Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft
Von der faschistischen Ideologie zum New Age. Ideologische Kontinuitäten
- Kategorie: Faschismus
- 06. Mai 2005
- Heinz Gess
- 4364 Zugriffe
Die Denaturierung des Judentums, seine Entfremdung von der Ordnung der Natur durch Verstandeseinseitigkeit waren die unausbleibliche Folge. Das ist beim abendländischen Menschen anders. Wenn er der Natur entfremdet ist, so ist das nicht seiner eigenen Entwicklung geschuldet, sondern der Überfremdung durch das ihm wesensfremde Judentum. Deshalb muß der abendländische Mensch sich von dem jüdischen Erbe im Christentum befreien und zum wahren, entjudeten, “wahrhaft menschheitlichen” Christentum finden. Das ist Drewermanns Botschaft. Warum nun ausgerechnet die Juden den Weg der Entfremdung von der angeblichen Ordnung der Natur gegangen sind und ihnen die “Unnatur” zur zweiten Natur geworden ist, darüber schweigt sich Drewermann aus. Es muß wohl, so wird unterschwellig insinuiert, etwas mit ihrem besonderen Wesen zu tun haben und damit, daß sie ein “Wüstenvolk” sind und wie die Wüste: “wüst” und “leer”sind. “Im Grunde ist die Religion Israels eine Wüstenreligion geblieben [...] und vergeblich sucht man in der Bibel nach Zeugnissen einer autochtonen Poesie irdischer Schönheit.” (73) Das ist Rassismus par excellence und genau dieselbe Sprache, die auch der Cheftheoretiker der “neuen Rechten” Alain de Benoist spricht.
Link zum Artikel (PDF): "Von der faschistischen Ideologie zum New Age. Ideologische Kontinuitäten". Klicken Sie bitte hier.
Link zum Artikel (PDF): "Von der faschistischen Ideologie zum New Age. Ideologische Kontinuitäten". Klicken Sie bitte hier.
Please wait...

