Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
ISSN 1866-4105
Antisemtismus in Großbritannien
- Details
- Kategorie: Antizionismus und Antisemitismus
- Veröffentlicht am Samstag, 16. September 2006 11:48
- Geschrieben von The All-Party Parliamentary Inquiry into Antisemitism
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Report der Allparteienkommission des englischen Parlaments zur Untersuchung des Antisemitismus in Großbritannien.
Der englische Report kommt - ähnlich wie die Untersuchung von Heyder, Iser und Schmidt "Israelkritik oder Antisemitismus? Meinungsbildung zwischen Öffentlichkeit, Medien und Tabus" (in Heitmeyer (Hg), Deutsche Zustände (Bd,3)) für Deuschland - zu dem Ergebnis, dass der Antisemitismus in Großbritannien stark zugenommen hat. Er stellt ferner fest, dass der islamische Antisemtismus eine wichtige Quelle des wieder erstarkten Antisemitismus in Großbritannien ist und dass eines seiner wichtigsten Vehikel die angebliche "Israelkritik" ist. Auch diese Ergebnisse entsprechen ziemlich genau dem, was die Studie von Heyder, Iser und Schmidt für Deutschland fesgestelltt hat.
Nimmt man beide Studien zusammen, erhärtet sich die Vermutung, dass der europäische Antisemitismus wiedererwacht und auf dem Vormarsch ist.
Der englische Report kommt - ähnlich wie die Untersuchung von Heyder, Iser und Schmidt "Israelkritik oder Antisemitismus? Meinungsbildung zwischen Öffentlichkeit, Medien und Tabus" (in Heitmeyer (Hg), Deutsche Zustände (Bd,3)) für Deuschland - zu dem Ergebnis, dass der Antisemitismus in Großbritannien stark zugenommen hat. Er stellt ferner fest, dass der islamische Antisemtismus eine wichtige Quelle des wieder erstarkten Antisemitismus in Großbritannien ist und dass eines seiner wichtigsten Vehikel die angebliche "Israelkritik" ist. Auch diese Ergebnisse entsprechen ziemlich genau dem, was die Studie von Heyder, Iser und Schmidt für Deutschland fesgestelltt hat.
Nimmt man beide Studien zusammen, erhärtet sich die Vermutung, dass der europäische Antisemitismus wiedererwacht und auf dem Vormarsch ist.
Seit Jahren gibt es den antisemitischen Diskurs vom "jüdischen Problem". Er nimmt die Form an, dass dem Staat Israel in den Medien die Schuld dafür gegeben wird, dass Moslems "uns Europäer" oder "den Westen" so sehr hassen, eine Schuldzuschreibung, die vom politischen Islam aus taktischen Gründen - "divide et impera" - genährt wird. Existierte dieser Staat nicht, so die unausgesprochene, aber falsche Folgerung, entfiele die Quelle des Hasses und die Nachteile, die Europäer wegen dieses Hasses (also dem Scheine nach wegen Israel) erleiden. Wieder einmal wird so das falsche Bewusstsein geweckt, die Juden seien schuld, sie seien "unser" Unglück und nicht diejenigen, die nicht damit aufhören können, andere beherrschen zu müssen und jene mit ihrem Hass zu verfolgen, die sich ihrem schlechten Herrschafts- und Überlegenheitsanspruch nicht beugen wollen und niemals werden. Wieder einmal schlägt Aufklärung, die mit dem Willen zur Emanzipation von Herrschaft begonnen hatte, in Europa in ihr Gegenteil um und es schlagen sich die intellektuellen Konformisten, die in der Überzahl sind, mit dem Gestus des Protestes gegen das als "allmächtig" phantasierte Judentum und den Staat Israel auf die Seite derer, die unverhohlen ihren Herrschaftsanspruch über andere behaupten und durchsetzen wollen. Sie sprechen die nichtidentische Minderheit in der "islamischen Nation" insgeheim schuldig. Sie verraten die Emanzipation von Herrschaft, in dem irrigen Glauben, sich dafür ihre Ruhe, ihre Erlösung von dem Hass einhandeln zu können.
Link zum Artikel (PDF): "Antisemtismus in Großbritannien". Klicken Sie bitte hier.
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