Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
ISSN 1866-4105
Steinbrück: "Rentenlast ist unsozial. Altersicherheit auf Kosten der Jungen"
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- Kategorie: Unsortierte Kommentare
- Veröffentlicht am Dienstag, 30. November 1999 00:00
- Geschrieben von Heinz Gess
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In meinem Newsletter der Kritiknetzes (vom 06. 07. 09) schrieb ich: „Die Weltwirtschaftskrise ist noch lang nicht vorüber. Die große „Kreditklemme“ steht erst noch bevor. Die Politik der Bundesregierung mit ihrer die Banken und das Großkapital schonenden Politik trägt ein gerüttelt Maß an Verantwortung dafür. Erst nach der Wahl werden die verheerenden Folgen sichtbar werden. (…) Was geschehen wird, ist absehbar: Es wird ein sozialer Krieg von oben nach unten entfacht werden. Die Akkumulationskrise des Kapitals bzw. der reale Antagonismus zwischen den wenigen Eigentümern, denen nahezu alles gehört, mitsamt der Klasse ihrer nur zu willigen wirtschaftlichen, politischen, ideologischen und medialen Dienstleistenden auf der einen und der Masse der Eigentumslosen, denen nicht einmal mehr ihre Arbeitskraft gehört, auf der anderen Seite wird zum Konflikt zwischen schmarotzenden Alten (Rentnern, Pensionären) und schaffenden Jungen und zwischen Arbeitslosen und schaffenden Kapital umdefiniert, um dann gegen ‚unnütze Alte’ und ‚unproduktive Langzeitarbeitslose’ und selbstredend Zuwanderer, die ‚uns ausbeuten’, mobil zu machen und die Medienpropagandamaschine gegen sie anzuwerfen, bis Renten-, Krankenversicherung, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe usw. usf. gekürzt und arbeitslose Immigranten völlig ruiniert sind – und das beschäftigte variable Humankapital dazu auch noch Beifall klatscht: ‚Wir sind Opel’ – ‚das schaffende Humankapital’." Heute war auf der in der hiesigen Tageszeitung (Haller Kreisblatt, 12. Juni) auf der ersten Seite zu lesen: „Steinbrück: Rentenlast ist unsozial. Alterssicherheit auf Kosten der Jungen“, Dann geht es weiter: „Bundesfinanzminister Peter Steinbrück hat elf Wochen vor der Bundestagswahl eine neue Rentedebatte losgetreten. (…) Steinbrück äußerte Zweifel, ob die Rentengarantie der Generationengerechtigkeit diene. Der jetzigen Rentnergeneration geht es „so gut wie niemals zuvor“ (…) Die Gekniffenen sind die 25 bis 35 Jährigen, die Kinder in die Welt setzen wollen.“ (…) Dass meine und die Prognose des Kollegen Michael Wolf (FH Koblenz) so rasch in Erfüllung gehen wird und die ersten Scharmützel des sozialen Krieges noch vor der Wahl beginnen werden habe selbst ich trotz meiner düsteren Prognose nicht erwartet. Offensichtlich kann einigen Scharfmachern in der Regierung nicht schnell genug gehen, den Angriffkrieg zu eröffnen. Allen voran dem Finanzminister Steinbrück." Wegen dieser prompten Bestätigung der Prognose von kommendne sozialen Krieg lege ich heute, am 11., 07., 09. noch mit einem kurzen Essay mit dem Thema "Die unsoziale Rentenlast. Finanzminister Steinbrück eröffnet den sozialen Krieg" http://www.kritiknetz.de/sozialarbeitsozialpolitik/456-die-unsoziale-rentenlast-finanzminister-steinbrueck-eroeffnet-den-sozialen-krieg
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