Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Soziologie
Ethnizitäts-Kontroverse zwischen konstruierter Objektivität und subjektivem Konstrukt. Ein Überblick
- Kategorie: Soziologie
- 12. Januar 2011
- Philipp Legrand
- 1253 Zugriffe
Der Artikel widmet sich der Ethnizitäts-Diskussion und gibt einen Überblick der verschiedenen Ansätze objektivistischer und konstruktivistischer Interpretationen ethnischer Erscheinungen. Es werden Defizite beider Erklärungsansätze dargestellt und Integrationsversuche benannt, die sowohl objektivistische als auch konstruktivistische Elemente aufnehmen. Ferner werden Kriterien für "ethnische Identität" herausgearbeitet und im Kontext der Kontroverse diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Objektivistische Konzepte
Konstruktivistische Konzepte
Integrative Konzepte
Die Genese der ethnischen Identität
Fazit
Soziale Herkunft bestimmt Schulbesuch
- Kategorie: Soziologie
- 04. Mai 2010
- Jens Wernicke
- 852 Zugriffe
Wie sich dank der Mehrgliedrigkeit und inneren Beschaffenheit des Schulsystems soziale Ungleichheit reproduziert
Jens Wernicke stellt neue Daten vor, die belegen, wie sich die Klassenlagen in der BRD durch Selektionsmechanismen im Bildungswesen über Generationen verfestigen und im letzten Jahrzehnt sogar verschärft haben. Dann führt er unter Rückgriff auf Schriften von Morus Markard eine Kritik der Begabungsideologie durch, die eine notwendige Voraussetzung für die bildungspolitische und gesellschaftliche Erneuerung hierzulande ist.
Heinz Gess
Wissenschaft, die nicht denkt
- Kategorie: Soziologie
- 10. Februar 2008
- Meinhard Creydt
- 2384 Zugriffe
Zur Wissenschaftskritik an den unmittelbar und mittelbar mit Gesellschaft befassten Sparten des akademischen Betriebs
Creydt schreibtt: "Die Gesellschaft erscheint nicht als das, was sie ist. Wissenschaftliche Erkenntnis unterscheidet sich von Alltagsevidenz. Deshalb bedarf es einer eigenen Wissenschaft von der Gesellschaft. Bei genauerer Beschäftigung mit dieser Wissenschaft bzw. mit ihren verschiedenen »Ansätzen« zeigt sich aber: Viele sozialwissenschaftliche Publikationen sitzen den üblichen scheinhaften gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen auf. Selbst namhafte Autoren reproduzieren
Bewusstseinsformen, die der gegenwärtigen Gesellschaft immanent sind, statt sie zu analysieren. Ich konzentriere mich im Folgenden auf eine sehr weit verstandene Soziologie nicht nur aus Gründen einer Überschätzung der Fachdisziplin.
Creydt schreibtt: "Die Gesellschaft erscheint nicht als das, was sie ist. Wissenschaftliche Erkenntnis unterscheidet sich von Alltagsevidenz. Deshalb bedarf es einer eigenen Wissenschaft von der Gesellschaft. Bei genauerer Beschäftigung mit dieser Wissenschaft bzw. mit ihren verschiedenen »Ansätzen« zeigt sich aber: Viele sozialwissenschaftliche Publikationen sitzen den üblichen scheinhaften gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen auf. Selbst namhafte Autoren reproduzieren
Bewusstseinsformen, die der gegenwärtigen Gesellschaft immanent sind, statt sie zu analysieren. Ich konzentriere mich im Folgenden auf eine sehr weit verstandene Soziologie nicht nur aus Gründen einer Überschätzung der Fachdisziplin.
Geschichte des Instituts für Sozialforschung
- Kategorie: Soziologie
- 06. Juli 2005
- Ludwig von Friedeburg
- 4497 Zugriffe
Im Augenblick tagen am Institut regelmäßig vier Arbeitsgruppen, die sich mit folgenden Themen befassen:
1. „Soziale Gerechtigkeit, Sozialstruktur und gesellschaftliche Arbeit“,
2. „Familiensoziologie und Psychoanalyse“,
3. „Sozialstaat und Demokratie“ und
4. „Exklusionstendenzen im gegenwärtigen Kapitalismus“.
Als endgültiger Zustand, auf den das Institut im Augenblick verstärkt hinarbeitet, ist an eine Unterteilung des Forschungsprogramms in fünf Bereiche gedacht, in denen die „Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung“ in ihren verschiedenen Aspekten untersucht werden sollen: Abb. 16: Axel Honneth (2001)
• Strukturwandel der normativen Integration in kapitalistischen Gesellschaften.
• Kapitalistische Rationalisierung und Arbeit,
• Familialer Wandel und veränderte Sozialisationsbedingungen,
• Entbürokratisierung des Sozialstaates und politische Demokratie,
• Kulturindustrie und elektronische Medien.
1. „Soziale Gerechtigkeit, Sozialstruktur und gesellschaftliche Arbeit“,
2. „Familiensoziologie und Psychoanalyse“,
3. „Sozialstaat und Demokratie“ und
4. „Exklusionstendenzen im gegenwärtigen Kapitalismus“.
Als endgültiger Zustand, auf den das Institut im Augenblick verstärkt hinarbeitet, ist an eine Unterteilung des Forschungsprogramms in fünf Bereiche gedacht, in denen die „Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung“ in ihren verschiedenen Aspekten untersucht werden sollen: Abb. 16: Axel Honneth (2001)
• Strukturwandel der normativen Integration in kapitalistischen Gesellschaften.
• Kapitalistische Rationalisierung und Arbeit,
• Familialer Wandel und veränderte Sozialisationsbedingungen,
• Entbürokratisierung des Sozialstaates und politische Demokratie,
• Kulturindustrie und elektronische Medien.
Wissenschaft als allgemeine Arbeit
- Kategorie: Soziologie
- 13. Mai 2005
- Hassan Givsan
- 3800 Zugriffe
Ausgehend von Anstößen durch die Lektüre einer schon recht alten Arbeit von Hubert Laitko (Laitko 1979) möchte ich zwei Fragestellungen genauer diskutieren: 1. Wie kann Arbeit positiv bestimmt werden und in welcher Weise kann Arbeit in einer nachkapitalistischen Gesellschaft die konkrete Einheit von Individuum und Gesellschaft auf nicht entfremdete Weise konstituieren? 2. Warum ist Wissenschaft und welche Art Wissenschaft ist notwendig in einer solch nicht entfremdeten Gesellschaftsform?
Erlösungskonzeptionen der Weltreligionen nach Max Weber
- Kategorie: Soziologie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
- 6277 Zugriffe
Max Webers Religionssoziologie: Übersicht über die verschiedenen Erlösungskonzeptionen der Weltreligionen
Die Verstehenslehre und Theorie des subjektiven Sinnes bei Weber und Schütz
- Kategorie: Soziologie
- 12. März 2005
- Heinz Gess
- 3637 Zugriffe
Handlungen stehen für die Sozialwissenschaften in engem Zusammenhang mit dem epistemologischen Problem der Möglichkeit sozialwissenschaftlicher Erkenntnis überhaupt. Hinsichtlich dieses Problems lassen sich in einer oberflächlichen Ad-hoc-kategorisierung drei unterschiedliche Stellungnahmen unterscheiden, die thesenhaft so charakterisiert werden können:
(1) Gesellschaftliche Erkenntnis im strikt wissenschaftlichen Sinne als objektive, d.h. kontrollierbare und falsifizierbare Erkenntnis sei nicht möglich
Die Geburt und die Ordnung der modernen Familie
- Kategorie: Soziologie
- 12. März 2005
- Heinz Gess
- 2928 Zugriffe
Referat über Shorter "Die Geburt der modernen Familie" und Donzelot "Die Ordnung der modernen Familie" (ca. 1987)
Kritik der Humankapitaltheorie
- Kategorie: Soziologie
- 19. Februar 2005
- Christopher Gess
- 5696 Zugriffe
Seit ein paar Jahren sind einige als überholt geglaubte Erklärungsmuster von Arbeitslosigkeit in der Politik und Öffentlichkeit wieder modern geworden. Der Glaube an selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, die ewig wiederholte Forderung nach der Senkung der Staatsquote oder das Lamento über falsch oder gar nicht ausgebildete Jugendliche und Langzeitarbeitslose zeigen, dass die Arbeitsmarkttheorien der Neoklassik wieder an Bedeutung gewinnen. Diese Arbeit setzt sich mit der Humankapitaltheorie als Rettungsversuch der Neoklassik von Becker u.a. auseinander, wobei die Kritik an dieser Theorie im Mittelpunkt stehen soll. Dabei geht sie speziell auf Pierre Bourdieu ein und verwendet den recht neuen Ansatz zur Kritik an der Humankapitaltheorie. Kritisiert wird unter anderem die in der Neoklassik vorherrschende Annahme von einem nach "rational-choice" handelnden Arbeitnehmer und die in der Humankapitaltheorie vorgenommene Gleichsetzung von Humankapital mit Sachkapital.
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