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Interessant auch, wie sich Butler gegen die Kritik an ihrer Israel-"Kritik" verteidigt (http://www.fr-online.de/kultur/judith-butler-fangen-wir-an--miteinander-zu-sprechen,1472786,17019694.html).
Die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland ist für Butler bloße "Denunziation" (bzw., sie legt später im Text noch mal eine Schippe drauf, "Dämonisierung" und ein offener Versuch der "De-Legitimation"), die keine Gründe der Kritik äußert und bestrebt ist, "jede Diskussion im Keime zu ersticken".
Ziel ihrer Kritiker sei es, "jedwede Kritik am Staate Israel" unter eine von ihr imaginierte diskursive Strafe zu stellen und "jede Debatte einer strengen Zensur [zu] unterwerfen". Wie sich Butlers unzensierte, öffentliche Antwort mit der vermeintlichen "Zensur" durch den Zentralrat verträgt, bleibt freilich unerfindlich.
Antisemitismus, das verrät uns Butler, sieht sie durchaus als Problemphänomen, nämlich bei der NPD, griechischen Nazis und jenen, welche "Anschläge auf jüdische Schulen in Frankreich" verüben. Kurzum, Antisemitismus äußert sich für Butler vorrangig bei Nazis und deren jeweiligen, praktisch tätigen Terrorgruppen. Von der gesellschaftlichen "Mitte" (oder auch Hamas, Hisbollah usw.) schweigt Butler allerdings. Denn dies ist IHR Antisemitismus - jenseits der (ihr allerdings applaudierenden) NPD und diesseits der (ihr ebenfalls applaudierenden) Hamas und Hisbollah.
Besonders peinlich wird Butlers Text dann, wenn sie ihre Eingemeindung der Hamas und der Hisbollah in die "globale Linke" verteidigt, ohne auch nur ein einziges Argument (!!!) für diese Aussage zu präsentieren.
Dass Butler auch die alte Lüge von der "Enteignung der Palästinenser im Jahre 1948" aufwärmt, wundert dann nicht mehr.
Judith Butler sieht sich, wie viele selbsternannte "Israel-Kritiker" als Opfer ihrer Kritiker, die "gegen alle, die Israel und seine gegenwärtige Politik kritisch beurteilen" die Antisemitismus-Keule schwingen.
Bedauerlich bleibt, dass Judith Butler für ihre Äußerungen nicht einen möglichen Martin-Walser-Preis erhält, sondern den Frankfurter Adorno-Preis. Das kann ich nicht verstehen.
Interessant auch, wie sich Butler gegen die Kritik an ihrer Israel-"Kritik" verteidigt (http://www.fr-online.de/kultur/judith-butler-fangen-wir-an--miteinander-zu-sprechen,1472786,17019694.html).
Die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland ist für Butler bloße "Denunziation" (bzw., sie legt später im Text noch mal eine Schippe drauf, "Dämonisierung" und ein offener Versuch der "De-Legitimation"), die keine Gründe der Kritik äußert und bestrebt ist, "jede Diskussion im Keime zu ersticken".
Ziel ihrer Kritiker sei es, "jedwede Kritik am Staate Israel" unter eine von ihr imaginierte diskursive Strafe zu stellen und "jede Debatte einer strengen Zensur [zu] unterwerfen". Wie sich Butlers unzensierte, öffentliche Antwort mit der vermeintlichen "Zensur" durch den Zentralrat verträgt, bleibt freilich unerfindlich.
Antisemitismus, das verrät uns Butler, sieht sie durchaus als Problemphänomen, nämlich bei der NPD, griechischen Nazis und jenen, welche "Anschläge auf jüdische Schulen in Frankreich" verüben. Kurzum, Antisemitismus äußert sich für Butler vorrangig bei Nazis und deren jeweiligen, praktisch tätigen Terrorgruppen. Von der gesellschaftlichen "Mitte" (oder auch Hamas, Hisbollah usw.) schweigt Butler allerdings. Denn dies ist IHR Antisemitismus - jenseits der (ihr allerdings applaudierenden) NPD und diesseits der (ihr ebenfalls applaudierenden) Hamas und Hisbollah.
Besonders peinlich wird Butlers Text dann, wenn sie ihre Eingemeindung der Hamas und der Hisbollah in die "globale Linke" verteidigt, ohne auch nur ein einziges Argument (!!!) für diese Aussage zu präsentieren.
Dass Butler auch die alte Lüge von der "Enteignung der Palästinenser im Jahre 1948" aufwärmt, wundert dann nicht mehr.
Judith Butler sieht sich, wie viele selbsternannte "Israel-Kritiker" als Opfer ihrer Kritiker, die "gegen alle, die Israel und seine gegenwärtige Politik kritisch beurteilen" die Antisemitismus-Keule schwingen.
Bedauerlich bleibt, dass Judith Butler für ihre Äußerungen nicht einen möglichen Martin-Walser-Preis erhält, sondern den Frankfurter Adorno-Preis. Das kann ich nicht verstehen.
Hans-Peter Büttner