Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
ISSN 1866-4105
Hochschul- und Bildungspolitik
Nicht zu Guttenberg ist das Problem, sondern die Entpolitisierung der Bevölkerung!
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Dienstag, 15. März 2011 16:32
- Geschrieben von Michael Pleister
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Verlautbarung zur gesellschafts- wie bildungstheoretischen Anschlussfähigkeit eines „medienpolitischen Großereignisses“
Michael Pleister interessiert im folgenden Essay die gesellschaftliche Dimension, „wie sehr sich mittlerweile Entpolitisierung, Sinnkrise und Orientierungslosigkeit ausgebreitet haben, hält doch ein zahlenmäßig zwar eher geringer, in puncto Medienpräsenz allerdings durchaus rühriger Teil der Bevölkerung an einer vermeintlichen Lichtgestalt aus der Politik offensichtlich selbst dann noch fest, da ihr Glanz längst erloschen ist und sich dunkle Schatten ausgebreitet haben.“ Solche Personalisierung gesellschaftlicher Probleme, wie sie im Fall des Freiherrn von und zu Guttenberg prominent zu Tage tritt, schützt nach Michael Pleister aufgrund ihrer ablenkenden Funktion bestehende ungerechte sozialökonomische Strukturen und ihre herrschaftssichernde Kontinuität „vor dem möglichen Widerspruch des theoretisch-kritischen Kalküls oder gar Gedankenexperiments. Sie schirmt besagte Strukturen insbesondere vor der ‚Widersetzlichkeit’ eines solchen Weltverständnisses ab, dass die Einsicht in die Machbarkeit sowie prinzipielle Veränderbarkeit von Gesellschaft und Politik im Hinblick auf einen Zuwachs an Humanität wohlgemerkt selbstverständlich nicht zum einzigen, aber doch zu einem bedeutsamen, unhintergehbaren Bestandteil menschlicher Erkenntnisfähigkeit und Bildung zu deklarieren sich anschickt."
Schließlich gibt Michael Pleister unter Verweis auf Paulo Freire, den wohl prominentesten Vertreter der „Befreiungspädagogik“, noch einen Fingerzeig „auf eine mögliche gesellschaftspolitische Perspektive, die über Schule und Unterricht, Bildung und Kultur unter Berücksichtigung vielfältiger theoretischer Vorarbeiten zu entwickeln wäre.“ (Alle Zitate aus dem folgenden Essay von M. Pleister)
Heinz Gesss
Ein unfreundlicher Akt unter Verkennung unserer Kulturwerte
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Januar 2010 16:21
- Geschrieben von Hadrian Hamburger
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Eine gutachterlicher Stellungnahme dazu, was der Vertreter einer islamischen Religionsgemeinschaft öffentlich als "Volksverhetzung"bezeichnet hat.
"Dummheit und blinder Hass gegenüber dem Islam müssen bestraft werden!" ... hat ein Funktionär der Islamischen Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. öffentlich verlangt: "Prof. Dr. Heinz Gess von der FH Bielefeld beging ... Volksverhetzung" und müsste belangt werden, weil er Sigmund Freuds' kritische Annahme von der Religion als "kollektiver Zwangsneurose" zitiert hat. Unter dem Titel "Ein unfreundlicher Akt unter Verkennung unserer Kulturwerte" führt der Autor, fachgeschulter Religionssoziologe und Bürgerrechtler, im Rahmen seiner Expertise aus, dass die öffentliche Forderung eines Funktionärs der Islamischen Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. als undurchsichtig und unverständlich erscheinen muss, solange die Werte der Europäischen Zivilisation
in Deutschland Geltung beanspruchen können. Mit Sigmund Freud zu argumentieren, dass Religion(en) im Allgemeinen und im Besonderen Aspekte einer "kollektiven Zwangsneurose" aufweisen, kann nicht als "Volksverhetzung" oder aufwieglerische Propaganda angesehen werden. Das Verlangen nach wie auch immer gearteten repressiven Maßnahmen gegen Prof. Gess, würde – konsequent zu Ende gedacht – eine grobe Verletzung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung als Bürger der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere als Wissenschaftler bedeuten.
An expert opinion on what an Islamic official functionary in Germany publicly named "Volksverhetzung" "Stupidity and unreasoning hatred against the Islam must be punished!" ... that is what the speaker of the Islamic Religious Community in Germany (a Public Corporation) publicly demanded: "Prof. Dr. Heinz Gess, University of Applied Sciences, Bielefeld, Germany, committed a criminal agitation of the people“ when he quoted Sigmund Freuds phrase on religion as ´collective obsessive-compulsive
disorder´. Under the title "Basically an unfriendly act ignoring Central European culture and civilisation" the author, a scholar and a civil rights figure, in his expert opinion argues that whenever Civic Culture is accepted in Germany the public demand of an official functionary representing the Islamic Religious Community in Germany as a Public Corporation is both a cloudy issue and a matter of some obscurity - argueing that religion is a form of "collective obsessive-compulsive disorder" (like Sigmund Freud did) can not at all be regarded as an element of an offense named incitement of the people or sedition or rabble-rousing propaganda ("Volksverhetzung" as defined in the German Criminal Law). Demanding any repressive measure against Dr Gess means, consequently, trying to
rape his basic right - the freedom of opinion - as a scholar in particular and as a citizen of the Federal Republic of Germany (FRG) in general.
»Studium Bolognese« Rede wider die falsche und unverantwortliche Hochschulreform
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Freitag, 18. Dezember 2009 11:03
- Geschrieben von Michael Wolf
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• So ist die Mobilität der Studierenden nicht wie erwartet gestiegen, sondern gesunken.
• Auch ist die Studienabbrecherquote nicht geringer, sondern größer geworden.
• Und die Studiengänge wurden nicht flexibler, sondern starrer.
Die Studierendenrevolte (anno 2009)
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Dezember 2009 20:45
- Geschrieben von Heinz Gess
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Eine Antwort auf eine Kritik der Revolte in einem offenen Brief - mit einigen Vorschlägen, was zu tun und was besser zu lassen ist
Man verkennt meines Erachtens das politische Geschäft hierzulande, wenn man mutmaßt, zwischen der simulierten Zustimmung der Politiker, Wirtschaftsbosse und Hochschulleitungen, die vor Ort zum Teil mit sehr rigiden, autoritären Methoden gegen den Protest der streikenden Studentenschaft vorgehen, während ihre politischen Vertreter in Kameras lächeln und Verständnis für den Protest bekunden, gäbe es einen Zusammenhang dergestalt, dass die Konzentration des studentischen Protests auf das “egoistische Privatinteresse“ überhaupt erst die Zustimmung all dieser Damen und Herren zum studentischen Protest gegen das, was diese Damen und Herren doch selbst angerichtet haben, möglich gemacht habe. Die Herstellung eines solchen Zusammenhanges halte ich für eine bloße Konstruktion, eine Erfindung, und eine falsche dazu.
Kritik der neoliberalen Zerstörung der Universität
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Sonntag, 29. November 2009 10:45
- Geschrieben von Gerhard Stapelfeldt
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zwei Reden (mit Vorwort) :
- gehalten am 27.11.2009 auf Einladung des Fachschaftsrates Psychologie der Universität Hamburg zu öffentlichen Vorlesungen in der Hamburger Innenstadt aus Anlass der Solidaritäts-Aktionen mit den Studierenden-Protesten in Österreich sowie der massiven Kritik gegen die Wahl von Dieter Lenzen – der sich an der FU Berlin den Ruf eines autoritär-‚wirtschaftsfreundlichen’ Hochschulmanagers erworben hat – zum neuen Präsidenten der Universität Hamburg.
Auf dem Weg zur „Bürgerschule“
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Freitag, 06. November 2009 15:37
- Geschrieben von Jens Wernicke
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Jens Wernicke weist in diesem Aufsatz nach, dass die Forderung des DPWV und anderer freier Träger nach Entstaatlichung des Schulsystems zugunsten von Privatschulen in „freier Trägerschaft“, so genannten Bürgerschulen, nur die linksdrapierte neoliberale Forderung nach Privatisierung und kapitalen Vermarktung von Bildung und Ausbildung ist. Die Forderung wird garniert mit Begriffen, die den Anschein erwecken sollen, als bezöge die Forderung nach der „Bürgerschule“ in „freier Trägerschaft“ sich auf die kritische Theorie der sechziger Jahre und die damaligen radikal demokratischen, auf Emanzipation von gesellschaftlicher Herrschaft abzielenden Reformideen, etwa auf Adornos Forderung „Erziehung zur Mündigkeit“. Aber das ist bloße Reklame, Produktion von falschem Bewusstsein, um die abgeschmackte und verdorbene Ware schmackhaft und unverdorben erscheinen zu lassen. Die Forderung nach der Bürgerschule von der BERTELSMANN-DPWV-GMBH ist nur ein neues Beispiel für die „Dialektik der Aufklärung“, wie sie sich zur Zeit im Bildungssystem vollzieht – das Resultat einer Entwicklung, in der emanzipatorische Forderungen von großen privaten Trägern mit Marktmacht (z.B. DPWV) ideologisch unterstützt und finanziell gefördert von Stiftungen des Kapitals (wie der Bertelsmann-, Volkswagen/Porsche-Stiftung), übernommen und für die Ausweitung ihrer eigenen Markmacht nutzbar gemacht werden.
Bildungsstreik 2009 Soziale Kämpfe
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Dienstag, 16. Juni 2009 12:03
- Geschrieben von Alternative Liste (AL) an der Uni Köln
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Bundesweit hat heute der Bildungsstreik seinen Anfang genommen. In über 60 Städten Deutschlands versammelten sich Studierende um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. An der momentanen Bildungssituation kritisieren sie:
- volle Hörsäle trotz Studiengebühren
- zunehmende Ökonomisierung der Hochschule
- Bachelor und Masterstudiengänge in der jetzigen Form
- Entdemokratisierung der internen Hochschulpolitik!!
Kid Crisis & The Imploring Tears. School Shootings und andere Amokläufe
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Freitag, 24. April 2009 18:55
- Geschrieben von Georg Seeßlen
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Georg Seeßlen liest den Amoklauf - School Shooting - als Metapher und als Symptom der traumatischen Gesellschaft. Er ist die schreckliche Spur der gesellschaftlichen Gleichgültigkeit, Kälte und Verlassenheit der Menschen. Daran versagen Glaube und Aufklärung. Der Kritische Theoretiker nennt das Versagen "Dialektik der Aufklärung". Der Gläubige hört den Papst in Auschwitz klagen: "Gott, warum hast du geschwiegen?" und fühlt sich an den Unschuldigen erinnert, der am Kreuze aufstöhnte: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen". In den Amokläufen kommt für einen Moment die ganze Verzweiflung des Menschen zum Ausdruck, der weder sich noch das System versteht, in dem er lebt.
Über die Pflicht des Gelehrten, auch als Bürger tätig zu sein. - Theodor Lessing, Peter Brückner und die Universität Hannover heute
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Sonntag, 08. März 2009 19:11
- Geschrieben von Markus Brunner
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Walter Benjamin schrieb einst; "Die Vergangenheit führt einen heimlichen Index mit, durch den sie auf die Erlösung verwiesen wird." Marcuse kommentiert diesen Gedanken mit folgenden Worten: "Die Erinnerung an die Vergangenheit kann gefährliche Einsichten aufkommen lassen, und die etablierte Gesellschaft scheint die subversiven Inhalte des Gedächtnisses zu fürchten. Das Erinnern ist eine Weise, sich von den gegebenen Tatsachen abzulösen, eine Weise der Vermittlung, die für kurze Augenblicke die allgegenwärtige Macht der gegebenen Tatsachen durchbricht.
Das Gedächtnis ruft vergangene Schrecken wie vergangene Hoffnung zurück."
Für ungegängelte Wissenschaft - Kritik des autoritären Evaluationsverfahrens aus dem Geist der kapitalförmigen, autoritären Transformation der Hochschule ("Hochschulfreiheitsgesetz")
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Donnerstag, 25. September 2008 19:55
- Geschrieben von Heinz Gess,
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Protest
Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument
Selektionskriterien der autoritären Evaluation
Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument
Widerspruch gegen die Reduktion auf bloß instrumentelles Wissen
Gegenwehr ist möglich
Thesen zur Kritik der autoritären, kapitalförmigen Transformation der Hochschule im "New Age"
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Mittwoch, 24. September 2008 16:19
- Geschrieben von Heinz Gess
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I. Das Hochschulfreiheitsgesetz
1. Liquidierung der Hochschulmitglieder als politische Subjekte
2. Hochschule als kapitalförmiger Betrieb
3. Antidemokratische Gängelung
4. zwei zentrale Funktionen: (a) die Produktion von Wissenswaren durch Forschung,
(b)die Produktion von verwertbarem Humankapital durch die Lehre
5. substanzlose Demokratie ohne Demokraten
6. Folgen für die Geistes- und Sozialwissenschaften
II. New Age: Die Transformation der Hochschule im gesellschaftlichen
Zusammenhang
Das Schweigen der Lämmer. - Zur Hochschule neuen Typs. Ein Bielefelder Professor soll nicht reden, weil er die Wahrheit sagt
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Montag, 01. September 2008 15:18
- Geschrieben von Silvia Bose (WDR), Projekt
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Zur Hochschule neuen Typs:
Nichts fürchtet die Wissenschaft mehr als den Liebesentzug durch die Wirtschaft. Um attraktiver zu bleiben als die Konkurrenz, arbeitet die Hochschule der Zukunft schon heute hart an ihrem Image. Kritiker sind ihr verhasst, vor allem solche aus dem eigenen Haus. Manchmal werden Akademiker mit abweichender Meinung sogar eingeschüchtert. Wer das nicht glaubt, blicke staunend nach Bielefeld, denn die dortige Fachhochschule hat ein Disziplinarverfahren gegen einen ihrer Professoren eingeleitet, weil er die FH öffentlich kritisierte.
Hochschulpraxis in der Kritik. - Warum und wie die Hochschulreform nach dem "Hochschulfreiheitsgesetz" (NRW) Unfreiheit fördert und kritische Aufklärung erschwert - - am Beispiel des Alt- und Neo-Nazis Werner Georg Haverbeck
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Montag, 11. August 2008 12:48
- Geschrieben von Heinz Gess
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Wer war Werner Haverbeck (Heinz Gess) - Protest gegen Nazis und ihre heimlichen Sympathisanten an der Hochschule (Anonyme Gruppe Studierender)
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juni 2008 18:47
- Geschrieben von (1) Heinz Gess (2) anonyme Guppe Studierender am FB Sozialwesen der FH Bielefeld
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am Montag, dem 06. 06. 08 wurde in den Räumen des Fachbereichs der FH Bielefeld und der angrenzenden Mensa der FH ein Protestschreiben verteilt, das eine Gruppe Studierender an der FH Bielefeld, die aus guten Gründen anonym bleiben möchte, verfasst hat. In diesem Schreiben heißt es:
"Uns ist durch den Artikel "Grün-braune Liebe zur Natur. Die NSDAP als "grüne Partei' und die Lücken der Naturschutzforschung" von Peter Bierl und Clemens Heni (in Hg.www. Kritiknetz.de: http://www.kritiknetz.de/?position=artikel&aid=409) bekannt geworden, dass der rechtsextreme Werner Georg Haverbeck in den 70iger Jahren als Professor für Sozialwissenschaften an der FH Bielefeld lehrte und dort in allen Ehren pensioniert wurde. Herr Haverbeck war ein hochrangiger Nazi.
Kritik der autoritären, neoliberalen Studienreform
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Samstag, 14. Juni 2008 10:31
- Geschrieben von Heinz Gess
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Für die ungegängelte Wissenschaft - Kritik des autoritären Evaluationsverfahrens aus dem Geist der kapitalförmigen, autoritären Transformation der Hochschule ("Hochschulfreiheitsgesetz") -
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Mai 2008 10:38
- Geschrieben von Gruppe ungegängelte Wissenschaft zusammen mit Gruppe ungegängelte Wissenschaft zusammen mit Heinz Gess
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Gliederung des Essays
Protest
Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument
Selektionskriterien der autoritären Evaluation
Widerspruch gegen die Reduktion auf bloß instrumentelles Wissen
Gegenwehr ist möglich
Die Freiheit der Wissenschaft und die Möglichkeit zur ungegängelten Erfahrung ist die unerlässliche Voraussetzung jeder Kritik. Diese Voraussetzung wird durch das neue Hochschulgesetz NRW stark beschädigt.
Bildung am Gängelband der Zertifizierung. - Zur Konjunktur der professionell gemanagten Bildungsmisere
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 16:40
- Geschrieben von Peter Moritz
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In den "Wirtschaftswissenschaften", die der autoritären Ideologie des Marktes restlos verfallen sind und die Freiheit nur noch als Freiheit des Kapitals kennen, heißt es schon lange in Ausschreibungstexten: "Professur für Schlüsselqualifikation / Human Ressource Management mit dem Schwerpunkt Management Skills and Competencies" - und so weiter und so fort. Nun aber haben auch die Pädagogik und ihre Teildisziplinen wie die Sozialpädagogik, die Medienpädagogik und Mediensoziologie in beflissenem Konformismus sich diesen Jargon zueigen gemacht. Es ist die Rede von "Diversity Management", von "Coaching und Informationsmanagement", "Ressourcen orientierter Therapie", "Ressourcen- und Self-Management", "systemischer Therapie und systemischem Management", "medial-sozialer Professionalisierung", "medial-virtuellen Lehr- und Lernumgebungen", "medial-ökonomischer Transformation", "systemischer Transformation der corporate identity .Derartige Neuerungen stutzen das Individuum und die Wissenschaft "zum bloßen Anhängsel ökonomischer Leitkategorien zurück" (Peter Moritz).
Bildung ist keine Ware. Kritische Anmerkungen zu einer politischen Parole
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Februar 2008 15:59
- Geschrieben von Gerhard Stapelfeldt
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"Bildung ist keine Ware!" Unter diesem Slogan protestierten seit 2002 Studierende gegen den kapitalkonformen Umbau der Hamburger Universität, der zu einer organisatorischen Umstrukturierung nach dem Vorbild von Aktiengesellschaften geführt hat und der inhaltlich mit einer dramatischen Reduzierung der Geisteswissenschaften bis zum Jahre 2012 einhergeht.
Dazu stellt Gerhard Stapelfeldt fest:
1. Der Protest unter diesem Slogan ist politisch-ökonomisch naiv.
2. Der Protest ist harmlos und hilflos.
"Er suggeriert. Wenn es gelingt, die Hamburger Politik zu verhindern, wird die Verwandlung von Wissen in eine Ware verhindert. Es scheint, als ob es gelte, eine bis vor kurzem heile Bildungswelt nur zu bewahren." Aber "das Wissen ist längst eine Ware, die Bildung ist längst untergegangen - das haben Kulturkritiker wie Friedrich Nietzsche bereits am Ende des 19. Jahrhunderts beklagt."
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt." - Oder: - Wie mit einem Angriff auf die Freiheit der wissenschaftlichen Kritik und autoritäres Verhalten der Hochschulleitung umzugehen wäre, wenn die Intention auf Freiheit nicht allzu tief beschädigt ist.
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Dienstag, 25. September 2007 10:08
- Geschrieben von Heinz Gess
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Der konkrete Fall:
Die Auffassung der Rektorin der Fachhochschule Bielefeld, meine Veröffentlichungen im Kritiknetz seien eine reine Privatangelegenheit, ist grundfalsch. Sie stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Freiheit der wissenschaftlichen Kritik dar, soll die freie Forschung nicht zum Exekutivorgan von Verwaltung und Wirtschaft verkommen. Freie Forschung und Lehre, die an der Leitidee der Wahrheit ausgerichtet ist, die nicht immer mit dem im Einklang ist, was im gegebenen, ungerechten Ganzen für die spezifisch kapitalistische Akkumulation nützlich ist, braucht unabdingbar den Raum freier Kritik und Gegenkritik, der gegen alle Übergriffe von Wirtschaft und Verwaltung (auch der Hochschulbürokratie) abzusichern ist.
Massive Zensur gegen das Kritiknetz an der FH Bielefeld
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- Kategorie: Hochschul- und Bildungspolitik
- Veröffentlicht am Montag, 04. Juni 2007 19:14
- Geschrieben von Heinz Gess
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Der Rechtsstaat steht in Bielefeld - für alle Bürger sichtbar - seit Wochen auf dem Kopf. Deutsche Christen von echtem Schrot und Korn geben sich als "heilige Krieger" aus, die Gott mehr gehorchen als den Menschen, legitimieren damit seit zehn Wochen die widerrechtliche Besetzung des Gebäudes, das ihnen nicht gehört, verhindern, dass es der jüdischen Gemeinde übergeben werden kann, um zur Synagoge umgebaut zu werden, und die Justiz schaut diesem Treiben wohlwollend untätig zu, während die hiesige Presse sich beeilt, die Rechtsbrecher als Helden des Widerstandes gegen bloße "formaldemokratische Verfahren' und ihrer Agenten erscheinen zu lassen. Die Justiz existiert einfach nicht, wenn es darum geht, gegen die widerrechtliche Besetzung einzuschreiten.
Please wait...
