Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Sozialpolitik
Für universelle Menschenrechte - gegen Hass und Hetze
- Kategorie: Sozialpolitik
- 26. Februar 2011
- Koordinierungsrat deut. NGO's gegen Antisemitismus
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zum Antisemitismus in der Türkei
"Was uns Sorge bereitet, ist die zunehmende Ausbreitung antisemitischer Strömungen in Ihrem Land, die negative Rückwirkungen auf den Integrationsprozess in Deutschland haben können. Anzeichen dafür gibt es viele, auch einige, die den Verantwortungsbereich der von Ihnen geführten Regierung unmittelbar berühren.
Wir sprechen in diesem Zusammenhang beispielhaft einige Vorfälle an. Im letzten Monat wurde in Deutschland der Film „Tal der Wölfe – Palästina“ für über 18Jährige freigegeben, der in der Türkei produziert und dort bereits gezeigt worden war. Der Film ist Teil einer Serie, die antiamerikanische, antiisraelische und antisemitische Stereotyp-Bilder mit volksverhetzendem Charakter verbreitet. Die Filmserie wendet sich nicht nur gegen die USA und Israel, sondern, unter Verwendung von Konstruktionen, die an mittelalterliche Ritualmordvorwürfe erinnern – nämlich der Beschuldigung, dass Juden nicht-jüdischen Menschen Organe für Juden in Tel Aviv und New York rauben, auch gegen Juden im Allgemeinen. Mittelbar sind also auch die in Deutschland lebenden Juden betroffen.
Ohne die Duldung und die Förderung durch Ihre Regierung und die Ihre Regierung tragende Partei AKP hätten diese antisemitischen, die Völkerverständigung gefährdenden Machwerke weder produziert noch verbreitet werden können. Presseberichte haben die zustimmenden Kommentare von AKP-Politikern zu den Filmprodukten wiedergegeben, Auch Ihre Ehefrau gehört danach zu denjenigen, die die Filme durch öffentliche Zustimmung unterstützten. Derartige antisemitische Propagandaakte verletzen grundlegende Menschenrechte, schaden dem internationalen Frieden und der Integration in Deutschland und in Europa. Antisemitismus und Demokratie sind nicht vereinbar.
Bildung und Lernsubjekt als bloße Effekte marktliberaler Anpassungspostulate
- Kategorie: Sozialpolitik
- 08. Oktober 2010
- Michael Pleister
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-Umrisse einer Bestandsaufnahme; Skizzen zu Kritik, Alternativen und Perspektive-
Das Bildungswesen stellt ein gesellschaftliches Bezugsfeld dar, das seit über einem Jahrzehnt den machtvollen Vereinnahmungsversuchen durch betriebswirtschaftliches Gedankengut kaum mehr zu widerstehen vermag. Als Ursachen dieser Entwicklung sind sowohl eine sich verselbstständigende Systemdynamik wie auch zielgerichtetes, d.h. politisches Handeln des Menschen namhaft zu machen.
Die Überführung gesellschaftlicher Subsysteme, die bislang nicht vorwiegend am Prinzip ökonomischer Rationalität orientiert waren, in Bereiche der Marktförmigkeit wird in internationaler Hinsicht durch das GATS, ein von der WTO organisiertes Handelsabkommen, mit Nachdruck befördert.
Die bekannten reformideologischen Begriffe wie z.B. „autonome Schule“, „lernende Institution“ und „Eigenverantwortlichkeit“ begleiten und verschleiern den Prozess der merkantilen Ausrichtung von Schule und Universität gleichermaßen. Die zumeist Fortschrittlichkeit und Modernität suggerierenden Konnotationen der genannten Schlagworte täuschen in der Regel über deren Anfälligkeit für Instrumentalisierung durch Interessenkonstellationen, die auf ökonomischen Nutzen und die damit letztlich verbundene Systemstabilisierung abzielen, geschickt und unauffällig hinweg.
Ein längst ins Schlepptau expandierender Wirtschaftsinteressen geratener und infolgedessen unverkennbare Degenerations- und Deklassierungsspuren aufweisender Bildungsbegriff spielt den in der gegenwärtigen bundesrepublikanischen Gesellschaft ohnehin vorhandenen Entfremdungsprozessen in die Hände: Desintegration und Devianz mit steigender Tendenz erweisen sich als Auswirkungen einer sozial- sowie kulturpolitischen Entwicklung, in der Bildung ihren Anspruch auf humanisierende, ausgleichende Wirkung einbüßt.
Die Organisierung des sozialen Krieges: zur staatspolitischen Dimension der Hartz-IV-Reform
- Kategorie: Sozialpolitik
- 06. Juli 2009
- Michael Wolf
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Seit etlichen Jahren hat die Stigmatisierung und Diskriminierung von Arbeitslosen als »Sozialschmarotzer« in Politik und Medien wieder Hochkonjunktur. Kenner der Materie sind davon jedoch nicht überrascht. Für sie ist dies im Grunde nichts Neues, weil seit Bestehen des Wohlfahrtsstaats Arbeitslose immer wieder als arbeitsunwillige Müßiggänger und Schmarotzer denunziert worden sind. Und doch signalisiert, so Michael Wolf in seinem Essay, die in den letzten Jahren erneut aufgeflammte Kampagne gegen Arbeitslose und insbesondere gegen sogenannte Hartz-IV-Empfänger eine neue Qualität.
Dossier: Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
- Kategorie: Sozialpolitik
- 31. August 2008
- Dr. Michael Böhmer, Andreas Heimer
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Gliederung
Einleitung
1 Hintergrund
1.1 Definition von Armut
1.2 Ursachen der Armutsentwicklung
2 Materielle Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
2.1 Verteilung von Armutsrisiken nach dem Alter der Kinder
2.2 Armutsrisiken in den alten und neuen Bundesländern
2.3 Risiken für Kinderarmut in unterschiedlichen Familientypen
2.4 Armutsrisiken von Kindern aus Familien mit nicht-deutschem Haushaltsvorstand
2.5 Armutsrisiken und Erwerbsstatus der Eltern
2.6 Zusammenfassung: Armutsrisiken von Kindern im Überblick
Kurzfassung des Dritten Armuts- und Reichtumberichts der Bundesregierung
- Kategorie: Sozialpolitik
- 31. August 2008
- Bundesregierung
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Gliederung der Kurzffassung
I. Anspruch an eine sozial gerechte Politik.
II. Verbesserte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Aufschwung und mehr
Beschäftigung
III. Kernaussagen
IV. Verwirklichungschancen eröffnen - Mindestsicherung gewährleisten
Lebenslagen in Deutschland - Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
- Kategorie: Sozialpolitik
- 31. August 2008
- Bundesregierung
- 1861 Zugriffe
1. Die Armutsgrenze ist deutlich gefallen und gleichwohl hat sich der Anteil derer, deren Einkommen unter die niedrigere Grenze gefallen ist, deutlich erhöht. Die Spaltung der Gesellschaft (soziale Ungleichheit) hat sich vertieft und der Spalt ist breiter geworden.
2. Armut von Kindern, geringe Bildungschancen. Von der Spaltung der Gesellschaft negativ betroffen, sind besonders kinderreiche Familien und Alleinerziehende. Das erhöht das Armutsrisiko junger Familien mit Kindern beträchtlich und verringert wegen des erhöhten Risikos die Neigung junger Leute, Familien zu gründen und Kinder zu erziehen. Das Risiko, das junge Leute nicht mehr länger eingehen wollen, lässt sich an folgenden Daten ablesen: Seit 1999 ist die Zahl der überschuldeten Haushalte von 2,77 Millionen auf 3,13 Millionen angestiegen.
Was kostet ein Grundeinkommen?
- Kategorie: Sozialpolitik
- 10. Februar 2008
- Michael Opielka
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Das garantierte Grundeinkommen. Der Anfang vom Ende der Lohnarbeit
- Kategorie: Sozialpolitik
- 09. Februar 2008
- Ronald Blaschke
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Überlegungen darüber, wie sich im System der durch die Lohnarbeit vermittelten, in dinglicher Hülle versteckten gesellschaftlichen Herrschaft die historisch-materiellen Voraussetzungen entwickeln lassen, die die Produzenten ihrer ihnen entfremdeten Verhältnisse in der Krise des Systems zum Auszug aus dem System von Lohnarbeit und Kapital befähigen könnten.
Ich beginne die folgende Reihe, die sich dieser Frage widmet, zunächst mit den wichtigsten Veröffentlichungen über das garantierte Grundeinkommen des Sprechers des Netzwerkes Grundeinkommen, Prof. Dr. Ronald Blaschke .
Um den Lesern des Kritiknetzes das aufwendige Suchen zu ersparen und ihnen die Lektüre zu erleichtern, habe ich seine Texte in einer einzigen Datei zusammengefasst.
Muslime in Deutschland und das Versagen der deutschen Politik
- Kategorie: Sozialpolitik
- 04. Januar 2008
- Heinz Gess
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Ein Kommentar zur Untersuchung von Katrin Brettfeld und Peter Wetzels
Gliederung:
1. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse der Studie "Muslime in Deutschland"
2. Das Versagen der deutschen Politik
3. Die wirkliche Dimension des gesellschaftlichen Problems
4. Der schöne Schein der gelungenen Integration und seine negativen Folgen. Der Außenminister als Biedermann unter Brandstiftern. Ein historischer deutscher Archetypus
5. Anmerkungen zum schönen Schein der Integration
Kinderstudie 2007 Kinder in Deutschland 2007
- Kategorie: Sozialpolitik
- 25. Oktober 2007
- Sabine Andresen, Klaus Hurrelmann
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Statement der Wissenschaftler
Die 1. World Vision Kinderstudie bietet einen genauen und facettenreichen Einblick in die Lebenswelten von Kindern aus Sicht der 6- bis 11jährigen. Dies wurde möglich durch das Erhebungsdesign, das sich an den Shell Jugendstudien orientiert. Das heißt, neben einer quantitativen Erhebung bei einer repräsentativen Auswahl von Kindern zwischen 8 und 11 Jahren wurde auch eine qualitative Befragung durchgeführt. Dank dieser sind durch 12 Portraits von Kindern ab 6 Jahren sehr lebendige und tiefe Eindrücke in Auffassungen, Erkenntnisse, Gefühle von jungen Kinderpersönlichkeiten möglich geworden.
Kinder haben ihren eigenen Kopf. Sie nehmen aufmerksam und sensibel ihre Umwelt wahr und bewerten diese eigenständig und zuweilen eigenwillig.
Vom Mensch zum Ding
- Kategorie: Sozialpolitik
- 12. Mai 2007
- Joachim Bruhn
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Lebenslagen in Deutschland. Der 2. Armutsbericht der Bundesregierung
- Kategorie: Sozialpolitik
- 19. April 2005
- Bundesregierung
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Teil A: Zentrale Trends und Herausforderungen Einleitung: Konzeptionelle Grundlagen und Zielsetzungen der Berichterstattung
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