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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

Beiträge

Die aktuelle Politik der Herbert Quandt Stiftung (BMW) und ihre historischen Wurzeln

Kategorie: Neofaschismus und Rassismus
09. März 2008
zusammengestellt von Heinz Gess
2826 Zugriffe

Teil :1
Raddatz: Aus Dialog ist Kultur-Kolchose geworden
Interview von PI mit dem Orientalisten Raddatz über die vom Bundesinnenministerium und der Herbert-Quandt-Stiftung veranstaltete angebliche Fachkonferenz zum Thema
"Das Islambild in Deutschland: Alte Stereotype, neue Feindbilder?"

Raddatz: "Die gestrige Vorstellung (bildet) den Prototyp für die mediale Kulturpräsentation, die sich zu einer Art entspannter Polit-Dressur entwickelt hat. Was die Akteure "Dialog" nennen, stellt sich eher als Monolog dar, dessen Klischees nicht ohne Wirkung auf das öffentliche Bewusstsein geblieben sind. Schon das Motto "Islambild in Deutschland - alte Stereotype, neue Feindbilder" bildet für sich bereits eines der Super-Klischees, die sich in allerlei Varianten, aber deckungsgleich durch die letzten vier Jahrzehnte ziehen.

Wir haben es mit einem selbstverstärkenden Meinungsdiktat zu tun, das durchaus auch das Potential für die Anbahnung radikalerer Tendenzen enthält. Da die Quandt-Stiftung von Hause aus ergebnisorientiert denkt, hat sie eine Auswahl sorgfältig dressierter Akteure zusammengestellt, um ihre Investition abzusichern und keine Überraschungen zu erleben.
(...)
Gerade weil der "Dialog" mit mehrdeutigen Stereotypen wie "Frieden", "Toleranz", "Respekt" etc. arbeitet und die Noch-Mehrheitsgesellschaft vor "Generalverdacht" gegenüber dem Islam warnt, ist die Zahl der Moscheen in Europa in den letzten 35 Jahren um 1000 Prozent gestiegen. Trotz - oder vielleicht auch wegen - des wachsenden Respekts nahm dabei das Konfliktpotential zu, wie die Entwicklungen z.B. in Frankreich, England und nun auch - seit die Medien darüber berichten - in Deutschland zeigen.
Als überspitzt könnte meine Aussage gelten, wenn sich in diesem Verlauf nicht auch immer deutlicher eine ganz bestimmte Praxis abgezeichnet hätte. Mit dem Wort vom "Feindbild" wird suggeriert, die Gesellschaft richte sich feindlich gegen den Islam. Tatsächlich geht es hier um ein bewährtes Verhalten der Eliten, die ihr eigenes Feindbild auf den "Stammtisch" der Gesellschaft projizieren. Aus ihrer Sicht scheint ein Weltbild vermittelt werden zu müssen, das sich primär nach islamischen Interessen richtet. Zweifel daran räumt die Konformität der proislamischen Propaganda in Politik, Wirtschaft, Justiz, Kirchen, Medien etc. selbst aus.
Während der Islamisierungsprozess dabei von trendbildenden Stereotypen lebt, ist das Feindbild selbst klar definiert. Wenn diejenigen, die einfach mehr Information und damit mehr Demokratie im Diskurs verlangen, zu "Rechtsradikalen" und "Volksverhetzern", zumindest einem "Sicherheitsrisiko" werden, dessen etwaige Beseitigung durch gefühlsverletzte Muslime "verständlich" sein soll, dann könnten in der Tat radikalere Zeiten auf den "Stammtisch" zukommen. Eine Bedingung scheint erfüllt: Aus der Chimäre eines vielfältigen, "interkulturellen Dialogs" hat sich die Öde eines intellektuellen Kahlschlags, eine Art Kultur-Kolchose gebildet, auf der wenig mehr als Islam und Buddhismus angebaut wird."
Die entspannte Polit-Dressur, die sich Dialog nennt, setzt sich "mehrheitlich aus nicht legitimierten Akteuren zusammen. Umso unbehinderter können sie bestätigen, dass die Scharia "kein Problem" ist. Ob gewollt oder nicht - es entsteht ein politischer Wille, der sich nicht nur von der Öffentlichkeit abschottet, sondern genau genommen auch rassistisch handelt! Denn solange die Frage der Religionsfreiheit nicht verbindlich und öffentlich nachvollziehbar geklärt ist, sind beide Mehrheiten - die europäische und muslimische - auch schweigende Mehrheiten, weil beiden Seiten die demokratische Mitsprache verwehrt ist.

Teil 2
Wer ist die Familie Quandt (BMW), die die Quandt-Stiftung unterhält? Wie ist sie an ihr Großkapital gekommen, mit dem sie Schäuble dazu verhilft, seine autoritäre Politik gegen emanzipierte ungläubige Staats- und Gesellschaftskritiker der in scheinliberaler Form autoritären Gesellschaft zu betreiben?
ARD: Vorwürfe gegen Quandt (BMW) Eine deutsche Dynastie, die Nazis und das KZ. Wie kam es zum Vermögen der BMW-Dynastie Quandt? Durch Hilfen der Nazis und Ausbeutung von KZ-Häftlingen, dokumentiert ein ARD-Film.

Heinz Gess





Link zum Artikel (PDF): "Die aktuelle Politik der Herbert Quandt Stiftung (BMW) und ihre historischen Wurzeln". Klicken Sie bitte hier.
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