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Kategorie: Unsortierte Kommentare
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30. November 1999
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Reiner Schleicher
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Antisemitismus im Herzen der Narrenstadt
Eine Gruppe engagierter Netzwerker hat eine Petition veröffentlicht gegen die andauernde Aktion „Kölner Klagemauer“, die tagtäglich auf der Domplatte Kölns nicht nur anti-israelische Vorurteile schürt, sondern mit ihren Darstellungen auch antisemitische Karikaturen verbreitet.
Während das Motto "Arsch huh, Zäng ussenander!" zehntausende Menschen auf die Kölner Straßen brachte, um gegen den „Anti-Islam-Kongress“ zu protestieren, bedient eine Installation von Walter Herrmann bereits seit 2004 anti-israelische Antipathien.
Die tatsächliche Intention zeigt sich erst im Detail – eine Karikatur zeigt einen mit Davidstern präsentierten Juden, wie er sich mit Messer und Gabel einem palästinensischen Jungen widmet. Die „Kölner Klagemauer“, die schon im Begriff selbst diffamierend wirkt, schürt ungehindert antisemitische Ressentiments.
Der Inhalt der Aktion ist schlimm genug, doch die Reaktion auf diese Installation ist ebenso unglaublich. „Arsch hoch? Zähne auseinander? Nicht für Juden!“ empört sich Gerd Buurmann in seinem Weblog „Tapfer im Nirgendwo“. Und tatsächlich gibt es keinen öffentlichen Aufschrei, auch keinen Versuch der Stadt, diese diffamierende Aktion zu beenden.
Die Mitglieder zweier deutsch-israelischer Netzwerke der Austauschplattform Xing wollen nicht mehr untätig daneben stehen und haben eine Petition ins Leben gerufen, die das Ausmaß der Aktion öffentlich machen soll. „Against antisemtism in Cologne“ ist ein Aufruf, sich gegen so dreist präsentierten Antisemitismus zu stellen. „Arsch hoch und Zähne auseinander“ muss immer dort gelten, wo Vorurteile geschürt und Menschen ausgegrenzt werden.
Die Petition findet sich im Internet unter folgendem Link:
http://www.ipetitions.com/petition/against_antisemitism_in_c...
Die Gruppen „Jerusalem“ und „Deutsch-Israelisches Netzwerk“:
https://www.xing.com/net/jerusalem/
https://www.xing.com/net/de-il/