zu meiner im Kritiknetz veröffentlichten scharfen Kritik an der Verleihung des Adorno-Preises der Stadt Frankfurt ausgerechnet an Judith Butler. Ich versuche mir darin Klarheit darüber zu verschaffen, wie die Israelkritik Axel Honneths und seine positive Einstellung zur Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler mit seiner affirmativen „neuen kritischen Theorie“ zusammenhängt.

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 05 Sep 2013 23:11:38 +0200
    Kritik des soziologischen Individualisierungstheorems (Ulrich Beck) http://www.kritiknetz.de/soziologie/1262-kritik-des-soziologischen-individualisierungstheorems-kurt-beck http://www.kritiknetz.de/soziologie/1262-kritik-des-soziologischen-individualisierungstheorems-kurt-beck

     Der folgende Text ist der umfangreichen Untersuchung des Autors über "Aufstieg und Fall des Individuums. Kritik der bürgerlichen Anthropologie" (1) entnommen. Dieser Text nimmt unmittelbar Max Horkheimers Reflexionen über "Aufstieg und Niedergang des Individuums" in der " Kritik der instrumentellen Vernunft"(2) auf, um die Kritische Theorie weiterzuentwickeln, indem sie auf ihren Ausgang von der Kritik der Politischen Ökonomie zurückgeführt wird.

    Weil der gesellschaftliche Irrationalismus und Sozialatomismus des gegenwärtig herrschenden Neoliberalismus – im Unterschied zum klassischen Liberalismus –unmittelbar ohne aufklärenden Gehalt ist, der immanent radikalisiert werden könnte, noch ohne utopischen Gehalt, wird in jener Untersuchung eine geschichtsphilosophische Aufklärung des neoliberalen Atomismus formuliert. Die Darstellung folgt der Genese der Utopie des Individuums von der Renaissance bis zum klassischen, revolutionären Liberalismus, und der Negation jener Utopie durch den Imperialismus, den Nationalsozialismus und endlich den Neoliberalismus.

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    hgess@gmx.de (Gerhard Stapelfeldt) Haupteintrag Soziologie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 04 Nov 2014 16:29:37 +0100
    Die Apotheose der kollektiven Identität und die Liquidierung des Individuums http://www.kritiknetz.de/neuerechte/644-die-apotheose-der-kollektiven-differenz-und-die-liquiduierung-des-individuums http://www.kritiknetz.de/neuerechte/644-die-apotheose-der-kollektiven-differenz-und-die-liquiduierung-des-individuums
    Die Wochenzeitung "Die Zeit“ widmet in ihrer Ausgabe Nr.9 (25. 02. 2010) der Gegenkritik an der emanzipatorischen Kritik des gegenwärtig vorherrschenden Islam als antidemokratischer Herrschaftsform eine ganze Doppelseite. Die entsprechenden Hauptartikel stehen unter der Überschrift "Minirock statt Burka" und "Liberaler Rassismus". Den letzteren Artikel, geschrieben von Caroline Emcke, nehme ich im folgenden Essay zum Anlass, die Implikationen der  oberflächlichen Kritik der "Zeit" an der emanzipatorischen Herrschaftskritik einer vernichtenden, negativen Kritik zu unterziehen, die keinen Stein auf dem anderen lässt.
    Ich komme zu dem Ergebnis, dass nicht der politische Liberalismus ein "liberaler Rassismus" ist, wie die Kritik C. Emckes suggeriert, sondern dass sich umgekehrt "liberaler Rassismus" und die Ideologie der Neuen Rechten (Alain de Benoist) in den Voraussetzungen ihrer eigenen Kritik an der Bewegung der Emanzipation und ihres dazugehörigen Lobpreises der kollektiven Identitäten (bzw. des "Glaubens", der sie zusammenhält) versteckt.

     

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 03 Mar 2010 18:06:40 +0100
    Interview zum Thema "Kritiknetz - Zeitschrift für kritische Theorie der Gesellschaft" http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1273-interview-zum-thema-kritische-theorie http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1273-interview-zum-thema-kritische-theorie

     

    Im  folgenden sehen Sie ein Video mit einem Interview über das Kritiknetz - Zeitschrift  für kritische Theorie der Gesellschaft. Das Interview führte MrMarxismo mit Dr. Heinz Gess nach der Exittagung in Mainz im Oktober 2014. Es geht darin um die Intention des Kritiknetzes als theoretischen Organs der Bewegung der gesellschaftlichen und individuellen Emanzipation von Herrschaft, um seine Inhalte, Schwerpunktsetzungen und Entstehungsgeschichte.

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 25 Dec 2014 12:39:31 +0100
    Gesellschaftliche Herrschaft und Antisemitismus in der Weltgesellschaft http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1162-gesellschaftliche-herrschaft-und-antisemitismus-in-der-kapitalistischen-weltgesellschaft http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1162-gesellschaftliche-herrschaft-und-antisemitismus-in-der-kapitalistischen-weltgesellschaft
    Zur Kritik aller Formen der antisemitischen Ideologie und Rebellion
    Der Antijudaismus und Antisemitismus ist mehr als nur ein gewöhnliches Vorurteil gegenüber dem Fremden und Anderen, das durch Aufklärung und Prüfung an der Erfahrung widerlegt werden könnte. Der Antisemitismus wohnt, wie Adorno es für die Ideologie, den realen Schein von Freiheit und Gleichheit in der spezifisch kapitalistischen Produktionsweise, generell behauptet, dem gesellschaftlichen Sein selbst inne und wird von ihm bewusstlos immer wieder neu genährt. Beides gilt es zu beachten, nämlich (1) dass der Antisemitismus/Antijudaismus so etwas ist wie eine "objektive Gedankenform" im Marxschen Sinne und (2) dass die antisemitischen Assoziationen, in deren Zentrum der Hass steht, weitgehend im Unbewussten ablaufen. Was an die Oberfläche kommt, sind zumeist nur vom Über-Ich und Ich durchgelassene Rationalisierungen des Hasses auf die Juden und der mit diesem Affekt gekoppelten Assoziationen. Das Unbewusste aber kennt nach Freud keinen Widerspruch. In ein und derselben Symptomhandlung kann sowohl das Verdrängte als auch das Verdrängende zugegen sein. Sie ist die bewusstlose Einheit eines unaufgelösten Widerspruchs. So ist es auch mit dem "Bild des Juden", das der Antisemit in die Anderen projiziert, die er mit seinem Hass verfolgt. Es ist die falsche Projektion des realen gesellschaftlichen Antagonismus, der objektiven gesellschaftlichen Unversöhntheit auf die Juden.
    (es handelt sich bei diesem Essay um eine gekürze und leicht überarbeitete Fassung eines früheren Textes ,der im Kritiknetz unter dem Link http://bit.ly/QnOR7y veröffentlicht ist)
    Heinz Gess
     
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    webmaster@kritiknet.de (Heinz Gess) Haupteintrag Antisemitismus Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 06 Sep 2012 11:48:03 +0200
    Glück http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1294-glueck http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1294-glueck

     

    Keine Theorie der Gesellschaft ist möglich, die in den Verhältnissen nicht die aufgehobene Geschichte, den utopischen Vorschein des ‘Vereins freier Menschen’ nachweisen könnte. Die globale Ordnung des Neoliberalismus, die neoliberale Theorie, aber scheint solcher Gesellschaftstheorie den Boden zu entziehen durch ihre drei grundlegenden Dogmen: daß die Gesellschaft als Ganze unerkennbar sei, daß darum das ‘Ende der Geschichte’ ebenso wie das ‘Ende der Utopien’ gekommen sei. Eine Theorie der Gesellschaft im Interesse theoretischer und praktischer Kritik muß daher in der neoliberalen Ordnung die Negation der Utopien als “bestimmte Negation” aufklären, die die verleugneten utopischen Potenzen doch in sich aufgehoben enthält.
    Der Text geht dieser “bestimmten Negation” geschichtsphilosophisch nach: durch die Darstellung der Genese und des Verfalls der Utopie des Glücks – der, neben der Utopie der Vernunft, anderen großen Utopie der europäischen Gesellschaftsgeschichte.

     

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    hgess@gmx.de (Gerhard Stapelfeldt) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Sun, 31 May 2015 16:24:34 +0200
    Restitution einer Kritischen Theorie http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1248-restitution-einer-kritischen-theorie http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1248-restitution-einer-kritischen-theorie

    Nach Helmut Dahmer können Karl Marx und Sigmund Freud „als die Begründer dieser dritten Art von Wissenschaft gelten, die sich mit Institutionen der Seele und der Sozietät befasst, die den vergesellschafteten Individuen als ‚natürliche’ erscheinen und sich dadurch gegen Veränderung immunisieren. Die Kritik solcher pseudonatürlichen Produktionen zielt darauf ab, sie durch Rekonstruktion ihrer Entstehungsgeschichte zu de-fetischisieren, um sie reformieren oder auflösen zu können. Die Institutionenkritik ist die Wissenschaft von den Subjekten der Lebens- und Sozialgeschichte. Wo das Verstehen versagt, greift sie provisorisch auf Erklärungen zurück, die sich daran bewähren, dass die davon betroffenen Subjekte sie adoptieren können, also die Erklärung ihres Verhaltens ihrem Selbstverständnis integrieren (und sie damit gegenstandslos machen).

     

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    hgess@gmx.de (Helmut Dahmer) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 03 Dec 2013 13:07:11 +0100
    Antisemitismus als Denkform http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1257-antisemitismus-als-denkform http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1257-antisemitismus-als-denkform

    Unter Bezugnahme auf Raul Hilberg unterscheidet Büttner drei historische Etappen des Antijudaismus/Antisemitismus

    - Vom 3. bis 11. Jahrhundert, also der Spätantike bis Ende des Hochmittelalters:

    Diese Periode folgte dem Motto:

    Ihr habt kein Recht, als Juden unter uns zu leben!

    - Vom 12. bis 17. Jahrhundert, somit dem Spätmittelalter bis zur frühen Neuzeit:

    In dieser Periode lautete das Motto:

    Ihr habt kein Recht, unter uns zu leben!

    - Vom 18. bis 20. Jahrhundert, und damit der sog. „Neuzeit“:

    Diese letzte Periode folgte folgerichtig dem Motto:

    Ihr habt kein Recht, zu leben!

     

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    hgess@gmx.de (Hans-Peter Büttner) Haupteintrag Antisemitismus Kritische Theorie der Gesellschaft Mon, 18 Aug 2014 19:24:28 +0200
    Kritische Theorie - Was ist das? http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/27-kritischetheoriewasistdas http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/27-kritischetheoriewasistdas
    Das Projekt der Kritischen Theorie beginnt nach dem Verständnis, das Horkheimer und Marcuse (1937) und die anderen Mitarbeiter des Frankfurter Instituts davon haben, spätestens mit der "Kritik der politischen Ökonomie" von Karl Marx. An deren Begriff von Kritik ist ihr Begriff der immanent verfahrenden, dialektischen Kritik gebildet. Aus ihr übernimmt die KT auch die zu ihrem Paradigmakern gehörende Überzeugung, dass
    - erstens die Warenform als "die Grundform der historisch gegebenen Warenwirtschaft die inneren und äußeren Gegensätze der Epoche in sich schließt, sie in verschärfter Form stets auf neue zeitigt und nach einer Periode des Aufstiegs, der Entfaltung menschlicher Kräfte, der Emanzipation des Individuums, nach einer ungeheuren Ausbreitung der menschlichen Macht über die Natur schließlich die weitere Entwicklung hemmt und die Menschheit einer neuen Barbarei zutreibt".
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Mon, 14 Mar 2005 11:46:00 +0100
    Der gescheiterte Antifaschismus der SED http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1297-der-gescheiterte-antifaschismus-der-sed http://www.kritiknetz.de/antisemitismus/1297-der-gescheiterte-antifaschismus-der-sed

     

    Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR

     

    Damit (links-)deutsche Ideologen handeln ‚als enttäuschte zu Verstande gekommene Menschen’ (Marx)

    Harry Waibel führt in seine Untersuchung u. a. mit folgenden Sätzen ein: „Wie die SED den Antisemitismus in der DDR leugnete, so leugnete sie auch den Rassis­mus. Wenn doch „Vor­kommnisse“ dieser Art registriert werden mussten, dann wurden Täter als „kriminelle“ oder „asoziale“ Elemente be­zeichnet, die durch den schädli­chen Einfluss westli­cher Me­dien oder Agenten dazu beeinflusst worden wären. Die Verleug­nung und Verdrängung dieser Thematik reicht bis in die Gegenwart, wenn von Mitgliedern und Sym­pathisanten der Linkspartei immer wieder behauptet wird, in der DDR hätte es kei­nen Ras­sismus oder Antisemitismus gegeben, und die Erscheinungen der Gegenwart seien aus­schließlich Folgen der politischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen ab 1990. (...) Rassisten, Antisemiten und Neonazis waren Teil einer sozialen Realität und sie bildeten die politischen, re­aktionären Kerne einer ansonsten amorph strukturierten Opposition und deren rassistische Exzesse waren auch ein Ausdruck dafür, dass sie den sozialen und politischen Verhält­nissen kri­tisch oder ablehnend ge­genüberstanden.“

     

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    hgess@gmx.de (Harry Waibel) Haupteintrag Antisemitismus Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 11 Jun 2015 22:29:40 +0200
    Max Horkheimers Sicht der "traditionellen und kritischen Theorie " http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/274-maxhorkheimertraditionelleundkritischetheorie1937 http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/274-maxhorkheimertraditionelleundkritischetheorie1937
    Referat des Aufsatzes von Horkheimers Aufsatz "Traditionelle und kritische Theorie"  (1937) mit Kommentierungen und kritischen Anmerkungen.
    Der Aufsatz formuliert das Programm der kritischen Theorie der Gesellschaft und grenzt es von der traditionellen Theoriebildung in den Sozialwissenschaften ab.

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Fri, 18 Mar 2005 18:32:00 +0100
    Versuche über Un-Wirklichkeit http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1193-versuche-ueber-un-wirklichkeit http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1193-versuche-ueber-un-wirklichkeit


    Wie der neoliberale Fetischismus sich zu einer imaginären Welt verdoppelt und dadurch das Land Utopia besetzt

    Solange die Menschen ihre Geschichte ohne Bewusstsein und bewussten Willen machen, glauben sie sich mythologischen, religiösen und metaphysischen (Schicksals-) Mächten als herrschenden Subjekten der Geschichte unterworfen und fetischisieren sie zur eigentlichen Realität hinter der Welt des bloßen Scheins.

    In der folgenden Studie „Versuche über Unwirklichkeit“ stellt Stapelfeldt dar, dass die neueste Gestalt dieses imaginierten, unwirklichen kollektiven Unbewussten „das Gesellschaftlich-Imaginäre“ ist. Er bestimmt es als ‚Welt des Denkens, das sich absolut gegen das Nicht-denken verselbständigt wähnt, seine Genese nicht zu erinnern vermag und sich absolute Herrschaft’ anmasst, als „Welt der losgelassenen Omnipotenzphantasie“ des totalitären, „rationalisierten, von Göttern gereinigten Fetischismus“. (Stapelfeldt, S. 2) Das geschieht in mehreren Schritten. Zunächst stellt er kurz die Entwicklung von der bürgerlichen Aufklärung (liberalistische Epoche) bis zur Implementation des Neoliberalismus als Reaktion auf die Krise des staatsinterventionistischen Kapitalismus und auf das sich abzeichnende ökologische Krisenszenario (Club of Rome, Grenzen des Wachstums) dar.

    Implementiert in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts setzte sich der postmoderne Neoliberalismus alsbald gegen den bis dahin dominierenden Staats-interventionismus durch und wurde in den 90er Jahren unter wechselnden Labeln zum herrschenden ökonomischen und kulturellen ideologischen Code der sich zur Totalität aufspreizenden Marktgesellschaft: ökonomisch unter dem Label „Globalisierung“, kulturell unter den Labeln „Postmoderne“ oder „New Age“, psychologisch als „transpersonale“ („humanistische“) Psychologie“ und soziologisch als „Systemtheorie“. Seine ideologische Attraktivität besteht darin, dass er „die endliche Basis der Kapitalakkumulation zu überwinden“ und somit „einen krisenfreien Kapitalismus zu konstituieren“ (a.a.O., S. 8) verspricht. Das soll mit Hilfe dreier Technologien möglich werden: Biotechnologie, Informationstechnologie, Reaktortechnologie oder Öko-Technologie als funktional äquivalente, aber weniger risikoreiche Alternativen zur Atomtechnologie. Im Resultat führte die Anwendung dieser Technologien zur Konstitution einer „ent-stofflichten, imaginären Gesellschaftswelt“ des total verselbständigten Tauschwerts (a.a.O., S. 7), d. h. eines „Zustandes der vollendeten Verdinglichung der Welt“, in dem es „keine Natur mehr gibt“. (Adorno, GS 11, S. 285). In dieser Welt scheinen Gesellschaft und Natur „in einem imaginär-entstofflichten Kosmos“ verschmolzen. „Ökonomisch scheint der Wert der Waren absolut verselbständigt, so dass die Selbstbeziehung des Werts als Kapital durch kein Nichtidentisches vermittelt ist.“ (a.a. O., S. 8)

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    webmaster@kritiknet.de (Gerhardt Stapelfeldt) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Fri, 28 Dec 2012 11:59:25 +0100
    Im Zeitalter Globaler Gleichzeitigkeit. Kritische Theorie der Gegenwart http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1246-im-zeitalter-globaler-gleichzeitigkeit-kritische-theorie-der-gegenwart http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1246-im-zeitalter-globaler-gleichzeitigkeit-kritische-theorie-der-gegenwart

     

    Vortrag zur Eröffnung der Konferenz „Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft“, Humboldt Universität, Berlin am 29. November 2013

    Detlev Claussen stellt in seinem Vortrag zunächst heraus, dass nicht alles, was den Namen „Kritische Theorie“ usurpiert, diesen Namen auch verdient. Dazu gehören insbesondere Jürgen Habermas und sein Gefolge von Wissenschaftshistorikern. Sie verkennen die kritische Theorie als ein an den konformistischen Wissenschaftsbetrieb „anschlussfähig“ zu machendes interdisziplinärens Forschungsprogramm, das es ermöglichen soll, in Form „konstruktiver Kritik“ an allem und jedem alles – Hegel, den symbolischen Interaktionismus (G. H. Mead), Emil Durkheim, die angelsächsische Sprachphilosophie, Heidegger - mit der anschlussfähigen Version der „Kritischen Theorie“ und miteinander zu einem integrierten Ganzen zu verbinden, das der kritiklosen „Theorie sozialer Systeme“ als vermeintlich kritischem Paradigma entgegengehalten wird.

    Ferner erinnert er nachdrücklich daran, dass der Namensgeber der Kritischen Theorie Max Horkheimer heißt - und nicht etwa Wolfgang F. Haug, B. Brecht oder A. Gramsci.[1]

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    hgess@gmx.de (Detlev Claussen) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 03 Dec 2013 08:54:53 +0100
    Der Aufstieg des Individuums in der Renaissance. Religiöse Rationalisierung, die Freiheit des Christenmenschen und der frühbürgerliche Judenhass http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1192-der-aufstieg-des-individuums-in-der-renaissance-religioese-rationalisierung-die-freiheit-des-christenmenschen-und-der-fruehbuergerliche-judenhass http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1192-der-aufstieg-des-individuums-in-der-renaissance-religioese-rationalisierung-die-freiheit-des-christenmenschen-und-der-fruehbuergerliche-judenhass

    Stapelfeldt erläutert in der folgenden Abhandlung zunächst den historischen Kontext der religiösen Individualisierung im späten Mittelalter. Sie war danach Folge des Zerfalls des mittelalterlichen, religiös gestützten Mythos der Welteinheit infolge einer Krisenkonstellation von Katastrophen. Die Krise führte ökonomisch zum Übergang von der alten Ökonomie der Hauswirtschaft zur Chrematistik, d. h. zum Kapitalismus in Form des Kaufmanns- und Verlagskapitalismus. Der Fortgang der Ware-Geld-Ware-Tausch zum Geld-Ware-Geld-Tausch und damit die Erhebung des Geldes zum Selbstzweck wirtschaftlichen Handelns bedeutete philosophisch, dass der am Tausch gewonnene Logos Selbständigkeit und Identität erlangte – allerdings erst in Gestalt Gottes - und sich die Vorstellung des Individuums als des innerlich freien selbständigen Menschen in unmittelbarer Einheit mit dem Logos (Gott), dem Identisch-Allgemeinen, ausbildete. „Es konstituierte sich in Form der metaphysischen Identität“ (S. 4)

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    hgess@gmx.de (Gerhard Stapelfeldt) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Sat, 22 Dec 2012 12:02:57 +0100
    Postmodernes New Age und die kritische Theorie der Gesellschaft http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/208-newageunddiekritischetheoriedergesellschaft http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/208-newageunddiekritischetheoriedergesellschaft
    Ich stelle die These auf, daß die Lehre vom New Age, wie sie seit den achtziger Jahren auch und vor allem in Deutschland boomt, ein gegen die Linke, gegen die individuelle und gesellschaftliche Emanzipation von Herrschaft und gegen die Forderungen der Moderne nach Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität gerichtetes Projekt ist. Sie dient in der Krise dieser Tage, in der erneut ein Rationalisierungsschub die gesellschaftlichen Verhältnisse transformiert, dazu, die Menschen bei der Stange zu halten und sie zu lehren, die negativen Konsequenzen dieses Rationalisierungsschubs in präventivem Einverständnis mit dem großen Ganzen, dessen Dynamik so undurchschaubar ist wie die Wege Gottes unerkennbar sind, demütig hinzunehmen, die aufbegehrenden Impulse durch immerwährendes "positives Denken" zum Kuschen zu bringen und die Herrschaft der "Eliten", die durch mögliche Proteste bedroht würde, zu stabilisieren.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Sat, 19 Mar 2005 17:43:00 +0100
    Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/154-jargondereigentlichkeitzurdeutschenideologie http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/154-jargondereigentlichkeitzurdeutschenideologie
    Echheit, Authentizität oder "mit sich selbst identisch sein", nicht mit dem "kleinen Selbst, sondern dem "großen kosmischen Selbst", sind heutzutage die äquivalenten Begriffe für "Eigentlichkeit". Nur die Spielmarke, das Etikett hat sich gewandelt, sonst aber ist die "deutsche Ideologie " der Nachkriegszeit, die Adorno im "Jargon der Eigentlichkeit" kritisiert, in ihren Grundzügen dieselbe geblieben. Sie wird heute aber nicht mehr nur in evangelischen Akademien oder philosophischen Seminaren, in denen der großen Meister, allen voran Heidegger, gedacht wird, propagiert, sondern vor allem im Fachbereich Sozialwesen. Hier ist der Jargon der Echtheit und Authentizität, die Beschwörung der Archetypen und des uranfänglich Eigenen, der kollektiven Identität, die man zu "individuieren" habe, weil man sonst "seelisch krank" werde, schon seit langem zur Leitideologie geworden.
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    webmaster@kritiknet.de (Theodor W. Adorno) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Mon, 28 Aug 2006 20:02:00 +0200
    Die neue Rechte und ihr (pseudo- )linkes Gegenstück http://www.kritiknetz.de/neuerechte/16-dieneuerechteundihrpseudolinkesgegenstueck http://www.kritiknetz.de/neuerechte/16-dieneuerechteundihrpseudolinkesgegenstueck
    Kulturrevolution von Rechts im Jargon des linken Kulturrelativismus

    Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno  mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken Kritische Theorie der Gesellschaft Sat, 12 Mar 2005 14:56:00 +0100
    Der mit den Wölfen heult. Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/138-dermitdenwoelfenheultueberdiedeutschekumpaneimitdemislamismusteil1 http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/138-dermitdenwoelfenheultueberdiedeutschekumpaneimitdemislamismusteil1
    Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Ideologie- und Religionskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Sun, 26 Mar 2006 15:17:00 +0200
    Religion, Verantwortung und Emanzipation http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/336-religionverantwortungundemanzipation http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/336-religionverantwortungundemanzipation
    Der mit den Wölfen heult: Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus
    Teil 2


    Gliederung:
    1. Oberste Maximen des deutschen Mainstreams
    2. Minima moralia und die angebliche Militarisierung des Denkens

    Was man so Mitläufertum nennt, war primär Geschäftsinteresse: dass man seinen eigenen Vorteil vor allem anderen wahrnimmt, und um sich nur ja nicht zu gefährden, sich nicht den Mund verbrennt. Das ist ein allgemeines Gesetz des Bestehenden. Das Schweigen unter dem Terror war nur dessen Konsequenz. Die Kälte der gesellschaftlichen Monade, des isolierten Konkurrenten, war als Inbegriff gegen das Schicksal der anderen die Voraussetzung dafür, dass nur ganz wenige sich regten. Das wissen die Folterknechte; auch darauf machen sie stets erneut die Probe. (Adorno)

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Sun, 26 Mar 2006 16:11:00 +0200
    Kredit, Kapital und Krise - Von der Überakkumulation des Kapitals zur aktuellen Krise des Geldes http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/17-kreditkapitalundkrisevonderueberakkumulationdeskapitalszuraktuellenkrisedesgeldes http://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/17-kreditkapitalundkrisevonderueberakkumulationdeskapitalszuraktuellenkrisedesgeldes
     

    Die Krise

    Wenn die Börsenkurse fallen
    regt sich Kummer bei fast allen,
    aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben.
    Treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!
    .......
    Fortsetzung s. erweiterte Einführung

    1. Kredite und "Subprimes"
    2. Wie lief die Hypothekenkrise ab?
    3. Die nächste Stufe der Finanzkrise
    4. Staatsverschuldung und der Niedergang der Geldform
    5. Neue Barbarei oder Ende des Kapitalfetischs

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    hgess@gmx.de (Hans Peter Büttner) Haupteintrag Kritik der Politischen Ökonomie / Staatskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Fri, 26 Sep 2008 10:38:00 +0200
    Das beleidigte religiöse Gefühl und die Religion als Herrschaftsform. - Gedanken zum Streit um die Mohammedkarikaturen http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/23-dasverletztereligioesegefuehlunddiereligionalsherrschaftsformgedankenzumstreitumdiemohammedkarikaturen http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/23-dasverletztereligioesegefuehlunddiereligionalsherrschaftsformgedankenzumstreitumdiemohammedkarikaturen
     

    Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht"

     

    Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s.mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte. Die dänische Tageszeitung dagegen denunziert mit ihren Karikaturen diese üble Herrschaftspraxis und ihre willigen religiösen Helfer. Aber das mag der deutsche Verstand einfach nicht begreifen. Er und sein Fürsprecher Grass können nicht davon lassen, die Juden, heute insbesondere den Judenstaat, für das Übel der Welt zu erklären und jene, die sie und ihn mit Stürmerkarikaturen, Kamikazekriegsführung und demnächst mit dem nuklearen Holocaust bedrohen, vor jeder und gegen jede Erfahrung für Gutmenschen zu halten. Weil Grass sich selbst für "moralisch gut" und die Deutschen, die 1945 in der Dresdner Bombennacht und auf der Wilhelm Gustloff umkamen, für unschuldige Opfer des alliierten Terrors hält, müsssen die Anderen böse Täter gewesen sein. Weil das Böseste für die postfaschistischen deutschen Ideologen von heute die Nazis sind, von denen sie sich um ihrer Akzeptabilität willen auf's Entschiedenste distanzieren müssen, die Deutschen aber gut, müssen nach der verqueren deutschen Psycho-Logik die Amerikaner die "eigentlichen Nazis" (gewesen) sein und die Deutschen als deren unschuldige Opfer die "eigentlichen Juden". Und die Juden, die von Deutschen ermordet wurden, oder die wenigen, die entronnen waren und mit der amerikanischen Armee als Sieger nach Deutschland zurückkamen oder aber in das Land zurückgekehrt waren, aus dem ihre Vorväter einst unter schrecklichen Umständen vertrieben worden waren, und die sich dort ihrer Haut zu wehren wussten? Nun, sie müssen nach dieser deutschen Psycho-Logilk ebenfalls "eigentliche Nazis" sein. Auf diese Weise werden dann zwangsläufig auch der Mufti von Jerusalem, der mit den Nazis zusammenarbeitete und sich mit großem Engagement an deren Vernichtung beteiligte, seine ideologischen Erben, die den Judenmord zum Programm erhoben haben, und politischen Regime, die dieses Programm fördern, zu "eigentlichen Juden " und die konservative dänische Tageszeitung, die die schlechte Herrschaft dieser "Eliten" denunziert, umgekehrt zum "Nazi-Stürmer." Das ist deutsche Psycho-Logik.

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 07 Feb 2006 11:24:00 +0100
    Luhmann und Sohn-Rethel http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1126-bernd-ternes http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1126-bernd-ternes

     

    Der Aufsatz hat Luhmanns Systembegrifflichkeit zum Gegenstand der kritischen Reflexion.

    Der Autor will durch Bezugnahme auf die an Marx geschulte Erkenntnistheorie Sohn-Rethels Erkenntnis klar machen, warum die Systemtheorie Luhmanns unannehmbar ist.  (Heinz Gess)

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    hgess@gmx.de (Bernd Ternes) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Thu, 05 Apr 2012 15:41:06 +0200
    Kollektive Zwangsneurose Islam oder Straftatbestand Islamophobie http://www.kritiknetz.de/religionskritik/577-kollektive-zwangsneurose-islam-oder-straftatbestand-islamophobie http://www.kritiknetz.de/religionskritik/577-kollektive-zwangsneurose-islam-oder-straftatbestand-islamophobie
    Kürzlich hat der „Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft“ mir eine harte Bestrafung wegen Islamophobie, d. h. „Beleidigung“ des Islam und Hetze gegen den Islam -„Volksverhetzung“- angedroht.  Ich nehme die Drohung zum Anlass einer  kritischen Stellungnahme. Dabei ist es für mich unerheblich, dass mir die Bestrafung angedroht wird. Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun und negative Kritik an den Verhältnissen in diesem Land der Unzumutbarkeiten zu üben, deren eine und nicht geringste die verbreitete konformierende Asozialität ist, die sich unter anderem auch als passiv-konformistische Hinnahme islamischer Herrschaftsansprüche äußert. Die kapitale Kulturindustrie und deren Massenmedien verstärken bis auf wenige Ausnahmen diesen Trend nachhaltig, indem sie erstens  einem Kulturrelativismus huldigen, zweitens die grundlegende Differenz zwischen Religionskritik als Ideologie und Xenophobie durch beabsichtigte Verschiebung und Verdichtung der beiden Begriffe zu einem Begriff „Islamophobie“ verwischen, der als solcher darum schon eine systematisch falsche Zustellung und als Begriff Ideologie ist, und drittens schließlich den in sich verkehrten, ideologischen Begriff „Islamophobie“ dann auch noch als eine dem Antisemitismus strukturgleiche Haltung definieren, mit dem paradoxen Resultat, dass die Kritik am islamischen Antisemitismus bzw. Antijudaismus, die zugleich auch Kritik am Islam in seiner gegenwärtigen Verfasstheit ist, selbst - weil angeblich „islamophob“ - als strukturell „antisemitisch“ zu gelten hat und dem Tabu verfällt. Das ist zwar im wahrsten Sinne verrückt, aber eben diese Verrücktheit, die Verkehrung des Sinnes  der emanzipatorischen Kritik und der Bedeutungen der Begriffe der emanzipatorischen Praxis zum herrschenden Bewusstsein zu machen,  ist das schwarze Curriculum jener, die den Konformismus mit dem völkischen Kulturrassismus, sobald er als „islamische Kultur“ daherkommt, falsch zur „Toleranz“ und die negative Kritik an der falschen, repressiven Toleranz zur „Islamophobie“ und damit im Sinne ihrer Verkehrungen zu einer Form von Antisemitismus erklären. 

    Angesichts dieser Sachlage geht es bei der folgenden Stellungnahme allein um die politische Dimension des Vorgangs.                                       

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Religionskritik Politische Eingriffe Sun, 10 Jan 2010 18:22:17 +0100
    Die Antikapitalismuskampagne. Rechte Kapitalismuskritik von links(Teil1) http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/316-dieantikapitalismuskampagnerechtekapitalismuskritikvonlinksteil1 http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/316-dieantikapitalismuskampagnerechtekapitalismuskritikvonlinksteil1
    Das Kapital bringe seine versprochene Gegenleistung nicht, tönt die Führung, es sackt die erhöhte Profite ein, die ihm dank der Sparmaßnahmen der Regierung, die dem Volk zugunsten von Kapitalrendite Opfer abverlangt, denkt aber gar nicht daran, die versprochenen Gegenleistungen zu bringen und im Standort Deutschland zu investieren. Es täuscht, betrügt und kommt seinen Verpflichtungen dem arbeitenden Volk gegenüber, das Verzicht geleistet hat, nicht nach. Kapitalisten treiben Missbrauch mit dem eigentlich guten Kapital. Deshalb muss das Volk protestieren und die Missbrauch treibenden Kapitalisten zur Verantwortung ziehen. Dazu braucht es selbstverständlich und in Deutschland erst recht politische Führer, die vorangehen. Schon setzt sich Müntefering als Wortführer des inszenierten Protests in Szene, auf dass die Arbeitnehmer wieder einmal gerade noch rechtzeitig vor der Wahl erkennen, wer ihre „wahre Interessen“ vertritt und sich mit dem guten europäischen Kapital gegen das Missbrauch treibende amerikanische Kapital zusammenschließen zu einer guten kapitalen Volksgemeinschaft. So wird es bis zur Bundestagswahl weitergehen.
     
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Ideologie- und Religionskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Sat, 04 Jun 2005 11:17:00 +0200
    Der »Neue Mensch« als Ideologie der Entmenschlichung http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/14-derrneuemenschlalsideologiederentmenschlichung http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/14-derrneuemenschlalsideologiederentmenschlichung
    Mit der Wiederentdeckung der Spiritualität im New Age, der Wiederentdeckung der Idee der angeblich heiligen hierarchischen Ordnung des kosmischen Ganzen, dem Wiederaufleben des spirituell begründeten Führerkults und dem Glauben an die Selbsterlösung im hier und jetzt, geht seit Mitte der achtziger Jahre eine Kampagne zur spirituellen Relativierung oder gar Rehabilitierung des Nationalsozialismus einher. Den Startschuß für diese Kampagne hat Bhagwan anno 1985 in einem Spiegelinterview gegeben. Darin läßt er durchblicken, dass er die Idee des ganzheitlichen, in der "verborgenen harmonischen" Ordnung der Natur lebenden Menschen, wie sie von spirituellen Denken propagiert wird, für die Fortsetzung der vom Nationalsozialismus eigentlich gemeinten, »schönen und lichten«, nur seinerzeit leider missbrauchten und falsch realisierten Idee des neuen rassischen Menschen und sich selber für die Erfüllung dieser lichten Idee, also für den besseren Hitler und den Rajneeshismus für den besseren Faschismus hält.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 16 Mar 2005 13:18:00 +0100
    Der Erbe trägt keine Schuld http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/56-dererbetraegtkeineschuld http://www.kritiknetz.de/ideologiekritik/56-dererbetraegtkeineschuld
    Eine kritische Untersuchung im Lichte der Kritischen Theorie und der Theorie der rationalen Herrschaft (M. Weber)

    Gegenaufklärung und Ideologie ist nicht erst die Rechtfertigung der Ausstellung der Flick Collection durch den ausgestellten Künstler und seinen Kanzler. Gegenaufklärung, unmittelbare ideologische Praxis ist bereits die Ausstellung selbst und die "unschuldige Tat" hunderttausender Volksgenossen, auf Empfehlung ihres Kanzlers die Ausstellung zu konsumieren. Ihr Konsum ist das praktizierte Vergessen. Sie tun, wie ihnen zu tun geheißen wird, und ziehen mit ihrem Kunstgenuss den Schlussstrich. Sie genießen das große Ereignis als eines von Weltgeltung und bestätigen im Glanze der Kunst einander: "Wir sind wieder wer" und brauchen uns von den Nestbeschmutzern, die mit der "Auschwitzkeule" auf das unschuldige Vaterland einschlagen und Auschwitz zu "unserer Schande" (Martin Walser) und ihrem Vorteil instrumentalisieren, nichts mehr sagen lassen.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Ideologie- und Religionskritik Kritische Theorie der Gesellschaft Sat, 19 Mar 2005 20:00:00 +0100
    C.G. Jung und die ''faschistische Weltanschauung'' http://www.kritiknetz.de/neuerechte/249-cgjungunddiefaschistischeweltanschauung http://www.kritiknetz.de/neuerechte/249-cgjungunddiefaschistischeweltanschauung
    Ich weise in diesem Aufsatz nach, daß Jungs Lehre in der kritischen historischen Phase um 1933 selbst als faschisierende Propaganda funktionierte. Nicht kommt im NS-Faschismus etwas An-Sich-Gutes zum Durchbruch, das von der sogenannten Hitlerei schrecklich mißbraucht wird, wie es manche Jungadepten heute wieder sehen wollen, sondern die Theorie, die das von ihrer Anlage her so sieht, ist und verbreitet notwendig falsches Bewußtsein und tendiert dazu, den möglichen Rückfall in barbarische Repression als Rettung und Heil zu verklären - damals wie heute. (s. Gess 1994; 1995a, b)

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    hgess@gmx.de (Heinz Gess (Erstveröffentlichung in: Widerspruch32/1996)) Haupteintrag Faschismus, Neue Rechte, Völkisches Denken Kritische Theorie der Gesellschaft Fri, 11 Mar 2005 15:12:00 +0100
    Thesen zur Kritik der autoritären, kapitalförmigen Transformation der Hochschule http://www.kritiknetz.de/hochschul-undbildungspolitik/65-thesenzurkritikderautoritaerenkapitalfoermigentransformationderhochschuleimnewage http://www.kritiknetz.de/hochschul-undbildungspolitik/65-thesenzurkritikderautoritaerenkapitalfoermigentransformationderhochschuleimnewage
    Gliederung

    I. Das Hochschulfreiheitsgesetz

    1. Liquidierung der Hochschulmitglieder als politische Subjekte
    2. Hochschule als kapitalförmiger Betrieb
    3. Antidemokratische Gängelung
    4. zwei zentrale Funktionen: (a) die Produktion von Wissenswaren durch Forschung,
    (b)die Produktion von verwertbarem Humankapital durch die Lehre
    5. substanzlose Demokratie ohne Demokraten
    6. Folgen für die Geistes- und Sozialwissenschaften

    II. New Age: Die Transformation der Hochschule im gesellschaftlichen
    Zusammenhang
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Hochschul- und Bildungspolitik Politische Eingriffe Wed, 24 Sep 2008 18:19:00 +0200
    Marcuse über den "Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung" http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/255-marcusederkampfgegendenliberalismusindertotalitaerenstaatsauffassung http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/255-marcusederkampfgegendenliberalismusindertotalitaerenstaatsauffassung
    Herbert Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. Referat mit Kritik und Kommentaren.

    Der Kampf gegen den (Neo-)liberalismus wird durchgängig als ein Kampf "der Linken" angesehen, obgleich, wo immer auch die "Kulturrevolution von rechts" (Benoist) ausgerufen wird, stets der Liberalismus als Hauptfeind gilt. Die "neue Rechte" Europas hat schon seit den achtziger Jahren den (Neo-)Liberalismus und mit ihm die USA und Israel zum Hauptfeind erklärt; nicht anders als der Islamismus, das arabisch-islamische Pendant zur "neuen Rechten" in Europa. Um sich davon zu überzeugen, genügt es, die Schriften Benoists, insbesondere sein Manifest "die entscheidenden Jahre - zur Erkenntnis des Hauptfeindes" zu Kennntis zu nehmen. Die "neue Rechte" weiß auch seit langem, wer ihr 'organischer Verbündeter' in diesem Kampf gegen den Liberalismus ist.
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    hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Fri, 18 Mar 2005 12:33:00 +0100
    Elemente des Antisemitismus. Grenzen der Aufklärung http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/341-elementederantisemitismusgrenzenderaufklaerung http://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/341-elementederantisemitismusgrenzenderaufklaerung
    Aus dem Text:
    "Mit dem Individuum sind daher nicht auch seine psychologischen Determinanten, seit je schon die innermenschlichen Agenturen der falschen Gesellschaft, verschwunden. Aber die Charaktertypen finden jetzt im Aufriß des Machtbetriebs ihre genaue Stelle. Ihr Wirkungs- wie ihr Reibungskoeffizient sind einkalkuliert. Das Ticket selbst ist ein Zahnrad. Was am psychologischen Mechanismus von je zwanghaft, unfrei und irrational war, ist präzis darauf eingepaßt. Das reaktionäre Ticket, das den Antisemitismus enthält, ist dem destruktiv-konventionellen Syndrom angemessen. Sie reagieren nicht sowohl ursprünglich gegen die Juden, als daß sie eine Triebrichtung ausgebildet haben, die erst durch das Ticket das adäquate Objekt der Verfolgung empfängt. Die erfahrungsmäßigen »Elemente des Antisemitismus« außer Kraft gesetzt durch den Erfahrungsverlust, der im Ticketdenken sich anzeigt, werden vom Ticket nochmals mobilisiert.
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    hgess@gmx.de (Max Horkheimer; Theodor W. Adorno) Haupteintrag Kritische Theorie Kritische Theorie der Gesellschaft Wed, 06 Jul 2005 10:37:00 +0200
    Kulturindustrie - Aufklärung als Massenbetrug http://www.kritiknetz.de/kultur/33-kulturindustrieaufklaerungalsmassenbetrug http://www.kritiknetz.de/kultur/33-kulturindustrieaufklaerungalsmassenbetrug
    Max Horkheimer/ Theodor W. Adorno (1947/1948) Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Zitiert nach der Reprint-Ausgabe: Amsterdam: Querido-Verlag, Auszüge: S. 144-198.

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    hgess@gmx.de (Max Horkheimer, Th. W. Adorno) Haupteintrag Kultur, Literatur, Musik Kritische Theorie der Gesellschaft Tue, 05 Apr 2005 15:45:00 +0200
    Brüder zur Sonne, zur Freiheit! Und nicht vergessen: die internationale Solidarität http://www.kritiknetz.de/nahostdebatte/445-brueder-zur-sonne-zur-freiheit-und-nicht-vergessen-die-internationale-solidaritaet http://www.kritiknetz.de/nahostdebatte/445-brueder-zur-sonne-zur-freiheit-und-nicht-vergessen-die-internationale-solidaritaet

    Wie  nimmt die emanzipatorische Linke zu der demokratischen Revolution im Iran (und zu den Revolutionen, die hoffentlich in arabischen Ländern kommen werden) Stellung? Die Antwort darauf gibt Karl Marx schon im kommunistischen Manifest. Sie lautet:

    • "Die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände.
    • In all diesen Bewegungen heben sie die Eigentumsfrage (…) als die Grundfrage der Bewegung hervor.
    • Die Kommunisten arbeiten endlich überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder.
    • Die Kommunisten verschmähen es,  ihre Absichten und Ansichten zu verheimlichen."

      Heinz Gess

      ]]> hgess@gmx.de (Heinz Gess) Haupteintrag Nahostdebatte Politische Eingriffe Sun, 05 Jul 2009 19:41:08 +0200