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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

Abwesenheit von Kritikfähigkeit

Kategorie: Unsortierte Kommentare
29. Dezember 2011
Agnostiker
392 Zugriffe

Zunächst möchte ich den Ausgangspunkt meines Denkens offenbaren: ich bin eher durch die den Kritischen Rationalismus geprägt und stehe der Kritischen Theorie und auch dem Marxismus eher skeptisch gegenüber. Dennoch ich kann dem Artikel von Hartmut Krauss im Kern zustimmen. Hartmut Krauss sagt die Wahrheit, wenn er von „politisch korrekten“ Tabuzonen spricht. Ebenso stimmt es, dass "... an Stelle inhaltlicher Auseinandersetzung..." mit dem Islam die "...Pathologisierung von Kritikern ..." getreten ist, die "... ein dem nationalsozialistischen und stalinistischen Totalitarismus entliehenes Verleumdungselement..." darstellt. Meine These ist, dass der eingewanderte Islam in einer (vielleicht unbeabsichtigten) Allianz mit einem mächtigen Rest der 68er-Bewegung und der postmodernen Philosophie der Beliebigkeit steht. Diese Allianz kann m.E. nur in der Zerstörung der Aufklärung und infolge dessen in der Selbstzerstörung der westlich-säkularen Zivilisation enden. Sie wird dann ersetzt werden durch die islamische, allerdings totalitäre und absolutistische, Zivilisation. Die nicht mehr zu überbietende Ignoranz der Betreiber sog. Qualitätsmedien und der politischen Führung wird dabei extrem beschleunigend wirken. Hartmut Krauss trifft den Kern des immer wieder wiederholten Fehlwissens, wenn er sagt, es stimme nicht, dass der Islam 1. Religion sei (dieser Irrglaube verhindert wohl die Analyse der Lehre des Islam, da viele der Meinung zu sein scheinen, Religionen seien gegen Kritik zu immunisieren oder per se immum, Agnostiker) 2. der Islam sei tolerant (hier wird als einziger m.E. schwacher "Beweis" in der Regel das Al-Andalus-Argument angeführt, Agnostiker) 3. der Islam sei friedlich (Islam heisst nicht Friede, sondern Unterwerfung, also Theonomie vs Autonomie, Kollektivismus vs Individualismus, Agnostiker) Alle drei Behauptungen lassen sich leicht sowohl durch die islamische Dogmatik (Koran und Hadiths) sowie auch durch die Empirie widerlegen. Die Abwesenheit von Kritikfähigkeit hinsichtlich des Islam ist einfach erschreckend. Ich bin der Überzeugung, dass ungewöhnliche Allianzen in der Islamkritik nötig sind, um zu vermeiden, dass die Errungenschaften der Neuzeit und der Moderne (z.B. Artikel 1 bis 19 GG) nicht an die Wand gefahren werden.

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Das ist ein Kommentar von "Islamdebatte in Deutschland – Zur Anatomie einer komplexen Diskursverwirrung"
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