Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Kritische Theorie
Karl Marx als Philosoph der menschlichen Emanzipation
- Kategorie: Kritische Theorie
- 05. Mai 2005
- Wolfdietrich Schmied-Kowarzik
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Was ist Kritische Theorie? Eine Einladung
- Kategorie: Kritische Theorie
- 25. August 2011
- Dirk Lehmann
- 1450 Zugriffe
Besonders hervorheben ist, dass Dirk Lehmann in die Kritische Theorie der Gesellschaft als eine Lebensform und nicht bloß als bestimmte Form wissenschaftlichen Denkens einführt. Das ist sie, insofern sie Theorie ist, zwar auch. Aber sie ist es nicht nur, weil sie als Theorie in einem auch Kritik an der bestehenden gesellschaftlichen Lebensform ist, die sich von der traditionellen positiven Theorie, deren fortschrittlichste Version die „Theorie sozialer Systeme“ (Niklas Luhmann) ist, wesentlich darin unterscheidet, dass sie des Nicht-Identischen, das der bestehenden Lebensform als gequälte Natur und fortbestehendes, anwachsendes Unrecht der Ausbeutung innewohnt, eingedenk ist und es, getragen von einem fundamentalen Zweifel an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Welt, durch die spezifische Form und Konstellation ihrer Begriffe zur Darstellung bringt. Solche negative Kritik ist nur sinnvoll als Lebensform, die durchdrungen ist von dem gemeinsamen Willen zur freien, menschenwürdigen Assoziation gesellschaftlicher Individuen. Sie ist das intellektuelle Organ der Selbstreflexion dieser Lebensform unter gesellschaftlichen Verhältnissen, unter denen diese Welt (noch) nicht die ihrer bewusstlosen Produzenten, sondern die des automatischen Subjekts „rationaler Herrschaft“ ist.
Heinz Gess
Gliederung:
1. Kritische Theorie als Lebensform
2. Die Gründerväter der kritischen Theorie
3. Entstehung und Entwicklung der kritischen Theorie
4. Psychologie und kritische Theorie
5. Zivilisationskritik im Lichte der Dialektik der Aufklärung
6. Schluss
Soziale Amnesie: Worum geht es in der ‚Integrationsdebatte’?
- Kategorie: Kritische Theorie
- 22. Dezember 2010
- Manfred Dahlmann
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Der Staubbaum wächst
Ein Staubwald überall wo wir gegangen.
Rings um uns steigen Türme des Vergessens
Türme die nach innen fallen
Aber noch bestrahlt von Deinem orangenem Licht!
Die Sage unsrer Liebe lass ich in Quarz verwahren
Das Gold unserer Träume in einer Wüste vergraben
Der Staubwald wird immer dunkler
Weh! Rühr diese Staubrose nicht an!!
Yvan Goll
Replik u. a. auf das Manifest Der kommende Aufstand (JW 49/2010) von Riechelmann
Adorno - mon amour! Zur Dialektik der 68er
- Kategorie: Kritische Theorie
- 25. November 2009
- Ottmar Mareis
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Max Horkheimers Sicht der "traditionellen und kritischen Theorie "
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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Der Aufsatz formuliert das Programm der kritischen Theorie der Gesellschaft und grenzt es von der traditionellen Theoriebildung in den Sozialwissenschaften ab.
Horkheimer: Kritik der instrumentellen Vernunft
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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Elemente des Antisemitismus. Grenzen der Aufklärung
- Kategorie: Kritische Theorie
- 06. Juli 2005
- Max Horkheimer; Theodor W. Adorno
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Kritische Theorie - Was ist das?
- Kategorie: Kritische Theorie
- 14. März 2005
- Heinz Gess
- 8692 Zugriffe
- erstens die Warenform als "die Grundform der historisch gegebenen Warenwirtschaft die inneren und äußeren Gegensätze der Epoche in sich schließt, sie in verschärfter Form stets auf neue zeitigt und nach einer Periode des Aufstiegs, der Entfaltung menschlicher Kräfte, der Emanzipation des Individuums, nach einer ungeheuren Ausbreitung der menschlichen Macht über die Natur schließlich die weitere Entwicklung hemmt und die Menschheit einer neuen Barbarei zutreibt".
Subjektmarxismus
- Kategorie: Kritische Theorie
- 08. Oktober 2009
- Richard Albrecht
- 1527 Zugriffe
Man(n) kann den populären SOZI-Marxismus à la Lafontaine oder den akademischen FU-Marxismus à la Altvater modulgerecht nachplappern, wie die Studien- und Prüfungsordnung es befiehlt – oder sich nach gründlicher Lektüre ein eigenes wohlbegründetes Urteil bilden. Dazu empfiehlt es sich einige Texte gründlich zu lesen, die Karl Marx anders und besser verstehen als der populäre SOZI-Marxismus und der konformistische, akademische Modulmarxismus. Zu diesen Texten gehört der folgende Text von Richard Albrecht. Albrecht gibt darin eine sehr dichte Zusammenfassung seines Verständnisses von Marx, die vortrefflich sagt, warauf es ankommt.
Religiöse Subjektzurichtung zwischen Repression, Perversion und Scheinheiligkeit
- Kategorie: Kritische Theorie
- 11. Mai 2010
- Hartmut Krauss
- 1493 Zugriffe
Grundsätzliches zum Erziehungsskandal in christlichen Einrichtungen
Hartmut Krauss erklärt mit der kritischen Theorie der Gesellschaft, hier insbesondere mit Erich Fromm (1936) und Wilhelm Reich (1933), warum die religiöse Subjektzurichtung regelmäßig eine herrschaftsstützende, autoritär-masochistische Charakterformierung (Fromm) zu Folge hat und diese Charakterform mit Doppelmoral, Scheinheiligkeit, Perversion, Zwangsneurose und kollektiver Selbstverliebtheit (Narzissmus) bzw. Verliebtheit in den Führer, der als Verkörperung des prächtigen Kollektivgeistes in Reinform verehrt wird, assoziiert ist.
Heinz Gess
Negative Dialektik. Zur Subjekt-Objekt-Dialektik bei Adorno. Vorstudien
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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"Denken braucht sich an seiner eigenen Gesetzlichkeit nicht genug sein zu lassen; es vermag gegen sich selber zu denken, ohne sich preiszugeben; wäre eine Definition von Dialektik möglich, so wäre das als eine solche vorzuschlagen. Die Armatur des Denkens muß ihm nicht angewachsen bleiben; es reicht weit genug noch die Totalität seines logischen Anspruchs als Verblendung zu durchschauen.« (Adorno)
Horkheimer: Materialismus und Metaphysik
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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Der Kampf gegen den (Neo-)liberalismus wird durchgängig als ein Kampf "der Linken" angesehen, obgleich, wo immer auch die "Kulturrevolution von rechts" (Benoist) ausgerufen wird, stets der Liberalismus als Hauptfeind gilt. Die "neue Rechte" Europas hat schon seit den achtziger Jahren den (Neo-)Liberalismus und mit ihm die USA und Israel zum Hauptfeind erklärt; nicht anders als der Islamismus, das arabisch-islamische Pendant zur "neuen Rechten" in Europa. Um sich davon zu überzeugen, genügt es, die Schriften Benoists, insbesondere sein Manifest "die entscheidenden Jahre - zur Erkenntnis des Hauptfeindes" zu Kennntis zu nehmen. Die "neue Rechte" weiß auch seit langem, wer ihr 'organischer Verbündeter' in diesem Kampf gegen den Liberalismus ist.
Freiheit und Gleichheit als sachlich vermittelte Herrschaft
- Kategorie: Kritische Theorie
- 19. Februar 2005
- Heinz Gess
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Gegengift. Thesen gegen Okkultismus
- Kategorie: Kritische Theorie
- 28. August 2007
- Theodor W. Adorno Vorwort: Heinz Gess
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Die Kardinalsünde des Okkultismus ist die Kontamination von Geist und Dasein, das selber zum Attribut des Geistes wird. Dieser ist im Dasein entsprungen, als Organ, sich am Leben zu erhalten. Indem jedoch Dasein im Geist sich reflektiert, wird er zugleich ein anderes. Das Daseiende negiert sich als Eingedenken seiner selbst. Solche Negation ist das Element des Geistes. Ihm selber wiederum positive Existenz, wäre es auch höherer Ordnung, zuzuschreiben, lieferte ihn an das aus, wogegen er steht. Die spätere bürgerliche Ideologie hatte ihn nochmals zu dem gemacht, was er dem Präanimismus war, einem Ansichseienden, nach dem Maße der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, des Bruches zwischen physischer und geistiger Arbeit, der planenden Herrschaft über jene.
Differenzen im Paradigmenkern der kritischen Theorie
- Kategorie: Kritische Theorie
- 18. März 2005
- Heinz Gess
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Die Depotenzierung der kritischen Theorie.
Das verletzte religiöse Gefühl und die Religion als Herrschaftsform. - Gedanken zum Streit um die Mohammedkarikaturen
- Kategorie: Kritische Theorie
- 07. Februar 2006
- Heinz Gess
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Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht"
Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s.mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte. Die dänische Tageszeitung dagegen denunziert mit ihren Karikaturen diese üble Herrschaftspraxis und ihre willigen religiösen Helfer. Aber das mag der deutsche Verstand einfach nicht begreifen. Er und sein Fürsprecher Grass können nicht davon lassen, die Juden, heute insbesondere den Judenstaat, für das Übel der Welt zu erklären und jene, die sie und ihn mit Stürmerkarikaturen, Kamikazekriegsführung und demnächst mit dem nuklearen Holocaust bedrohen, vor jeder und gegen jede Erfahrung für Gutmenschen zu halten. Weil Grass sich selbst für "moralisch gut" und die Deutschen, die 1945 in der Dresdner Bombennacht und auf der Wilhelm Gustloff umkamen, für unschuldige Opfer des alliierten Terrors hält, müsssen die Anderen böse Täter gewesen sein. Weil das Böseste für die postfaschistischen deutschen Ideologen von heute die Nazis sind, von denen sie sich um ihrer Akzeptabilität willen auf's Entschiedenste distanzieren müssen, die Deutschen aber gut, müssen nach der verqueren deutschen Psycho-Logik die Amerikaner die "eigentlichen Nazis" (gewesen) sein und die Deutschen als deren unschuldige Opfer die "eigentlichen Juden". Und die Juden, die von Deutschen ermordet wurden, oder die wenigen, die entronnen waren und mit der amerikanischen Armee als Sieger nach Deutschland zurückkamen oder aber in das Land zurückgekehrt waren, aus dem ihre Vorväter einst unter schrecklichen Umständen vertrieben worden waren, und die sich dort ihrer Haut zu wehren wussten? Nun, sie müssen nach dieser deutschen Psycho-Logilk ebenfalls "eigentliche Nazis" sein. Auf diese Weise werden dann zwangsläufig auch der Mufti von Jerusalem, der mit den Nazis zusammenarbeitete und sich mit großem Engagement an deren Vernichtung beteiligte, seine ideologischen Erben, die den Judenmord zum Programm erhoben haben, und politischen Regime, die dieses Programm fördern, zu "eigentlichen Juden " und die konservative dänische Tageszeitung, die die schlechte Herrschaft dieser "Eliten" denunziert, umgekehrt zum "Nazi-Stürmer." Das ist deutsche Psycho-Logik.
Religion, Verantwortung und Emanzipation
- Kategorie: Kritische Theorie
- 26. März 2006
- Heinz Gess
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Teil 2
Gliederung:
1. Oberste Maximen des deutschen Mainstreams
2. Minima moralia und die angebliche Militarisierung des Denkens
Was man so Mitläufertum nennt, war primär Geschäftsinteresse: dass man seinen eigenen Vorteil vor allem anderen wahrnimmt, und um sich nur ja nicht zu gefährden, sich nicht den Mund verbrennt. Das ist ein allgemeines Gesetz des Bestehenden. Das Schweigen unter dem Terror war nur dessen Konsequenz. Die Kälte der gesellschaftlichen Monade, des isolierten Konkurrenten, war als Inbegriff gegen das Schicksal der anderen die Voraussetzung dafür, dass nur ganz wenige sich regten. Das wissen die Folterknechte; auch darauf machen sie stets erneut die Probe. (Adorno)
Manifest der emanzipatorischen Linken
- Kategorie: Kritische Theorie
- 20. Februar 2008
- Heinz Gess
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"Sozialismus: das ist die Brücke von links nach rechts" schreibt Goebbels 1929 und begründet diese Richtschnur seiner politischen Propaganda in der Wendezeit zwischen 1929 und 1934 im Wesentlichen mit den beiden folgenden Argumenten:
1. Der Sozialismus ist "der diametrale Gegenpol zum Judentum, das die Inkarnation des Hasses darstellt" . Das Prinzip des Judentums, das in seiner modernen Form als nationaler oder - noch gefährlicher - als kultureller Zionismus auftritt, sei: "Du sollst alle Völker fressen!" Diesem Prinzip des imperialistischen "Völkermordes" hat der Sozialismus laut Joseph Goebbels "den Krieg angesagt" . Deshalb musste das Judentum bzw. der Zionismus den Sozialismus beseitigen.
Individualismus. Zur Kritischen Theorie der Individualisierung
- Kategorie: Kritische Theorie
- 28. April 2005
- Hans-Ernst Schiller
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