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Kritiknetz - Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

Wider das antizivilisatorische Triumvirat in der Volksbühne

Kategorie: Beiträge anderer Webseiten
28. Juni 2010
Heinz Gess
361 Zugriffe
 

"Sind in der Volksbühne und der Linkspartei humanistische Gutmenschen am Werk, die sich aus Dummheit und Naivität für die Ziele von Antisemiten einspannen lassen? Oder haben wir es nicht vielmehr mit der linken Avantgarde einer antisemitischen Internationale zu tun, die offen ausspricht, was die europäischen Regierungen noch moderat formulieren, (...)  dass nämlich der wahre Weltfrieden im Grunde nur gedacht werden könne auf einer Erde ohne Juden?" - schreibt das Autorenteam

Die Frage lässt sich leicht beantworten: Das Triumvirat auf der Voksbühne (Buttler,  Badiou , Zizek) bewegt sich voll und ganz auf der Linie der antisemitischen Ideologieformation der "konservativen Revolution" der Weimarer Republik, aus der die Naziideologie mit ihrem vernichtungsantisemitischen Paradigmenkern und die nazistische Revolution  der Befreiung  des 'zärtlichen deutschen Volkes" gegen  die Mächte der Zersetzung  der 'organischen Ordnung' eben dieses Volkes hervorging.  Sie wissen es vielleicht nicht, aber  sie tun es. Der  von Zizek und Badiou befürwortete Sozialismus ist nichts anderes  als der von Marx verspottete, reaktionäre "deutsche Sozialismus" und rohe, barabarische Kommunismus.  "Kommunismus"  dieser Art ist nur ein anderes Wort für  die repressive Volksgemeinschaft und die darin obwaltende, mit Terror erpresste Versöhnung.

Die gegenwärtige ideologische Erscheinungsform dieses globalisierten "deutschen Sozialismus" ist die des Djhad-Sozialismus, der sich  seinem Selbstverständnis nach im Endkampf befindet mit dem aus  der Welt"gemeinschaft" des alles verflüssigenden und  durch Verflüssigung identisch machenden globalen Kapitals ausgeschlossenen zionistischen Israel.  Es fungiert in der Krise der Verflüssigung als der globale Sündenbock. Ihm wird  zur Last gelegt wird, dass die Verflüssigung  in der Krise  des Kapitalismus, in der es zu Stockungen des Flusses und der Verflüssigung  kommt, d. h . die vom Kapital erpresste Versöhnung  von Gebrauchswert und Tauschwert, die in der sozialistischen Djihad-Ideologie des Zizek und Badiou falsch als zwangfreie Versöhnung gedacht wird,  in der Krise neu wieder aufbricht.  Israel und das Judentum sollen schuld an der Friedlosigkeit der Welt und an der einbrechenden Krise sein, die die Folge der Friedlosigkeit sei. Deshalb kann es aus der Sicht des globalisierten deutschen Djihad-Sozialismus ( Adolf Hitler: "Mein Kampf") keine Rettung der Welt geben,  solange "der Jude", allem voran Israel, in der Welt sein "Unwesen" treibt. Nach der 'großen Lösung wird es keinen Juden mehr geben'.

Das "wusste" im Übrigen schon Wagner, der anfänglich noch schwankte, ob  seine deutschen  Christen oder eher Vollstrecker des Islam berufen seien, die große Lösung" zu vollstrecken. Wagner entschied sich für die deutschen völkischen  Christen (das "germanische Christentum"),  Nietzsche für den deutsch-völkischen Antichristen. Aber weder die einen noch die anderen haben es vermocht, obgleich  der Führer ihre Kräfte zur Rettung der Völker gegen den "Juden" im nationalen Sozialismus der deutschen Arbeiterpartei  straff vereinte.  Mit Bedauern stellt Zizek deshalb fest, freilich nicht ohne sich durch Mehrdeutigkeit und Vagheit seiner Texte die Ausrede geschaffen zu haben, man müsse ihn immerzu ganz anders verstehen, als er es selbst nahe legt: "Hitler war nicht radikal genug". So muss jene große Lösung, die "radikal genug" ist,  am Ende doch wohl der islamische Djihad  sein mit ideologischer und politischer Unterstützung der lechts-rinken Avantgarde des 'zärtlichen' deutschen Volkes,  die dem Triumvirat zur Verbreitung dieser "Logik der Rettung" (Bahro)  ihre "Volksbühne" zur Verfügung stellt.
Heinz Gess

h i e r (31.95 KB)

 

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