Kritiknetz Wir setzen uns mit Themen wie Antisemitismus, Sozialarbeit, völkisches Denken und politische Ökonomie in der Tradition der Kritischen Theorie Horkheimers auseinander. http://www.kritiknetz.de/index.php 2012-05-17T03:59:34+00:00 Joomla! - Open Source Content Management Den Wald vor lauter Bäumen sehen. Was eine Kritik des Nationalsozialismus nicht vergessen darf 2012-04-30T15:01:40+00:00 2012-04-30T15:01:40+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/antisemitismus/1132-den-wald-vor-lauter-baeumen-sehen-was-eine-kritik-des-nationalsozialismus-nicht-vergessen-darf [association critique] & Heinz Gess hgess@gmx.de <p style="text-align: justify;"><span data-mce-bogus="true" id="_mce_caret"></span>Am 24.12.2011 fand in Bielefeld eine Demonstration von Neonazis gegen das „Arbeiter_innenjugendzentrum“ (AJZ) statt, der sich mehrere Tausend Personen in einer Gegendemonstration entgegen stellten. Dazu hatte u. a. das AJZ und eine Gruppierung unter dem Namen Nazistopping.de aufgerufen. Die Gruppe „association critique“ nahm an der Gegendemonstration teil. Dabei kann die Gruppe aber nicht verhehlen, dass die Aufrufe, in denen versucht wurde, über die Programmatik der Alt- und Neonazis aufzuklären, ihrer Ansicht nach die zentralen Elemente des Nationalsozialismus verfehlen. Das bewog die Gruppe „association critique“ seinerzeit, auf der Gegendemonstration gegen den Naziaufmarsch, mit der sie sich solidarisierte,&nbsp; ein Flugblatt zu verteilen, in dem sie die Aufrufe wegen ihres unzureichenden und teilweise falschen Begriffs vom NS&nbsp; kritisierte.&nbsp; Sie stellte darin zunächst zutreffend fest,&nbsp; dass der linke Aufruf von nazistopping.de zwei „Elemente“ als für das „Konzept“ [sic!] des Nationalsozialismus zentral herausstellte, nämlich die „nationale Identität“ und „den&nbsp; Rassismus“, und machte sodann klar, dass das nur halbrichtig und, weil das herausgestellte Halbrichtige dazu diente,&nbsp; Wesentlicheres zu verdecken, ganz falsch sei, und zwar aus zwei&nbsp; entscheidenden Gründen: <p style="text-align: justify;"><span data-mce-bogus="true" id="_mce_caret"></span>Am 24.12.2011 fand in Bielefeld eine Demonstration von Neonazis gegen das „Arbeiter_innenjugendzentrum“ (AJZ) statt, der sich mehrere Tausend Personen in einer Gegendemonstration entgegen stellten. Dazu hatte u. a. das AJZ und eine Gruppierung unter dem Namen Nazistopping.de aufgerufen. Die Gruppe „association critique“ nahm an der Gegendemonstration teil. Dabei kann die Gruppe aber nicht verhehlen, dass die Aufrufe, in denen versucht wurde, über die Programmatik der Alt- und Neonazis aufzuklären, ihrer Ansicht nach die zentralen Elemente des Nationalsozialismus verfehlen. Das bewog die Gruppe „association critique“ seinerzeit, auf der Gegendemonstration gegen den Naziaufmarsch, mit der sie sich solidarisierte,&nbsp; ein Flugblatt zu verteilen, in dem sie die Aufrufe wegen ihres unzureichenden und teilweise falschen Begriffs vom NS&nbsp; kritisierte.&nbsp; Sie stellte darin zunächst zutreffend fest,&nbsp; dass der linke Aufruf von nazistopping.de zwei „Elemente“ als für das „Konzept“ [sic!] des Nationalsozialismus zentral herausstellte, nämlich die „nationale Identität“ und „den&nbsp; Rassismus“, und machte sodann klar, dass das nur halbrichtig und, weil das herausgestellte Halbrichtige dazu diente,&nbsp; Wesentlicheres zu verdecken, ganz falsch sei, und zwar aus zwei&nbsp; entscheidenden Gründen: Standortbestimmung der kritischen Theorie der Gesellschaft 2012-04-05T17:06:36+00:00 2012-04-05T17:06:36+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/1127-lars-meyer Lars Meyer hgess@gmx.de <p><strong>über Adorno, Luhmann und Habermas</strong></p> <div style="text-align: justify;">Adorno begreift, so Meyer, die moderne Gesellschaft als spezifische Totalität, d.h. als Faktizität verselbständigter Gesellschaftlichkeit mit der Warenform, in der sich der für die moderne Gesellschaft konstitutive Umschlag des Gesetzes des Eigentums in das Gesetz der Akkumulation des Kapitals, d. i. in die Herrschaft des Eigentums über die eigentumslosen Arbeiter versteckt, im Zentrum ihrer Konstitution.&nbsp; Er formuliert vor diesem Hintergrund zugleich eine Kritik der herrschenden positivistischen Soziologie und Psychologie, in der sich der Dualismus dieser beiden wissenschaftlichen Disziplinen "als sich selbst undurchsichtige Artikulation der Erfahrung von Verselbständigung erweist" (Meyer, S. 28). Diese Kritik versetzt in die Lage, zu explizieren, dass sowohl die soziologische Systemtheorie Luhmanns als auch die Theorie des kommunikativen Handelns von Habermas diese spezifische Realform bzw. diese spezifische Weise verselbständigter Gesellschaftsstruktur verfehlen. Die Eigenlogizität und Eigendynamik der spezifisch kapitalistischen Gesellschaftsform bleibt für diese Theorien "ein Buch mit sieben Siegeln. Die differenzierungstheoretische Reifizierung gipfelt im Luhmannschen Begriff der 'funktionalen Differenzierung',..., sowie in einer von Habermas mit dem Begriff der 'funktionalistischen Vernunft prätendierten objektiven Vernunftmetaphorik." (Meyer S. 29) Beide Differenzierungstheorien bewegen sich damit "in einem unauflöslichen Dilemma: nur unter der Voraussetzung, dass sie den Strukturzusammenhang der Gesellschaft in verkürzter Weise als Gegenstand formulieren, indem sie gerade den Verselbständigungs- und Zwangscharakter, die Irrationalitäten und die Krisenhaftigkeit dieser Gesellschaft zum Akzidens erklären, können sie eine funktionalistische Begriffsbildung einführen, die eine harmonistische Konzeption von Gesellschaftsstruktur erlaubt, welche sich in der Auseinandersetzung mit der erfahrenen Wirklichkeit aber immer wieder als problematisch oder gar aporetisch erweist." (Meyer, ibd.)</div> <div style="text-align: justify;"> <p><strong>über Adorno, Luhmann und Habermas</strong></p> <div style="text-align: justify;">Adorno begreift, so Meyer, die moderne Gesellschaft als spezifische Totalität, d.h. als Faktizität verselbständigter Gesellschaftlichkeit mit der Warenform, in der sich der für die moderne Gesellschaft konstitutive Umschlag des Gesetzes des Eigentums in das Gesetz der Akkumulation des Kapitals, d. i. in die Herrschaft des Eigentums über die eigentumslosen Arbeiter versteckt, im Zentrum ihrer Konstitution.&nbsp; Er formuliert vor diesem Hintergrund zugleich eine Kritik der herrschenden positivistischen Soziologie und Psychologie, in der sich der Dualismus dieser beiden wissenschaftlichen Disziplinen "als sich selbst undurchsichtige Artikulation der Erfahrung von Verselbständigung erweist" (Meyer, S. 28). Diese Kritik versetzt in die Lage, zu explizieren, dass sowohl die soziologische Systemtheorie Luhmanns als auch die Theorie des kommunikativen Handelns von Habermas diese spezifische Realform bzw. diese spezifische Weise verselbständigter Gesellschaftsstruktur verfehlen. Die Eigenlogizität und Eigendynamik der spezifisch kapitalistischen Gesellschaftsform bleibt für diese Theorien "ein Buch mit sieben Siegeln. Die differenzierungstheoretische Reifizierung gipfelt im Luhmannschen Begriff der 'funktionalen Differenzierung',..., sowie in einer von Habermas mit dem Begriff der 'funktionalistischen Vernunft prätendierten objektiven Vernunftmetaphorik." (Meyer S. 29) Beide Differenzierungstheorien bewegen sich damit "in einem unauflöslichen Dilemma: nur unter der Voraussetzung, dass sie den Strukturzusammenhang der Gesellschaft in verkürzter Weise als Gegenstand formulieren, indem sie gerade den Verselbständigungs- und Zwangscharakter, die Irrationalitäten und die Krisenhaftigkeit dieser Gesellschaft zum Akzidens erklären, können sie eine funktionalistische Begriffsbildung einführen, die eine harmonistische Konzeption von Gesellschaftsstruktur erlaubt, welche sich in der Auseinandersetzung mit der erfahrenen Wirklichkeit aber immer wieder als problematisch oder gar aporetisch erweist." (Meyer, ibd.)</div> <div style="text-align: justify;"> Günter Grass - Ein Meister aus Deutschland 2012-04-04T20:48:51+00:00 2012-04-04T20:48:51+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/antizionismusundantisemitismus/1123-josef-joffee Josef Joffe hgess@gmx.de <p><strong>Der Antisemitismus will raus. Schuldverschiebung und Selbstentlastung <br /></strong></p> <p><strong>mit einem Vorwort von Heinz Gess in memoriam Paul Celan.<br /></strong></p> <p style="text-align: justify;">Der Antisemitismus ist der Hass auf dasjenige, was sich dem Identitätszwang des Abstrakt-Allgemeinen entzieht. Er ist als solcher der vom kapitalen Identitätsprinzip beherrschten kapitalistischen Gesellschaft inhärent. Liefern sich die Menschen dieser Gesellschaft völlig aus, schlägt die vollendet negative Identität in der Krise des Systems in die zwanghafte Vernichtung dieses sich Entziehenden um, als das "der Jude" halluziniert wird. Nazi-Deutschland machte die Probe dafür aufs Exempel und war in dieser Hinsicht weltgeschichtliche Avantgarde. Es konnte die Vernichtung der "parasitären Gegenrasse" aber glücklicherweise nicht zu Ende bringen. Darunter leiden viele von denen, die 'Deutschland sind', auf verdrängte und verdrehte, durch Rationalisierungen unkenntlich gemacht Weise bis heute. Sie verzeihen den Entronnenen die Sabotage an der weltgeschichtlichen Vernichtungsmission Nazideutschlands nie. Ihr - wie auch immer rationalisierter&nbsp; - Hass&nbsp; trifft darum Israel, den Staat der Entronnenen, die sich von dem&nbsp; Objektstatus ohnmächtig Verfolgter emanzipiert haben, mit voller Wucht.</p> <p style="text-align: justify;">Nach der Niederlage Nazi-Deutschlands sind islamistische Bewegungen, allen voran das islamistische Regime in Teheran, angetreten, die deutsche Vernichtungsmission zu vollenden und den Staat der Entronnenen mitsamt seiner jüdischen Bürger zu vernichten. Kann es da verwundern, dass deutsche Mittäter, die ihr Mittun oder das ihrer Eltern/Großeltern nie wahrhaftig erinnert und durchgearbeitet haben, aus&nbsp; gekränktem kollektiven Narzissmus den Mordbereiten ihre 'mannhafte' deutsche Unterstützung gewähren und sich zugleich keine Rationalisierung entgehen lassen, um den Trug zu verbreiten, das geschehe zu ihrem Heil ? Denn Israel (und nicht der Iran!) "gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden"(Grass).</p> <p style="text-align: justify;">Wie kaum einer sonst ist Günter Grass darin geschult, solch zudeckende Rationalisierungen zu erfinden und zu verbreiten. 65 jährige Übung in der Rationalisierung der antisemitischen deutsch-völkischen Ideologie von links machen ihn darin zum Meister aus Deutschland. Die Wahrheit aber ist: Sein als israelkritischer Antizionismus nur schlecht getarnter Antisemitismus unterstützt die Mordbereitschaft der (iranischen) Mullahs, die nur auf den rechten Moment, den Moment der Schwäche des "Parasitenstaates"und "Krebsgeschwürs dieser Welt" warten, um was als deutsche Vernichtungsmission begann, als Mission des islamischen Djihads zu Ende führen zu können.</p> <p style="text-align: justify;">In der gegenwärtigen krisenhaften historischen Situation ist der antiisraelische Antizionismus Mordbereitschaft im Wartezustand oder die aktiv-passive Unterstützung solcher Mordbereitschaft.</p> <p>Heinz Gess</p> <p><strong>Der Antisemitismus will raus. Schuldverschiebung und Selbstentlastung <br /></strong></p> <p><strong>mit einem Vorwort von Heinz Gess in memoriam Paul Celan.<br /></strong></p> <p style="text-align: justify;">Der Antisemitismus ist der Hass auf dasjenige, was sich dem Identitätszwang des Abstrakt-Allgemeinen entzieht. Er ist als solcher der vom kapitalen Identitätsprinzip beherrschten kapitalistischen Gesellschaft inhärent. Liefern sich die Menschen dieser Gesellschaft völlig aus, schlägt die vollendet negative Identität in der Krise des Systems in die zwanghafte Vernichtung dieses sich Entziehenden um, als das "der Jude" halluziniert wird. Nazi-Deutschland machte die Probe dafür aufs Exempel und war in dieser Hinsicht weltgeschichtliche Avantgarde. Es konnte die Vernichtung der "parasitären Gegenrasse" aber glücklicherweise nicht zu Ende bringen. Darunter leiden viele von denen, die 'Deutschland sind', auf verdrängte und verdrehte, durch Rationalisierungen unkenntlich gemacht Weise bis heute. Sie verzeihen den Entronnenen die Sabotage an der weltgeschichtlichen Vernichtungsmission Nazideutschlands nie. Ihr - wie auch immer rationalisierter&nbsp; - Hass&nbsp; trifft darum Israel, den Staat der Entronnenen, die sich von dem&nbsp; Objektstatus ohnmächtig Verfolgter emanzipiert haben, mit voller Wucht.</p> <p style="text-align: justify;">Nach der Niederlage Nazi-Deutschlands sind islamistische Bewegungen, allen voran das islamistische Regime in Teheran, angetreten, die deutsche Vernichtungsmission zu vollenden und den Staat der Entronnenen mitsamt seiner jüdischen Bürger zu vernichten. Kann es da verwundern, dass deutsche Mittäter, die ihr Mittun oder das ihrer Eltern/Großeltern nie wahrhaftig erinnert und durchgearbeitet haben, aus&nbsp; gekränktem kollektiven Narzissmus den Mordbereiten ihre 'mannhafte' deutsche Unterstützung gewähren und sich zugleich keine Rationalisierung entgehen lassen, um den Trug zu verbreiten, das geschehe zu ihrem Heil ? Denn Israel (und nicht der Iran!) "gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden"(Grass).</p> <p style="text-align: justify;">Wie kaum einer sonst ist Günter Grass darin geschult, solch zudeckende Rationalisierungen zu erfinden und zu verbreiten. 65 jährige Übung in der Rationalisierung der antisemitischen deutsch-völkischen Ideologie von links machen ihn darin zum Meister aus Deutschland. Die Wahrheit aber ist: Sein als israelkritischer Antizionismus nur schlecht getarnter Antisemitismus unterstützt die Mordbereitschaft der (iranischen) Mullahs, die nur auf den rechten Moment, den Moment der Schwäche des "Parasitenstaates"und "Krebsgeschwürs dieser Welt" warten, um was als deutsche Vernichtungsmission begann, als Mission des islamischen Djihads zu Ende führen zu können.</p> <p style="text-align: justify;">In der gegenwärtigen krisenhaften historischen Situation ist der antiisraelische Antizionismus Mordbereitschaft im Wartezustand oder die aktiv-passive Unterstützung solcher Mordbereitschaft.</p> <p>Heinz Gess</p> Luhmann und Sohn-Rethel 2012-04-05T13:41:06+00:00 2012-04-05T13:41:06+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/1126-bernd-ternes Bernd Ternes hgess@gmx.de <p>&nbsp;</p> <p>Der Aufsatz hat Luhmanns Systembegrifflichkeit zum Gegenstand der kritischen Reflexion.</p> <p>Der Autor will durch Bezugnahme auf die an Marx geschulte Erkenntnistheorie Sohn-Rethels Erkenntnis klar machen, warum die Systemtheorie Luhmanns unannehmbar ist.&nbsp; (Heinz Gess)</p> <p>&nbsp;</p> <p>Der Aufsatz hat Luhmanns Systembegrifflichkeit zum Gegenstand der kritischen Reflexion.</p> <p>Der Autor will durch Bezugnahme auf die an Marx geschulte Erkenntnistheorie Sohn-Rethels Erkenntnis klar machen, warum die Systemtheorie Luhmanns unannehmbar ist.&nbsp; (Heinz Gess)</p> Große Theorie um 1980 2012-04-19T15:22:44+00:00 2012-04-19T15:22:44+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/soziologie/1130-grosse-theorie-um-1980 Bernd Ternes hgess@gmx.de <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="color: #000000;">Eine Erinnerung an die soziologische Systemtheorie Niklas Luhmanns anlässlich 20 Jahre „Soziale Systeme“</span></strong></p> <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="color: #000000;"></span></strong><span style="color: #000000;"><em>Vorwort von Heinz Gess</em></span></p> <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="color: #000000;"><em></em> Bernd Ternes stellt zunächst kurz die gegenwärtige Lage in den Sozialwissenschaften dar, lässt der Lagebeurteilung einen selektiven Rückblick auf die Entwicklung der&nbsp; Soziologie seit den achtziger Jahren folgen und stellt anschließend die „soziale Systemtheorie“ Luhmanns mitsamt den ihr zugrunde liegenden Selbstorganisationskonzepten vor. Daran schließen sich in den Abschnitten „Sinn und Tod“&nbsp; und „Gebrauchsanweisung und Aussicht“ einige kritische Reflektionen&nbsp; der Systemtheorie an.<br /></span></p> <p style="line-height: 150%; text-align: justify;"> <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="color: #000000;">Eine Erinnerung an die soziologische Systemtheorie Niklas Luhmanns anlässlich 20 Jahre „Soziale Systeme“</span></strong></p> <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="color: #000000;"></span></strong><span style="color: #000000;"><em>Vorwort von Heinz Gess</em></span></p> <p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="color: #000000;"><em></em> Bernd Ternes stellt zunächst kurz die gegenwärtige Lage in den Sozialwissenschaften dar, lässt der Lagebeurteilung einen selektiven Rückblick auf die Entwicklung der&nbsp; Soziologie seit den achtziger Jahren folgen und stellt anschließend die „soziale Systemtheorie“ Luhmanns mitsamt den ihr zugrunde liegenden Selbstorganisationskonzepten vor. Daran schließen sich in den Abschnitten „Sinn und Tod“&nbsp; und „Gebrauchsanweisung und Aussicht“ einige kritische Reflektionen&nbsp; der Systemtheorie an.<br /></span></p> <p style="line-height: 150%; text-align: justify;"> Marx, Saffra and the foundations of the Critique of Political Economy 2012-05-01T08:35:09+00:00 2012-05-01T08:35:09+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritikderpolitischenoekonomie/1133-marx-saffra-and-the-foundations-of-the-critique-of-political-economy Andrew Klimann, Hans Peter Büttner hgess@gmx.de <p><span style="background-color: #ffffbb;"><strong><span data-mce-bogus="true" id="_mce_caret"></span>An Interview with Andrew Kliman by Hans Peter Büttner</strong></span></p> <p class="berschrift1-2Teil"><span style="background-color: #ffffbb;"><strong>Mit einer Einführung in die Thematik: Was ist die&nbsp; „Temporal Single System Interpretation“ (TSSI-) des Marxschen „Kapital“? (in deutscher Sprache)</strong></span></p> <p class="berschrift1-2Teil"><span style="background-color: #ffffbb;">Vorwort:</span></p> <p style="text-align: justify;"><span style="background-color: #ffffbb;">Im folgenden Betrag veröffentlicht das Kritiknetz ein Interview, das Hans Peter Büttner (Konstanz)&nbsp; mit Andrew Kliman, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Pace University in New York und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Fragen der marxistischen Wirtschaftstheorie geführt hat. &nbsp;Kliman hat bei Marx unbearbeitete &nbsp;Probleme der Wert-Preis-Rechnung, die das Problem der Transformation von Werten in Marktpreise (s. Bd. 3 des „Kapitals) lösen sollte, sich aber nach der vorherr-schenden Auffassung in der Wirtschaftswissenschaft dazu als unzureichend erwies, auf der Grundlage einer Methodik (TSSI-Methode), die die Bewegung des Kapitals als eine sukzessiv-zeitförmige, rekursive Bewegung begreift und damit eben genau so wie Marx selbst, neu wieder aufgreift und auf dieser Grundlage sämtliche Aussagen&nbsp; der Marxschen Kritik ohne logische Inkonsistenzen rekonstruiert. In seiner 2011 erschienen Monographie „<i>The Failure of Capitalist Production. Underlying Causes of the Great Recession”</i> demonstriert&nbsp; er an der &nbsp;seit 2008 sich global ausbreitende Wirtschaftskrise, dass sich die Marxsche kritische Theorie insbesondere seine Behauptung vom tendenziellen Fall der Profitrate, berechnet nach der TSSI-Methode auch empirisch bewährt.</span></p> <p style="text-align: justify;"><span style="background-color: #ffffbb;"> <p><span style="background-color: #ffffbb;"><strong><span data-mce-bogus="true" id="_mce_caret"></span>An Interview with Andrew Kliman by Hans Peter Büttner</strong></span></p> <p class="berschrift1-2Teil"><span style="background-color: #ffffbb;"><strong>Mit einer Einführung in die Thematik: Was ist die&nbsp; „Temporal Single System Interpretation“ (TSSI-) des Marxschen „Kapital“? (in deutscher Sprache)</strong></span></p> <p class="berschrift1-2Teil"><span style="background-color: #ffffbb;">Vorwort:</span></p> <p style="text-align: justify;"><span style="background-color: #ffffbb;">Im folgenden Betrag veröffentlicht das Kritiknetz ein Interview, das Hans Peter Büttner (Konstanz)&nbsp; mit Andrew Kliman, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Pace University in New York und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Fragen der marxistischen Wirtschaftstheorie geführt hat. &nbsp;Kliman hat bei Marx unbearbeitete &nbsp;Probleme der Wert-Preis-Rechnung, die das Problem der Transformation von Werten in Marktpreise (s. Bd. 3 des „Kapitals) lösen sollte, sich aber nach der vorherr-schenden Auffassung in der Wirtschaftswissenschaft dazu als unzureichend erwies, auf der Grundlage einer Methodik (TSSI-Methode), die die Bewegung des Kapitals als eine sukzessiv-zeitförmige, rekursive Bewegung begreift und damit eben genau so wie Marx selbst, neu wieder aufgreift und auf dieser Grundlage sämtliche Aussagen&nbsp; der Marxschen Kritik ohne logische Inkonsistenzen rekonstruiert. In seiner 2011 erschienen Monographie „<i>The Failure of Capitalist Production. Underlying Causes of the Great Recession”</i> demonstriert&nbsp; er an der &nbsp;seit 2008 sich global ausbreitende Wirtschaftskrise, dass sich die Marxsche kritische Theorie insbesondere seine Behauptung vom tendenziellen Fall der Profitrate, berechnet nach der TSSI-Methode auch empirisch bewährt.</span></p> <p style="text-align: justify;"><span style="background-color: #ffffbb;"> Was ist Kritische Theorie? Eine Einladung 2011-08-25T03:59:51+00:00 2011-08-25T03:59:51+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/1064-was-ist-kritische-theorie-eine-einladung Dirk Lehmann hgess@gmx.de <div style="text-align: justify;">Ich empfehle den Lesern des Kritiknetzes den Artikel  Dirk Lehmanns „Was  ist Kritische Theorie?“ als Einladung zur kritischen Theorie der Gesellschaft. Sie eröffnet durch Konzentration der Darstellung auf wesentliche Gedankengänge der Kritischen Theorie und ihre geschickte Konstellation der Darstellung  den Zugang zur Kritischen Theorie in vorzüglicher Weise.</div> <p style="text-align: justify;">Besonders hervorheben ist, dass Dirk Lehmann in die Kritische Theorie der Gesellschaft als eine <span style="font-weight: bold;">Lebensform</span> und nicht bloß als bestimmte Form wissenschaftlichen Denkens einführt. Das ist sie, insofern sie <span style="font-weight: bold;">Theorie</span> ist, zwar auch. Aber sie ist es nicht nur, weil sie als Theorie  in einem auch <span style="font-weight: bold;">Kritik </span>an der bestehenden gesellschaftlichen Lebensform ist, die sich von der traditionellen positiven Theorie, deren fortschrittlichste Version die „Theorie sozialer Systeme“ (Niklas Luhmann) ist, wesentlich darin unterscheidet, dass sie des Nicht-Identischen, das der bestehenden Lebensform als gequälte Natur und fortbestehendes, anwachsendes Unrecht der Ausbeutung innewohnt, eingedenk ist und es, getragen von einem fundamentalen Zweifel an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Welt, durch die spezifische Form und Konstellation ihrer Begriffe zur Darstellung bringt. Solche negative Kritik ist nur sinnvoll als Lebensform, die durchdrungen ist von dem gemeinsamen Willen zur freien, menschenwürdigen Assoziation gesellschaftlicher Individuen. Sie ist das intellektuelle Organ der Selbstreflexion dieser Lebensform unter gesellschaftlichen Verhältnissen, unter denen diese Welt (noch) nicht die ihrer bewusstlosen Produzenten, sondern die des automatischen Subjekts „rationaler Herrschaft“ ist. <br /><br />Heinz Gess<br /><br />Gliederung:<br />1. Kritische Theorie als Lebensform<br />2. Die Gründerväter der kritischen Theorie <br />3. Entstehung und Entwicklung der kritischen Theorie<br />4. Psychologie und kritische Theorie<br />5. Zivilisationskritik im Lichte der Dialektik der Aufklärung<br />6.  Schluss<br /><br /></p> <div style="text-align: justify;">Ich empfehle den Lesern des Kritiknetzes den Artikel  Dirk Lehmanns „Was  ist Kritische Theorie?“ als Einladung zur kritischen Theorie der Gesellschaft. Sie eröffnet durch Konzentration der Darstellung auf wesentliche Gedankengänge der Kritischen Theorie und ihre geschickte Konstellation der Darstellung  den Zugang zur Kritischen Theorie in vorzüglicher Weise.</div> <p style="text-align: justify;">Besonders hervorheben ist, dass Dirk Lehmann in die Kritische Theorie der Gesellschaft als eine <span style="font-weight: bold;">Lebensform</span> und nicht bloß als bestimmte Form wissenschaftlichen Denkens einführt. Das ist sie, insofern sie <span style="font-weight: bold;">Theorie</span> ist, zwar auch. Aber sie ist es nicht nur, weil sie als Theorie  in einem auch <span style="font-weight: bold;">Kritik </span>an der bestehenden gesellschaftlichen Lebensform ist, die sich von der traditionellen positiven Theorie, deren fortschrittlichste Version die „Theorie sozialer Systeme“ (Niklas Luhmann) ist, wesentlich darin unterscheidet, dass sie des Nicht-Identischen, das der bestehenden Lebensform als gequälte Natur und fortbestehendes, anwachsendes Unrecht der Ausbeutung innewohnt, eingedenk ist und es, getragen von einem fundamentalen Zweifel an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Welt, durch die spezifische Form und Konstellation ihrer Begriffe zur Darstellung bringt. Solche negative Kritik ist nur sinnvoll als Lebensform, die durchdrungen ist von dem gemeinsamen Willen zur freien, menschenwürdigen Assoziation gesellschaftlicher Individuen. Sie ist das intellektuelle Organ der Selbstreflexion dieser Lebensform unter gesellschaftlichen Verhältnissen, unter denen diese Welt (noch) nicht die ihrer bewusstlosen Produzenten, sondern die des automatischen Subjekts „rationaler Herrschaft“ ist. <br /><br />Heinz Gess<br /><br />Gliederung:<br />1. Kritische Theorie als Lebensform<br />2. Die Gründerväter der kritischen Theorie <br />3. Entstehung und Entwicklung der kritischen Theorie<br />4. Psychologie und kritische Theorie<br />5. Zivilisationskritik im Lichte der Dialektik der Aufklärung<br />6.  Schluss<br /><br /></p> Der Euro - Identität und Krise der Europäischen Union 2011-08-06T16:53:27+00:00 2011-08-06T16:53:27+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritikderpolitischenoekonomie/1062-der-euro-identitaet-und-krise-der-europaeischen-union Gerhard Stapelfeldt (zweite, aktualisierte und verbesserte Auflage) hgess@gmx.de <div style="text-align: justify;">Nach Gerhard Stapelfeldt befindet sich der Euro und mit ihm EU-Europa gegenwärtig in einer Krise. Das Bedrohliche daran besteht in</div> <p style="text-align: justify;">1. dem ökonomisch im fehlenden Bewusstsein davon, dass es sich um eine Krise des neoliberalen Systems handelt &nbsp;<br />2. dem politisch „im unvermeidlichen Autoritarismus“ (als Folge von 1) <br />3. der gesellschaftlich „in der systematischen Hoffnungslosigkeit und im sozialen Atomismus der neo-liberalen Politik“ (Stapelfeldt)&nbsp; &nbsp;</p> <p style="text-align: justify;">Die Fragen, denen die Untersuchung Stapelfelds sich angesichts der Krise widmet, lauten: „Worin besteht die kollektive, im Euro institutionalisierte europäische Identität?<br />Welcher Ordnung der Wirtschaftsgesellschaft ist die Europäische Zentralbank verpflichtet? <br />Enthält diese Ordnung Möglichkeiten eines Krisenbewusstseins und einer nicht-autoritären Krisenbewältigung?“ <br />Diesen Fragen wird nach einer kurzen Einleitung mit dem Titel „Geld, bewusstlose gesellschaftliche Identität und Krise“ (I) durch „Darstellung der Genese und der vertraglich fixierten Imperative der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion als Basis der Integration, der Identität des EU-Europa (II); durch eine Skizze des Logos dieser Identität: der Dogmen von Neoliberalismus (Wettbewerbs-Markt) und Monetarismus (Gemeinschaftswährung) (III); durch eine Skizze der gegenwärtigen Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise sowie der eingeschlagenen Krisenpolitik, in der sich der repressive Gehalt der europäischen Integration und Identität manifestiert (IV)“ (Stapelfeldt)&nbsp; nachgegangen.</p> <p style="text-align: justify;"> <div style="text-align: justify;">Nach Gerhard Stapelfeldt befindet sich der Euro und mit ihm EU-Europa gegenwärtig in einer Krise. Das Bedrohliche daran besteht in</div> <p style="text-align: justify;">1. dem ökonomisch im fehlenden Bewusstsein davon, dass es sich um eine Krise des neoliberalen Systems handelt &nbsp;<br />2. dem politisch „im unvermeidlichen Autoritarismus“ (als Folge von 1) <br />3. der gesellschaftlich „in der systematischen Hoffnungslosigkeit und im sozialen Atomismus der neo-liberalen Politik“ (Stapelfeldt)&nbsp; &nbsp;</p> <p style="text-align: justify;">Die Fragen, denen die Untersuchung Stapelfelds sich angesichts der Krise widmet, lauten: „Worin besteht die kollektive, im Euro institutionalisierte europäische Identität?<br />Welcher Ordnung der Wirtschaftsgesellschaft ist die Europäische Zentralbank verpflichtet? <br />Enthält diese Ordnung Möglichkeiten eines Krisenbewusstseins und einer nicht-autoritären Krisenbewältigung?“ <br />Diesen Fragen wird nach einer kurzen Einleitung mit dem Titel „Geld, bewusstlose gesellschaftliche Identität und Krise“ (I) durch „Darstellung der Genese und der vertraglich fixierten Imperative der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion als Basis der Integration, der Identität des EU-Europa (II); durch eine Skizze des Logos dieser Identität: der Dogmen von Neoliberalismus (Wettbewerbs-Markt) und Monetarismus (Gemeinschaftswährung) (III); durch eine Skizze der gegenwärtigen Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise sowie der eingeschlagenen Krisenpolitik, in der sich der repressive Gehalt der europäischen Integration und Identität manifestiert (IV)“ (Stapelfeldt)&nbsp; nachgegangen.</p> <p style="text-align: justify;"> Manifest der emanzipatorischen Linken 2008-02-20T08:27:00+00:00 2008-02-20T08:27:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/239-manifestderemanzipatorischenlinkensozialismusdasistdiebrueckevonlinksnachrechtsgoebbels1929 Heinz Gess hgess@gmx.de <p style="text-align: justify;"><span class="content">"Sozialismus: das ist die Brücke von links nach rechts" schreibt Goebbels 1929 und begründet diese Richtschnur seiner politischen Propaganda in der Wendezeit zwischen 1929 und 1934 im Wesentlichen mit den beiden folgenden Argumenten:<br /><br />1. Der Sozialismus ist "der diametrale Gegenpol zum Judentum, das die Inkarnation des Hasses darstellt" . Das Prinzip des Judentums, das in seiner modernen Form als nationaler oder - noch gefährlicher - als kultureller Zionismus auftritt, sei: "Du sollst alle Völker fressen!" Diesem Prinzip des imperialistischen "Völkermordes" hat der Sozialismus laut Joseph Goebbels "den Krieg angesagt" . Deshalb musste das Judentum bzw. der Zionismus den Sozialismus beseitigen. <br /></span></p> <p style="text-align: justify;"><span class="content">"Sozialismus: das ist die Brücke von links nach rechts" schreibt Goebbels 1929 und begründet diese Richtschnur seiner politischen Propaganda in der Wendezeit zwischen 1929 und 1934 im Wesentlichen mit den beiden folgenden Argumenten:<br /><br />1. Der Sozialismus ist "der diametrale Gegenpol zum Judentum, das die Inkarnation des Hasses darstellt" . Das Prinzip des Judentums, das in seiner modernen Form als nationaler oder - noch gefährlicher - als kultureller Zionismus auftritt, sei: "Du sollst alle Völker fressen!" Diesem Prinzip des imperialistischen "Völkermordes" hat der Sozialismus laut Joseph Goebbels "den Krieg angesagt" . Deshalb musste das Judentum bzw. der Zionismus den Sozialismus beseitigen. <br /></span></p> Die konformistische Dauerrevolte Neuer Rechter aus der Linkspartei 2010-09-19T10:25:56+00:00 2010-09-19T10:25:56+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/neuerechte/930-die-konformistische-dauerrevolte-neuer-rechter-aus-der-linkspartei Heinz Gess hgess@gmx.de <div style="text-align: justify;"> </div> <p>Am 09.September 2010 wurde folgende Presseerklärung auf der offiziellen Homepage der Partei DIE LINKE veröffentlicht: "Merkels Affront gegen Muslime“. Darin bewertet Christine Buchholz, Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstands der LINKEN, die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Preisverleihung für Kurt Westergaard  als "gezielte Provokation". Buchholz erklärt: „Angela Merkels demonstrative Unterstützung von Westergaard ist ein Affront gegen Muslime. Sie springt damit auf den islamfeindlichen Zug von Thilo Sarrazin auf. Westergaard unterstellt mit seinen Karikaturen der islamischen Religion und damit allen Muslimen (sic!) Gewalttätigkeit. Er hatden Islam als terroristisch und reaktionär verunglimpft. Wo eine Religion oder eine Kultur pauschal verurteilt wird, hört Pressefreiheit auf und fängt Rassismus an."<br />                                    <br />Ich kritisiere die Presserklärung im Folgenden mit dem Ziel, nachzuweisen, dass diese Erklärung nicht „links“ - sofern dieser Begriff überhaupt noch etwas besagt und nicht nur zu einem bloßen Etikett heruntergekommen ist -, nicht anti-rassistisch und nicht emanzipatorisch ist, sondern dass es sich hierbei um einen rechten, „konservativ-revolutionären“, anti-emanzipatorischen und (kultur-) rassistischen Text handelt, der rechten Denkformen sehr nahe steht. Dann stelle ich die Erklärung in ihren politischen Kontext ein  und bringe den politischen Gehalt dieser Politik auf seinen - kritischen - Begriff.<br />Heinz Gess</p> <div style="text-align: justify;"> </div> <p>Am 09.September 2010 wurde folgende Presseerklärung auf der offiziellen Homepage der Partei DIE LINKE veröffentlicht: "Merkels Affront gegen Muslime“. Darin bewertet Christine Buchholz, Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstands der LINKEN, die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Preisverleihung für Kurt Westergaard  als "gezielte Provokation". Buchholz erklärt: „Angela Merkels demonstrative Unterstützung von Westergaard ist ein Affront gegen Muslime. Sie springt damit auf den islamfeindlichen Zug von Thilo Sarrazin auf. Westergaard unterstellt mit seinen Karikaturen der islamischen Religion und damit allen Muslimen (sic!) Gewalttätigkeit. Er hatden Islam als terroristisch und reaktionär verunglimpft. Wo eine Religion oder eine Kultur pauschal verurteilt wird, hört Pressefreiheit auf und fängt Rassismus an."<br />                                    <br />Ich kritisiere die Presserklärung im Folgenden mit dem Ziel, nachzuweisen, dass diese Erklärung nicht „links“ - sofern dieser Begriff überhaupt noch etwas besagt und nicht nur zu einem bloßen Etikett heruntergekommen ist -, nicht anti-rassistisch und nicht emanzipatorisch ist, sondern dass es sich hierbei um einen rechten, „konservativ-revolutionären“, anti-emanzipatorischen und (kultur-) rassistischen Text handelt, der rechten Denkformen sehr nahe steht. Dann stelle ich die Erklärung in ihren politischen Kontext ein  und bringe den politischen Gehalt dieser Politik auf seinen - kritischen - Begriff.<br />Heinz Gess</p> Max Horkheimers Sicht der "traditionellen und kritischen Theorie " 2005-03-18T17:32:00+00:00 2005-03-18T17:32:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/274-maxhorkheimertraditionelleundkritischetheorie1937 Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Referat des Aufsatzes von Horkheimers Aufsatz "Traditionelle und kritische Theorie"  (1937) mit Kommentierungen und kritischen Anmerkungen.<br />Der Aufsatz formuliert das Programm der kritischen Theorie der Gesellschaft und grenzt es von der traditionellen Theoriebildung in den Sozialwissenschaften ab. <br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Referat des Aufsatzes von Horkheimers Aufsatz "Traditionelle und kritische Theorie"  (1937) mit Kommentierungen und kritischen Anmerkungen.<br />Der Aufsatz formuliert das Programm der kritischen Theorie der Gesellschaft und grenzt es von der traditionellen Theoriebildung in den Sozialwissenschaften ab. <br /><br /></span></div> Der mit den Wölfen heult. Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus - Teil 1 2006-03-26T13:17:00+00:00 2006-03-26T13:17:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/ideologiekritik/138-dermitdenwoelfenheultueberdiedeutschekumpaneimitdemislamismusteil1 Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere.</span></div> Religion, Verantwortung und Emanzipation 2006-03-26T14:11:00+00:00 2006-03-26T14:11:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/336-religionverantwortungundemanzipation Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong>Der mit den Wölfen heult: Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus <br />Teil 2 </strong> <br /><br />Gliederung:<br />1. Oberste Maximen des deutschen Mainstreams <br />2. Minima moralia und die angebliche Militarisierung des Denkens <br /><br />Was man so Mitläufertum nennt, war primär Geschäftsinteresse: dass man seinen eigenen Vorteil vor allem anderen wahrnimmt, und um sich nur ja nicht zu gefährden, sich nicht den Mund verbrennt. Das ist ein allgemeines Gesetz des Bestehenden. Das Schweigen unter dem Terror war nur dessen Konsequenz. Die Kälte der gesellschaftlichen Monade, des isolierten Konkurrenten, war als Inbegriff gegen das Schicksal der anderen die Voraussetzung dafür, dass nur ganz wenige sich regten. Das wissen die Folterknechte; auch darauf machen sie stets erneut die Probe. (Adorno)<br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> <strong>Der mit den Wölfen heult: Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus <br />Teil 2 </strong> <br /><br />Gliederung:<br />1. Oberste Maximen des deutschen Mainstreams <br />2. Minima moralia und die angebliche Militarisierung des Denkens <br /><br />Was man so Mitläufertum nennt, war primär Geschäftsinteresse: dass man seinen eigenen Vorteil vor allem anderen wahrnimmt, und um sich nur ja nicht zu gefährden, sich nicht den Mund verbrennt. Das ist ein allgemeines Gesetz des Bestehenden. Das Schweigen unter dem Terror war nur dessen Konsequenz. Die Kälte der gesellschaftlichen Monade, des isolierten Konkurrenten, war als Inbegriff gegen das Schicksal der anderen die Voraussetzung dafür, dass nur ganz wenige sich regten. Das wissen die Folterknechte; auch darauf machen sie stets erneut die Probe. (Adorno)<br /><br /></span></div> Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie 2006-08-28T18:02:00+00:00 2006-08-28T18:02:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/154-jargondereigentlichkeitzurdeutschenideologie Theodor W. Adorno webmaster@kritiknet.de <div align="justify"><span class="content"> Echheit, Authentizität oder "mit sich selbst identisch sein", nicht mit dem "kleinen Selbst, sondern dem "großen kosmischen Selbst", sind heutzutage die äquivalenten Begriffe für "Eigentlichkeit". Nur die Spielmarke, das Etikett hat sich gewandelt, sonst aber ist die "deutsche Ideologie " der Nachkriegszeit, die Adorno im "Jargon der Eigentlichkeit" kritisiert, in ihren Grundzügen dieselbe geblieben. Sie wird heute aber nicht mehr nur in evangelischen Akademien oder philosophischen Seminaren, in denen der großen Meister, allen voran Heidegger, gedacht wird, propagiert, sondern vor allem im Fachbereich Sozialwesen. Hier ist der Jargon der Echtheit und Authentizität, die Beschwörung der Archetypen und des uranfänglich Eigenen, der kollektiven Identität, die man zu "individuieren" habe, weil man sonst "seelisch krank" werde, schon seit langem zur Leitideologie geworden.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Echheit, Authentizität oder "mit sich selbst identisch sein", nicht mit dem "kleinen Selbst, sondern dem "großen kosmischen Selbst", sind heutzutage die äquivalenten Begriffe für "Eigentlichkeit". Nur die Spielmarke, das Etikett hat sich gewandelt, sonst aber ist die "deutsche Ideologie " der Nachkriegszeit, die Adorno im "Jargon der Eigentlichkeit" kritisiert, in ihren Grundzügen dieselbe geblieben. Sie wird heute aber nicht mehr nur in evangelischen Akademien oder philosophischen Seminaren, in denen der großen Meister, allen voran Heidegger, gedacht wird, propagiert, sondern vor allem im Fachbereich Sozialwesen. Hier ist der Jargon der Echtheit und Authentizität, die Beschwörung der Archetypen und des uranfänglich Eigenen, der kollektiven Identität, die man zu "individuieren" habe, weil man sonst "seelisch krank" werde, schon seit langem zur Leitideologie geworden.</span></div> Horkheimer: Kritik der instrumentellen Vernunft 2005-03-18T11:20:00+00:00 2005-03-18T11:20:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/364-horkheimerkritikderinstrumentellenvernunft Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Referat und Kommentare zu Horkheimers Schrift "Zur Kritik der instrumentellen Vernunft", in ders., Ges. Schriften, Bd.6, Franfurt/M. 1991 <br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Referat und Kommentare zu Horkheimers Schrift "Zur Kritik der instrumentellen Vernunft", in ders., Ges. Schriften, Bd.6, Franfurt/M. 1991 <br /><br /></span></div> Adorno - mon amour! Zur Dialektik der 68er 2009-11-25T10:28:11+00:00 2009-11-25T10:28:11+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/526-adorno-mon-amour-oder-dialektik-der-68er Ottmar Mareis hgess@gmx.de <div style="text-align: justify;">Ottmar Mareis veröffentlicht in diesem sehr lesenswerten Essay erstmalig Vorstudien zu einer  Ideologiekritik der Theorie der „reflexiven Modernisierung“. Im  Mittelpunkt der Kritik stehen die 68er Jürgen Habermas, Heiner Keupp und Ulrich Beck. Statt eines Kommentars möchte ich dieses Mal ein Zitat aus dem Text bringen, das sehr schön deutlich macht, worum es Ottmar Mareis (u.a.) geht:  </div> <p> </p> <div style="text-align: justify;"> </div> <div style="text-align: justify;">Ottmar Mareis veröffentlicht in diesem sehr lesenswerten Essay erstmalig Vorstudien zu einer  Ideologiekritik der Theorie der „reflexiven Modernisierung“. Im  Mittelpunkt der Kritik stehen die 68er Jürgen Habermas, Heiner Keupp und Ulrich Beck. Statt eines Kommentars möchte ich dieses Mal ein Zitat aus dem Text bringen, das sehr schön deutlich macht, worum es Ottmar Mareis (u.a.) geht:  </div> <p> </p> <div style="text-align: justify;"> </div> Die neue Rechte und ihr (pseudo- )linkes Gegenstück 2005-03-12T13:56:00+00:00 2005-03-12T13:56:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/neuerechte/16-dieneuerechteundihrpseudolinkesgegenstueck Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><font class="content"> <span style="font-weight: bold;">Kulturrevolution von Rechts im Jargon des linken Kulturrelativismus<br /><br /></span>Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno  mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt.</font></div> <div align="justify"><font class="content"> <span style="font-weight: bold;">Kulturrevolution von Rechts im Jargon des linken Kulturrelativismus<br /><br /></span>Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno  mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt.</font></div> Kredit, Kapital und Krise - Von der Überakkumulation des Kapitals zur aktuellen Krise des Geldes 2008-09-26T08:38:00+00:00 2008-09-26T08:38:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritikderpolitischenoekonomie/17-kreditkapitalundkrisevonderueberakkumulationdeskapitalszuraktuellenkrisedesgeldes Hans Peter Büttner hgess@gmx.de <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> <strong> Die Krise </strong> <br /> <br />Wenn die Börsenkurse fallen<br />regt sich Kummer bei fast allen,<br />aber manche blühen auf: <br />Ihr Rezept heißt Leerverkauf.<br />Keck verhökern diese Knaben<br />Dinge, die sie gar nicht haben.<br />Treten selbst den Absturz los,<br />den sie brauchen - echt famos!<br />.......<br />Fortsetzung s. erweiterte Einführung<br /> <br />1. Kredite und "Subprimes"<br />2. Wie lief die Hypothekenkrise ab?<br />3. Die nächste Stufe der Finanzkrise<br />4. Staatsverschuldung und der Niedergang der Geldform<br />5. Neue Barbarei oder Ende des Kapitalfetischs<br /><br /></span></p> <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> <strong> Die Krise </strong> <br /> <br />Wenn die Börsenkurse fallen<br />regt sich Kummer bei fast allen,<br />aber manche blühen auf: <br />Ihr Rezept heißt Leerverkauf.<br />Keck verhökern diese Knaben<br />Dinge, die sie gar nicht haben.<br />Treten selbst den Absturz los,<br />den sie brauchen - echt famos!<br />.......<br />Fortsetzung s. erweiterte Einführung<br /> <br />1. Kredite und "Subprimes"<br />2. Wie lief die Hypothekenkrise ab?<br />3. Die nächste Stufe der Finanzkrise<br />4. Staatsverschuldung und der Niedergang der Geldform<br />5. Neue Barbarei oder Ende des Kapitalfetischs<br /><br /></span></p> Das verletzte religiöse Gefühl und die Religion als Herrschaftsform. - Gedanken zum Streit um die Mohammedkarikaturen 2006-02-07T10:24:00+00:00 2006-02-07T10:24:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/23-dasverletztereligioesegefuehlunddiereligionalsherrschaftsformgedankenzumstreitumdiemohammedkarikaturen Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht" <br /></span></p> <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s.mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte.</span> Die dänische Tageszeitung dagegen denunziert mit ihren Karikaturen diese üble Herrschaftspraxis und ihre willigen religiösen Helfer. Aber das mag der deutsche Verstand einfach nicht begreifen. Er und sein Fürsprecher Grass können nicht davon lassen, die Juden, heute insbesondere den Judenstaat, für das Übel der Welt zu erklären und jene, die sie und ihn mit Stürmerkarikaturen, Kamikazekriegsführung und demnächst mit dem nuklearen Holocaust bedrohen, vor jeder und gegen jede Erfahrung für Gutmenschen zu halten. Weil Grass sich selbst für "moralisch gut" und die Deutschen, die 1945 in der Dresdner Bombennacht und auf der Wilhelm Gustloff umkamen, für unschuldige Opfer des alliierten Terrors hält, müsssen die Anderen böse Täter gewesen sein. Weil das Böseste für die postfaschistischen deutschen Ideologen von heute die Nazis sind, von denen sie sich um ihrer Akzeptabilität willen auf's Entschiedenste distanzieren müssen, die Deutschen aber gut, müssen nach der verqueren deutschen Psycho-Logik die Amerikaner die "eigentlichen Nazis" (gewesen) sein und die Deutschen als deren unschuldige Opfer die "eigentlichen Juden". Und die Juden, die von Deutschen ermordet wurden, oder die wenigen, die entronnen waren und mit der amerikanischen Armee als Sieger nach Deutschland zurückkamen oder aber in das Land zurückgekehrt waren, aus dem ihre Vorväter einst unter schrecklichen Umständen vertrieben worden waren, und die sich dort ihrer Haut zu wehren wussten? Nun, sie müssen nach dieser deutschen Psycho-Logilk ebenfalls "eigentliche Nazis" sein. Auf diese Weise werden dann zwangsläufig auch der Mufti von Jerusalem, der mit den Nazis zusammenarbeitete und sich mit großem Engagement an deren Vernichtung beteiligte, seine ideologischen Erben, die den Judenmord zum Programm erhoben haben, und politischen Regime, die dieses Programm fördern, zu "eigentlichen Juden " und die konservative dänische Tageszeitung, die die schlechte Herrschaft dieser "Eliten" denunziert, umgekehrt zum "Nazi-Stürmer." Das ist deutsche Psycho-Logik.</p> <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht" <br /></span></p> <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s.mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte.</span> Die dänische Tageszeitung dagegen denunziert mit ihren Karikaturen diese üble Herrschaftspraxis und ihre willigen religiösen Helfer. Aber das mag der deutsche Verstand einfach nicht begreifen. Er und sein Fürsprecher Grass können nicht davon lassen, die Juden, heute insbesondere den Judenstaat, für das Übel der Welt zu erklären und jene, die sie und ihn mit Stürmerkarikaturen, Kamikazekriegsführung und demnächst mit dem nuklearen Holocaust bedrohen, vor jeder und gegen jede Erfahrung für Gutmenschen zu halten. Weil Grass sich selbst für "moralisch gut" und die Deutschen, die 1945 in der Dresdner Bombennacht und auf der Wilhelm Gustloff umkamen, für unschuldige Opfer des alliierten Terrors hält, müsssen die Anderen böse Täter gewesen sein. Weil das Böseste für die postfaschistischen deutschen Ideologen von heute die Nazis sind, von denen sie sich um ihrer Akzeptabilität willen auf's Entschiedenste distanzieren müssen, die Deutschen aber gut, müssen nach der verqueren deutschen Psycho-Logik die Amerikaner die "eigentlichen Nazis" (gewesen) sein und die Deutschen als deren unschuldige Opfer die "eigentlichen Juden". Und die Juden, die von Deutschen ermordet wurden, oder die wenigen, die entronnen waren und mit der amerikanischen Armee als Sieger nach Deutschland zurückkamen oder aber in das Land zurückgekehrt waren, aus dem ihre Vorväter einst unter schrecklichen Umständen vertrieben worden waren, und die sich dort ihrer Haut zu wehren wussten? Nun, sie müssen nach dieser deutschen Psycho-Logilk ebenfalls "eigentliche Nazis" sein. Auf diese Weise werden dann zwangsläufig auch der Mufti von Jerusalem, der mit den Nazis zusammenarbeitete und sich mit großem Engagement an deren Vernichtung beteiligte, seine ideologischen Erben, die den Judenmord zum Programm erhoben haben, und politischen Regime, die dieses Programm fördern, zu "eigentlichen Juden " und die konservative dänische Tageszeitung, die die schlechte Herrschaft dieser "Eliten" denunziert, umgekehrt zum "Nazi-Stürmer." Das ist deutsche Psycho-Logik.</p> New Age und die kritische Theorie der Gesellschaft 2005-03-19T16:43:00+00:00 2005-03-19T16:43:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/208-newageunddiekritischetheoriedergesellschaft Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Ich stelle die These auf, daß die Lehre vom New Age, wie sie seit den achtziger Jahren auch und vor allem in Deutschland boomt, ein gegen die Linke, gegen die individuelle und gesellschaftliche Emanzipation von Herrschaft und gegen die Forderungen der Moderne nach Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität gerichtetes Projekt ist. Sie dient in der Krise dieser Tage, in der erneut ein Rationalisierungsschub die gesellschaftlichen Verhältnisse transformiert, dazu, die Menschen bei der Stange zu halten und sie zu lehren, die negativen Konsequenzen dieses Rationalisierungsschubs in präventivem Einverständnis mit dem großen Ganzen, dessen Dynamik so undurchschaubar ist wie die Wege Gottes unerkennbar sind, demütig hinzunehmen, die aufbegehrenden Impulse durch immerwährendes "positives Denken" zum Kuschen zu bringen und die Herrschaft der "Eliten", die durch mögliche Proteste bedroht würde, zu stabilisieren.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Ich stelle die These auf, daß die Lehre vom New Age, wie sie seit den achtziger Jahren auch und vor allem in Deutschland boomt, ein gegen die Linke, gegen die individuelle und gesellschaftliche Emanzipation von Herrschaft und gegen die Forderungen der Moderne nach Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität gerichtetes Projekt ist. Sie dient in der Krise dieser Tage, in der erneut ein Rationalisierungsschub die gesellschaftlichen Verhältnisse transformiert, dazu, die Menschen bei der Stange zu halten und sie zu lehren, die negativen Konsequenzen dieses Rationalisierungsschubs in präventivem Einverständnis mit dem großen Ganzen, dessen Dynamik so undurchschaubar ist wie die Wege Gottes unerkennbar sind, demütig hinzunehmen, die aufbegehrenden Impulse durch immerwährendes "positives Denken" zum Kuschen zu bringen und die Herrschaft der "Eliten", die durch mögliche Proteste bedroht würde, zu stabilisieren.</span></div> Der Provokateur, die religiöse Propaganda und der Volkszorn. Zur Sozialpychologie des (islamischen) Volkszorns 2006-06-03T14:16:00+00:00 2006-06-03T14:16:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/ideologiekritik/338-derprovokateurdiereligioesepropagandaunddervolkszornzursozialpychologiedesislamischenvolkszorns Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong>Mohammed und die Karikaturen - Die ganze Geschichte unterm Strich</strong> <br /><br />Bei den Nazis hieß es: "Du bist Nichts, Dein Volk ist alles". Bei dem iranischen Führer Ahamadinedjad und den Imamen, die das Volk aufhetzen, heißt es: "Du bist nichts, die islamische Nation ist alles". Das böse Doppelspiel der politischen Klasse in Deutschland, das ihre deutschen Ideologen "kritischen Dialog" nennen, geht weiter - "bis alles in Scherben fällt". <br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> <strong>Mohammed und die Karikaturen - Die ganze Geschichte unterm Strich</strong> <br /><br />Bei den Nazis hieß es: "Du bist Nichts, Dein Volk ist alles". Bei dem iranischen Führer Ahamadinedjad und den Imamen, die das Volk aufhetzen, heißt es: "Du bist nichts, die islamische Nation ist alles". Das böse Doppelspiel der politischen Klasse in Deutschland, das ihre deutschen Ideologen "kritischen Dialog" nennen, geht weiter - "bis alles in Scherben fällt". <br /><br /></span></div> Negative Dialektik. Zur Subjekt-Objekt-Dialektik bei Adorno. Vorstudien 2005-03-18T16:21:00+00:00 2005-03-18T16:21:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/278-negativedialektikzursubjektobjektdialektikbeiadornovorstudien Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Kritik an der Ontologie will auf keine andere Ontologie hinaus, auch auf keine des Nichtontologischen. Sie setzte sonst ein anderes als das schlechthin Erste; diesmal nicht die absolute Identität, Sein, den Begriff, sondern das Nichtidentische, Seiende, die Faktizität. Damit hypostasierte sie den Begriff des Nichtidentischen und handelte dem zuwider, was er meint." (Adorno)<br /><br /> "Denken braucht sich an seiner eigenen Gesetzlichkeit nicht genug sein zu lassen; es vermag gegen sich selber zu denken, ohne sich preiszugeben; wäre eine Definition von Dialektik möglich, so wäre das als eine solche vorzuschlagen. Die Armatur des Denkens muß ihm nicht angewachsen bleiben; es reicht weit genug noch die Totalität seines logischen Anspruchs als Verblendung zu durchschauen.« (Adorno)<br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Kritik an der Ontologie will auf keine andere Ontologie hinaus, auch auf keine des Nichtontologischen. Sie setzte sonst ein anderes als das schlechthin Erste; diesmal nicht die absolute Identität, Sein, den Begriff, sondern das Nichtidentische, Seiende, die Faktizität. Damit hypostasierte sie den Begriff des Nichtidentischen und handelte dem zuwider, was er meint." (Adorno)<br /><br /> "Denken braucht sich an seiner eigenen Gesetzlichkeit nicht genug sein zu lassen; es vermag gegen sich selber zu denken, ohne sich preiszugeben; wäre eine Definition von Dialektik möglich, so wäre das als eine solche vorzuschlagen. Die Armatur des Denkens muß ihm nicht angewachsen bleiben; es reicht weit genug noch die Totalität seines logischen Anspruchs als Verblendung zu durchschauen.« (Adorno)<br /><br /></span></div> Heiliger Krieg in Bielefeld - Kritik einer Protestaktion und ihrer Theologie - 2007-05-01T17:46:00+00:00 2007-05-01T17:46:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/antisemitismus/74-heiligerkrieginbielefeldkritikeinerprotestaktionundihrertheologie Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong>Gliederung:</strong> <br />1. Einleitung und Absicht des<br />Essays - 1<br />2. Merkwürdigkeiten der Protestkonstellation - 5 <br />3. Vergleich der Protestheologie mit der politischen Theologie Drewermanns - 6 <br />4. "Gott mehr gehorchen als den Menschen!" - 7<br />5. Vermisstes politisches Bewusstsein - 13</span></div> <p><span class="content">6. Du sollst Dir kein Bild machen - 15 <br />7. Falsche Kumpanei - 17 <br />8. Ursprungsideologie - 18<br />9. Bruch mit dem fetischistischen Bewusstsein in der<br />Religion - 20 <br />10. "Funktionierende Strukturen"?- 21 <br />11. Geläuterte Politik als Schmierenstück - 24<br />12 Was ist zu tun ? - 25<br />13 "Der Supergau" und "das jüdische Geld" - 26<br />14.</span> "Requiem für einen  Gestapomann"- 28 <br /><br /></p> <div style="text-align: justify;">Manchmal bringt das konzentrierte Durchdenken eines lokalen Vorganges sehr viel mehr an Erkenntnis über den gesellschaftlichen Betrieb und die Sozialpsychologie der darin operie­ren­den Personen ein, als es groß angelegte Untersuchungen vermöchten. Ein solcher Vorgang ereignete sich anno 2007 in Bielefeld, als das dortige ehemalige Kirchengebäude der evange­lischen Paul Gerhardt Gemeinde in eine Synagoge umgewandelt werden sollte. Die Umwand­lung geriet zu einem denkwürdigen Schauspiel, das an die besten Zeiten der Deutschen Christus-Sozialisten erinnerte. <span> </span>Deutsche Christen probten den heiligen Aufstand für Ihren Gott, den sie mit dem Gott der Juden partout  nicht verwechselt wissen wollten. Sie ver­schanz­ten sich in einer ehemaligen evangelischen Kirche (Paul Gerhardt), um die protestan­tische Kirchenleitung zu erpressen, ihren Beschluss zu widerrufen, das Gebäude an die jüdische Gemeinde Bielefeld zu verkaufen. Zu den Besetzern gehörten so genannte respek­table Personen mit <span> </span>Namen in Bielefeld. Darunter ein höherer Richter des Landgerichtes in Bielefeld, ferner der in Bielefeld bekannte WDR-Redakteur Eitel Riefen­stahl, schließlich der bekannte Kirchenmeister der ehemaligen Kirche.</div> <div align="justify"> </div> <p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"> Im Protest der Kirchenbesetzer manifestierte sich ein nachhaltiger rebellischer Kon­for­mis­mus. Sie fühlten sich als Sprachrohr des Bielefelder Volkes  und  wurden von der örtlichen Presse in hemmungsloser Sensationsgier auch so in Szene gesetzt, nämlich als lokale Helden des völkisch-christlichen Widerstandes gegen die dubiosen Ansprüche der Juden. Das wurde schon deutlich an dem von der Presse eilfertig herausgestellten Spott, mit dem die Besetzer auf die Strafanzeige der Immobilien­besitzer reagierten. "Toll, jetzt trauen sie sich wenigstens etwas", posaunten sie hinaus und wollten damit sagen: "Seht her wie mutig wir doch sind." Noch deutlicher wurde diese Gesinnung aber an dem Kommentar der Besetzerclique, nach­dem Präses Buß ihnen ausnahmsweise einmal beigesprungen war. Ihr Kommentar: "Das war jetzt das Machtwort". So eben wünscht sich der deutsche Biedermann die Reaktion  des Füh­rers auf die Krise. Er fühlt sich mit Gott und den Mei­nungs­ma­chern von der örtlichen "Volks­aufklärung" im Bunde gegen die ‚feigen Opportunisten’ in  den demokratischen Gremien und Quasselbuden, die  sich unterstehen, mit der jüdischen Ge­meinde ein Geschäft abzuschließen, für das sie im religiösen Jargon Werbung machen. Das sollte und durfte nicht sein. Deshalb verlangte das deutsche Rumpelstilzchen nach dem "Machtwort" des Führers zu Gunsten der "Authentischen",  die <span> </span>"Gott mehr (zu) gehorchen als den Menschen".  Die Presse feierte diese prächtigen Rumpelstilzchen derweil als deutsche Helden und nutzte die Gelegenheit, die Bie­le­felder Volksgemeinschaft aufständischer Spießbürger zu schmieden. Die nicht dazugehören, sind die wenigen, hilflosen Juden.</p> <div align="justify"><span class="content"> <strong>Gliederung:</strong> <br />1. Einleitung und Absicht des<br />Essays - 1<br />2. Merkwürdigkeiten der Protestkonstellation - 5 <br />3. Vergleich der Protestheologie mit der politischen Theologie Drewermanns - 6 <br />4. "Gott mehr gehorchen als den Menschen!" - 7<br />5. Vermisstes politisches Bewusstsein - 13</span></div> <p><span class="content">6. Du sollst Dir kein Bild machen - 15 <br />7. Falsche Kumpanei - 17 <br />8. Ursprungsideologie - 18<br />9. Bruch mit dem fetischistischen Bewusstsein in der<br />Religion - 20 <br />10. "Funktionierende Strukturen"?- 21 <br />11. Geläuterte Politik als Schmierenstück - 24<br />12 Was ist zu tun ? - 25<br />13 "Der Supergau" und "das jüdische Geld" - 26<br />14.</span> "Requiem für einen  Gestapomann"- 28 <br /><br /></p> <div style="text-align: justify;">Manchmal bringt das konzentrierte Durchdenken eines lokalen Vorganges sehr viel mehr an Erkenntnis über den gesellschaftlichen Betrieb und die Sozialpsychologie der darin operie­ren­den Personen ein, als es groß angelegte Untersuchungen vermöchten. Ein solcher Vorgang ereignete sich anno 2007 in Bielefeld, als das dortige ehemalige Kirchengebäude der evange­lischen Paul Gerhardt Gemeinde in eine Synagoge umgewandelt werden sollte. Die Umwand­lung geriet zu einem denkwürdigen Schauspiel, das an die besten Zeiten der Deutschen Christus-Sozialisten erinnerte. <span> </span>Deutsche Christen probten den heiligen Aufstand für Ihren Gott, den sie mit dem Gott der Juden partout  nicht verwechselt wissen wollten. Sie ver­schanz­ten sich in einer ehemaligen evangelischen Kirche (Paul Gerhardt), um die protestan­tische Kirchenleitung zu erpressen, ihren Beschluss zu widerrufen, das Gebäude an die jüdische Gemeinde Bielefeld zu verkaufen. Zu den Besetzern gehörten so genannte respek­table Personen mit <span> </span>Namen in Bielefeld. Darunter ein höherer Richter des Landgerichtes in Bielefeld, ferner der in Bielefeld bekannte WDR-Redakteur Eitel Riefen­stahl, schließlich der bekannte Kirchenmeister der ehemaligen Kirche.</div> <div align="justify"> </div> <p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"> Im Protest der Kirchenbesetzer manifestierte sich ein nachhaltiger rebellischer Kon­for­mis­mus. Sie fühlten sich als Sprachrohr des Bielefelder Volkes  und  wurden von der örtlichen Presse in hemmungsloser Sensationsgier auch so in Szene gesetzt, nämlich als lokale Helden des völkisch-christlichen Widerstandes gegen die dubiosen Ansprüche der Juden. Das wurde schon deutlich an dem von der Presse eilfertig herausgestellten Spott, mit dem die Besetzer auf die Strafanzeige der Immobilien­besitzer reagierten. "Toll, jetzt trauen sie sich wenigstens etwas", posaunten sie hinaus und wollten damit sagen: "Seht her wie mutig wir doch sind." Noch deutlicher wurde diese Gesinnung aber an dem Kommentar der Besetzerclique, nach­dem Präses Buß ihnen ausnahmsweise einmal beigesprungen war. Ihr Kommentar: "Das war jetzt das Machtwort". So eben wünscht sich der deutsche Biedermann die Reaktion  des Füh­rers auf die Krise. Er fühlt sich mit Gott und den Mei­nungs­ma­chern von der örtlichen "Volks­aufklärung" im Bunde gegen die ‚feigen Opportunisten’ in  den demokratischen Gremien und Quasselbuden, die  sich unterstehen, mit der jüdischen Ge­meinde ein Geschäft abzuschließen, für das sie im religiösen Jargon Werbung machen. Das sollte und durfte nicht sein. Deshalb verlangte das deutsche Rumpelstilzchen nach dem "Machtwort" des Führers zu Gunsten der "Authentischen",  die <span> </span>"Gott mehr (zu) gehorchen als den Menschen".  Die Presse feierte diese prächtigen Rumpelstilzchen derweil als deutsche Helden und nutzte die Gelegenheit, die Bie­le­felder Volksgemeinschaft aufständischer Spießbürger zu schmieden. Die nicht dazugehören, sind die wenigen, hilflosen Juden.</p> Kollektive Zwangsneurose Islam oder Straftatbestand Islamophobie 2010-01-10T17:47:35+00:00 2010-01-10T17:47:35+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/islamismus/577-kollektive-zwangsneurose-islam-oder-straftatbestand-islamophobie Heinz Gess hgess@gmx.de <div style="text-align: justify;">Kürzlich hat der „Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft“ mir eine harte Bestrafung wegen Islamophobie, d. h. „Beleidigung“ des Islam und Hetze gegen den Islam -„Volksverhetzung“- angedroht.  Ich nehme die Drohung zum Anlass einer  kritischen Stellungnahme. Dabei ist es für mich unerheblich, dass mir die Bestrafung angedroht wird. Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun und negative Kritik an den Verhältnissen in diesem Land der Unzumutbarkeiten zu üben, deren eine und nicht geringste die verbreitete konformierende Asozialität ist, die sich unter anderem auch als passiv-konformistische Hinnahme islamischer Herrschaftsansprüche äußert. Die kapitale Kulturindustrie und deren Massenmedien verstärken bis auf wenige Ausnahmen diesen Trend nachhaltig, indem sie erstens  einem Kulturrelativismus huldigen, zweitens die grundlegende Differenz zwischen Religionskritik als Ideologie und Xenophobie durch beabsichtigte Verschiebung und Verdichtung der beiden Begriffe zu einem Begriff „Islamophobie“ verwischen, der als solcher darum schon eine systematisch falsche Zustellung und als Begriff Ideologie ist, und drittens schließlich den in sich verkehrten, ideologischen Begriff „Islamophobie“ dann auch noch als eine dem Antisemitismus strukturgleiche Haltung definieren, mit dem paradoxen Resultat, dass die Kritik am islamischen Antisemitismus bzw. Antijudaismus, die zugleich auch Kritik am Islam in seiner gegenwärtigen Verfasstheit ist, selbst - weil angeblich „islamophob“ - als strukturell „antisemitisch“ zu gelten hat und dem Tabu verfällt. Das ist zwar im wahrsten Sinne verrückt, aber eben diese Verrücktheit, die Verkehrung des Sinnes  der emanzipatorischen Kritik und der Bedeutungen der Begriffe der emanzipatorischen Praxis zum herrschenden Bewusstsein zu machen,  ist das schwarze Curriculum jener, die den Konformismus mit dem völkischen Kulturrassismus, sobald er als „islamische Kultur“ daherkommt, falsch zur „Toleranz“ und die negative Kritik an der falschen, repressiven Toleranz zur „Islamophobie“ und damit im Sinne ihrer Verkehrungen zu einer Form von Antisemitismus erklären.  <br /></div>Angesichts dieser Sachlage geht es bei der folgenden Stellungnahme allein um die politische Dimension des Vorgangs.                                        <br /> <div style="text-align: justify;">Kürzlich hat der „Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft“ mir eine harte Bestrafung wegen Islamophobie, d. h. „Beleidigung“ des Islam und Hetze gegen den Islam -„Volksverhetzung“- angedroht.  Ich nehme die Drohung zum Anlass einer  kritischen Stellungnahme. Dabei ist es für mich unerheblich, dass mir die Bestrafung angedroht wird. Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun und negative Kritik an den Verhältnissen in diesem Land der Unzumutbarkeiten zu üben, deren eine und nicht geringste die verbreitete konformierende Asozialität ist, die sich unter anderem auch als passiv-konformistische Hinnahme islamischer Herrschaftsansprüche äußert. Die kapitale Kulturindustrie und deren Massenmedien verstärken bis auf wenige Ausnahmen diesen Trend nachhaltig, indem sie erstens  einem Kulturrelativismus huldigen, zweitens die grundlegende Differenz zwischen Religionskritik als Ideologie und Xenophobie durch beabsichtigte Verschiebung und Verdichtung der beiden Begriffe zu einem Begriff „Islamophobie“ verwischen, der als solcher darum schon eine systematisch falsche Zustellung und als Begriff Ideologie ist, und drittens schließlich den in sich verkehrten, ideologischen Begriff „Islamophobie“ dann auch noch als eine dem Antisemitismus strukturgleiche Haltung definieren, mit dem paradoxen Resultat, dass die Kritik am islamischen Antisemitismus bzw. Antijudaismus, die zugleich auch Kritik am Islam in seiner gegenwärtigen Verfasstheit ist, selbst - weil angeblich „islamophob“ - als strukturell „antisemitisch“ zu gelten hat und dem Tabu verfällt. Das ist zwar im wahrsten Sinne verrückt, aber eben diese Verrücktheit, die Verkehrung des Sinnes  der emanzipatorischen Kritik und der Bedeutungen der Begriffe der emanzipatorischen Praxis zum herrschenden Bewusstsein zu machen,  ist das schwarze Curriculum jener, die den Konformismus mit dem völkischen Kulturrassismus, sobald er als „islamische Kultur“ daherkommt, falsch zur „Toleranz“ und die negative Kritik an der falschen, repressiven Toleranz zur „Islamophobie“ und damit im Sinne ihrer Verkehrungen zu einer Form von Antisemitismus erklären.  <br /></div>Angesichts dieser Sachlage geht es bei der folgenden Stellungnahme allein um die politische Dimension des Vorgangs.                                        <br /> Die Antikapitalismuskampagne. Rechte Kapitalismuskritik von links(Teil1) 2005-06-04T09:17:00+00:00 2005-06-04T09:17:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/ideologiekritik/316-dieantikapitalismuskampagnerechtekapitalismuskritikvonlinksteil1 Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Das Kapital bringe seine versprochene Gegenleistung nicht, tönt die Führung, es sackt die erhöhte Profite ein, die ihm dank der Sparmaßnahmen der Regierung, die dem Volk zugunsten von Kapitalrendite Opfer abverlangt, denkt aber gar nicht daran, die versprochenen Gegenleistungen zu bringen und im Standort Deutschland zu investieren. Es täuscht, betrügt und kommt seinen Verpflichtungen dem arbeitenden Volk gegenüber, das Verzicht geleistet hat, nicht nach. Kapitalisten treiben Missbrauch mit dem eigentlich guten Kapital. Deshalb muss das Volk protestieren und die Missbrauch treibenden Kapitalisten zur Verantwortung ziehen. Dazu braucht es selbstverständlich und in Deutschland erst recht politische Führer, die vorangehen. Schon setzt sich Müntefering als Wortführer des inszenierten Protests in Szene, auf dass die Arbeitnehmer wieder einmal gerade noch rechtzeitig vor der Wahl erkennen, wer ihre „wahre Interessen“ vertritt und sich mit dem guten europäischen Kapital gegen das Missbrauch treibende amerikanische Kapital zusammenschließen zu einer guten kapitalen Volksgemeinschaft. So wird es bis zur Bundestagswahl weitergehen.</span></div> <div align="justify"> </div> <div align="justify"><span class="content"> Das Kapital bringe seine versprochene Gegenleistung nicht, tönt die Führung, es sackt die erhöhte Profite ein, die ihm dank der Sparmaßnahmen der Regierung, die dem Volk zugunsten von Kapitalrendite Opfer abverlangt, denkt aber gar nicht daran, die versprochenen Gegenleistungen zu bringen und im Standort Deutschland zu investieren. Es täuscht, betrügt und kommt seinen Verpflichtungen dem arbeitenden Volk gegenüber, das Verzicht geleistet hat, nicht nach. Kapitalisten treiben Missbrauch mit dem eigentlich guten Kapital. Deshalb muss das Volk protestieren und die Missbrauch treibenden Kapitalisten zur Verantwortung ziehen. Dazu braucht es selbstverständlich und in Deutschland erst recht politische Führer, die vorangehen. Schon setzt sich Müntefering als Wortführer des inszenierten Protests in Szene, auf dass die Arbeitnehmer wieder einmal gerade noch rechtzeitig vor der Wahl erkennen, wer ihre „wahre Interessen“ vertritt und sich mit dem guten europäischen Kapital gegen das Missbrauch treibende amerikanische Kapital zusammenschließen zu einer guten kapitalen Volksgemeinschaft. So wird es bis zur Bundestagswahl weitergehen.</span></div> <div align="justify"> </div> Der »Neue Mensch« als Ideologie der Entmenschlichung 2005-03-16T12:18:00+00:00 2005-03-16T12:18:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/14-derrneuemenschlalsideologiederentmenschlichung Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Mit der Wiederentdeckung der Spiritualität im New Age, der Wiederentdeckung der Idee der angeblich heiligen hierarchischen Ordnung des kosmischen Ganzen, dem Wiederaufleben des spirituell begründeten Führerkults und dem Glauben an die Selbsterlösung im hier und jetzt, geht seit Mitte der achtziger Jahre eine Kampagne zur spirituellen Relativierung oder gar Rehabilitierung des Nationalsozialismus einher. Den Startschuß für diese Kampagne hat Bhagwan anno 1985 in einem Spiegelinterview gegeben. Darin läßt er durchblicken, dass er die Idee des ganzheitlichen, in der "verborgenen harmonischen" Ordnung der Natur lebenden Menschen, wie sie von spirituellen Denken propagiert wird, für die Fortsetzung der vom Nationalsozialismus eigentlich gemeinten, »schönen und lichten«, nur seinerzeit leider missbrauchten und falsch realisierten Idee des neuen rassischen Menschen und sich selber für die Erfüllung dieser lichten Idee, also für den besseren Hitler und den Rajneeshismus für den besseren Faschismus hält.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Mit der Wiederentdeckung der Spiritualität im New Age, der Wiederentdeckung der Idee der angeblich heiligen hierarchischen Ordnung des kosmischen Ganzen, dem Wiederaufleben des spirituell begründeten Führerkults und dem Glauben an die Selbsterlösung im hier und jetzt, geht seit Mitte der achtziger Jahre eine Kampagne zur spirituellen Relativierung oder gar Rehabilitierung des Nationalsozialismus einher. Den Startschuß für diese Kampagne hat Bhagwan anno 1985 in einem Spiegelinterview gegeben. Darin läßt er durchblicken, dass er die Idee des ganzheitlichen, in der "verborgenen harmonischen" Ordnung der Natur lebenden Menschen, wie sie von spirituellen Denken propagiert wird, für die Fortsetzung der vom Nationalsozialismus eigentlich gemeinten, »schönen und lichten«, nur seinerzeit leider missbrauchten und falsch realisierten Idee des neuen rassischen Menschen und sich selber für die Erfüllung dieser lichten Idee, also für den besseren Hitler und den Rajneeshismus für den besseren Faschismus hält.</span></div> Der Erbe trägt keine Schuld 2005-03-19T19:00:00+00:00 2005-03-19T19:00:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/ideologiekritik/56-dererbetraegtkeineschuld Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong>Eine kritische Untersuchung über die Ausstellung der Flick Collection in Berlin im Lichte der Kritischen Theorie und der Theorie der rationalen Herrschaft (M. Weber) </strong><br /><br />Gegenaufklärung und Ideologie ist nicht erst die Rechtfertigung der Ausstellung der Flick Collection durch den ausgestellten Künstler und seinen Kanzler. Gegenaufklärung, unmittelbare ideologische Praxis ist bereits die Ausstellung selbst und die "unschuldige Tat" hunderttausender Volksgenossen, auf Empfehlung ihres Kanzlers die Ausstellung zu konsumieren. Ihr Konsum ist das praktizierte Vergessen. Sie tun, wie ihnen zu tun geheißen wird, und ziehen mit ihrem Kunstgenuss den Schlussstrich. Sie genießen das große Ereignis als eines von Weltgeltung und bestätigen im Glanze der Kunst einander: "Wir sind wieder wer" und brauchen uns von den Nestbeschmutzern, die mit der "Auschwitzkeule" auf das unschuldige Vaterland einschlagen und Auschwitz zu "unserer Schande" (Martin Walser) und ihrem Vorteil instrumentalisieren, nichts mehr sagen lassen.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> <strong>Eine kritische Untersuchung über die Ausstellung der Flick Collection in Berlin im Lichte der Kritischen Theorie und der Theorie der rationalen Herrschaft (M. Weber) </strong><br /><br />Gegenaufklärung und Ideologie ist nicht erst die Rechtfertigung der Ausstellung der Flick Collection durch den ausgestellten Künstler und seinen Kanzler. Gegenaufklärung, unmittelbare ideologische Praxis ist bereits die Ausstellung selbst und die "unschuldige Tat" hunderttausender Volksgenossen, auf Empfehlung ihres Kanzlers die Ausstellung zu konsumieren. Ihr Konsum ist das praktizierte Vergessen. Sie tun, wie ihnen zu tun geheißen wird, und ziehen mit ihrem Kunstgenuss den Schlussstrich. Sie genießen das große Ereignis als eines von Weltgeltung und bestätigen im Glanze der Kunst einander: "Wir sind wieder wer" und brauchen uns von den Nestbeschmutzern, die mit der "Auschwitzkeule" auf das unschuldige Vaterland einschlagen und Auschwitz zu "unserer Schande" (Martin Walser) und ihrem Vorteil instrumentalisieren, nichts mehr sagen lassen.</span></div> C.G. Jung und die ''faschistische Weltanschauung'' 2005-03-11T14:12:00+00:00 2005-03-11T14:12:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/faschismus2/249-cgjungunddiefaschistischeweltanschauung Heinz Gess (Erstveröffentlichung in: Widerspruch32/1996) hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Ich weise in diesem Aufsatz nach, daß Jungs Lehre in der kritischen historischen Phase um 1933 selbst als faschisierende Propaganda funktionierte. Nicht kommt im NS-Faschismus etwas An-Sich-Gutes zum Durchbruch, das von der sogenannten Hitlerei schrecklich mißbraucht wird, wie es manche Jungadepten heute wieder sehen wollen, sondern die Theorie, die das von ihrer Anlage her so sieht, ist und verbreitet notwendig falsches Bewußtsein und tendiert dazu, den möglichen Rückfall in barbarische Repression als Rettung und Heil zu verklären - damals wie heute. (s. Gess 1994; 1995a, b) <br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Ich weise in diesem Aufsatz nach, daß Jungs Lehre in der kritischen historischen Phase um 1933 selbst als faschisierende Propaganda funktionierte. Nicht kommt im NS-Faschismus etwas An-Sich-Gutes zum Durchbruch, das von der sogenannten Hitlerei schrecklich mißbraucht wird, wie es manche Jungadepten heute wieder sehen wollen, sondern die Theorie, die das von ihrer Anlage her so sieht, ist und verbreitet notwendig falsches Bewußtsein und tendiert dazu, den möglichen Rückfall in barbarische Repression als Rettung und Heil zu verklären - damals wie heute. (s. Gess 1994; 1995a, b) <br /><br /></span></div> Thesen zur Kritik der autoritären, kapitalförmigen Transformation der Hochschule im "New Age" 2008-09-24T16:19:00+00:00 2008-09-24T16:19:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/hochschul-undbildungspolitik/65-thesenzurkritikderautoritaerenkapitalfoermigentransformationderhochschuleimnewage Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Gliederung <br /><br />I. Das Hochschulfreiheitsgesetz <br /><br />1. Liquidierung der Hochschulmitglieder als politische Subjekte<br />2. Hochschule als kapitalförmiger Betrieb<br />3. Antidemokratische Gängelung <br />4. zwei zentrale Funktionen: (a) die Produktion von Wissenswaren durch Forschung, <br /> (b)die Produktion von verwertbarem Humankapital durch die Lehre<br />5. substanzlose Demokratie ohne Demokraten<br />6. Folgen für die Geistes- und Sozialwissenschaften <br /><br />II. New Age: Die Transformation der Hochschule im gesellschaftlichen <br /> Zusammenhang</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Gliederung <br /><br />I. Das Hochschulfreiheitsgesetz <br /><br />1. Liquidierung der Hochschulmitglieder als politische Subjekte<br />2. Hochschule als kapitalförmiger Betrieb<br />3. Antidemokratische Gängelung <br />4. zwei zentrale Funktionen: (a) die Produktion von Wissenswaren durch Forschung, <br /> (b)die Produktion von verwertbarem Humankapital durch die Lehre<br />5. substanzlose Demokratie ohne Demokraten<br />6. Folgen für die Geistes- und Sozialwissenschaften <br /><br />II. New Age: Die Transformation der Hochschule im gesellschaftlichen <br /> Zusammenhang</span></div> Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung 2005-03-18T11:33:00+00:00 2005-03-18T11:33:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/255-marcusederkampfgegendenliberalismusindertotalitaerenstaatsauffassung Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Herbert Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. Referat mit Kritik und Kommentaren. <br /><br /> Der Kampf gegen den (Neo-)liberalismus wird durchgängig als ein Kampf "der Linken" angesehen, obgleich, wo immer auch die "Kulturrevolution von rechts" (Benoist) ausgerufen wird, stets der Liberalismus als Hauptfeind gilt. Die "neue Rechte" Europas hat schon seit den achtziger Jahren den (Neo-)Liberalismus und mit ihm die USA und Israel zum Hauptfeind erklärt; nicht anders als der Islamismus, das arabisch-islamische Pendant zur "neuen Rechten" in Europa. Um sich davon zu überzeugen, genügt es, die Schriften Benoists, insbesondere sein Manifest "die entscheidenden Jahre - zur Erkenntnis des Hauptfeindes" zu Kennntis zu nehmen. Die "neue Rechte" weiß auch seit langem, wer ihr 'organischer Verbündeter' in diesem Kampf gegen den Liberalismus ist.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Herbert Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. Referat mit Kritik und Kommentaren. <br /><br /> Der Kampf gegen den (Neo-)liberalismus wird durchgängig als ein Kampf "der Linken" angesehen, obgleich, wo immer auch die "Kulturrevolution von rechts" (Benoist) ausgerufen wird, stets der Liberalismus als Hauptfeind gilt. Die "neue Rechte" Europas hat schon seit den achtziger Jahren den (Neo-)Liberalismus und mit ihm die USA und Israel zum Hauptfeind erklärt; nicht anders als der Islamismus, das arabisch-islamische Pendant zur "neuen Rechten" in Europa. Um sich davon zu überzeugen, genügt es, die Schriften Benoists, insbesondere sein Manifest "die entscheidenden Jahre - zur Erkenntnis des Hauptfeindes" zu Kennntis zu nehmen. Die "neue Rechte" weiß auch seit langem, wer ihr 'organischer Verbündeter' in diesem Kampf gegen den Liberalismus ist.</span></div> Erlösungskonzeptionen der Weltreligionen nach Max Weber 2005-03-18T11:42:00+00:00 2005-03-18T11:42:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/soziologie/216-erloesungskonzeptionenderweltreligionennachmaxweber Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Max Webers Religionssoziologie: Übersicht über die verschiedenen Erlösungskonzeptionen der Weltreligionen<br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Max Webers Religionssoziologie: Übersicht über die verschiedenen Erlösungskonzeptionen der Weltreligionen<br /><br /></span></div> Elemente des Antisemitismus. Grenzen der Aufklärung 2005-07-06T08:37:00+00:00 2005-07-06T08:37:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/341-elementederantisemitismusgrenzenderaufklaerung Max Horkheimer; Theodor W. Adorno hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Mit dem Individuum sind daher nicht auch seine psychologischen Determinanten, seit je schon die innernenschlichen Agenturen der falschen Gesellschaft, verschwunden. Aber die Charaktertypen finden jetzt im Aufriß des Machtbetriebs ihre genaue Stelle. Ihr Wirkungs- wie ihr Reibungskoeffizient sind einkalkuliert. Das Ticket selbst ist ein Zahnrad. Was am psychologischen Mechanismus von je zwanghaft, unfrei und irrational war, ist präzis darauf eingepaßt. Das reaktionäre Ticket, das den Antisemitismus enthält, ist dem destruktiv-konventionellen Syndrom angemessen. Sie reagieren nicht sowohl ursprünglich gegen die Juden, als daß sie eine Triebrichtung ausgebildet haben, die erst durch das Ticket das adäquate Objekt der Verfolgung empfängt. Die erfahrungsmäßigen »Elemente des Antisemitismus« außer Kraft gesetzt durch den Erfahrungsverlust, der im Ticketdenken sich anzeigt, werden vom Ticket nochmals mobilisiert.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Mit dem Individuum sind daher nicht auch seine psychologischen Determinanten, seit je schon die innernenschlichen Agenturen der falschen Gesellschaft, verschwunden. Aber die Charaktertypen finden jetzt im Aufriß des Machtbetriebs ihre genaue Stelle. Ihr Wirkungs- wie ihr Reibungskoeffizient sind einkalkuliert. Das Ticket selbst ist ein Zahnrad. Was am psychologischen Mechanismus von je zwanghaft, unfrei und irrational war, ist präzis darauf eingepaßt. Das reaktionäre Ticket, das den Antisemitismus enthält, ist dem destruktiv-konventionellen Syndrom angemessen. Sie reagieren nicht sowohl ursprünglich gegen die Juden, als daß sie eine Triebrichtung ausgebildet haben, die erst durch das Ticket das adäquate Objekt der Verfolgung empfängt. Die erfahrungsmäßigen »Elemente des Antisemitismus« außer Kraft gesetzt durch den Erfahrungsverlust, der im Ticketdenken sich anzeigt, werden vom Ticket nochmals mobilisiert.</span></div> Kulturindustrie - Aufklärung als Massenbetrug 2005-04-05T13:45:00+00:00 2005-04-05T13:45:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kultur/33-kulturindustrieaufklaerungalsmassenbetrug Max Horkheimer, Th. W. Adorno hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Max Horkheimer/ Theodor W. Adorno (1947/1948) Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Zitiert nach der Reprint-Ausgabe: Amsterdam: Querido-Verlag, Auszüge: S. 144-198. <br /><br /></span></div> <div align="justify"><span class="content"> Max Horkheimer/ Theodor W. Adorno (1947/1948) Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Zitiert nach der Reprint-Ausgabe: Amsterdam: Querido-Verlag, Auszüge: S. 144-198. <br /><br /></span></div> Gesellschaftliche Herrschaft und Antisemitismus in der kapitalistischen Weltgesellschaft - Perspektiven politischer Bildungsarbeit 2006-07-07T18:03:00+00:00 2006-07-07T18:03:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/antisemitismus/165-gesellschaftlicheherrschaftundantisemitismusinderkapitalistischenweltgesellschaftperspektivenpolitischerbildungsarbeit Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong> Zur Kritik aller Formen der antisemitischen (deutschen und islamischen) Ideologie und Rebellion. </strong> <br /> Projektskizze für eine Tagung im Juni 2007 </span></div> <div align="justify"><span class="content"><br />Zu dem Tagungsprojekt gehört als einem von fünf Themenbereichen die kritische Untersuchung des Antizionismus in der deutschen Frauenbewegung. Das diesbezüglche Thema lautet: "Antisemitische Mütter - 'emanzipierte' antizionistische Töchter" (s. S. 12 f. ) Zufälligerweise wurde zu der Zeit, als ich die Projektskizze entwickelte, vom Rektorat der FH Bielefeld, jener kalten Herberge, in der ich überwintere, mitgeteilt, dass hochschuleigene Forschungsmittel in diesem Jahr nur für die "frauen- und geschlechterspezifische Forschung" zur Verfügung stehen und Anträge auf Mittelzuweisung zu diesem Zweck sogar, was bisher noch niemals vorgekommen war, <strong> formlos </strong> gestellt werden dürfen.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> <strong> Zur Kritik aller Formen der antisemitischen (deutschen und islamischen) Ideologie und Rebellion. </strong> <br /> Projektskizze für eine Tagung im Juni 2007 </span></div> <div align="justify"><span class="content"><br />Zu dem Tagungsprojekt gehört als einem von fünf Themenbereichen die kritische Untersuchung des Antizionismus in der deutschen Frauenbewegung. Das diesbezüglche Thema lautet: "Antisemitische Mütter - 'emanzipierte' antizionistische Töchter" (s. S. 12 f. ) Zufälligerweise wurde zu der Zeit, als ich die Projektskizze entwickelte, vom Rektorat der FH Bielefeld, jener kalten Herberge, in der ich überwintere, mitgeteilt, dass hochschuleigene Forschungsmittel in diesem Jahr nur für die "frauen- und geschlechterspezifische Forschung" zur Verfügung stehen und Anträge auf Mittelzuweisung zu diesem Zweck sogar, was bisher noch niemals vorgekommen war, <strong> formlos </strong> gestellt werden dürfen.</span></div> Zur Kritik des Identitätsbegriffs - 2006-04-12T15:07:00+00:00 2006-04-12T15:07:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritischetheorie/334-zurkritikdesidentitaetsbegriffs Daniel Sanin hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> <strong>Eine Analyse im Spannungsfeld von Subjektivität und Kollektivität</strong><br /> Niethammer (op.cit.) schreibt im Rückblick über den größten gemeinsamen Nenner der "disparaten Wurzelstrukturen des Leitbegriffs 'kollektive Identität' und das in ihm Verschlüsselte", daß es sich dabei "um wissenschaftsförmige, magische Formeln handelte, in denen etwas unsagbar Wesentliches zugleich betont und verborgen wurde. […] Der Strukturlosigkeit des Begriffs war nur ein einziger fester Kern mitgegeben: die Abgrenzung vom Nicht-Identischen, in welcher Bestimmung auch immer, und insofern ist er im Kern auf Konflikt hin angelegt. Im Fall des kollektiven Konflikts verflüchtigt sich jedoch die situative Vagheit subjektiver Balancen und muß mit der beinharten Notwendigkeit des Sozialen durch objektivierende Kriterien der Inklusion und Exklusion ersetzt werden.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> <strong>Eine Analyse im Spannungsfeld von Subjektivität und Kollektivität</strong><br /> Niethammer (op.cit.) schreibt im Rückblick über den größten gemeinsamen Nenner der "disparaten Wurzelstrukturen des Leitbegriffs 'kollektive Identität' und das in ihm Verschlüsselte", daß es sich dabei "um wissenschaftsförmige, magische Formeln handelte, in denen etwas unsagbar Wesentliches zugleich betont und verborgen wurde. […] Der Strukturlosigkeit des Begriffs war nur ein einziger fester Kern mitgegeben: die Abgrenzung vom Nicht-Identischen, in welcher Bestimmung auch immer, und insofern ist er im Kern auf Konflikt hin angelegt. Im Fall des kollektiven Konflikts verflüchtigt sich jedoch die situative Vagheit subjektiver Balancen und muß mit der beinharten Notwendigkeit des Sozialen durch objektivierende Kriterien der Inklusion und Exklusion ersetzt werden.</span></div> Der Begriff des Glücks bei Adorno 2006-10-04T15:22:00+00:00 2006-10-04T15:22:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kultur/34-derbegriffdesgluecksbeiadorno Rufus Sona hgess@gmx.de <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> 48 400 000 Seiten auf Deutsch findet man bei Google zum Stichwort "Glück"; in den Gesammelten Schriften Adornos sind es gerade mal 523 Fundstellen.<br />Ob sich gut dreißig Jahre nach dem Erscheinen dieser Schriften unsere Glücksmöglichkeiten dank Internet und allgemeiner Produktivkraftsteigerung auch nur annähernd in dem Maß vervielfacht haben, wie das diese Zahlen suggerieren, muss bezweifelt werden.<br />Aber was hat man sich unter "Glücksmöglichkeiten" eigentlich genau vorzustellen oder unter "Glück" ganz allgemein? Und warum sollte ausgerechnet Adornos Werk nicht nur eine brauchbare Quelle zum Thema sondern der Glücksbegriff in ihm geradezu zentral sein? <br /><br /></span></p> <div align="justify"> </div> <p><span class="content"> 48 400 000 Seiten auf Deutsch findet man bei Google zum Stichwort "Glück"; in den Gesammelten Schriften Adornos sind es gerade mal 523 Fundstellen.<br />Ob sich gut dreißig Jahre nach dem Erscheinen dieser Schriften unsere Glücksmöglichkeiten dank Internet und allgemeiner Produktivkraftsteigerung auch nur annähernd in dem Maß vervielfacht haben, wie das diese Zahlen suggerieren, muss bezweifelt werden.<br />Aber was hat man sich unter "Glücksmöglichkeiten" eigentlich genau vorzustellen oder unter "Glück" ganz allgemein? Und warum sollte ausgerechnet Adornos Werk nicht nur eine brauchbare Quelle zum Thema sondern der Glücksbegriff in ihm geradezu zentral sein? <br /><br /></span></p> Hochschulpraxis in der Kritik. - Warum und wie die Hochschulreform nach dem "Hochschulfreiheitsgesetz" (NRW) Unfreiheit fördert und kritische Aufklärung erschwert - - am Beispiel des Alt- und Neo-Nazis Werner Georg Haverbeck 2008-08-11T12:48:00+00:00 2008-08-11T12:48:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/hochschul-undbildungspolitik/337-hochschulpraxisinderkritikwarumundwiediehochschulreformnachdemhochschulfreiheitsgesetznrwunfreiheitfoerdertundkritischeaufklaerungerschwertambeispieldesaltundneonaziswernergeorghaverbeck Heinz Gess hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Wieder einmal haben der FH -Verwaltung Bielefeld und deren ausführendem Organ, dem Rektorat, ein Artikel, den ich im Kritiknetz veröffentlicht habe, und mein Vorspann dazu nicht gefallen. Wieder einmal meinten sie, die Fachhochschule vor der Kritik "schützen" zu müssen, als handle es sich bei der FH um einen Kindergarten, nicht aber um eine wissenschaftliche Community selbstverantwortlicher Wissenschaftler, die in Freiheit forschen und lehren und deren Lebenselixier der öffentliche Disput - das Argument und Gegenargument - ist. Soviel sollte doch auch im Rektorat  der hiesigen Fachhochschule aus der wissenschaftstheoretischen Diskussion der Nachkriegszeit, die ihre produktivste Phase in den sechziger und frühen siebziger Jahren hatte, gelernt haben, nämlich dass Wissenschaft nicht mit dem Führerprinzip oder dem Kommunikationsmedium Macht (Luhmann) vereinbar ist, sondern ein intersubjektives, sich in Kritik und Gegenkritik vollziehendes Erkenntnisunternehmen ist, das an der Leitidee der Wahrheit orientiert ist und dass eine wissenschaftliche Community dementsprechend nur so gut sein kann, wie sie den an der Leitidee der Wahrheit durch Kritik und Gegenkritik ausgerichteten Diskurs pflegt und dadurch den Erkenntnisfortschritt fördert, nicht aber jene verteufelt, die herrschende Meinungen, eingefahrene Gedankenformen, lieb gewordene Gewohnheiten mit trefflichen Argumenten in Frage stellen und Selbstdarstellungen, die bekanntlich eher der Eindrucksmanipulation als der Wahrheit dienen, auch dann nicht fraglos respektieren, wenn es die Selbstdarstellung der "eigenen" Hochschule ist.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Wieder einmal haben der FH -Verwaltung Bielefeld und deren ausführendem Organ, dem Rektorat, ein Artikel, den ich im Kritiknetz veröffentlicht habe, und mein Vorspann dazu nicht gefallen. Wieder einmal meinten sie, die Fachhochschule vor der Kritik "schützen" zu müssen, als handle es sich bei der FH um einen Kindergarten, nicht aber um eine wissenschaftliche Community selbstverantwortlicher Wissenschaftler, die in Freiheit forschen und lehren und deren Lebenselixier der öffentliche Disput - das Argument und Gegenargument - ist. Soviel sollte doch auch im Rektorat  der hiesigen Fachhochschule aus der wissenschaftstheoretischen Diskussion der Nachkriegszeit, die ihre produktivste Phase in den sechziger und frühen siebziger Jahren hatte, gelernt haben, nämlich dass Wissenschaft nicht mit dem Führerprinzip oder dem Kommunikationsmedium Macht (Luhmann) vereinbar ist, sondern ein intersubjektives, sich in Kritik und Gegenkritik vollziehendes Erkenntnisunternehmen ist, das an der Leitidee der Wahrheit orientiert ist und dass eine wissenschaftliche Community dementsprechend nur so gut sein kann, wie sie den an der Leitidee der Wahrheit durch Kritik und Gegenkritik ausgerichteten Diskurs pflegt und dadurch den Erkenntnisfortschritt fördert, nicht aber jene verteufelt, die herrschende Meinungen, eingefahrene Gedankenformen, lieb gewordene Gewohnheiten mit trefflichen Argumenten in Frage stellen und Selbstdarstellungen, die bekanntlich eher der Eindrucksmanipulation als der Wahrheit dienen, auch dann nicht fraglos respektieren, wenn es die Selbstdarstellung der "eigenen" Hochschule ist.</span></div> Zur Wirklichkeit des ökonomischen Systems bei Marx und Luhmann 2005-06-27T16:06:00+00:00 2005-06-27T16:06:00+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/kritikderpolitischenoekonomie/268-zurwirklichkeitdesoekonomischensystemsbeimarxundluhmann Hanno Pahl hgess@gmx.de <div align="justify"><span class="content"> Dieser Aufsatz ist entstanden als Resultat von Überlegungen, die sowohl meiner Diplomarbeitwie dem Exposé zu meiner für die nächsten drei Jahre geplanten Dissertation zugrundeliegen. Man darf also nicht vergessen, daß es sich zunächst einmal um eine Programmatik handelt, allerdings ist die ´Marschrichtung ´ der Argumentation bereits deutlich zu erkennen, bzw. in groben Züge schon vorhanden. Im Allgemeinen geht es um die Frage, wie auf Basis der marxschen ´Kritik der Politischen Ökonomie´ die Gesellschaftsbegriffe moderner soziologischer Theorien (Habermas und Luhmann) kritisiert werden könnten. In diesem Aufsatz beschränke ich mich auf einige Überlegungen zur Kritik an Luhmanns Konzeption von Wirtschaft als autopoetischem Subsystem der Gesellschaft. Von dieser Kritik aus wäre dann – in einem nächsten, hier nicht mehr geleisteten Schritt – der Bogen zurückzuschlagen zu einer Kritik an seinem Gesellschaftsbegriff, der in scharfem Kontrast zu Marx einen Primat der Ökonomie als Zentrum der Gesellschaft ablehnt, und stattdessen die ´funktionale Differenzierung´ von Gesellschaft als Ausdifferenzierung einander gleichwertiger Subsysteme als universales Entwicklungsprinzip moderner Gesellschaften propagiert.</span></div> <div align="justify"><span class="content"> Dieser Aufsatz ist entstanden als Resultat von Überlegungen, die sowohl meiner Diplomarbeitwie dem Exposé zu meiner für die nächsten drei Jahre geplanten Dissertation zugrundeliegen. Man darf also nicht vergessen, daß es sich zunächst einmal um eine Programmatik handelt, allerdings ist die ´Marschrichtung ´ der Argumentation bereits deutlich zu erkennen, bzw. in groben Züge schon vorhanden. Im Allgemeinen geht es um die Frage, wie auf Basis der marxschen ´Kritik der Politischen Ökonomie´ die Gesellschaftsbegriffe moderner soziologischer Theorien (Habermas und Luhmann) kritisiert werden könnten. In diesem Aufsatz beschränke ich mich auf einige Überlegungen zur Kritik an Luhmanns Konzeption von Wirtschaft als autopoetischem Subsystem der Gesellschaft. Von dieser Kritik aus wäre dann – in einem nächsten, hier nicht mehr geleisteten Schritt – der Bogen zurückzuschlagen zu einer Kritik an seinem Gesellschaftsbegriff, der in scharfem Kontrast zu Marx einen Primat der Ökonomie als Zentrum der Gesellschaft ablehnt, und stattdessen die ´funktionale Differenzierung´ von Gesellschaft als Ausdifferenzierung einander gleichwertiger Subsysteme als universales Entwicklungsprinzip moderner Gesellschaften propagiert.</span></div> Brüder zur Sonne, zur Freiheit! Und nicht vergessen: die internationale Solidarität 2009-07-05T17:47:57+00:00 2009-07-05T17:47:57+00:00 http://www.kritiknetz.de/index.php/islamismus/445-brueder-zur-sonne-zur-freiheit-und-nicht-vergessen-die-internationale-solidaritaet Heinz Gess hgess@gmx.de <p align="justify"><ein>Wie  nimmt die emanzipatorische Linke zu der demokratischen Revolution im Iran (und zu den Revolutionen, die hoffentlich in arabischen Ländern kommen werden) Stellung? Die Antwort darauf gibt Karl Marx schon im kommunistischen Manifest. Sie lautet: </ein></p><ul /><li>"Die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände.</li><li>In all diesen Bewegungen heben sie die Eigentumsfrage (…) als die Grundfrage der Bewegung hervor.</li><li>Die Kommunisten arbeiten endlich überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder. </li><li />Die Kommunisten verschmähen es,  ihre Absichten und Ansichten zu verheimlichen."<br /><br />Heinz Gess <p align="justify"><ein>Wie  nimmt die emanzipatorische Linke zu der demokratischen Revolution im Iran (und zu den Revolutionen, die hoffentlich in arabischen Ländern kommen werden) Stellung? Die Antwort darauf gibt Karl Marx schon im kommunistischen Manifest. Sie lautet: </ein></p><ul /><li>"Die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände.</li><li>In all diesen Bewegungen heben sie die Eigentumsfrage (…) als die Grundfrage der Bewegung hervor.</li><li>Die Kommunisten arbeiten endlich überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder. </li><li />Die Kommunisten verschmähen es,  ihre Absichten und Ansichten zu verheimlichen."<br /><br />Heinz Gess