Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Ideologie- und Religionskritik
Deutsche Zustände - im Kontext von Antisemitismus und „Islamophobie“
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 30. Oktober 2010
- Martin Grote
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über zwei Begriffe, eine falsche Gleichsetzung und deren Folgen
Der folgende Essay (56 S.) von Martin Grote ist Bestandteil einer Diplomarbeit, die Martin Grote nach dreisemestriger Mitarbeit in meinem Projekt „Politische Bildung“ im Sommersemester 2010 abgeschlossen hat. Ich halte diesen Teil der Diplomarbeit für besonders gelungen und veröffentliche sie deshalb sehr gerne im Kritiknetz.
Zur Debatte stehen dabei vor allem die Forschungen von Heitmeyer und Benz .
Heinz Gess
Individualisierungsprozesse in arabischen Gegenwartsgesellschaften
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 15. April 2010
- Huda Zein
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Heinz Gess
Islamdebatte in Deutschland – Zur Anatomie einer komplexen Diskursverwirrung
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 24. Januar 2010
- Hartmut Krauss
- 2490 Zugriffe
Hartmut Krauss untersucht in dieser Studie die „komplexe Diskursverwirrung“ der deutschen Islamdebatte. Sie erreicht gegenwärtig den Höhepunkt der Verkehrung von „wahr“ und „falsch“, als ausgerechnet die emanzipatorische Kritik schlechter Formen gesellschaftlicher Herrschaft und ihrer Legitimationsideologien, sofern diese Kritik den Islam als weltweit verbreitete Herrschaftsform aus ihrer Kritik nicht ausdrücklich ausnimmt, in den Gazetten der deutschen Meinungsmacheindustrie, als „antisemitisch“ und krankhaft phobisch (Islamophobie) denunziert wird. Damit wird die historische Wahrheit mal wieder von den Füßen auf den Kopf gestellt. Denn nicht die emanzipatorische Kritik an der islamischen Herrschaftsform ist antisemitisch und zwanghaft phobisch, sondern es ist umgekehrt der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung eine in ihrem Kern antisemitische und totalitäre Herrschaftsform in dem Sinne, dass er jede Nichtidentität der unter die Herrschaft des Islam subsumierten Individuen mit der Herrschaftsform, der sie unterworfen sind, von Grund auf verneint und den „Juden“ als das Ferment der Zersetzung dieser Ursprungsidentität, als existenziellen Feind des „Ur-Islam“, definiert. Die islamische Herrschaftsform ist außerdem auch -systemisch bedingt - xenophob, weil sie alles Nichtidentische als „Ungläubigkeit“ zutiefst ablehnt und verachtet, also auch jene Fremden, die „Fremde“ bleiben, weil sie sich nicht bekehren und identisch machen lassen, während umgekehrt die emanzipatorische Kritik dieser schlechten Herrschaftsform auf der Grundlage der kritischen Theorie der Gesellschaft für die Befreiung von der rabiaten islamischen Herrschaftskultur definiert und die Augen für den dieser Herrschaftskultur systemisch innewohnenden Antijudaismus, der sich bis zum Vernichtungswahn steigern kann, und die ihr innewohnende Ablehnung auch alles nichtidentischen Anderen öffnet.
Hartmut Krauss untersucht detailliert, wie es zu dieser hegemonialen Verkehrung des Bewusstseins in Deutschland kommt und welcher demagogischen Muster und effektiven Rationalisierungen die deutsche Meinungsmacheindustrie und deren Propagandisten des Kulturrassismus sich dabei bedienen. Insbesondere stechen ihm zufolge dabei folgende, einen kritisch-rationalen Diskurs bereits im Ansatz verhindernden Muster hervor:
Wider die algorithmische Verschwörung
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 15. Januar 2010
- Herbert Rätz
- 1239 Zugriffe
Was bei Frank Schirrmacher (FAZ) nicht zu lesen ist.
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, hat ein lesenswertes Buchgeschrieben: Payback. Zu Recht schreibt er, dass das heute allseits geforderte MultitaskingKörperverletzung ist. Allerdings ist sein Kreuzzug gegen den allgegenwärtigen Algorithmus längst überfällig. Schirrmacher beklagt den Verlust des eigenständigen Denkens und will informieren, warum wir „gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen“. Dass wir tun, was wir nicht wollen, das hat er hervorragend beschrieben, aber warum wir wollen, was wir eigentlich nicht wollen, das habe ich bei ihm vermisst.
Esoterik ist kein modernes Phänomen, nur der Rekurs auf den Wissenschaftsaspekt ist relativ neu (seit Ende des 18. Jh.). Esoterik ist eine Weltanschauung, die den Menschen von Denken, Entscheiden, Kritik und Wachsamkeit befreit, die ihn die Bequemlichkeit und Begeisterung genießen lassen, ihn aber zugleich in die Epoche vor der „Entzauberung“ (M. Weber) durch die Aufklärung und in den „dogmatischen Schlummer“ (I. Kant) zurückführt. Wenn Heinz Gess schreibt von Neuro-Metaphysik schjreibt, dass sie die gegenwärtigen Tendenzen zur Liquidation der Indiviualität ieologisch rechtfertigt, ohne sich über dieser ihrer gesellschaftichen Funktion bewußt zu und Philosophen versteht, dann ist sein Standpunkt nicht nur berechtigt, sondern erst recht im Zusammenhang mit dem hier Diskutierten zu verstehen. Heinz Gess enttarnt die Behauptung von der Illusion des Individuellen in den Neurowissenschaften als alten Hut der Transpersonalen Psychologie, die Karin Daecke ihrerseits als faschistoide Esoterik identifizieren konnte. Zweck dieser Ideologie ist es, dass „(…) das ich-lose Lebendige sich selbst zum Ding macht und den ganzen Menschen bewusst als seine Apparatur in Dienst nimmt (Gess) Das hatte reale Konsequenzen für die Zurichtung des Leibes zum Körperinstrument. Diese Konsequenzen gewinnen heutzutage auf Grund des auf die Verwertung des Wissens im kapitalistischen Produktionsprozess abgestellten technischen Fortschritts eine neue Qualität. Das Lebendige macht sich nicht nur zum Ding oder Apparat, sondern die Technik wandert wirklich realiter in den Körper mittels Doping, Prothesen und leistungsfähigeren technischen Instrumenten, so dass er zusehends ein auf Hochleistung getrimmtes „Humanvermögen“ des gesellschaftlichen Betriebes
wird.“ Diese angeblich wissenschaftliche Negierung der Individualität, deren Ideen von faschistoid-esoterischen „Psychologen“ formuliert wurden, hat nach Gess ähnliche Folgen für die Moral der Menschen, die solche Standpunkte verinnerlicht haben. ...
Die WahrheitsLüge
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 30. Oktober 2009
- Richard Albrecht
- 1446 Zugriffe
Wie deutsche Historiker mit der Wahrheit lügen.
Als Ergebnis der Untersuchung Richard Albrechts über die Geschichtserfindungen einiger namhafter deutscher Historiker lässt sich herausstellen:
"Wenn sich falsch noch steigern ließe, mancher von euch Fälscher hieße ..."
Heinz Gess
Rottet "den Juden" Hitler aus
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 08. Oktober 2009
- Herber Rätz
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Der Kampf „positiver Antifaschisten“ gegen die „Strichjungen des Kapitals“ und für die Wiedergewinnung des „lost paradise“ als Charaktermaske des Neo-Faschismus in der Demokratie.
Herbert Rätz's Fazit:
Israels „besondere Verantwortung“ für die Destruktion von vorgefertigten Bildern und Ausschließungen
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 09. September 2009
- Heinz Gess
- 1558 Zugriffe
Eine Entgegnung auf Judith Butlers Ansichten über Israel
Es gibt nach Auschwitz keine Ausrede und Ausflucht mehr. Die Verantwortung liegt beim christlich-germanischen Europa. Sie besteht darin, ohne Wenn und Aber anzuerkennen, dass Auschwitz der Bankrott des europäischen Christentums und der europäischen Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise war. Der Bankrott des Christentums verlangt eine völlige Umkehr dieser Religion. Sie muss neu anfangen. Der Neuanfang hätte´damit zu beginnen, dass das Christentum die überlieferte Christologie, welche die (in ihrem Rahmen) unaufhebbare Feindschaft zum Judentum begründet, fallen lässt. Der Bankrott der säkularisierten Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise verlangt die Anerkennung, dass auch diese Produktionsweise ihren moralischen und menschlichen Bankrott hinter sich hat und infolge dessen politisch daran zu arbeiten ist, dass im Schosse der moralisch bankrotten Zivilisation neue Bedingungen und Produktionsverhältnisse entstehen können, die einmal ohne Angst vor dem Untergang den Exodus daraus ermöglichen können.
Der „gute Inhalt“ und die „schlechte Form“ Über die Reproduktion falscher ideologischer Dualismen
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 07. August 2009
- Heinz Gess
- 1827 Zugriffe
Über die Reproduktion falscher ideologischer Dualismen in Brumliks Apologie der Ehrung Felicia Langers mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse.
Eine grundsätzliche Kritik
Micha Brumlik bedient sich in seiner Würdigung der strittigen Verdienste von Frau Langer der schlechten dualistischen, von ihm ganz und gar undialektisch verwendeten Unterscheidung von Form und Inhalt, erklärt sodann den Inhalt der Tätigkeit von F. Langer für gut, die Form der Tätigkeit aber für schlecht,
Dialektik der 68er. - Mit den frühen gegen die arrivierten 68er
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 13. Januar 2009
- Ottmar Mareis
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Die Gestalttheorie des Neo-Nazis Prof. Dr. Werner Haverbeck
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 09. Dezember 2008
- Peter Pott Postscripta: Heinz Gess
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Wie Foucault die schiitische Revolte lieben lernte
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 12. November 2008
- Thomas Maul
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Über das religöse Gefühl, den Pauperismus, das Verhältnis der deutschen Gesellschaft zum Sozialstaat und die christliche Staatskunst
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 15. Februar 2006
- Karl Marx (1844)
- 2779 Zugriffe
Kritik des Anti-Faschismus der SED
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 16. Dezember 2007
- Dr. Harry Waibel
- 3095 Zugriffe
Der mit den Wölfen heult. Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus - Teil 1
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 26. März 2006
- Heinz Gess
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Determinismus der Naturgesetze und Willensfreiheit
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 11. Dezember 2007
- Egbert Scheunemann
- 2002 Zugriffe
"Das "Ich" und der "freie Wille", ob die Linearität eines Zeitstroms oder auch nur die bunte Farbenpracht in der Welt "da draußen", all dies gibt es nicht in einem objektiven Sinn, wie man naiv meinen könnte, sondern diese Ideen sind Konstrukte des Gehirns, die sich evolutionär bei der Meisterung des Lebens bewährt haben. Die Evolution setzt bekanntlich auf Nützlichkeit und nicht auf das bestmögliche Erkennen irgendeiner vorfindlichen Objektivität. Das "Ich" ist ein Selbstmodell des Gehirns, der "freie Wille" eine soziale Attribution, und die Farben sind vom Gehirn generierte Erlebnisqualitäten bloßer elektromagnetischer Strahlung in einer absolut farblosen Welt."
Zu den (Un-)Möglichkeiten linker Praxis. - Kritik der politischen Gruppe
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 04. Dezember 2006
- aus der Stadkommune (Berlin)
- 2470 Zugriffe
In dem Text geht es um "Grundlagenkritik der politischen Gruppe" . Grundlegend für die Kritik ist der Begriff des Warensubjektes, aus dem die Form der politischen Gruppe entwickelt wird.
Der Text soll dazu beitragen, zu verstehen, wie politische Gruppen funktionieren, welche materiellen Gegebenheiten die politische Gruppe zu dem machen, was sie ist, und welche Probleme in der Praxis sich daraus ergeben
Die Erkenntnis, dass auch die politische Gruppe ein Produkt der Verhältnisse ist, führt nicht zu der Forderung nach ihrer Abschaffung, sondern soll daran erinnern, dass wir nicht widerspruchsfrei leben können, solange die Verhältnisse nicht grundlegend geändert sind.
"Wir sind eine starke Gemeinschaft"
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 04. Oktober 2006
- Mario Möller
- 3419 Zugriffe
Über den Zusammenhang von Ostidentität und nationalem Sozialismus
Im Osten hat sich über die Jahre und mit der Verschärfung der ökonomischen Rahmenbedingungen ein lokalpatriotisches Bewusstsein verfestigt, das klipp und klar als nationalsozialistisch zu kennzeichnen wäre: Gemeinschaft, antiwestliche bzw. antibürgerliche Ressentiments, Arbeitsethos und eine autoritäre Grundstimmung des Alltages (Abweichung als Bedrohung) eignen sich bestens, um den Anspruch, wirklich deutsch zu sein - nämlich zu "Arbeit und Tod 'geeignet und gewillt'" (Bruhn, 1994, S.107) - zu erheben und dieses Lebensgefühl auch aktiv auszuleben.
"Der Erbe trägt keine Schuld"
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 19. März 2005
- Heinz Gess
- 7316 Zugriffe
Gegenaufklärung und Ideologie ist nicht erst die Rechtfertigung der Ausstellung der Flick Collection durch den ausgestellten Künstler und seinen Kanzler. Gegenaufklärung, unmittelbare ideologische Praxis ist bereits die Ausstellung selbst und die "unschuldige Tat" hunderttausender Volksgenossen, auf Empfehlung ihres Kanzlers die Ausstellung zu konsumieren. Ihr Konsum ist das praktizierte Vergessen. Sie tun, wie ihnen zu tun geheißen wird, und ziehen mit ihrem Kunstgenuss den Schlussstrich. Sie genießen das große Ereignis als eines von Weltgeltung und bestätigen im Glanze der Kunst einander: "Wir sind wieder wer" und brauchen uns von den Nestbeschmutzern, die mit der "Auschwitzkeule" auf das unschuldige Vaterland einschlagen und Auschwitz zu "unserer Schande" (Martin Walser) und ihrem Vorteil instrumentalisieren, nichts mehr sagen lassen.
Wie links sind die Deutschen, wie deutsch ist die Linke - Zur (Selbst-)historisierung der Bewegung
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 27. Juni 2006
- Fabian Kettner
- 4819 Zugriffe
Die Antikapitalismuskampagne. Rechte Kapitalismuskritik von links(Teil2)
- Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
- 04. Juni 2005
- Heinz Gess
- 3129 Zugriffe
Weitere Beiträge...
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- Aufklärung und Aufklärungsverrat im XXI. Jahrhundert
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