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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
ISSN 1866-4105

Ideologie- und Religionskritik

“Menschenbilder, sowas Grausliches“ - System Intelligenz oder Intellektualität?

Details
Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Dezember 2012 15:46
Geschrieben von Bernd Ternes
Zugriffe: 660


Die Sicht Luhmanns auf Intellektualität zwischen systemtheoretischer Verwerfung und ästhetischer Denkfunktionalität

"Luhmann schließt sich wie kein anderer Theoretiker dem ersten Satz des vorangestellten Zitats von Sombart an („Das System funktioniert, solange der aporetische Charakter der konstitutiven Grundwahrheit ignoriert oder geleugnet werden kann“), um den zweiten Satz wie kein anderer nicht auf sich zu beziehen („Auf keinen Fall darf affirmativ darüber gesprochen werden. Wenn, dann nur im Modus der ‚Kritik’, der Verneinung“). Daß Systeme einmal lügen müssen, damit ‚es’ klappt; daß uns nur distinguierte und nichtdistinguierte Lügen fürs Erkennen bleiben, wie Ranulph Glanville feststellt; daß die befristete Täuschung unser Teil sei, wie Peter Fuchs unmißverständlich sagt: all das bewirkt eine eigentümliche ‚Dekonstruktion’ der Dignität von Systemkritik – und ein ebenso eigentümliches Ressentiment gegenüber Systemkritikern, das etwa bei Norbert Bolz am eindringlichsten zu besichtigen ist." (Ternes)

 

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Deutsche Zustände - im Kontext von Antisemitismus und „Islamophobie“

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Samstag, 30. Oktober 2010 12:17
Geschrieben von Martin Grote
Zugriffe: 2531

über zwei Begriffe, eine falsche Gleichsetzung und deren Folgen

 

Der folgende Essay (56 S.) von Martin Grote ist Bestandteil einer Diplomarbeit, die Martin Grote nach dreisemestriger Mitarbeit in meinem Projekt „Politische Bildung“  im Sommersemester 2010 abgeschlossen hat. Ich halte diesen Teil der Diplomarbeit für besonders gelungen und veröffentliche sie deshalb sehr gerne im Kritiknetz.

Wie das Thema schon sagt, geht es in dem Essay um die Kritik des fragwürdigen Begriffs „Islamophobie“, mit dem in der Regel die Xenophobie, d. h. die generalisierte Angst vor allem und allen Fremden gemeint ist, sofern das Objekt dieser Angst Muslime sind, und der noch fragwürdigeren Gleichsetzung von Antisemitismus und „Islamophobie.“

Zur Debatte stehen dabei vor allem die Forschungen von Heitmeyer und Benz .

 Heinz Gess  

 

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Individualisierungsprozesse in arabischen Gegenwartsgesellschaften

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2010 15:52
Geschrieben von Huda Zein
Zugriffe: 1679
Huda Zein reflektiert die gesellschaftlich bedingten, existenziellen Schwierigkeiten der Menschen in arabischen Gegenwartsgesellschaften, zu Individuen  werden zu können.  Sie kommt zu dem Schluß: "Die Zähmung des Subjekts und der dadurch ermöglichte Gewinn an Sicherheit kann nur zustande kommen, wenn das Subjekt keinen Zugang zu seiner Selbstbezüglichkeit bekommt und ihm von höherer Instanz nicht nur gesellschaftliche Ordnung, sondern darüber hinaus noch mehr versprochen wird. Dieses mehr ist etwas „Höheres“, „Übervernünftiges“ und Totalitäres, das sich in den Köpfen einpflanzt und das die Subjekte als Gedankenpolizei verinnerlichen. Etwas, das alle Subjekte einschließt und sie zu ihrer vermeintlich authentischen und wahren Identität heranzieht. Die un- und übervernünftige Identifikation mit islamischen Prinzipien und arabisch-nationalen Auffassungen als dominierende Kollektive verhindert damit die Entfaltung einer personalen individuellen Identität des Subjekts, das auf diese Weise nicht mehr das Individuelle, sondern das Kollektive bezeichnet. In jedem Individuum in den arabischen Gesellschaften schreit das mystische „Wir“, und jede arabische Gesellschaft ist mit dem mystischen Elemente des Kollektiven übersättigt. Der radikale Weg der Befreiung der Individuen in den islamisch- arabischen Gesellschaften ist unentbehrlich, und die Abschaffung der Angst ist ein Prozess, der mit der Veränderung der schweren existenziellen Bedingungen, der despotischen, religiös legitimierten Herrschaftsverhältnisse und des patriarchalischen autoritären Erziehungs- und Bildungssystems beginnen muss. Ohne radikale Änderungen in diesen existenziellen gesellschaftlichen Bedingungen ist die Befreiung des Individuums zu einem der Möglichkeit nach freien gesellschaftlichen Individuum nicht zu vollziehen." (Huda Zein, S. 16)

Heinz Gess

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Islamdebatte in Deutschland – Zur Anatomie einer komplexen Diskursverwirrung

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Sonntag, 24. Januar 2010 10:42
Geschrieben von Hartmut Krauss
Zugriffe: 3097
 

Hartmut Krauss untersucht in dieser Studie die „komplexe Diskursverwirrung“  der deutschen  Islamdebatte. Sie erreicht gegenwärtig den Höhepunkt der Verkehrung von „wahr“ und „falsch“, als  ausgerechnet  die emanzipatorische Kritik schlechter Formen gesellschaftlicher Herrschaft und ihrer Legitimationsideologien, sofern diese Kritik den Islam als weltweit verbreitete Herrschaftsform aus ihrer Kritik nicht ausdrücklich ausnimmt, in den Gazetten der deutschen Meinungsmacheindustrie, als „antisemitisch“ und  krankhaft phobisch (Islamophobie) denunziert wird. Damit wird die historische Wahrheit mal wieder von den Füßen auf den Kopf gestellt. Denn nicht die emanzipatorische Kritik an der islamischen Herrschaftsform ist antisemitisch und zwanghaft phobisch, sondern es ist umgekehrt  der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung eine in ihrem Kern antisemitische und totalitäre Herrschaftsform in dem Sinne, dass er jede Nichtidentität der unter die Herrschaft des Islam subsumierten Individuen mit der Herrschaftsform, der sie unterworfen sind,  von Grund auf verneint und den „Juden“ als das Ferment der Zersetzung dieser Ursprungsidentität, als existenziellen Feind des „Ur-Islam“, definiert. Die islamische Herrschaftsform ist außerdem auch  -systemisch bedingt - xenophob, weil sie alles Nichtidentische als „Ungläubigkeit“ zutiefst ablehnt und verachtet, also auch jene Fremden, die „Fremde“ bleiben, weil sie sich nicht bekehren und identisch machen lassen,  während umgekehrt die emanzipatorische Kritik dieser schlechten Herrschaftsform auf der Grundlage der kritischen Theorie der Gesellschaft für die Befreiung von der rabiaten islamischen Herrschaftskultur definiert und die Augen für den dieser Herrschaftskultur systemisch innewohnenden  Antijudaismus, der sich bis zum Vernichtungswahn steigern kann, und die ihr innewohnende Ablehnung auch alles nichtidentischen Anderen öffnet.
Hartmut Krauss untersucht detailliert, wie es zu dieser hegemonialen Verkehrung des Bewusstseins in Deutschland kommt und welcher demagogischen Muster und effektiven Rationalisierungen die deutsche Meinungsmacheindustrie und deren Propagandisten des Kulturrassismus sich dabei bedienen. Insbesondere stechen ihm zufolge dabei folgende, einen kritisch-rationalen Diskurs bereits im Ansatz verhindernden Muster hervor:

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Wider die algorithmische Verschwörung

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Freitag, 15. Januar 2010 20:03
Geschrieben von Herbert Rätz
Zugriffe: 1653

Was bei Frank Schirrmacher (FAZ) nicht zu lesen ist.

 

Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, hat ein lesenswertes Buchgeschrieben: Payback. Zu Recht schreibt er, dass das heute allseits geforderte MultitaskingKörperverletzung ist. Allerdings ist sein Kreuzzug gegen den allgegenwärtigen Algorithmus längst überfällig. Schirrmacher beklagt den Verlust des eigenständigen Denkens und will informieren, warum wir „gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen“. Dass wir tun, was wir nicht wollen, das hat er hervorragend beschrieben, aber warum wir wollen, was wir eigentlich nicht wollen, das habe ich bei ihm vermisst.
Esoterik ist kein modernes Phänomen, nur der Rekurs auf den Wissenschaftsaspekt ist relativ neu (seit Ende des 18. Jh.).  Esoterik ist eine Weltanschauung, die den Menschen von Denken, Entscheiden, Kritik und Wachsamkeit befreit, die ihn die Bequemlichkeit und Begeisterung genießen lassen, ihn aber zugleich in die Epoche vor der „Entzauberung“ (M. Weber) durch die Aufklärung und in den „dogmatischen Schlummer“ (I. Kant) zurückführt.  Wenn Heinz Gess schreibt von Neuro-Metaphysik schjreibt, dass sie die gegenwärtigen Tendenzen zur Liquidation der Indiviualität ieologisch rechtfertigt, ohne sich über dieser ihrer gesellschaftichen Funktion bewußt zu  und Philosophen versteht, dann ist sein Standpunkt nicht nur berechtigt, sondern erst recht im Zusammenhang mit dem hier Diskutierten zu verstehen. Heinz Gess enttarnt die Behauptung von der Illusion des Individuellen in den Neurowissenschaften als alten Hut der Transpersonalen Psychologie, die Karin Daecke ihrerseits als faschistoide Esoterik identifizieren konnte. Zweck dieser Ideologie ist es, dass „(…) das ich-lose Lebendige sich selbst zum Ding macht und den ganzen Menschen bewusst als seine Apparatur in Dienst nimmt (Gess) Das hatte reale Konsequenzen für die Zurichtung des Leibes zum Körperinstrument. Diese Konsequenzen gewinnen heutzutage auf Grund des auf die Verwertung des Wissens im kapitalistischen Produktionsprozess abgestellten technischen Fortschritts eine neue Qualität. Das Lebendige macht sich nicht nur zum Ding oder Apparat, sondern die Technik wandert wirklich realiter in den Körper mittels Doping, Prothesen und leistungsfähigeren technischen Instrumenten, so dass er zusehends ein auf Hochleistung getrimmtes „Humanvermögen“ des gesellschaftlichen Betriebes
wird.“ Diese angeblich wissenschaftliche Negierung der Individualität, deren Ideen von faschistoid-esoterischen „Psychologen“ formuliert wurden, hat nach Gess ähnliche Folgen für die Moral der Menschen, die solche Standpunkte verinnerlicht haben. ...

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Die WahrheitsLüge

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Freitag, 30. Oktober 2009 15:39
Geschrieben von Richard Albrecht
Zugriffe: 1821

Wie deutsche Historiker mit der Wahrheit lügen.

Als  Ergebnis der Untersuchung Richard Albrechts über  die Geschichtserfindungen einiger namhafter deutscher Historiker lässt sich herausstellen:

"Wenn sich falsch noch steigern ließe, mancher von euch Fälscher hieße ..."  

Heinz Gess

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Rottet "den Juden" Hitler aus

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. Oktober 2009 12:47
Geschrieben von Herber Rätz
Zugriffe: 2504

Der Kampf „positiver Antifaschisten“ gegen die „Strichjungen des Kapitals“ und für die Wiedergewinnung des „lost paradise“ als Charaktermaske des Neo-Faschismus in der Demokratie.

Herbert Rätz's Fazit:

"Es gibt keine Bestien in Menschengestalt, aber es gibt eine bestialische Unterströmung (Gnosis, Esoterik) in unserer Kultur, die menschliches Verhalten bestialisieren kann. Wenn demokratische Tugenden wie Konfliktfähigkeit, Toleranz, Diskursfähigkeit, Achtung des Menschen nicht als Kompetenzen anerkannt und erlernt werden können, dann kann es jederzeit zu einem angeblichen Zivilisationsbruch kommen. Aber hier liegt kein Bruch vor, sondern eine Konsequenz des Umstandes, dass Bildung einerseits idealisiert (Bildungsbürgertum) und den „Banausen“ vorenthalten, andererseits auf den Aspekt Ausbildung (Anwendungs“wissen“) reduziert wird. Bildung im Sinne des kantschen Imperativs ist auch heute noch die Ausnahme, vor allem deshalb, weil die notwendige finanzielle Ausstattung des Bildungssystems ausbleibt.

 

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Israels „besondere Verantwortung“ für die Destruktion von vorgefertigten Bildern und Ausschließungen

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 19:06
Geschrieben von Heinz Gess
Zugriffe: 1996

Eine Entgegnung auf Judith Butlers Ansichten über Israel
(Replik auf Khallouk: http://bit.ly/239WEJ)

 

Es gibt nach Auschwitz keine Ausrede und Ausflucht mehr. Die Verantwortung liegt beim christlich-germanischen Europa. Sie besteht darin, ohne Wenn und Aber anzuerkennen, dass Auschwitz der Bankrott des europäischen Christentums und der europäischen Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise war. Der Bankrott des Christentums verlangt eine völlige Umkehr dieser Religion. Sie muss neu anfangen. Der Neuanfang hätte´damit zu beginnen, dass das Christentum die überlieferte Christologie, welche die (in ihrem Rahmen) unaufhebbare Feindschaft zum Judentum begründet, fallen lässt. Der Bankrott der säkularisierten Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise verlangt die Anerkennung, dass auch diese Produktionsweise ihren moralischen und menschlichen Bankrott hinter sich hat und infolge dessen politisch daran zu arbeiten ist, dass im Schosse der moralisch bankrotten Zivilisation neue Bedingungen und Produktionsverhältnisse entstehen können, die einmal ohne Angst vor dem Untergang den Exodus daraus ermöglichen können.

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Der „gute Inhalt“ und die „schlechte Form“ Über die Reproduktion falscher ideologischer Dualismen

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Freitag, 07. August 2009 10:34
Geschrieben von Heinz Gess
Zugriffe: 2200

Über die Reproduktion falscher ideologischer Dualismen in Brumliks Apologie der Ehrung Felicia Langers mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse.
Eine grund­sätzliche Kritik

Micha Brumlik bedient sich in seiner Würdigung der strittigen Verdienste von Frau Langer der schlechten dualistischen, von ihm ganz und gar undialektisch verwendeten Unterscheidung von Form und Inhalt, erklärt sodann den Inhalt der Tätigkeit von F. Langer für gut, die Form der Tätigkeit aber für schlecht,

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Dialektik der 68er. - Mit den frühen gegen die arrivierten 68er

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Dienstag, 13. Januar 2009 17:03
Geschrieben von Ottmar Mareis
Zugriffe: 4265
Ottmar Mareis setzt sich kritisch mit der Revolte der 68er auseinander und zwar so, dass er mit den frühen kritischen Theoretikern gegen die arrivierten "späten 68er" argumentiert, die den Profit aus der Revolte zogen, indem sie die negative Kritik "anschlussfähig" (Habermas) machten, sie also in die hierzulande so beliebte 'konstruktive Kritik' verwandelten. Diese unterscheidet sich von der negativen dadurch, dass sie - in der Freudschen Terminologie - durch die Zensur des Über-Ichs hindurchgegangen ist und sie mit großem Aufwand an Ratio, die als instrumentelles Organ der Rationalisierung im Dienst des gesellschaftlichen Über-Ichs fungiert, mit Bravour bestanden hat, während jene die Ansprüche des Über-Ichs abweist, wenn sie mit Zuckerbrot und Peitsche einfordern, die lebendige Erfahrung zu unterdrücken, zu entstellen oder sich ganz gegen sie abzudichten, sich dem Strom zu überlassen.

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Die Gestalttheorie des Neo-Nazis Prof. Dr. Werner Haverbeck

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Dienstag, 09. Dezember 2008 09:52
Geschrieben von Peter Pott Postscripta: Heinz Gess
Zugriffe: 2442
 
Der Aufsatz "die Gestalttheorie Werner Haverbecks" von Peter Pott entstand zu Beginn der siebziger Jahre. Damals war Peter Pott von 1971 bis 1975 der Dekan des Fachbereichs Sozialwesen. Der ranghohe Alt-Nazi und seit den achtziger Jahren als "Neuer Rechter" und Neofaschist bekannte Dr. Werner Haverbeck wurde 1972 an der FH Bielefeld als Professor für "angewandte Sozialwissenschaft" eingestellt und sogleich vom Fachbereich Sozialwesen in die vom Fachbereich Sozialwesen räumlich getrennten, in einem anderen Stadtteil gelegenen technischen Fachbereiche abgeordnet. Für den damaligen Dekan war das eine sehr befremdliche Maßnahme der Hochschulleitung, weil seinerzeit im Fachbereich Sozialwesen ein Sozialwissenschaftler sehr viel dringlicher gebraucht wurde als im Fachbereich Sozialwesen.
Peter Pott hörte davon, dass Werner Haverbeck im dritten Reich ein ranghoher Nazi gewesen sein sollte, und mutmaßte, dass die in der Sache unverständliche Abordnung Haverbecks an die technischen Fachbereiche und die fragwürdige Form der Einstellung damit zusammenhängen könnten.

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Wie Foucault die schiitische Revolte lieben lernte

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. November 2008 13:25
Geschrieben von Thomas Maul
Zugriffe: 1797
Thomas Maul schreibt:"Postmodernes Denken erklärt nicht nur die Leitvorstellungen der Aufklärung bzw. der neuzeitlich-abendländischen Rationalität: Wahrheit, Vernunft, Identität, Fortschritt, Emanzipation usw. und die sich darauf beziehenden "großen Erzählungen" für unrettbar gescheitert und diskreditiert, sondern behauptet, wie Lyotard (1979: 122), daß sogar die "Sehnsucht nach der verlorenen Erzählung [...] für den Großteil der Menschen selbst verloren" sei - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da die großen Erzählungen in ihrer primitivsten Form wiederkehren und sich nicht nur im Iran zu materialisieren beginnen. (...) Allerdings: bei allen inhaltlichen und strukturellen Konvergenzen zwischen Postmodernismus und Islamismus wird deren ideologische Kumpanei seitens der Islamisten als eine politisch-bewußte Aneignung des "moderne-kritischen" Jargons betrieben, während sie seitens der Postmodernisten in der Regel eher die indirekte, bewußtlose Wirkung des hilflos-relativistischen Diskurses denn Ergebnis offensiver Bejahung ist.

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Über das religöse Gefühl, den Pauperismus, das Verhältnis der deutschen Gesellschaft zum Sozialstaat und die christliche Staatskunst

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Februar 2006 12:55
Geschrieben von Karl Marx (1844)
Zugriffe: 3011
Ist das religiöse Gefühl nicht die Quelle der christlichen Staatskunst? Basiert eine Doktrin, welche in der guten Gesinnung christlicher Herzen ihr Universalmittel besitzt, nicht auf dem religiösen Gefühl? Hört ein nüchterner Ausdruck des religiösen Gefühls auf, ein Ausdruck des religiösen Gefühls zu sein? Noch mehr! Ich behaupte, daß es ein sehr von sich eingenommenes, ein sehr trunkenes religiöses Gefühl ist, welches die "Heilung großer Übel", die es dem "Staat und der Behörde" abspricht, in der "Vereinigung christlicher Herzen" sucht. Es ist ein sehr trunkenes religiöses Gefühl, welches - nach dem Zugeständnis des "Preußen" - das ganze Übel in dem Mangel an christlichem Sinn findet, und daher die Behörden auf das einzige Mittel, diesen Sinn zu stärken, auf die "Ermahnung" verweist.

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Kritik des Anti-Faschismus der SED

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Sonntag, 16. Dezember 2007 08:08
Geschrieben von Dr. Harry Waibel
Zugriffe: 3551
Die neo-faschistischen, rassistischen und antisemitischen Ereignisse in der DDR bilden, obwohl es sich hier nur um die "Spitze des Eisbergs" handelt, die empirische Basis der Kritik des Anti-Faschismus der SED. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil sie Kritik am Neo-Faschismus hat vermissen lassen. Den orthodoxen Verteidigern der DDR konnte es so gelingen, die historischen Fakten zu verdrängen. Die strenge Geheimhaltung ist die wichtigste Ursache dafür, dass es zu dieser Thematik über einen langen Zeitraum kein politisches oder historisches Bewusstsein geben konnte. Diese Kritik als individuelle und kollektive Selbstkritik, muss elementarer Bestandteil einer wissenschaftli­chen und publizistischen Beschäftigung mit der Geschichte der Arbeiterbewegung, werden, wenn die Idee der Emanzipation wach gehalten werden soll.

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Der mit den Wölfen heult. Über die deutsche Kumpanei mit dem Islamismus - Teil 1

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Sonntag, 26. März 2006 13:17
Geschrieben von Heinz Gess
Zugriffe: 14570
Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere.

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Determinismus der Naturgesetze und Willensfreiheit

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Dezember 2007 19:56
Geschrieben von Egbert Scheunemann
Zugriffe: 2293
Gewiss habe Sie schon von "Erkenntnissen" wie diesen gehört, die sich als Neuropsychologie oder zutreffende philosophische Interpretationen der Ergebnisse der Neurowissenschaften ausgeben:

"Das "Ich" und der "freie Wille", ob die Linearität eines Zeitstroms oder auch nur die bunte Farbenpracht in der Welt "da draußen", all dies gibt es nicht in einem objektiven Sinn, wie man naiv meinen könnte, sondern diese Ideen sind Konstrukte des Gehirns, die sich evolutionär bei der Meisterung des Lebens bewährt haben. Die Evolution setzt bekanntlich auf Nützlichkeit und nicht auf das bestmögliche Erkennen irgendeiner vorfindlichen Objektivität. Das "Ich" ist ein Selbstmodell des Gehirns, der "freie Wille" eine soziale Attribution, und die Farben sind vom Gehirn generierte Erlebnisqualitäten bloßer elektromagnetischer Strahlung in einer absolut farblosen Welt."

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Zu den (Un-)Möglichkeiten linker Praxis. - Kritik der politischen Gruppe

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 19:47
Geschrieben von aus der Stadkommune (Berlin)
Zugriffe: 2685
Die antfaschistische Stadtkommune (Berlin) übersandte mir folgenden Text zur Veröffentlichung im Kritiknetz.
In dem Text geht es um "Grundlagenkritik der politischen Gruppe" . Grundlegend für die Kritik ist der Begriff des Warensubjektes, aus dem die Form der politischen Gruppe entwickelt wird.
Der Text soll dazu beitragen, zu verstehen, wie politische Gruppen funktionieren, welche materiellen Gegebenheiten die politische Gruppe zu dem machen, was sie ist, und welche Probleme in der Praxis sich daraus ergeben
Die Erkenntnis, dass auch die politische Gruppe ein Produkt der Verhältnisse ist, führt nicht zu der Forderung nach ihrer Abschaffung, sondern soll daran erinnern, dass wir nicht widerspruchsfrei leben können, solange die Verhältnisse nicht grundlegend geändert sind.

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"Wir sind eine starke Gemeinschaft"

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Oktober 2006 17:07
Geschrieben von Mario Möller
Zugriffe: 3778
 

Über den Zusammenhang von Ostidentität und nationalem Sozialismus

Im Osten hat sich über die Jahre und mit der Verschärfung der ökonomischen Rahmenbedingungen ein lokalpatriotisches Bewusstsein verfestigt, das klipp und klar als nationalsozialistisch zu kennzeichnen wäre: Gemeinschaft, antiwestliche bzw. antibürgerliche Ressentiments, Arbeitsethos und eine autoritäre Grundstimmung des Alltages (Abweichung als Bedrohung) eignen sich bestens, um den Anspruch, wirklich deutsch zu sein - nämlich zu "Arbeit und Tod 'geeignet und gewillt'" (Bruhn, 1994, S.107) - zu erheben und dieses Lebensgefühl auch aktiv auszuleben.

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Der Erbe trägt keine Schuld

Details
Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Samstag, 19. März 2005 19:00
Geschrieben von Heinz Gess
Zugriffe: 8568
Eine kritische Untersuchung über die Ausstellung der Flick Collection in Berlin im Lichte der Kritischen Theorie und der Theorie der rationalen Herrschaft (M. Weber)

Gegenaufklärung und Ideologie ist nicht erst die Rechtfertigung der Ausstellung der Flick Collection durch den ausgestellten Künstler und seinen Kanzler. Gegenaufklärung, unmittelbare ideologische Praxis ist bereits die Ausstellung selbst und die "unschuldige Tat" hunderttausender Volksgenossen, auf Empfehlung ihres Kanzlers die Ausstellung zu konsumieren. Ihr Konsum ist das praktizierte Vergessen. Sie tun, wie ihnen zu tun geheißen wird, und ziehen mit ihrem Kunstgenuss den Schlussstrich. Sie genießen das große Ereignis als eines von Weltgeltung und bestätigen im Glanze der Kunst einander: "Wir sind wieder wer" und brauchen uns von den Nestbeschmutzern, die mit der "Auschwitzkeule" auf das unschuldige Vaterland einschlagen und Auschwitz zu "unserer Schande" (Martin Walser) und ihrem Vorteil instrumentalisieren, nichts mehr sagen lassen.

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Wie links sind die Deutschen, wie deutsch ist die Linke - Zur (Selbst-)historisierung der Bewegung

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Kategorie: Ideologie- und Religionskritik
Veröffentlicht am Dienstag, 27. Juni 2006 15:10
Geschrieben von Fabian Kettner
Zugriffe: 5051
"Vieles aus der Vergangenheit ist einem peinlich - wenn man überhaupt sensibel ist. Was es in einem zurückläßt, darauf kommt es an, egal, wie dumm dir dein Leben rückblickend erscheint" . Die Vergangenheit, die deutschen Linken peinlich ist, ähnelt leider zumeist bis ins Detail hinein der Gegenwart, die von ihnen voller Stolz als Resultat eines Lernprozesses dargestellt wird. Kontinuität hat, was damals schon falsch war, was man in unterschiedlichen Aufführungen wiederholte. Das, wozu man sich später läuterte, ist das alte Elend in anderer Form. Die Kontinuität alter Gewissheiten und eines von links moralisierenden Alltagsverstandes spricht auch aus den Versuchen ehemaliger Beteiligter, sich und ihre Zeit zu historisieren, bei den Apologeten ebenso wie bei den Bekehrten.

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